| Plauderecke Holland schafft Autosteuern ab im Talk, Talk, Talk Forum; Servus zusammen!
In Holland werden Autobesitzer ab 2012 statt der althergebrachten Steuer künftig drei Cents pro gefahrenem Kilometer bezahlen. Bis ... |
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14.11.2009, 19:18
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#1 (Permalink)
| | kommt manchmal hier vorbei
Registriert seit: Mar 2009 Ort: Bublergasse 15
Beiträge: 99
| Holland schafft Autosteuern ab Servus zusammen!
In Holland werden Autobesitzer ab 2012 statt der althergebrachten Steuer künftig drei Cents pro gefahrenem Kilometer bezahlen. Bis 2018 wird dann schrittweise auf 6,7 Cent erhöht.
Für die Gebührenberechnung müssen alle niederländischen Autos mit speziellen GPS-Systemen ausgestattet werden. Das ganze wird dann an eine staatliche Zentralstelle geleitet und direkt vom Konto des Autofahrers abgebucht.
Die Informationen über den Streckenverlauf sollen zwar aus Datenschutzgründen nicht gespeichert werden, aber wie soll Otto Normalverbraucher das überwachen und somit darauf vertrauen können?
Man erwartet sich daraus, daß viele das Auto stehen lassen und sich somit die Belastung der Umwelt durch Kohlendioxid in Fahrzeugabgasen voraussichtlich um zehn Prozent bessern wird. Ausserdem erwartet man weniger Staus und Verkehrstote.
Nach Berechnungen der Regierung werden 59 Prozent der Autofahrer in den Niederlanden weniger, 25 Prozent ca. gleich viel und 16 Prozent mehr als beim alten Steuersystem bezahlen.
Alles schön und gut, aber auf alle Fälle ein weiterer großer Schritt hin zur totalen Überwachung.
Wie ist da eure Meinung dazu? Es wird ja möglicherweise nicht mehr lange dauern und wir werden das Flächendeckend in ganz Europa haben und dann betrifft es alle.
Gruss
bb
__________________ «« Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein! »» |
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14.11.2009, 20:00
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#2 (Permalink)
| | Moderator
Registriert seit: Jul 2005 Ort: Spätzleland @ KabelBW 50MBit/s
Beiträge: 2.878
| Quelle Holland schafft Autosteuern ab ? jetzt wird pro Kilometer bezahlt - News Ausland: Europa - tagesanzeiger.ch
Ich sag nur Datenschutz. Mit Hilfe des GPS kann man nun regelrecht Bewegungsprofile erstellen. Das da die ach so tollen Datenschützer nicht auf die Barrikaden gehen....
Vom dem Datenaufkommen ganz abgesehen. Wer garantiert mir das ich nicht die Kilometer eines anderen bezahle, weil es einen Software Bug gegeben hat. Ist in der Telekommunikationsbranche schon oft vorgekommen das man Rechnungen von 3000 Euro von der Telekom bekommen hat, aber das zu unrecht.
Außerdem halte ich es, jetzt rein aus Staatsfinanzensicht, für einen Fehler auf das System umzusteigen. Falls die Spritpreise wieder steigen, wird weniger gefahren -> Ergo weniger Einnahmen für den Staat.
Geändert von Crackspider (14.11.2009 um 20:04 Uhr)
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14.11.2009, 21:00
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#3 (Permalink)
| | Junior Member
Registriert seit: Feb 2007
Beiträge: 31
| Hi,
jeder der heute ein Handy, eine EC Karte oder ein anderes elektronisches Zahlungsmittel sowie Kommunikationsmittel ähnlich eines Handys benutzt ist lückenlos zu verfolgen. Das was in der DDR noch 1989 als Überwachungsstaat bezeichnet wurde ist gegen die BRD der aktuellen Stunde ein Kindergeburtstag.
Es gibt sehr viele Kameras in deutschen Städten die bereits von der Staatsmacht zur Überwachung genutzt werden. Wer glaubt er würde sich in einem freien Land herumspazieren soll ruhig in dem Glauben bleiben und ich möchte ihm seinen Traum nicht zerstören! Nicht vergessen ich habe hier lediglich die bekannten Dinge erwähnt...
Greetz Arno Nym |
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14.11.2009, 21:07
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#4 (Permalink)
| | kommt manchmal hier vorbei
Registriert seit: Aug 2008
Beiträge: 63
| Ich frage mich jetzt, was Zahlen Die Holender an KFZ Steuern. Lohnt sich das überhaupt?
Das mit der Überwachung ist doch klar. Es braucht keiner zu sagen das die Route nicht Aufgezeichnet wird. Mich wundert es auch das die Datenschützer da nicht auf die Barrikaden gegangen sind.
Interessant wäre wie diese Technik aufgebaut ist. Ob man hier eventuell das Teil auch Manipulieren kann? |
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14.11.2009, 21:38
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#5 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Sep 2006
Beiträge: 182
| Das pro Kilomteter abrechnen macht sicherlich mehr Sinn als nach Hubraum oder dem ollen CO2 das hinten rauskommt. Wer mehr fährt zahlt auch mehr, von daher gesehen keine schlechte Idee.
Umsetzen könnte man das sicherlich sinnvoller. Wenn die EU Staaten ihre Ärsche mal hochkriegen würden und ein einheitliches Besteuerungssystem beschließen dann könnte man das ganze auch einfach über der Tachostand abrechnen (z.B. verplomben und alle 2 Jahre beim TÜV oder bei Verkauf abrechnen) und müsste nicht GPS/Section Control/OBU inklusive teurer Hardware und ständigen Ausfällen heranziehen.
DragonFly44
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15.11.2009, 04:51
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#6 (Permalink)
| | ist öfters hier im Board
Registriert seit: Feb 2009
Beiträge: 157
Verwarnungen: 0/1 (3) | Zitat: |
Zitat von DragonFly44 Das pro Kilomteter abrechnen macht sicherlich mehr Sinn als nach Hubraum oder dem ollen CO2 das hinten rauskommt. Wer mehr fährt zahlt auch mehr, von daher gesehen keine schlechte Idee. | Das bedeutet aber auch das derjenige der mit einem 6Liter V12 Brabus Mercedes der 25l auf 100km verbraucht genau soviel bezahlt wie jemand der mit einem 3 Zylinder 1.1l Kleinwagen täglich zur Arbeit fährt um die Brötchen für die Familie zu verdienen. Hier wird mal wieder der kleine Mann geschröpft und der Reiche entlastet.
__________________ Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert! |
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15.11.2009, 14:22
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#7 (Permalink)
| | Junior Member
Registriert seit: Sep 2008
Beiträge: 24
| Es wäre da meiner Meinung nach sehr hilfreich, wenn es Hackern gelingt (vielleicht über Proxy-Satelliten) die GPS-Spur zu verschleiern!
Studenten bemüht Euch   |
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15.11.2009, 17:06
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#8 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Oct 2008
Beiträge: 1.684
| Zitat:
Zitat von Henry277 Das bedeutet aber auch das derjenige der mit einem 6Liter V12 Brabus Mercedes der 25l auf 100km verbraucht genau soviel bezahlt wie jemand der mit einem 3 Zylinder 1.1l Kleinwagen täglich zur Arbeit fährt... | Der Unterschied besteht allerdings darin, dass der Brabusfahrer ein klein wenig mehr an Spritsteuern zahlen muss.
Hier kostet der kleine 3zylinder möglicherweise auch recht viel, weil er eben nur eine alte Euronorm erfüllt. Und das tun viel billige (weil ältere) Autos.
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17.11.2009, 00:57
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#9 (Permalink)
| | ist öfters hier im Board
Registriert seit: Feb 2009
Beiträge: 157
Verwarnungen: 0/1 (3) | Wer Brabus fährt ......... dem ist die Spritsteuer sowas von egal. |
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17.11.2009, 05:42
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#10 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Sep 2005 Ort: Freesoft-board.to Alter: 26
Beiträge: 1.001
| ich bin dagegen. ich fahr zb en golf2 mit 55 ps und zahl 190 euro steuer im jahr.
bei gefahrenen 10000km im jahr, würde ich 100 euro draufzahlen.
und das seh ich iwo net ein, weil das nimmt dem "kleinen mann" noch mehr geld, welches er eh net hat. das ist doch nur wieder ne idee unter dem motto " WIE MELKE ICH MEIN VOLK " so sehe ich das. mal von den datenschutzgründen abgesehen. das brauch keiner wissen wann ich wo in den puff renne zum beispiel oder zum urologe whatever. das geht zu weit. da können sie uns gleich alle nen gpschip in den nacken operieren... |
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17.11.2009, 07:49
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#11 (Permalink)
| | ist öfters hier im Board
Registriert seit: Dec 2008 Ort: Bayern
Beiträge: 291
| Die haben einen Schuss, ich hab das auch gelesen und mir da so einige Gedanken gemacht.
Was ist mit den ganzen Grenzfällen? Die an der Grenze wohnen und ggf.arbeiten die werden ihr Auto dann eben in Holland tanken und in Deutschland anmelden, je nachdem was billiger ist, einen Zweiwohnsitz im irgendwo zu haben dürfte kein Thema sein.
Wer zwangsweise wegen Geldmangel weniger fährt, wird auch weniger in Outlets einkaufen usw.usf. ein Schuss der nach hinten losgeht und die Wirtschaft trifft.
Die regen mich mit ihrem co2 Ausstoss tierisch auf, inzwischen bläst die Industrie vielmehr andere Giftstoffe und produzieren bei der Produktion von Filtern mehr Abgase als es ohne alle Einschränkungen je der Fall gewesen wäre.
Mit GPS ist denen dann eines Tages alles möglich, von der wer war wann wo Überwachung bis zur Einhaltung der Geschwindigkeiten. Krank, absolut krank.
Da hast ja dann trotz multiüberwachung in Amerika noch mehr Freiheiten
__________________ Willst du fliegen, lass hinter dir, was dich nach unten zieht! |
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17.11.2009, 09:15
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#12 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Jun 2005 Ort: München Alter: 22
Beiträge: 297
| einer der viel fährt ist am arsch der der wenig fährt genau so und der gar nicht fährt auch ! denn wir werden alle auspioniert
zur realität zurück
der der viel fährt zahlt halt sich dumm und dähmlich |
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17.11.2009, 10:03
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#13 (Permalink)
| | ist öfters hier im Board
Registriert seit: Aug 2008
Beiträge: 164
| Kfz-Steuern abschaffen ist gut... ...aber eine Kilometerpauschale wäre töricht. Von technischem Aufwand und potentieller Fehlerhaftigkeit eines solchen Systems ganz zu schweigen. Mir kommt der Verdacht, daß sich da mal wieder Politiker zu Lobbyisten der Industrie machen ließen / lassen.
DIE Alternative:
Kfz-Steuern abschaffen und im Gegenzug Spritpreise entsprechend erhöhen. Eine solche Maßnahme würde auch den Trend zu umweltfreundlicheren Kfz weiter verstärken. Und ein Überwachungssystem würde nicht gebraucht. So einfach geht das, wenn man es denn nur will!
Gruß, rumbero
Geändert von rumbero (18.11.2009 um 13:03 Uhr)
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17.11.2009, 10:22
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#14 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Mar 2008 Ort: Olenwoold Alter: 54
Beiträge: 1.372
| Nal wieder ein netter Versuch, daß die ärmeren Leute überproportional mehr zahlen zu lassen als die reichen. Nebenbei bemerkt dürfte dies zu einem Anstieg der Autodiebstähle führen, da ja auch der Kriminelle dazulernt. So, wie es selbstverständlich ist, sich zu gewissen Anlässen Hanschuhe anzuziehen, genauso selbstverständlich wird es werden, sich ein fremdes Fahrzeug 'auszuleihen'. Schließlich will man ja keine unnötigen Spuren hinterlassen. Ein toller Fortschritt, mal wieder auf Kosten der Allgemeinheit.
Gruß Konradin |
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17.11.2009, 10:32
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#15 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Nov 2004 Ort: Bergisches Land Alter: 22
Beiträge: 645
| An sich doch keine so schlechte Idee.
Wer große Strecken zurücklegt verbraucht mehr Platz auf der Straße und nutzt diese mehr ab, als jemand der wenig fährt.
Das Problem der großen Autos die viel verbrauchen und der kleinen die wenig brauchen sollte über die Spritsteuern abdeckbar sein. (das kostet in den Niederlanden noch ein bisschen mehr als in Deutschland, außer der Diesel direkt an der Grenze, da gibt es günstigere Preise, weil sonst die Tankstellen nicht überlebensfähig wären)
Desweiteren gibt es auf Autos in den Niederlanden noch ne Sondersteuer. Die sogenannte Luxussteuer.
Diese beträgt (soweit ich weiß) bis zu 35% und wird ja wahrscheinlich höher ausfallen wenn man sich ein dickes Auto kauft.
Das einzige Problem was ich sehe ist die Möglichkeit zu umfassenden Überwachung.
Warum wird denn nicht einfach beim Kauf, Verkauf und beim TÜV (sowas ähnliches gibt es ja da auch) nachgeguckt wie viel der Wagen gelaufen hat und danach wird dann berechnet.
Klar kann man das vielleicht relativ einfach manipulieren, ist aber verboten und einen Sender könnte man mit Blei abschirmen, dann sendet der nix mehr.
__________________ Wer Rechtschreibfehler findet, schicke sie bitte ein. Es wird ein Finderlohn von 10% gewährt. |
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17.11.2009, 13:50
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#16 (Permalink)
| | Moderator
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Beiträge: 2.300
| Zitat:
Zitat von oiseau An sich doch keine so schlechte Idee.
Wer große Strecken zurücklegt verbraucht mehr Platz auf der Straße und nutzt diese mehr ab, als jemand der wenig fährt. | Was ist das denn für eine Rechnung? Die Frage ist doch, MUSS ich viel fahren (Arbeitsplatz) oder hab ich zu viel Zeit/Geld und gurke aus Jux und Dollerei durch die Gegend. In beiden Fällen nutze ich die Strasse wobei mir im 1.Fall keine andere Wahl bleibt, ausser harz4 und dem Steuerzahler auf der Tasche liegen und im 2.Fall mir eh Wurscht ist, was die Zeche kostet.
Von daher stimme ich hier schon denjenigen zu, die der Meinung sind, der "kleine Mann" wird wiedermal geschröpft und dem grossen Mann tangiert es anal peripher.
Zum Thema "gläserner Bürger" fällt mir mal gleich garnix ein ausser:
Viel mehr "ängstigt" mich, dass in den üblichen Medien noch nicht erwähnt wird, dass unsere lieben Politiker in DE nicht auf dieser Welle mitsurfen... das riecht schon nach "stilles Kämmerlein" und "vollendete Tatsachen schaffen"
Gruss, NeHe
PS: @Konradin: auch eine Nebenerscheinung, die nicht von der Hand zu weisen ist
__________________ Nicht jeder, der online angezeigt wird, ist permanent auf dem FS-B unterwegs!
Geändert von NeHe (17.11.2009 um 13:54 Uhr)
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17.11.2009, 14:22
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#17 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Sep 2006
Beiträge: 182
| Zitat:
Zitat von Henry277 Das bedeutet aber auch das derjenige der mit einem 6Liter V12 Brabus Mercedes der 25l auf 100km verbraucht genau soviel bezahlt wie jemand der mit einem 3 Zylinder 1.1l Kleinwagen täglich zur Arbeit fährt. | Wo ist dein Problem? Beide nutzen bei selber Kilometerleistung die Straße auch gleich ab. (Zumindest näherungsweise)
In der Theorie für Straßeninvestition heißt es:
"Die Straßenbenutzungsgebühr sollte den Kosten entsprechen, die der Nutzer durch die Verschlechterung des Zustands der Straße der Gesellschaft einer Volkswirtschaft aufbürdet. Diese Verschlechterung bezieht sich auf die Abnutzung der Straßesowie die Entstehung zusätzlicher Kosten der anderen Nutzer..." *Quelle*
Achja und nebenbei: Kannst du mir erklären warum man für einen Euro5 Diesel der 8L verbraucht mehr KFZ-Steuer auf den Hubraum (absolut als auch pro 100ccm) zahlen muss als ein Euro2 Benziner der 10L schluckt? Die Hubraumregelung war früher vll. mal interessant aber heute ist sie überholt.
DragonFly44
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17.11.2009, 15:29
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#18 (Permalink)
| | ist öfters hier im Board
Registriert seit: Apr 2008 Alter: 24
Beiträge: 313
| Hier wurden ja schon etliche Argumente pro und contra gebracht, da möchte ich nichts wiederholen (obwohl ich es gerade beim Datenschutz gerne täte!), sondern neue Aspekte einbringen:
Wir sollten ernsthaft überlegen, was wir damit überhaupt erreichen wollen. Wir ersetzen ein pauschalisierendes, verhältnismäßig einfaches System durch ein vermeintlich "gerechteres", dass aber a) große Änderungen in Technik & Ausrüstung erfordert, b) z. B. datenschutzrechtlich HÖCHST bedenklich ist und c) eine RIESIGE neue Bürokratie nach sich ziehen wird. Auf Deutschland übertragen hieße eine allgemeine streckenabhängige Autonutzungsgebühr, dass wir 50 Millionen Autos in Deutschland mit entsprechender Technik ausrüsten dürften (das freut natürlich Unternehmen wie Siemens o. ä.), die die ohnehin schon anfällige Bordelektronik weiter verschlechtern dürfte. Aber mit der Einrichtung der Geräte in den Autos ist es ja nicht getan, man müsste auch entsprechend in Technik investieren, die kontrolliert, ob die Autos auch entsprechend ausgerüstet sind, vergleichbar den Mautbrücken auf der Autobahn. Denn stelle sich mal jemand vor, so ein subversives kriminelles Element würde doch ohne Onboardunit einfach so eine Straße benutzen und nicht für die Nutzung zahlen! Deshalb müssen wir auch neue Behördenstrukturen mit tausenden neuer Beamter erschaffen, die Kontrolle ausüben und Verstöße ahnden!
Weit über die datenschutzrechtliche Debatte geben wir mit Einführung eines solchen Systems unsere Bewegungsfreiheit ab. Der Umkehrschluss heißt nämlich, dass wir ohne die Gebühr zu zahlen die Straßen benutzen, "Verbrechen" begehen. Wie soll das funktionieren, wenn man sich kein Gerät einbauen lassen will? Muss man dann vor der Fahrt zum Aldi erst ein Ticket am Automaten lösen, damit man 5 km auf der Bundesstraße fahren darf? Muss man bestraft werden, wenn man ohne Abrechnung seine Frau ins Krankenhaus fährt, die kurz vor der Geburt steht? Man zahlt in Deutschland selbst als schlechtverdiener einen Großteil seiner sauer verdienten Kohle an den Staat, damit der, wie wir heute alle schon sehen, weder damit für eine intakte Infrastruktur sorgt noch zukunftsfähige Sozialsysteme errichtet. Glaubt denn auch nur einer ernsthaft, dass dann in Zukunft mehr Geld für den Straßenbau verwendet wird?
Darüber hinaus ist es auch so, dass wenn es eine Gebühr gibt, diese auch nach Belieben durch die Politik erhöht werden wird, man gucke sich doch schon das Dilemma bei der LKW-Maut oder die Ökosteuer an.
Spaßig wird es darüber hinaus natürlich dann, wenn ich mit meiner deutschen Onboardunit in die Niederlande fahren will: Muss ich dann einzelne Fahrttickets lösen, darf ich eine pauschalierende Vignette kaufen oder muss ich gar eine zweite technische Lösung kaufen oder mieten, damit ich mich auf den ausländischen Straßen auch bewegen darf?
Darüber hinaus sollte man sich deutlich vor Augen führen, was man eigentlich mit der Gebühr erreichen will, was das Ziel der Maßnahme sein soll und ob ich mit dem von mir eingeschlagenen Weg überhaupt eine angemessene Zielerreichung schaffen kann (das sollte bei jedem staatlichen Handeln so sein, ist aber so gut wie nie der Fall!).
Dadurch, dass ich eine Nutzungsgebühr zahle, erwerbe ich auch das Recht, die Straße zu nutzen. Wenn man mit der Gebühr also eigentlich das Verhalten der Menschen ändern will, damit diese weniger fahren, kann es sich genau ins Gegenteil verkehren, wenn diese eben mehr fahren, weil sie kein schlechtes Gewissen haben müssen, da sie ja bezahlt haben (in den Wirtschaftswissenschaften: Wenn Ökonomen in den Kindergarten gehen - Politik - Ökonomie - Wissenswert - Handelsblatt.com; in Deutschland auch bei der Praxisgebühr beobachtbar: Wenn ich schon selbst zahle, ziehe ich den maximalen Nutzen daraus, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen). Dadurch könnte es zu der paradoxen Situation kommen, dass es zu noch mehr Verkehrsaufkommen gibt.
__________________ "Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu erlassen."
Charles-Louis de Montesquieu |
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17.11.2009, 16:54
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#19 (Permalink)
| | ist sehr oft hier im Board
Registriert seit: Dec 2007 Ort: Naher Osten | Erfurt Alter: 17
Beiträge: 474
| Die Idee (wer viel fährt der viel zahlt) ist aus ökologischer Sicht völlig in Ordnung, damit habe ich auch kein Problem.
Man könnte es jedoch effizienter machen indem man: - alle Steuern auf Autos auf 0 setzt (Versicherung ist natürlich Ausnahme)
- den Benzin- und Dieselpreis nochmal gut erhöht
Hätte folgenden Effekt: Die "Normalfahrer" zahlen genauso viel, die Vielfahrer mehr und die die ganz selten fahren würden weniger zahlen.
So würde ein Auto auch für Leute attraktiv werden welche es z.B. nur 1-2 mal im Monat benötigen. Außerdem kann man so Leute aus ihrer Bequemlichkeit reißen.
Wir leben seit über 5 Jahren ohne Auto und sind 5 Personen und leben immer noch... Natürlich wird es auf dem Lande benötigt - aber das ist ein anderes Thema
Zum GPS-Konzept - voll fürn Arsch, allein aus Datenschutzsicht.
__________________ Wenn mich einer anfasst, dann schlage ich zurück – und wenn es ein Polizist ist, dann schlage ich zurück. Wenn ich demonstriere, dann übe ich ein Grundrecht aus, dann lasse ich mich nicht anfassen – von niemandem. H. Geißler, CDU-Politiker und attac-Mitglied |
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17.11.2009, 17:05
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#20 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Oct 2008
Beiträge: 1.684
| Das Ganze über den Spritpreis zu regeln wäre wohl "zu einfach". Wer viel fährt verbraucht viel Sprit und muss mehr zahlen. Ist ja jetzt schon so, nur die Abschaffung der KFZ-Steuer wurde bisher immer "vergessen".
Stattdessen muss alles per GPS überwacht werden. Aber vielleicht gehts ja auch genau darum? Und wenn das Argument "Terrorismus" nicht mehr zieht dann führt man das eben anders ein. Wer weiß es schon? Wundern würde es mich jedenfalls nicht.
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17.11.2009, 19:24
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#21 (Permalink)
| | Premium Member
Registriert seit: Jul 2005 Ort: Hamburg Alter: 20
Beiträge: 774
| Zitat:
Zitat von Shadowww Das Ganze über den Spritpreis zu regeln wäre wohl "zu einfach". Wer viel fährt verbraucht viel Sprit und muss mehr zahlen. [...] |
richtig! und genau so sollte es sein. die gefahrenen km zu zählen ist dagegen doch eher müll, aus vielerlei hinsicht.
Wer viel fährt, soll viel zahlen, klingt für mich sehr gerecht. |
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17.11.2009, 20:11
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#22 (Permalink)
| | Junior Member
Registriert seit: Nov 2008
Beiträge: 45
| ... ich wollte aber auch was zum Thema sagen:
Ein wirklich gerechtes System wird es wohl nicht geben.
Das System der Holländer bestraft aber alle die im ländlichen Raum wohnen und ev. darüberhinaus zu ungünstigen Zeiten arbeiten. Die Wenigsten haben das Glück, in der Nähe zu arbeiten. Bei den in Deutschland rapide fallenden Löhnen, (Deutschland ist schon lange kein Hochlohnland mehr) wird es immer unattraktiver, eine Beschäftigung anzunehmen, die knapp über ALGII liegt. Auf alle Fälle müßten also alle für die Fahrt zur Arbeit anfallenden Km herausgerechnet werden. Zudem profitieren auch die, die das Auto nicht so oft brauchen, vom vorhandenen Straßennetz und den Warenverkehren.
Von der Gerechtigkeitsdebatte mal ganz abgesehen, ich weiß nicht ob die Erstellung eines lückenloses Bewegungsprofils einer Klage vor den entsprechenden Gerichtshöfen standhalten wird.
Geändert von schwyzerbueb (17.11.2009 um 20:30 Uhr)
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18.11.2009, 05:54
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#23 (Permalink)
| | ist öfters hier im Board
Registriert seit: Feb 2009
Beiträge: 157
Verwarnungen: 0/1 (3) | Zitat: |
Zitat von DragonFly44 Achja und nebenbei: Kannst du mir erklären warum man für einen Euro5 Diesel der 8L verbraucht mehr KFZ-Steuer auf den Hubraum (absolut als auch pro 100ccm) zahlen muss als ein Euro2 Benziner der 10L schluckt? Die Hubraumregelung war früher vll. mal interessant aber heute ist sie überholt. | Jo kann ich. Das liegt daran das Benzin anders versteuert wird als Diesel. Daher ist Diesel bisher immer um einiges billiger gewesen als Benzin. Daher hatte man hier eine andere KFZ Steuerregelung. Zitat: |
Zitat von Dedicated Wer viel fährt, soll viel zahlen, klingt für mich sehr gerecht. | Das haben wir doch aber alles schon und zwar in Form der Mineralölsteuer. Wer viel fährt oder fahren muss der braucht auch viel Sprit und muss über diesen eine grosse Summe an Mineralölsteuer an den Staat zahlen. Dazu kommt dann noch die Ökosteuer und dann wird das ganze auch noch mal mit der Mehrwertsteuer belastet. Ja wir Deutschen zahlen sogar Steuern auf die Steuer!
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18.11.2009, 12:39
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#24 (Permalink)
| | Premium Member
Registriert seit: Jan 2009
Beiträge: 95
| Alles klar fahre 25000 Km im Jahr
Melde mich dann bald Arbeitslos dann bleibt mir mehr Netto über!!!!!!!!!!!
Idoten hier in Deutschland |
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18.11.2009, 12:45
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#25 (Permalink)
| | Stammuser
Registriert seit: Apr 2006 Ort: Dresden Alter: 22
Beiträge: 485
| also zumindest ich halte eine kilometerpauschale für sehr sinnvoll. und man könnte das ja noch ausbauen und ein gestaffeltes system implementieren, also z.b. der spritverbrauchsbereich zahlt so viel cent pro km, der bereich da drüber so viel usw. (und natürlich könnte man auch umweltboni implementieren wie cat4 bekommt 5 prozent rabatt auf den gesamtbetrag od. wer weniger als so und so viel co2 ausstößt bekommt 13 prozent usw.)
ich habe selbst kein auto und habe bisher auch nie über eine anschaffung nachgedacht, ganz einfach auf grund der viel zu hohen haltungskosten und der tatsache, dass ich es normal so gut wie nie brauche. und für wenig-fahrer ohne auto wie mich würde ein solches system die anschaffung eines autos durchaus interessant machen, was wiederum die autoindustrie ankurbeln würd. natürlich würde man auch als wenig-fahrer noch einige kosten (die versicherung rationalisiert sich ja leider nicht so einfach weg) zu tragen haben, diese wären im vergleich aber denk ich mal schon einigermaßen weniger.
im übrigen wäre die alternative, straßen zu privatisieren, auch eine schöne idee. dann müsst ich als nicht-auto-benutzer auch nicht mehr für die sanierung von autobahnen bezahlen - mal abgesehen davon, dass ich für das alles atm als student mit nichtveranlagungswisch noch nicht zahlen muss.
ich find, straßen sollten von dem geld der autofahrer saniert werden. schliesslich sind die die einzigen, die diese nutzen. und gerade in der heutigen zeit, wo den komunen das geld knapp wird (und aufgrund der fanatischen ... ich mein fantastischen pläne der bundesregierung wird sich das ja noch verschlimmern), wäre es sicher eine entlastung, wenn der autofahrer selbst für das, was er nutzt, zahlen müsst. ne idee wäre z.b. auch, dass autofahrer zusätzlich zu den steuern eine straßennutzungsgebühr zahlen müssten?
die diskussion mit dem überwachungsstaat ist im übrigen auch hinfällig. an der einen stelle schreien viele hier nach mehr privatssphäre, aber ich möchte wetten, das genau diese personen - wie auch viele andere - an anderen stellen ihr halbes privatleben öffentlich machen (man denke nur an soziale plattformen wie facebook, studivz und co.). datenschutz ist zwar eine feine sache, allerdings in unserer heutigen zeit nicht mehr vollkommen zu gewährleisten. in anderen ländern wird man auch auf schritt und tritt verfolgt, man denke nur an GB. da hängt in jedem laden, an jeder straßenecke, fast überall, eine cctv. und nein, es dient der sicherheit. denn so kann man ganz schnell sehen, wenn wer überfallen wird und schnell helfen. soweit die theorie. praktisch ist die verbrechensrate glaub ich auch runtergegangen. zumindest in den überwachten bereichen.
also freut euch, dass wir hier noch nicht überall auf video aufgenommen werden sondern nur über unsere mobiltelefone, kreditkarten und internet-accounts überwacht werden. |
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