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| Plauderecke Griechische Mütter im Talk & Fun Forum; Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sofort glauben, diese Geschichte sei wahr. Und nicht mal übertrieben. Eine junge ... |
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| | #1 (Permalink) | ||||||
| Junior Member Registriert seit: Oct 2011 Ort: Südliches Norddeutschland
Beiträge: 46
| Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sofort glauben, diese Geschichte sei wahr. Und nicht mal übertrieben. Eine junge Frau ruft ihre Mutter an. - Hallo. - Hallo Mama. - Was gibt es meine Tochter? - Kannst du heute Abend auf die Kinder aufpassen? - Wieso? Willst du ausgehen? - Ja. - Mit wem? - Mit einem Freund. - Ich kann nicht verstehen, warum du deinen Mann verlassen hast. Der war so ein lieber Junge. - Nicht ich habe ihn, sondern er mich verlassen. - Du hast zugelassen, dass er dich verlässt und jetzt gehst du mit jedwedem aus. - Ich gehe nicht mit jedwedem aus, Mama. Kann ich jetzt die Kinder vorbei bringen? - Ich habe dich nie zu Hause gelassen, um mit irgendjemand aus zu gehen. Nur mit deinem Vater. - Ja, aber du hast viele andere Sachen gemacht, die ich nicht mache. - Was willst du damit untertönig sagen? - Nichts. Ich möchte nur wissen, ob du heute auf die Kinder aufpasst. - Wirst du die Nacht mit diesem „Freund“ verbringen? Was wird dein Mann dazu sagen, wenn er es erfährt? - Mein „Ex-Mann“ meinst du. Ich glaube nicht, dass es ihn interessiert. Seitdem er mich verlassen hat, hat er wahrscheinlich keine Nacht allein verbracht. - Du wirst also bei diesem Penner schlafen! - Er ist kein Penner, Mama. - Jeder Mann, der mit einer geschiedenen Mutter zweier Kinder ausgeht, ist ein Penner und ein Parasit! - Mutter, ich werde mich mit dir darüber nicht streiten. Kann ich nun die Kinder bringen? - Arme Kinder mit so einer Mutter. - Was meinst du damit, „mit SO EINER MUTTER“? - Ohne Rückgrat. Deshalb hat dich dein Mann verlassen…. - Weißt du, was du da sagst Mutter? Du bist unmöglich. Du solltest dich schämen! - Schreie mich nicht an. Ich wette, dass du diesen Penner genauso behandelst. - Jetzt machst du dir Sorgen um den „Penner“? - Siehst du, siehst du? Du gibst zu, dass er ein Penner ist! Ich wusste es. - Ich lege jetzt auf. - Warte, warte. Wann bringst du die Kinder vorbei? - Weder bringe ich sie vorbei, noch gehe ich aus. Du hast mir den Spaß daran genommen. - Aber, mein Kind, wie willst du einen netten Mann kennen lernen, wenn du nie ausgehst?
__________________ ???? !!!! ???? Geändert von t.t. (06.02.2012 um 18:47 Uhr) | ||||||
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| | #2 (Permalink) | ||||||
| Stammuser ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Registriert seit: Feb 2009
Beiträge: 483
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Der ist schön, gefällt mir. Da fällt mir ein ich kenne so was ähnliches. So sind Frauen......... Meine Frau lernte mich kennen, nicht umgekehrt. Sie stellte mir förmlich nach. Egal wo ich hinkam, sie war schon da. Das ist nun zwölf Jahre her. Damals war ich eingefleischter Motorradfahrer, trug nur schwarze Sweat-Shirts, ausgefranste Jeans, Bikerstiefel und ich hatte lange Haare. Selbstverständlich hatte ich auch ein Outfit für besondere Anlässe. Dann trug ich ein schwarzes Sweat-Shirt, ausgefranste Jeans und weiße Turnschuhe. Hausarbeit war ein Übel, dem ich wann immer es möglich war, aus dem Weg ging. Aber ich mochte mich und mein Leben. So also, lernte sie mich kennen. „Du bist mein Traummann. Du bist so männlich, so verwegen und so frei.“ Mit der Freiheit war es alsbald vorbei, da wir beschlossen hatten, zu heiraten. Warum auch nicht, ich war männlich, verwegen, fast frei und ich hatte lange Haare. Allerdings, nur bis zur Hochzeit. Kurz vorher hörte ich sie sagen: „Du könntest wenigstens zum Frisör gehen, schließlich kommen meine Eltern zur Trauung.“ Stunden – nein Tage später und endlose Tränen weiter, gab ich nach und lies mir eine modische Kurzhaarfrisur verpassen, denn schließlich liebte ich sie und was soll´s, ich war männlich, verwegen, fast frei und es zog auf meinem Kopf. Und ich war soooo lieb. „Schatz, ich liebe Dich so, wie Du bist“ hauchte sie. Das Leben war in Ordnung, obwohl es auf dem Kopf etwas kühl war. Es folgten Wochen friedlichen Zusammenseins, bis meine Frau eines Tages mit einer großen Tüte unterm Arm vor mir stand. Sie holte ein Hemd, einen Pullunder (bei dem Wort läuft es mir schon eiskalt den Rücken runter) und eine neue Hose hervor und sagte: „Probier das bitte mal an.“ Tage – Wochen – nein Monate und endlose Papiertaschentücher weiter, gab ich nach und trug Hemden, Pullunder (Ärrgh) und Stoffhosen. Es folgten schwarze Schuhe, Sakkos, Krawatten und Designermäntel. Aber ich war männlich, verwegen, totschick und es zog auf meinem Kopf. Dann folgte der größte Kampf. Der Kampf, um das MOTORRAD. Allerdings dauerte der nicht sehr lange, denn im schwarzen Anzug, der ständig kneift und zwickt, lässt es sich nicht sehr gut kämpfen. Außerdem drückten die Lackschuhe, was mich auch mürbe machte. Aber was soll´s, ich war männlich, spießig, fast frei, fuhr einen Kombi und es zog auf meinem Kopf. Mit den Jahren folgten viele Kämpfe, die ich allesamt in einem Meer von Tränen verlor. Ich spülte, bügelte, kaufte ein, lernte deutsche Schlager auswendig, trank lieblichen Rotwein und ging Sonntags spazieren. Was soll´s, dachte ich, ich war ein Weichei, war gefangen, fühlte mich Scheiße und es zog auf meiner Birne. Eines schönen Tages, stand meine Frau mit gepackten Koffern vor mir und sagte: „Ich verlasse Dich.“ Völlig erstaunt, fragte ich sie nach dem Grund. „Ich liebe Dich nicht mehr, denn Du hast Dich so verändert. Du bist nicht mehr der Mann, den ich mal kennen gelernt habe.“ Vor kurzem traf ich sie wieder. Ihr „NEUER“ ist ein langhaariger Biker mit zerrissenen Jeans und Tätowierungen, der mich mitleidig ansah. Ich glaube, ich werde ihm eine Mütze schicken. Die arme Sau.
__________________ Weil die Klugen immer nachgeben, wird die Welt von den Dummen regiert! | ||||||
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| | #3 (Permalink) | ||||||
| Stammuser ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Registriert seit: Feb 2005 Ort: ~*cyberspace*~
Beiträge: 514
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Beides amüsante, aber auch nachdenkliche Geschichten mit einem ironischen/satirischen Blick auf das RL. Nur das "Griechisch" in der ersten Überschrift macht mich stutzend ![]() Hätt man auch gut weglassen können, oder seh ich das falsch? | ||||||
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| | #5 (Permalink) | |||||||
| Junior Member Themenstarter  
Registriert seit: Oct 2011 Ort: Südliches Norddeutschland
Beiträge: 46
| Zitat:
Die Tatsache aber, dass viele griechische Mütter (Väter übrigens auch, obwohl ihre Doppelmoral durch Anwesenheit glänzt) ihre traditionellen Werte in den immer schnelleren und kurzlebigeren Werten ihrer, außerhalb ihres Einflussbereiches, sich rasant entwickelnden Gesellschaft, nicht unterbringen können, ist offensichtlich. Abgesehen davon, habe ich die Story von einer griechischen Mutter bekommen.
__________________ ???? !!!! ???? | |||||||
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| | #6 (Permalink) | ||||||
| Stammuser ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Registriert seit: Feb 2005 Ort: ~*cyberspace*~
Beiträge: 514
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Klingt für mich trotz deiner Erklärung immer noch wie'n Vorurteil. Ich kenne wenig griechische Mütter, auch die gesellschaftlichen Verhältnisse kann ich nur aus touristischer Sicht beurteilen, aber in meine eigene Gesellschaft kann ich besser beurteilen. ![]() Was die Geschichte offenbart ist m.E. kein kulturelles Problem, sondern eins zwischen den Generationen; so ähnlich hätte meine Mutter gegenüber meiner Schwester auch argumentieren können. #edit: Shit, hab gerade realisiert, dassu ja offensichtlich griechisch verwurzelt bist. Damit ist der Vorwurf des Vorurteils aus der Welt ![]() Aber zumindest kann dich vielleicht beruhigen, das andere Mütter auch nicht anders sind
__________________ Keiner ist mein Feind, der's fein mit mir meint. Geändert von littleprof (05.02.2012 um 18:33 Uhr) Grund: Erkenntnis & Besinnung | ||||||
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| Stichworte |
| griechische, mütter |
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