Bist Du auch ein Handy-Sklave ?

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  • Bist Du auch ein Handy-Sklave ?

    Hallo,

    folgenden Beitrag von Prof. Dr. Burkart fand ich sehr nachdenklich.

    Werden wir alle mit der Zeit stupide stumme, kontrollierbare Sklaven ?



    Das Mobiltelefon mutiert zunehmend zum Kontrollapparat
    Das Orwellianische Handy
    Zu einem interessanten Ergebnis kam ein Lüneburger Sozialwissenschaftler, der die Bedeutung des Handys in der Gesellschaft untersuchte.
    Der Professor der Universität Lüneburg stellte fest, dass das Handy zunehmend zum Kontrollapparat wird und über Integration und Ausgrenzung in der Gesellschaft entscheidet.

    Das mag zunächst banal erscheinen, denn die meisten Menschen in Deutschland benutzen ihr Handy ganz alltäglich.
    Schaltet ein Handy-Besitzer sein Gerät allerdings ab, so gerät er schnell in Erklärungsnot und muss sich dafür rechtfertigen,
    warum er nicht per Mobiltelefon erreichbar sei. Damit, so erklärte Professor Günter Burkart, nehme das Mobiltelefon immer stärke
    die Funktion eines Kontrollmechanismus ein, mit dem sich jederzeit der Aufenthaltsort und die Tätigkeit seines Nutzers feststellen lässt.

    Wie Professor Burkart feststellte, komme es besonders im familiären und im beruflichen Umfeld immer häufiger vor,
    dass sich Handy-Benutzer rechtfertigen müssen, wenn sie per Handy nicht erreichbar sind. Das nicht erreichbar sein an sich werde zwar gebilligt,
    allerdings nur dann, wenn der Benutzer stichhaltige Gründe dafür vorbringen kann. Nach Ansicht von Professor Burkart führe dies zu einer Art Nutzungszwang,
    bei der sich die betreffenden Personen gut überlegen, ob sie ihr Mobiltelefon abschalten.

    Im Berufsleben könne es sich so gut wie niemand mehr leisten, nicht erreichbar zu sein.
    Lediglich Menschen in Führungspositionen hätten noch den Luxus, zeitweise ihr Mobiltelefon zu ignorieren –
    indem Sie zum Beispiel eine Sekretärin mit der Annahme von Gesprächen beauftragen.

    Darüber hinaus komme dem Mobiltelefon eine immer entscheidendere Rolle für unsere Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu.
    Dies sei besonders unter Jugendlichen zu beobachten. Sie verabreden sich oft spontan, per Handy. Ist zum Beispiel ein Mitglied einer Clique
    nicht per Handy erreichbar, so rückt er automatisch ins Abseits.

    Hinzu kommt, so Günter Burkart, dass das Handy zu einer "Verwahrlosung der öffentlichen Kommunikation" beitrage.
    Fanden öffentliche Gespräche bislang noch in relativer Stille statt, so redeten heute viele Menschen am Handy zu laut,
    so dass Umstehende Gesprächsinhalte mithören und von ihnen belästigt werden. Außerdem lassen viele Benutzer ihre Handys viel lauter und länger klingeln als notwendig.


    Was sagt Ihr dazu ?