Die Unterkühlung

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  • Die Unterkühlung

    Jetzt kommt die Zeit, da es kälter wird. Der Winter naht. hoch Seson für uns Rettungsdienst Leute. Viele Patienten die wir bekommen sind Unterkühlt. viele sterben, obwohl auch der Ersthelfer viel leisten kann, das so was nicht passiert. Wenn man im Fersehen z.b. Notruf sieht und hört, der hat eine Unterkühlung, dann klingt das erst mal harmlos. Dies ist es aber nicht. Ich habe diesen Bericht erstellt zum nachlesen vieleicht auch zum diskutiernen, und auch zum nachdenken. Er soll Tips enthalten für euch als Ersthelfer und falls Medizin Abhängige (Rettungssanitäter/assistenten u.s.w) hier als User dabei sind. auch an die habe ich hoffentlich gedacht. Dies ist der zweite Artikel von mir hoffentlich gibt er euch ein paar Anregungen.

    Hypothermie

    Eine Unterkühlung oder Hypothermie ist ein Zustand nach Kälteeinwirkung auf den Körper eines Lebewesen, das heißt die Wärmeproduktion war über längere Zeit geringer als die Wärmeabgabe. Die Unterkühlung kann Gesundheitschäden oder den Tod herbeiführen. Im Extremfall und besonders bei nur lokalen Kälteeinwirkungen kommt es auch zu Erfrierungen
    Bei Unfällen am Wasser oder im Gebirge haben die Helfer in der Wasserrettung und dem Bergrettungsdienst immer auch von einer Unterkühlung des Patienten auszugehen.


    Wärmeregulation des Körpers
    Der menschliche Körper hat die Fähigkeit, seine Körpertemperatur auch bei Schwankungen der Umgebungstemperatur konstant um 37,4° C zu halten, was man als Thermoregulation bezeichnet. Dieser Normalwert unterliegt naturgemäß einigen Schwankungen. Hierzu zählen die verstärkte Wärmeabgabe durch Schwitzen bei körperlicher Anstrengung und die Wärmeproduktion durch Kältezittern, beispielsweise bei Fieber

    Stadien der Unterkühlung

    Abwehrstadium
    Der Körper versucht bei einer Körpertemperatur von 34 bis 37° C die Körperkerntemperatur konstant zu halten und produziert Wärme durch automatisiertes Muskelzittern. Zusätzlich ziehen sich die Blutgefäße in den Extremitäten zusammen und verringern die Durchblutung der äußeren Körperregionen. Es entsteht eine Schale, in der das kalte Blut bleibt. Ein Wärmeaustausch zwischen Schale und Körperkern findet dann kaum noch statt.

    Erschöpfungsstadium
    Ab einer Körpertemperatur von weniger als 34° C beginnt das Erschöpfungsstadium. Das Bewusstsein des Patienten trübt immer mehr ein. Diese Bewusstseinsstörung kann soweit gehen, dass man von Kälteidiotie spricht.

    Lähmungsstadium
    Sinkt die Temperatur auf weniger als 27° C ab, kommt es zur Lähmung des Patienten. Dieser wird dann schläfrig (somnolent). Es kommt zur Bewusstlosigkeit, später zu einem Atem Kreislaufstillstand, infolge von Herzrhythmusstörungen

    Ursachen
    Neben einer langanhaltend niedrigen Lufttemperatur spielen auch die Wirkung kalten Wassers und des Windes (siehe Windchill) eine Rolle indem sie die gefühlte Temperatur verringern, also einen Wärmeverlust des Körpers bedingen.
    Typische Situationen, bei denen es zu einer Unterkühlung kommt, finden sich:
    • am, im und auf dem Wasser
    o Ertrinkungsunfälle mit starker Abkühlung, wegen der höheren Wärmekapazität des Wassers im Vergleich zur Luft.
    o Sturz ins kalte Wasser, beispielsweise Schiffbrüchige oder gekenterte Segler.
    o längerer Aufenthalt im kalten Wasser, beispielsweise bei Wassersportlern, wie Schwimmer, Surfer oder Kanuten. Gefährdet sind insbesondere auch im Sommer badende Kinder.
    o Einbruch ins Eis
    • bei Unfällen im Gebirge, beispielsweise
    o Personen die von Lawinen verschüttet werden
    o Verunglückte Skifahrer
    • oder generell bei Aufenthalt in kalter Umgebung, durch
    o unzweckmäßige oder nasse Bekleidung
    o Einschlafen im Freien
    o bewusstloses Liegen im Freien
    weitere Ursachen sind
    • Erkrankungen
    • bewegungsarmes Verhalten
    • körperliche Überanstrengung
    • Schock
    • Alkoholgenuss: Alkohol verstärkt und beschleunigt eine Unterkühlung, da sich hier die Blutgefäße in der Haut erweitern und der Körper umso mehr Wärme an die Umgebung abführt

    Erkennen

    Abwehrstadium
    • kalte, blasse Haut
    • Blauverfärbung (Zyanose; gut sichtbar an den Lippen)
    • Muskel- oder Kältezittern
    • psychische Erregung
    • Schmerzen an Händen und Füßen sowie in den Gelenken
    • vertiefte und schnelle Atmung
    • beschleunigter Puls (Tachykardie)
    • systolischer Blutdruck unter 100 (RR
    Erschöpfungsstadium
    • kalte, blasse Haut
    • Blauverfärbung, beispielsweise der Lippen (Zyanose)
    • Bewusstseinstrübung
    • zunehmende Muskelstarre, Steifheit
    • flache und unregelmäßige Atmung
    • langsamer, unregelmäßiger und schwächer werdender Puls

    Lähmungsstadium
    • Patient wird müde und will nur noch schlafen (unüberwindliche Schlafsucht)
    • Pupillen weit und lichtstarr
    • Bewusstseinstrübung bis zur Bewusstlosigkeit
    • zunehmende Muskelstarre, der Patient hört auf zu zittern
    • unregelmäßige Atmung, Atemfrequenz nimmt ab, Atmung wird immer schwächer und ist kaum spürbar
    • langsamer, unregelmäßiger und schwacher Puls
    • Atem- und Kreislaufstillstand

    Gefahren
    Wegen der Temperaturempfindlichkeit des Erregungsleitungssystems kommt es ab einer kritischen Temperatur zu Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern oder Pulslose Ventrikuläre Tachykardie) und damit zum Erliegen jeglicher Kreislauftätigkeit.
    Ist der Temperaturunterschied zwischen Schale und Körperkern zu groß, kommt es bei der Wiedererwärmung oder bei Bewegung des Patienten zum Temperaturausgleich und die Kerntemperatur kann weiter absinken (Afterdrop). Dies kann zum so genannten Bergungstod führen.

    Sofortmaßnahmen

    Rettung aus dem Gefahrenbereich
    Die Rettung aus dem Gefahrenbereich hat schnell zu erfolgen, da der Patient weiter auskühlt.
    Grundsätzlich sollte der Patient dabei möglichst nicht bewegt werden. Beispielsweise kann der Patient mit einer Korbtrage oder einem so genannten Spine Board (Wirbelsäulenbrett) waagerecht aus dem Wasser an Bord eines Rettungsbootes gehoben werden.

    Allgemein
    Rettungskette befolgen:
    • Notruf absetzen oder veranlassen
    • Den Patienten schonend aus dem Gefahrenbereich bringen; wenn möglich, in einen Raum mit Zimmertemperatur, mindestens an einen windstillen Ort
    • Den Patienten flach lagern und wenig bewegen oder, wenn möglich, vollständig immobilisieren
    • Wärmeerhalt, d. h. Patienten mit Wolldecken zudecken oder einwickeln. Eine Rettungsdecke nie direkt auf die Haut bringen, diese ist dann wegen fehlender Isolationswirkung nutzlos.
    • Ständige Kontrolle der Vitalfunktionen.
    • Betreuen des Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes

    Abwehrstadium
    Befindet sich der Patient noch im Abwehrstadium
    • dann kann die nasse Kleidung des Patienten vorsichtig entfernt werden, solange er zittert.
    • Bei erhaltenem Bewusstsein: warme, gezuckerte Getränke verabreichen (kein Alkohol, Kaffee oder Schwarztee).
    • gemächliche Wiedererwärmung, z. B. mit einer Wärmflasche

    Erschöpfungs- oder Lähmungsstadium
    Befindet sich der Patient im Erschöpfungs- oder Lähmungsstadium
    • dann darf dieser nicht mehr entkleidet werden.
    • dürfen keine Aufwärmmaßnahmen unternommen werden
    • falls bewusstlos: Stabile Seitenlage
    • falls keine Atmung mehr vorhanden: Herz-Lungen-Wiederbelebung
    • dann obigen Punkte befolgen.
    Folgemaßnahmen durch den Rettungsdienst
    • Intubation und Sauerstoffgabe
    • Fortführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung
    • schnellstmöglicher Transport in ein Krankenhaus mit HLM
    weitere Behandlung im Krankenhaus
    • Fortführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung
    • Erwärmung des Patienten, auch invasiv durch den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine
    Grundsatz
    Die Wiederbelebungsmaßnahmen werden beim Transport ins Krankenhaus sowie in der Klinik fortgesetzt. Medikamente, wie beispielsweise Adrenalin, sowie die Defibrillation funktionieren nur ab einer bestimmten Körpertemperatur. Durch die verminderte Temperatur verlangsamt sich auch das Absterben der Hirnzellen.
    Daher gilt der Grundsatz: Niemand ist tot, so lange er nicht warm und tot ist.

    Bewusste Kälteeinwirkung
    In der modernen Medizin wird bei Großoperationen (v. a. am Gehirn und am Herzen) ein beabsichtigter "Kälteschlaf" eines OP-Patienten eingeleitet. Dies geschieht durch Ableitung des venösen Blutes in eine Apparatur, in der das Blut auf 15 bis 16° C herunter gekühlt und wieder dem Blutkreislauf zugeführt wird. Der Prozess wird durch Kältedecken unterstützt. Sinn ist die grenzwertige Verlangsamung des Blutkreislaufes bis zur Überleitung an den Kernkreislauf
    Vor dem Einsatz der Herz-Lungen-Maschine wurde gezielte Unterkühlung in der Anästhesie u. a. für Herzoperationen eingesetzt. Die erste Operation mit Unterkühlung in Deutschland zur Korrektur eines Vorhofseptumsdefekts fand 1955 in Düsseldorf statt (Derra

    (Quelle: Wikadpedia/Rettungsdienst/Der Rettungssanitäter)
  • Hehe, nette Aufzählung steht auch alles bei mir im Lehrbuch Rettungssanitäter.
    Ich komme selber aus dem Rettungsdienst (Rettungssani) und nebenbei Feuerwehr.

    Wenn man noch eine Vene fndet, dann sofort im RTW (Rettungswagen) warme Infusionen reinpumpen. Das fehlte noch in deiner Aufzählung. :P
    So schnell wie möglich einen RTW und Notarzt rufen es kann etwas dauern, ist nicht so doll einen RTW aus dem Graben zu holen.

    Naja, zwischen RL und Notruf liegen Welten, bei Notruf überleben alle und im RL gibt es "Verluste". So ein bißchen sich davon anzueignen ist gar nicht mal schlecht, aber nicht unbedingt immer alles nachmachen was die zeigen! :D
    [SIZE="1"][COLOR="Blue"]Bleibe fröhlich, bleibe heiter, wie der Frosch am Blitzableiter.[/color][/SIZE]
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  • Super einen von Fach zu haben, der auch mal postet.
    Nartürlich sollte man warme Infusionen geben. Habe ich aber absichtlich raus gelassen, da es noch vielen Rettungsdienst Kollegen nicht erlaubt ist, einen Zugang zu legen. (Das gillt auch für die Intubation) Nehme an, das du in Niedersachsen aktiv bist?
    Dieser Tread sollte nartürlich nicht dazu dienen Notruf Geschädigte, sich diese Sendung an zu schauen, wo alle überleben, und nachher friede, freude Eierkuchen ist. Steht auch nirgens was im Tread drüber. Da ich im Rettungsdienst unterrichte freut, es mich das du das Machtwerk LPN gelesen hast. Ist aber nicht alles von ihn. Da beim LPN doch sehr viel weiter eingegangen wird, was jetzt für den reinen Laien sehr schwer zu verstehen ist. Denn auch die Laien sollen hier nicht zu kurz kommen.
    Finde aber deine Ergänzung super.
  • Im ersten Thread stand noch etwas mehr aber irgendwie kam nicht alles mit.

    Sorry, das mit den Infusion, aber das hat uns geprägt mit der Infusion in der Ausbildung. Jupp, bin in Niedersachsen unterwegs, da dürfen wir das Infusionen setzen und der RettAss auch mal Intubieren falls kein Notarzt zur Hand ist.
    Finde deine Ausführung dieses ganze mal zum laufen zu bringen, echt super von Dir.

    Naja, das mit Notruf ist manchmal garnicht mal schlecht, aber der Rettungsdienst macht aber auch gravierende Fehler, wenn man das mal sieht.

    Muss erstmal ein großes Danke an Dich geben, habe das selber aus den großen Werke des DRK von der Ausbildung als Rettungssani :read:

    Es gibt aber wenigsten eine kleine Anleitung was man machen soll wenn man auf einen zukommt bis der RTW da ist. Bei Schnee und Matsch kann das etwas dauern. Es zeigt die Gefahren bei der Unterkühlung und wann man ihn nicht mehr bewegen sollte als Ersthelfer.

    Ein kleiner Tip nebenbei, der erste der die Person findet, sollte aufpassen das er nicht selbst unterkühlt durch das längere warten. Hehe, der Ersthelfer wird selbst zum Patienten. Das wäre auch mistig!!!!
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  • da haben wir´s in bay. ncoh gut^^ zugang und intubation sind an der tagesordung wenn es notwendig, bzw. verbessernd ist/sein könnte =)
    und MERKE: gaanz langsam und den pat sich nicht soveil bewegen lassen...sonst-->peripheres "noch kälteres" blut in den "kleinen kreislauf" und joa dann trifft warmes auf kaltes und des "stockt" dann --> Lugenembolie,Hi, Apo, sowie Zerebrale krämpfe wegen dem apo könnten dann "rauskommen"
  • Super metallic_blue
    Ich glaube wir ahben jetzt was zum laufen gebracht. Ich finde es super, das ihr alles noch ein wenig ergänzt. Das zeigt mir das es sehr viele von Fach gibt, und das zeigt mir auch, das was ich vor habe Laien (Ersthelfer) unsere Arbeit nahe zu bringen und Tips zu geben
    ankommt.
  • Vielleicht haben wir dann mal bald etwas mehr Glück das die Ersthelfer auch mal da bleiben und nicht immer die Augen verschliessen, wenn ein Unfall oder ähnliches passiert.
    Wäre echt ein großer "Sieg" und eine Erleichterung für die Rettungsdienstler, wenn Du mal eine Hand nebenbei hast die z.B. die Infusion oder ähnliches mal abnimmt. Eigentlich müssten wir manchmal 7 Hände haben, wenn Du mit deinem Kollegen alleine unterwegs bist und der Ersthelfer sich Verpi**t hat.
    @ szesny12 wo biste den RettAss???
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