Techno-DJ Mark Spoon tot aufgefunden

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Techno-DJ Mark Spoon tot aufgefunden

    Techno-DJ Mark Spoon tot aufgefunden

    Markus Löffel alias Mark Spoon ist im Alter von 39 Jahren tot aufgefunden worden. Löffel gehörte zu den bekanntesten und renommiertesten deutschen Techno-DJs und Produzenten. Mit dem DJ-Duo Jam & Spoon feierte er vor allem in den neunziger Jahren Erfolge.

    Berlin/Frankfurt - Der aus Frankfurt stammende Techno- Discjockey und Musikproduzent Mark Spoon, der mit bürgerlichem Namen Markus Löffel hieß, sei am Morgen tot in seiner Berliner Wohnung gefunden worden, teilte die Plattenfirma Universal Music heute mit. Nähere Umstände seines Todes konnte das Unternehmen nicht nennen. Gemutmaßt wird über einen Herzinfarkt.



    Techno-Duo Jam & Spoon, Musiker Löffel (vorne): Trends vorweg genommen
    Mark Spoon wurde Anfang der neunziger Jahre mit dem DJ-Duo Jam & Spoon bekannt. Zuvor hatte Löffel sich bereits einen Namen als DJ und Produzent gemacht. Anfang der neunziger, als bei dem erfolgreichen Dance-Projekt Snap! mitarbeitete, entdeckte er den Musiker Dr. Alban, der später etliche Charts-Erfolge feierte. Als Jam & Spoon, gemeinsam mit seinem Partner Jam El Mar (Rolf Ellmer), vollzog er schon früh die Öffnung des Techno-Sounds zu Pop-Melodien, Chill-Out-Sounds und Ambient-Klängen.

    Einer der ersten Jam-&-Spoon-Hits, das von Plavka gesungene "Right in the Night" nahm 1993 Trends vorweg, die erst Jahre später in der Clubszene zum Tragen kamen. Das zugehörige Album "Tripomatic Fairytales 2001" sowie das nachfolgende "Tripomatic Fairytales 2002" gehören zu den Klassikern des Mainstream-tauglichen Clubsounds. Mit "Tripomatic Fairytales 3003" veröffentlichten die beiden DJs zuletzt ein Album voller tanztauglicher, sphärischer Popsongs zu denen Stars wie Jim Kerr (Simple Minds), Xavier Naidoo oder Dolores O'Riordan (Cranberries) den Gesang beisteuerten.

    Markus Löffel, der die Techno-Fans auch auf der Love Parade immer wieder mit furiosen Sets beglückte, gilt neben Szene-Größen wie Sven Väth und Westbam zum Urgestein der neueren deutschen Dance-Musik. Auch mit seinem Soloprojekt Storm sowie mit zahlreichen Remixen für bekannte Techno-Größen und Pop-Künstler machte Mark Spoon in den letzten Jahren auf sich aufmerksam. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er im letzten Jahr in Hannover, als ihm der deutsche Dance Award verliehen wurde.


    quelle spiegel online
  • Sehr bedauerlich. Wer ihn schon mal live erleben durfte hatte sein wahres Vergnügen an ihn. Vorallem seine Unkonventionalität fand ich sehr bemerkenswert und habe ihn aufgrund dessen sowohl als DJ als auch Produzent sehr geschätzt ! ER war ein DJ mit Ecken und Kanten und zum Glück kein "Bückling" der sich den großen Majors beugte, sondern sein Ding größtenteils ohne Reglementierungen durchzog.
  • Warum nur??? :confused: :confused: :confused:
    Er war zu meinen Technozeiten immer einer meiner Lieblings - DJ und die beiden ersten Tripomatic Fairytales - LP's werden auch heute noch mindestens einmal im Monat gehört (und das obwohl ich jetzt lieber Hatebreed, Rykers und solche Sachen höre).
    Ich fand ihn in Interviews immer sehr cool und witzig und musikalisch und produktionstechnisch war er v.a. zusammen mit Jam El Mar unschlagbar! Da können sich heute fast alle Dance - Produzenten ne dicke Scheibe abschneiden, denn das hatte noch Stil! Nicht wie dieser ganze Covermist von heute!!! Habe noch einen alten Maydaymitschnitt von '95 glaub ich auf VHS mit Interview und Liveset - ach ja das waren Zeiten!!!

    R.I.P. Mark