Stefan Zweigs Schanovelle

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  • Stefan Zweigs Schanovelle

    Huhu!


    Also ich muss ein Referat über das Buch die Schachnovelle von Stefan Zweig halten. Ich habe bereits die meisten Aufgaben bearbeitet nur komme ich bei den letzten 2 Aufgaben nicht weiter:


    1. Welche Beziehungen hatte Stefan Zweig zu anderen Autoren (nur wichtige) beziehungswweise zu den Nationalsozialisten?

    2. Warum ist dieses Buch für die deutsche Literatur so wichtig? (Hab die halbe Bücherei auf den Kopf gestellt für Sekundärliteratur etc. hab aber nix gefunden)


    Wisst ihr ev. etwas darüber bzw. kennt Quellen an denen ich suchen könnte?


    MFG

    green skull
  • Zu 1.) Ähm... in dem Buch wird der Protagonist doch von den Nationalsozialisten ins Gefägnis gesperrt und daraufhin verhört. Ich glaube, das sollte doch schon alles sagen....

    Wegen weiteren Infos:

    Erste Anlaufstellte sollte de.wikipedia.org/wiki/Schachnovelle und de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Zweig sein - ich denke, das ist klar.


    Dann habe ich noch was für dich aus Wilpert: Lexikon der Weltliteratur.

    Zweig, Stefan, 28. 11. 1881 Wien - 23. 2. 1942 Petropolis b. Rio de Janeiro, Sohn e. Industriellen, Stud. Philos., Germanistik und Romanistik Berlin und Wien, Dr. phil. Reisen: Europa, Indien, Nordafrika, Nord- und Mittelamerika. Im 1. Weltkrieg erst im Wiener Kriegsarchiv, dann als Kriegsgegner 1917/18 in Zürich; Freundschaft mit E. Verhaeren und R. Rolland. 1919-34 meist in Salzburg; 1928 Rußlandreise. Seit 1935 2. Wohnsitz in England, 1938 Emigration dorthin, 1940 einige Monate bei New York, seit Aug. 1941 in Petropolis/Brasilien. Innerlich gebrochen, aus Schwermut über die Zerstörung des geistigen Europa, wählte er mit s. 2. Frau den Freitod. - Vielseitiger österr. Erzähler, Essayist, Biograph, Lyriker, Dramatiker von internationalem Rang, geringer künstler. Originalität, aber großer Formglätte. In s. Anfängen der Neuromantik und dem Wiener Impressionismus verpflichtet, von der Psychoanalyse Freuds beeinflußt und von pazifist.-humanist. Lebensgefühl bestimmt. Begann mit Lyrik im Stil der franz. Symbolisten und dt. Neuromantiker und preziösen Dramen, wurde dank s. außerordentl. Einfühlung zum hervorragenden Übs. und Vermittler fremder Lit. (Baudelaire, Verlaine, bes. Verhaeren und Rolland, Suarès u. a.), fand in der Freundschaft mit E. Verhaeren zu e. tiefen Kunstanschauung und zum Ethos weltweiter Geistigkeit und entwickelte seither in der ihm eigenen leidenschaftl. bewegten, bildkräftigen u. nuancierten Prosa s. beiden Hauptarbeitsgebiete: zuerst packende, psychoanalyt. Novellen um die Verwirrung der Gefühle; dann lebendige kulturhist. Biographien und Essays über schöpfer. Persönlichkeiten europ. Geschichte und Lit. Ferner große histor. Romane, Legenden und kulturgesch. bedeutsame Erinnerungen aus der Kultur der Donaumonarchie.


    und

    Die pessimistisch stimmende Beobachtung, daß kultivierte Verfeinerung und geistig-seelische Differenziertheit im Lebenskampf dem Robust-Seelenlosen - auch bei reicherer Begabung - unterliegen, versinnbildlicht St. Zweig am Beispiel der Begegnung zweier Schachspieler. Auf einem Überseeschiff, nach Buenos Aires unterwegs, reist der Schachweltmeister Mirko Czentovic, ein Jugoslawe. Ein Wunder an Schachtalent, sonst aber fast schwachsinnig, ohne Bildung, ein plumper Barbar, verblüfft er die Mitreisenden durch ein Simultanspiel, das er mit wenigen Zügen siegreich entscheidet. Die unreflektierte Primitivität, die ihm eignet, ermöglicht ihm eine maschinenhafte Sicherheit. Einzig Dr. B. vermag gegen ihn ein Remis zu erringen. Er erregt dadurch Aufsehen und Neugierde, so daß er die Geschichte vom Ursprung seiner Schachkünste erzählt. Als berühmter österreichischer Anwalt war er nach der Annexion des Landes von der Gestapo in monatelanger Einzelhaft gehalten worden. Die Folter totaler Isolierung überstand er, indem er ein eingeschmuggeltes Schachbuch studierte: durch geistige Konzentration blieb er seinen Peinigern lange überlegen, bis seelische Überreizung zu einem Nervenzusammenbruch und infolgedessen zu seiner Entlassung führte. Jetzt gelingt es ihm sogar, den Weltmeister einmal zu schlagen, aber die Revanchepartie muß er doch in geistiger Erschöpfung abbrechen. Dem Seelenlosen bleibt der Triumph. Das Hineinspielen des Politischen in die Schachnovelle deutet auf die Tatsache hin, daß die Weltlage (1942) im großen ebenfalls noch durch den Sieg der robusten Gewalt über humane Gesinnung bestimmt wurde.
  • Huhu!


    Erstmal vielen Dank an dich für deine Bemühungen!
    Habe die beiden Fragen fast komplett abarbeiten können.
    Allerdings kann ich eventuelle Beziehungen zu anderen Autoren nicht finden . Hatte Zweig nur mit E. Verhaeren und R. Rolland
    Kontakt? Oder habe ich noch andere Personen übersehen?

    MFG

    green skull