wird china unsere Jobs wegnehmen?

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  • wird china unsere Jobs wegnehmen?

    Wird sich China unsere Jobs wegnehmen? 132
    1.  
      Ja (69) 52%
    2.  
      Nein (44) 33%
    3.  
      weiss nicht (19) 14%
    Ich mache soeben eine Arbeit über das Thema "China und dessen wirtschaftliche Auswirkungen für die Zukunft"

    Für meine Fragestellung brauche ich die Meinung einiger Leute, die eine Stellung dazu haben, ob sie denken dass China unsere Jobs "wegnimmt" oder nicht.

    Ich selber denke nicht, dass unsere Jobs gefährdet sind, denn wenn wir mit China handeln können wir mit ihnen profitieren. Selbstverständlich gehen einige Jobs weg, aber dafür können wir uns spezialisieren auf High-Tech und profitieren von China's Lowtech produkte.

    Ich würde mich über einige Abstimmungen sehr freuen.;)

    LG





    Die Integration China´s in die Weltwirtschaft

    Ein unterbelichtetes Merkmal dieser Integration ist die Verdoppelung des Arbeitskräftepotentials, das in die marktwirtschaftlich organisierte Welt eingebunden sein will. China bringt 750 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter ein. Diese neue Arbeitskräfte verlangen nur einen Bruchteil der Löhne, die wir im entwickelten Westen gewohnt sind. Und solange dessen Integration in die moderne Arbeitswelt andauert, wird bei uns ein neues Prekariat geschaffen: Menschen in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen als Folge von Ausgliederung globaler Konkurrenz.

    Chinas arbeitspotential ist noch längst nicht ausgeschöpft, denn im Hinterland, wo die Beschäftigung wenig produktiv und meist nur saisonal ist, gibt es noch zahlreiche Arbeitskräfte. Diese Wanderungsstrom wird ergänzt durch diejenigen, die aus den unprofitablen Staatsbetrieben entlassen werden. Dauer und Umfang dieser Wanderung werden entscheidend auf unseren Wohlstand einwirken. Das chinesische Landwirtschaftsministerium schätzt den Überschuss an unproduktiver Arbeit auf 150 Millionen Menschen; addieren wir noch die Arbeitslosen dazu, etwa weitere 100 Millionen sind wir bei 250 Millionen unproduktive Menschen in China.
    Aus der Differenz des Wachstums des Sozialprodukts und der Arbeitsproduktivität (BIP) ergibt sich die grobe Schätzung, dass in China die Anzahl der im modernen Sektor Beschäftigten nur um ein Prozent pro Jahr wächst, also etwa um 8 Millionen. Somit könnte es also 30 Jahre noch brauchen, bis Chinas Arbeiterpotential absorbiert ist.

    Ein duales Arbeitsmarktmodell aus den 50er Jahren, das wir dem Nobelpreisträger Arthur Lewis schulden, verduetlicht die Konsequenzen. Besonders beunruhigend: Solange der Überschuss an unproduktiver Arbeit im ländlichen Raum nicht weggeschmolzen ist, bleibt der Druck auf die Reallöhne bestehen. Dies hält die Gewinne im produktiven sektor hoch – ein Anreiz dort zu re-investieren. Entweder erschöpfen sich die Gewinnpotentiale im modernen Sektor, bevor die Überschussarbeit absorbiert wurde; oder, umgekehrt, das
    rurale Arbeitsangebot wird voll in den modernen Sektor weitergeleitet; dann würden endlich wieder
    Knappheitspreise für Arbeit gezahlt, die Löhne würden steigen.

    Wie exportieren China, Indien und Co. den Lohndruck in unsere Breitengrade? Zunächst die gute
    Nachricht: über geringere Produktpreise und höhere Kaufkraft unserer Einkommen.

    Nehmen wir einmal an, der deutsche Angestellte sei produktiver als der indische oder chinesische Kollege,
    egal ob er im Bereich von low-tech, medium-tech oder high-tech arbeitet. Wo globaler Wettbewerb
    herrscht (z.B. im medium-tech), entsprechen die Lohnrelationen den Produktivitätsrelationen; dort sind die
    Lohnstückkosten identisch. Dass heisst: Wir bleiben dort wettbewerbsfähig (high-tech), wo unser
    Produktivitätsvorsprung höher ist als unser Lohnvorsprung (high-tech). Erzielen nun die Chinesen oder
    Inder Produktivitätsfortschritte im low-tech Bereich (in dem wir wegen zu hoher Lohnstückkosten nicht
    wettbewerbsfähig sind), kommt uns das durch fallende Verbrauchspreise zugute: Unsere Kaufkraft steigt.
    Solange Chinas und Indiens terms of trade, als das Verhältnis ihrer Export- zu Importpreise, sinken,
    profitieren wir davon.

    Dass die Kaufkraft unserer Einkommen von der Integration Chinas und Indiens in die Weltwirtschaft
    profitiert, tröstet nicht über den Lohndruck hinweg, den diese Länder nun auf einfache und mittlere Arbeit
    1
    entfalten. Welcher Effekt überwiegt? Konsultieren wir eine einfache Produktionsfunktion, in der das
    Kapital ein Drittel zum Einkommen beiträgt (der Rest wird von der ungelernten Arbeit und dem Know
    How geleistet). Da die Verdoppelung des globalen Arbeitsangebots das Verhältnis von Kapital zu Arbeit
    halbiert, wird die Produktivität der ungelernten Arbeit geringer - und zwar um gut 16 Prozent. (Rechnen
    Sie nach, hier ist nicht der Raum für Gleichungen). Um denselben Prozentsatz sinken die
    Gleichgewichtslöhne, die den Arbeitsmarkt räumen. Wo – wie etwa in den USA - der Arbeitsmarkt
    flexibel ist, schlägt sich dies in Lohndruck nieder; bei uns in Europa, wo die damit einhergehende
    Lohnspreizung zwischen einfacher und gutbezahlter Arbeit nicht hingenommen wird, zahlen wir mit
    vermehrter Arbeitslosigkeit.

    Wie lange wird der Anpassungsvorgang dauern? Konsultieren wir noch einmal unsere
    Produktionsfunktion. Sie gibt uns in etwa dieselbe Antwort wie die Analyse des chinesischen
    Arbeitsmarktes. Insbesondere die hohe chinesische Kapitalakkumulation wird dafür sorgen, dass das alte
    Verhältnis von Kapital zu Arbeit wieder hergestellt wird – allerdings erst in etwa 30 Jahren.

    Auch die Aussenhandelstheorie und ihr zentrales Globalisierungstheorem (Stolper-Samuelson) verheissen
    Prekarität und Prekariat: Die Senkung der Preise für lohnintensive Güter bewirkt schmalere Löhne (für
    einfache Arbeit) und fettere Profite. Dort wo China besonders präsent ist, etwa in der Produktion von
    Spielzeugen, ist der Preis- und Lohndruck besonders ausgeprägt. Die Wucht von Outsourcing und
    Offshoring , stärker als die sturste Gewerkschaft, sorgen hier für ein neues Prekariat.

    Dennoch: das Globalisierungsrad können und sollten wir nicht zurückdrehen. Unsere Einkommen werden
    nicht ins Bodenlose fallen.
    • Die Integration von armen und reichen Ländern, auch wenn sie sich mit weit grösseren Friktionen
    vollzieht als die Integration unter Seinesgleichen, schafft weltweite Spezialisierungsgewinne, die
    sich in steigenden Einkünften niederschlagen; wie diese sich verteilen, steht auf einem anderen
    Blatt.
    • Wo wie bei uns die Löhne hoch sind, reflektieren diese zum guten Teil Erträge nicht nur von roher
    Arbeitskraft sondern von know how, das so schnell nicht kopiert werden kann; allerdings lernen
    Inder und Chinesen begierig.
    • Der Konkurrenzdruck aus den Niedriglohnstaaten sollte uns in der globalen Wertschöpfungskette
    nach vorne peitschen. Wer protektionistisch mit Abschottung auf die globale Konkurrenz reagiert,
    hat schon verloren: Wenig empirische Evidenz ist so unumstritten wie die, dass offene Länder
    rascher wachsen als abgeschottene Länder.

    Unsere Volkswirte haben auf die Herausforderung der Integration der asiatischen Giganten kaum
    überzeugende Antworten angeboten, da sie zur Verniedlichung der Globalisierungsfriktionen neigen. Wer
    nachhaltig überzeugen möchte, der sollte nicht durch Halbwahrheiten auffallen, sondern mit
    schonungsloser Analyse. Das Proletariat in Asien und das Prekariat in Europa werden keine Ruhe lassen.

    EDIT//
    Verlgeich zum ersten Thema möchte ich noch gerne wisse, wie ihr China sieht?
  • Nimm bitte erst mal selber mit Deiner persönlichen Meinung dazu Stellung.Editiere Deinen Beitrag dahingehend,ansonsten mach ich hier ganz schnell wieder dicht.Forumregeln zum Erstellen eines Threades beachten!!!!!!!
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  • ich denke es ist klar, das uns china schon seit Jahren die Jobs wegnimmt, den die Leute da sind einfach saubillig und da macht das verschiffen auch sinn, den es ist immernoch saubillig, ich kenne einen der alles aus china holt, in Dtl. wird ja nur noch teures Zeug hergestellt, du solltest mal auf deine Schuhe z.b. schauen, da steht auch wieder drauf, made in china oder taiwan.

    greetZ
  • Habe da gestern einen Beitrag gesehen über China. Da werden die Mischbatterien für Dusche, Wanne und Spüle hergestellt für die Firma Grohe.
    Die Arbeiter bekommen ca. 2€ Stundenlohn.
    Für das Geld wird wohl jede Firma dort Produzieren lassen.
    Die Leidtragenden sind wir, unsere Jops gehen dadurch verloren.
  • Hi
    Chinesen sind ein hoch ineligentes und wissensdurtiges Volk.
    sie haben absolute achtung und respeckt vor uns deutschen.,würden aber alles (es giebt in china keinCopyschutz und zwar für nichts) kopieren was kommt, siehe beispiel transrapied.das schlimme ist klammotten werden in schina oder auch vietnam billig gefertigt aber bei uns teuer verkauft beispiel ASICS oder Jack Wolfskin.
  • @ manitu


    ich denke nicht. Sie machen ja vieles nach. Haben selber wenig Know - How, im gegensatz zu ihren Japanischen Nachbarn. Sie entwickeln selber nichts, machen im Grunde genommen nur Fabrikations- Arbeit.
  • @ thomasll


    Das du dich da mal nicht täuschst. Es ist klar und die Chinesen sind klug genug, nicht von vorne anzufangen sondern die gemachten Erfahrungen und das Wissen der "Industrienationen" einfach zu übernehmen. Und das wird ihnen ja auch von den westlichen Firmen leicht gemacht.

    Und sobald das nötige Know-How da ist, werden die westlichen Firmen wieder vor die Tür gesetzt. Das ist Kapitalismus pur.

    Unsere Firmen und unsere Politik finanzieren in China zur Zeit ihren eigenen Untergang.

    Überlegt einmal, was China für ein Binnenmarkt ist, der sich zur Zeit entwickelt. Wenn da die Industrie erst einmal aufgebaut ist, dann wird der Bedarf für z.B. Deutschland mal eben nebenher mit porduziert.

    Und anstatt dem entgegenzuwirken, finanzieren wir den Scheiß auch noch.
  • Ich habe letztens eine sehr interresante Reportage über China gesehen. Dort wurde anhand mehrerer Beispiele die Wirtschaftsstrategie Chinas deutlich. China tätigt große Investitionen (Airbusauftrag in Milliardenhöhe) nur dann, wenn Teile der Produktion in China selnbst stattfinden. Das langfristige Ziel ist es, gänzlich unabhängig vom Westen zu sein. Das sieht man z.B. auch daran, dass China komplett auf Linux setzt.

    Wenn man sich das rasante Tempo der "technischen Assimilation" ansieht, kann man schon Angst bekommen, jedoch muss sich erst einmal in Zukunft zeigen, wie exportfähig die chinesischen High-Tech Produkte sind. Bis jetzt habe ich aus Chinas Unternehmen noch keinerlei überwältigende technische Innovation oder Weiterentwicklung gesehen, sondern jediglich eine günstige Kopie (z.B. diese Landwind Autos) und das allein wird auf Dauer nicht reichen um die westlichen Marken herauszufordern. VW kann in Mexiko (und könnten es in China wohl auch) Autos für 5000€ anbieten, die qualitativ solide sind (und sogar mit Ethanol angetrieben werden). Da stellt sich die Frage, für welches Auto der Chinese sich entscheiden würde...

    Ich denke, dass China sein ganzes Potential nur dann entfalten kann, wenn dort demokratische Strukturen herrschen und ich bezweifle, dass ich diesen Tag noch erleben werde. Wie kann eine Nation schließlich große Forscher und Entwickler hervorbringen, wenn dort Zensur, Überwachung und politischer Druck vorherrscht?

    Klar ist jedoch, dass in Deutschland kurz-mittelfristig nur noch die qualitativ hochwertigen Produkte erfolgreich exportiert werden können.
  • man darf nicht dem Irrglauben unterliegen, das in China nur Ramsch und Billigzeugs produziert wird. Die Chinesen haben zwar eine sehr hohe Achtung vor den Deutschen, das hält Sie aber nicht ab, alles ( inklusive Hightec ) zu kopieren. Man denke nur an den Abbau und Verladung von ehemals deutschen Stahlwerken nach China. Wenn dann der Staat die Stahlindustrie subventioniert, darf man sich nicht wundern, warum gewisse Dinge erheblich billiger sind wie in Europa. Es ist nicht nur der Stundenlohn.
    Ein mögliches Szenario ist, das sich China nach einer Aufqualifizierung abschottet und dann zur Weltmacht Nr. 1 aufsteigt. Sie bezeichnen sich immer noch als Reich der Mitte ( das wird einem erst klar, wenn man einen Globus betrachtet ).
    Ich werde Ende April für 2 Wochen eine Einkaufstour in China machen, um Preise und Leistungen für hochwertige Anlagen zu begutachten.
    Das Ergebnis kann ich dann gerne mal weitergeben.
  • was meinst Du mit " nachmachen ist nicht forschen " ?

    Beim Kopieren von gerade Hight Tec muß ich mich schon etwas aufqualifizieren und dann habe ich schon etwas gelernt.
    Vielleicht mache ich beim Kopieren schon eine unbewußte Verbesserung mit.
  • Direkt auf die Ausgangsfrage geantwortet:

    Das hängt ganz allein von uns ab.

    Wenn wir weiterhin nichts tun, die Bildung und Wirtschaft sowie Bürokratie dahindümpeln lassen (PISA lässt grüssen, das Defizit freut sich, zehn Häuptlinge beraten bei gratis-Verpflegung in einem schicken Gebäude und kommen zu keinem Ergebnis), dann werden über kurz oder lang immer neue Arbeitsplätze in diesem aufstrebenden Land entstehen, und hierzulande wird abgebaut, ganz einfach weil es keinen Grund gibt, hier Arbeit anzubieten.

    Wir wären nicht schlauer oder besser als andere, das industrielle Umfeld läge brach, und die bürokratischen Schranken würden eh drei Viertel aller potentiellen Investoren weit weit wegjagen.
  • Hi Jungs,
    also wenn die weiterhin so billig produzieren können, dann wird das auf Dauer einen Verlust an Arbeitsplätzen kosten. Ich hoffe mal, dass China in ca. 10 Jahren mit den Löhnen auf den gleichem Punkt ist wie Deutschland, Frankreich, etc. !! Aber dann werden sich die Firmen irgendein anderes Entwicklungsland nehmen und dahin die Produktion verlagern!! Aber auf Dauer kann sich die Witschaft sowas nicht leisten!!

    MfG Richie
  • @ richie90

    So schnell wird das mit den Löhnen nicht gehen, da das delta momentan viel zu groß ist. Wir haben das mit 12 Jahren Fertigung in CZ erlebt - die sind jetzt bei einem Drittel des Lohnes. Was ja immer gern vergessen wird, ist der nicht ehebliche Aufwand der Betreuung. Und es streiten sich auch nicht so viele Leute um einen Arbeitsplatz in timbuktu für 1 -2 Jahre.

    Leider wird uns die Entwicklung mal nach Atlantis treiben wenn wir einmal um den Globus rum sind und der billige Osten dann nur noch Wasser ist.
    Für uns Deutschen heisst das amerikansiche Verhältnisse mit 3 Jobs und keine
    staatliche Absicherung.
  • Die Löhne werden etwa in 30 Jahren angepasst werden, wenn alle potentielle CHinesen arbeitsfähig sind. Denn die 8 millionen die jährlich in die Städte kommen, lassen die löhne sinken und machen das Arbeitsangebotskurve ELASTISCH! d.h. der Lohn ändert sich nicht mehr, bei mehr Arbetisnachfrage..

    Da bekanntlich und schätzungsweise 250 Mio. Arbeitsfähige noch unterwegs sind.. und 8mil. pro jahr in die städte kommen, ergeben Hochrechungen diese 30 Jahren!
  • Ich denke, dass der wirtschaftliche Erfolg Chinas letztendlich von der Fähigkeit Chinas abhängen wird seinen gigantischen Rohstoff und Energiehunger zu stillen.
    Die Westlichen Industrienationen und Japan haben sich in einer Zeit entwickelt, in der die Rohstoff und Energiereserven der Erde noch als nahezu unerschöpflich galten. Aus diesem Grund haben sich einige sehr Energie und Rohstoff intensive Industriezweige (z.B. Stahlindustrie und Chemie) entwickelt, auf denen aber auch ressourcenschonende Industriezweige basieren.
    China steht nun aber am Anfang dieser Entwicklung allerdings mit dem Handicap, dass eben die Ressourcen der Erde nich unerschöpflich sind. Leider scheint es noch immer so, dass haupsächlich die heutigen Industrienationen (excl. USA) das Problem der schwindenden Ressourcen erkannt haben und durch verbesserte Produktion und Energiegewinnung (z.B. Brennstoffzelle) versuchen dem drohenden Collaps zu entrinnen.
    In Europa wird beispielsweise nur ein Bruchteil der fossilen Brennstoffe für die gleiche Nutzenergiemenge (z.B. Elektrizität) benötigt als in China (und den USA). Dies könnte dazu führen, dass Chinas Entwicklung im Würgegriff der Rohstroffpreise gebremst oder grosteils erstickt wird.
    Ausserdem gibt es in den Industrienationen eine funktionierende Umweltlobby, die sich mit Sicherheit auch in China formieren wird nur mit dem Unterschied, dass in den Industrienationen Umweltvertreter und Industrievertreter zu einem Konsens gekommen sind und über einen langen Entwicklungsprozess gelernt haben die Interessen beider zu vereinbaren oder zu kombinieren.
    Dieser Prozess steht China noch bevor und wird durch das stürmisch Wachstum und die Macht der Schwerindustrie in China wohl nich besonders harmonisch verlaufen, wobei sich im Land zwei Lager bilden könnten Umweltextremisten, die einen hohen Zuspruch von Seiten der nicht von der Industrialisierung profitierenden Bevölkerung haben werden und Industriegiganten, die 'über Leichen gehen' (Waldleichen, Tierleichen und Flussleichen ;) ). Diese Entwicklung würde dann möglicherweise zu Unruhen führen, die China an den Rand eines Bürgerkriegs führen oder in ein gespaltenes Land verwandeln könnten.
    Allerdings China einfach nur als eine Nation der 'Raubkopierer' zu sehen ist überholt. China besitzt bereits eine Forschung, die auch Innovatives hervor bringt, dies zeigt sich schon daran, dass in China Gestze erlassen werden, die das hemmungslose kopieren von Erfindungen unterbinden sollen.
    Letzlich werden die Löhne in China ebenfalls steigen, da die 'industrialisierten' Chinesen bemüht sein werden, ihren Lebensstandart zu heben, denn Leben heist nich nur zu Überleben.

    Gruß

    PeterSellers
  • Ich denke nicht, dass China uns direkt Jobs wegnehmen wird, allerdings sind alle
    Asiaten "Arbeitstiere", die, wenn sie etwas erreichen wollen es auch schaffen.
    Man schaue sich nur einmal die Musiker an... 80-90% an der Musikhochschule in
    Köln sind Asiaten, die 6-8 Stunden täglich üben.

    Gegen solche ist es später im Berufsleben natürlich schwer zu
    konkurrieren..von daher denke ich, dass eher durch die massive Immigrations
    und Integration die deutschen Arbeitslosenzahlen sich nicht wirklich
    verbessern werden.
  • Unser Lebensstandart ist einfach zu hoch bei uns in Deutschland arbeitet doch keiner mehr für 4€ die Stunde...find es aber auch verantwortungslos wenn die Arbeitgeber nach China oder Süd-Ost Asien ihre Firmen verlegen!!!
  • Einfache Rechnung....

    Firmen, die jetzt wegen der niedrigen Lohnkosten nach China verlagern, profitieren noch von den in den Industrienationen vorhandenen Jobs, die eben noch nicht wegrationalisiert wurden. Aber was machen die Firmen, die ein Produkt (z.B. PKW) mit einem Preis von 15-20T€ herstellen, wenn eben nur noch Jobs vorhanden sind bei denen die Arbeitnehmer lediglich 4€ oder weniger in der Stunde verdient wird?

    Rechnung:

    230Tage * 10h * 4€ = 9200€/Jahr (Einkommen Brutto)
    9200 €/4 = 2300€ (Finanzmittel für Konsum z.B.PKW, Kleidung, Fernseher...)
    15.000€ / 2300€ ~ 6,5 Jahre (Ansparzeit / Kleinwagen ... ohne sonst etwas anzuschaffen z.B. Fernseher, Computer, Kleidung etc.)

    Also selbst bei einer günstigen Prognose würde ich mal bezweifeln, dass jemand mit diesen Einkommensverhältnissen sich keinen grossartigen Konsum leisten kann. Folglich können die Firmen, wenn eben nur noch in Billiglohnländern produduziert wird auch nur noch Billigpreise verlangen, womit der Gewinn aus der Verlagerung wieder aufgefressen wird. Es ist einfach nicht möglich, mehr Geld zu verdienen als vorhanden ist. Also wird es dazu führen, dass auch in den Billiglohnländern die Arbeitnehmer vernünftig bezahlt werden müssen, um überhaupt einen Absatzmarkt zu haben.

    Geld geht nicht verloren und Geld kommt nicht dazu, es wird lediglich umverteilt.

    Das Geld, das ich heute in den Laden zum Einkaufen trage wird morgen bei meinem Arbeitgeber landen, denn der Verkäufer braucht auch übermorgen was zum verkaufen...

    Die einzige Möglichkeit wie Geld scheinbar verschwindet und dann wieder auftaucht ist das Sparen und den Einkauf aus dem Ersparten.

    Gruß

    PeterSellers
  • Aber die Chinesen werden mit immer weiter aufstrebender Wirtschaft auch anspruchsvoller und wollen einen höheren Lebensstandart. Das heißt, dass die momentane Entwicklung nicht lange bestand haben wird!

    MfG hänker
  • Ich denke, dass sie uns unsere Jobs wegnehmen könnten.
    Hab mal im TV gesehen, dass die armen Chinesen auf ihre Ferien verzichten, damit sie überhaupt etwas verdienen wovon sie leben können
  • also ich hab schon angst, dass die chinesen uns die Jobs wegnehmen!

    zumindestens kanns passieren, dass wir für weniger arbeiten müssen.

    Naja hoffentlich ich hab unrecht

    So long checkeins :)
    [SIZE="2"][COLOR="SeaGreen"]Du verschwendest nur deine Zeit diese Singatur zu lesen es steht nichts sinnvolles oder gehaltvolles drin.[/color][/SIZE]
    Warum liest du dann immer weiter und weiter, scheinst wohl schon süchtig danach zu sein. Doch das ist leider nur ein Lückenfüller.