Informatik Studium öde und schwer?

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Informatik Studium öde und schwer?

    Hi
    ich versuch mich kurz zu halten da niemand gern Romane liest. :rolleyes:

    Ich studiere in Chemnitz Philosophie und Informatik im 2. Semester.
    Die Kombination ist selten und wird von vielen belächelt, ich weiß, aber
    ich bin froh das sie überhaupt angeboten wurde. :blink:
    (Als Magisterstudiengang, d.h. 1. Magisterhauptfach Philosophie,
    2. Magisterhauptfach Informatik)

    Die Philosophie macht mir viel Spaß und daran möchte ich nichts ändern.
    Aber mit der Informatik komme ich nicht klar. Ich bin begeisterter PC-Spieler
    (ich weiß das das allein natürlich keines falls für den Glauben ausreicht das Informatik
    Studium wäre einfach und nur Spaß), habe schon ein wenig programmiert (nicht viel, mit VB6)
    und hatte natürlich eine 1 in Info auf dem Zeugnis (is ja nicht schwer ;) ).

    Nun das Problem:
    Infomatik ist schwer verständlich und langweilig. Im 1. Semester dachte
    ich noch es wird besser, aber wir saßen bis jetzt fast nie vor einem Rechner...:gelb:
    Nur Theorie an Tafeln, viele Programmcodes, Algorithmen, irgendwelche Sortierverfahren in C++ usw...

    Bleibt das so langweilig? Hatte mir irgendwie was anderes vorgestellt, vielleicht nicht Word und Excel
    büffeln, aber doch irgendwie mehr Praxis bezogen. Zwar sollen wir irgendeinen Chip programmieren
    aber das finde ich genau so Öde wie diese Datenstrukur-Vorlesungen.

    Ist das nur der Anfang und wird das später besser? Den sowas möchte
    ich nicht mein ganzes Leben machen müssen... :mad:

    Und hat einer von euch eine Ahnung ob ein Magisterabschluss (kein Diplom!) in Informatik
    überhaupt anerkannt ist bzw. eine Chance auf einen Arbeitsplatz hat?


    thx für viele Antworten


    Megamen :cool:


    PS: bis jetzt hab ich fast nix gelernt, aber eh ich das mache brauch ich
    die Gewissheit das es sich lonht! :read:
  • also zum einen weiß ich das informatik wirklich ein "tristes" studienfach ist und sehr viel mit mathematik etc. zu tun hat! ich studiere medientechnik in köthen und habe dabei auch informatik und finde es ebenfalls sehr schwer (in der schule immer ne 1, beim studium ne 3,3)...
    zum anderen weiß ich aber auch von meinem studiengang, das gerade das grundstudium am anfang sehr theoretisch ist und die praxis erst in den späteren semestern folgt! also noch ist nicht aller tage abend ;)

    wenn dir philosophie gefällt, wieso studierst du es nicht mit diplom?!
  • Ich studiere Angewandte Informatik, aber mir kommt auch vor, dass ich "Mathematik mit ein bischen Info" studiere :(
    Man muss sich halt "durchwurstln". Und dass du nicht alle Prüfungen sofort aufs 1.Mal bestehen wirst, daran muss man sich gewöhnen ;)

    cu
  • -Sawdust- schrieb:


    wenn dir philosophie gefällt, wieso studierst du es nicht mit diplom?!


    Ganz einfach:

    1. Philosophie gibts nur Magister (Standard bei geisteswissenschaftl. Sachen)
    2. Ich kann Philo net mit Deutsch oder Geschichte kombinieren weil
    ich in allen anderen geisteswissenschaftl. Gebieten oder Sprachen ne null bin :(
    3. Ich denke (wenn auch nur widerwillig) an die Zukunft und weiß das es keine Arbeitsplätze für Philosophen gibt! :weg:

    Megamen :cool:
  • Tach Chef,

    also ich habe mein Informatikstudium vor kurzem abgeschlossen und ich kann Dir nur sagen vorsicht, vorsicht! Das wird nicht leichter sondern immr abstrakter. Ich hab als vollkommener Newbee angefangen und habe frühzeitig meine Leidenschaft fürs proggen entdeckt. (Übrigens hatte ich Matheleistungskurs und liebe Mathe)
    Ich habe das Gelernte in Heimarbeit immer umgesetzt und somit den Praxisbezug hersgestellt. Aber du mußt bedenken, dass das Programmieren an sich nicht die große Kunst ist und nur in mühevoller Kleinarbeit in nächtlcihen Sessions richtig gelernt wird. In Vorlesungen Übungen und so weiter kannst du das mal vergessen. Du mußt auf jeden Fall viel eigene Arbeit reinstecken, wenn Du denn programmieren an sich richtig lernen willst. An der UNI lernst Du halt nur die Theorie. Und Informatik ist ja auch ein bißchen mehr als nur programmieren! Wenn Du dazu noch mehr wissen möchtest, dann schreib mich einfach noch mal persönlich an!

    Viele Grüße und ich hoffe ich hab dir nicht komplett den Wind aus den Segeln genommen. Es ist machbar, aber nicht so mit mal eben nebenbei!
    :blink:
  • Hi,
    ich hab selbst Informatik studiert (zwar schon einige Jahre her, aber grundsätzlich ändert das nix) und im Vorfeld auch festgestellt, daß das recht langweilig werden könnte.
    Nach einer Probevorlesung an der Uni war mir klar, daß hier wohl hauptsächlich theoretisiert wird. Daher habe ich ein Studium an der Fachhochschule gewählt. Dieser Abschluß ist zwar beim Berufseinstieg angeblich etwas weniger 'wert', aber dafür hat man im Studium zwei Praxissemester vorgeschrieben und ist überhaupt näher an der Praxis dran. Grundsätzlich gilt aber: das Studium ist nun mal recht 'trocken' und den Bezug zur Praxis muß man selbst herstellen, d.h. Jobs als Werkstudent oder ähnliches. Das hilft auch später beim Berufseinstieg weiter.
    Viel Erfolg und alles Gute!
    Gruß,
    dummschnurrer
  • Hi:)

    Ich Studiere zur Zeit am b.i.b. und bin froh, das wir so viel Praxis haben.

    Nachher wöllte ich eigentlich Medieninformatik (FH) studieren.

    Ist da wirklich so viel Theorie ???:eek:
    Ich kann mir kaum vorstellen, was die da alles für theoretischen Kram abverlangen.

    Ist das jetzt eigentlich nur beim "normalen" IT Studium so oder auch bei sollchen anderen wie Wirtschaftsinformatik, Medieninformatik, ... :confused:

    Denn ich kenne nur den Unterricht bei uns (mehr Praxis als Theorie) und der ist selten langweilig.
    (vieleicht weil es ne Privatschule ist ?)

    MfG. SoulSword;)
  • Hallo,

    also ich kann dazu nur sagen, dass da ne Menge Theorie auf Dich zu kommt, denn Informatik ist ja schließlich mehr als proggen. Zu den Bereichen zählen auf jeden Fall IT-Sicherheit, Datensturtur, Analyse, Design, IT-Recht ( Lizenzen, etc.)... dazu Softskills, wie Wirtschaft, Kommunikation, Sprache, ggf. Ingenieurmäßiges Arbeiten usw.. Was soll man denn Deiner Meinung nach da sonst lernen? Programmieren können sie alle heute. Sogar mein 15jähriger Neffe schreibt Programme wie ein Großer.(Natürlich entwickelt der nicht professionell Software, aber ich staune immer wieder!!!)

    Also fest steht auf jeden Fall:
    Uni = sehr viel Theorie
    FH = mehr Praxis, aber auch ein Haufen Theorie

    Wie gesagt man muß viel lernen, auch Dinge, die einem unsinnig erscheinen, aber die Zeit der Fachidioten, die nur eine Linie fahren können ist definitiv vorbei. Es wird heute auf ein weit gefächertes Wissen und somit Einsatzgebiet gesetzt. Was die Wirtschaft auch fordert. Keiner sucht Leute, die in ihrem stilllen Kämmerlein die tollsten Programme erstellen, viel mehr braucht man Leute, die dabei auch noch Wirtschaftlickleit etc. erfassen und umsetzen können.

    Also, ich will hier niemanden abschrecken, aber das Programmieren ist einer kleinsten Teile im Informatikstudium. Das lernt man zu Hause in Eigenarbeit, die Uni gibt einem nur die Grundlagen dafür.

    Es sei himzugefügt, dass das alles aus meiner Erfahrung kommt. Mag Außnahmen geben, wo das anders ist, aber ich glaub so ganz falsch liege ich da nicht. Kenne schon ne Menge Leute, die Informatik studiert haben und da war`s nicht anders!

    Viele Grüße
  • Hallo,

    wenn du es bisher nicht so gut fandest, dann solltest du von informatim absehen. Die grundlagen die du da nennst sind wichtig und bestandteil für das folgende Studium ... es wird im ahuptstudium auch möglich, viel auf praxis zu gehen (wie du wählst) aber theoretische grundlagen müssen sitzen.

    Das geht durch durchbeißen oder eben Spaß. Beides miteinander verbunden ist ideal, ... dein fall ist aber schwierig.

    Würde dir vom fortsetzen fürs studium abraten.

    nen schickes wochenende.

    tschööö
  • Also ich studiere jetzt selber nicht Info -mache ne Ausbildung zum Informatiker- kann dir aber mal ein Erlebniss erzhählen ;)

    Saßen bei der Telekom. Vorstellungsgespräch. Einer wurde gefragt, wieviel Bewerbungen er geschrieben hat, der meinte darauf "Eine. Wenn ich hier nicht genommen werde, werde ich Angewandte Informatik an der Fachhochschule studieren. Da habe ich es dann Praxisnah". Man sah in seinem Gesicht ein leichtes Grinsen.
    So, dann wurde der nächste gefragt, was er denn grade macht und warum er sich hier (also bei der Telekom) beworben hat. Er meinte dann, dass er Angewandte Informatik an einer Fachhochschule studiert, dies aber abbrechen will, weil es viel zu viel Theorie ist, und kaum Praxis. In diesem Moment sah man, dass das Grinsen bei dem ersten sich ganz schnell verändert hat ;).

    Am ende des Gesprächs ist er nochmal zu dem grade studierenden gegangen und hat nochmal gefragt, ob es wirklich soviel Theorie und Mathe sei.

    Joa, er antwortete darauf: "Was ist der Unterschied zwischen einem Mathe und Informatikstudenten? - Der Mathestudent WOLLTE Mathe studieren" :D


    Warum ich jetzt schreibe? Also meiner Meinung nach, kommt es ganz auf die Person selber an. Hat man vorher nur reine Praxis Erfahrung mit Computern? Oder hat man schon Bücher über Algorithmen gelesen und sich einfach schon mit Theorie beschäftigt.

    Für denjenigen, der schon "beide Seiten" der Informatik gesehen hat, wird es imo leichter sein, ein Info Studium zu absolvieren, wobei der Praxis-Computer-Freak wohl eher ein blaues Wunder erleben wird ;)

    Ich kann nur den Test bei dem psychologischen Dienst vom Arbeitsamt empfehlen. Da gibt es halt einen Mathe-/Info Test, der einen Aufschluss darüber gibt, inwieweit man für ein solches Studium geeignet ist. Da werden dann Flussdiagramme und so behandelt.


    Hoffe konnte ein wenig helfen. Ich habe mich für die Ausbildung zum Fachinformatiker (Systemintegration) entschieden. Ob ich es bereue? kP, fang ers im Semptember an :D