Wieviel verdient der Staat am Verkauf von Energie?

  • Wirtschaft & Finanzen

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  • Wieviel verdient der Staat am Verkauf von Energie?

    Hallo!

    Mich interessiert mal unsere Energiepolitik, da dies in den nächsten Jahren von großer Bedeutung sein wird, möchte ich mich auf diesem Gebiet mal etwas weiterbilden :D

    Ich habe schon viel zu diesem Thema gelesen, aber zu einer oder mehrere Fragen habe ich keine Antwort gefunden.

    1. Wieviel Gewinn macht der Staat an uns, beim Verkauf von Energie?
    2. Gibt es genauere Zahlen, um wieviel EUROs es sich dabei handelt?
    3. Bei welcher Energie (Atom,Wasser,Wind oder Sonne) macht der Staat am meisten Gewinn?

    Schonmal vielen Dank ;)

    MFG
    Daniel
  • Nun ja, deine Frage ist nicht leicht zu beantworten bzw ist mir nicht ganz klar, worauf du hinauswillst. Dir ist hoffentlich klar, dass es kein staatliches Energiemonopol mehr gibt, insofern verdient der Staat nur indirekt vor allem über Steuern.

    Insofern verdient er durch verschiedene Steuern wie Mineralölsteuer, Stromsteuer etc. Demgegenüber stehen aber auch Kosten in Form von Subventionen an Kohle, Windkraft etc.
  • Hi!

    Wieviel verdient der Staat in Form von Steuern, die auf Strom und Mineralöl kommt, eigentlich an uns? (Subventionen ausgeschlossen)


    so hätte ich die Frage formulieren müssen :)
  • Das Internet kann so schön sein ;)
    Hat mich keine Minute gekostet:

    Statistisches Bundesamt schrieb:

    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, betrugen die Einnahmen aus "umweltbezogenen Steuern" nach Angaben der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen im Jahr 2005 rund 55 Milliarden Euro. Davon entfielen 40,1 Milliarden Euro auf die Mineralölsteuer, 8,7 Milliarden Euro auf die Kraftfahrzeugsteuer und 6,5 Milliarden Euro auf die Stromsteuer.


    Quelle: Umweltbezogene Steuern, 2005

    Das dürfte deine Frage wohl beantworten :)
    Ansonsten:
    Statistisches Bundesamt Deutschland
    Google

    :lego:

    Gruß,
    Commander Keen
    Ich habe das Wort "Europa" immer im Munde derjenigen Politiker
    gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im
    eigenen Namen nicht zu fordern wagten. [SIZE="1"](Nov. 1876)[/SIZE]
    [SIZE="1"]Otto von Bismarck[/SIZE]
  • Danke, Danke! :)

    Ich bedanke mich, bin normalerweise nicht auf den Kopf gefallen, wenns um google geht, habs aber einfach übersehen oder einfach die falschen Suchbegriffe eingegeben!

    da bin ich nochmal ;)

    habe da noch folgende frage, und zwar:

    wer sichert uns die energiezufuh? (Strom und Öl)

    damit mein ich, wer uns die energie über jahre hinweg gewährleistet und wie sicher das ganze ist.
    nicht das morgen beispielsweise komplett deutschland dunkel ist, weil sich zwei länder nicht einig sind oder es einen streik gibt... es muss ja verträge und gewisse richtlinien geben.

    danke
  • Zum Einen gibt es mehr als einen Versorger der sich "um Deutschland kümmert" und zum Anderen haben Versorger jeweils Verträge mit mehreren Lieferanten sowie Vorräte um Lieferausfälle/Leitungsprobleme/etc. kompensieren zu können.

    e.on schrieb:

    Deutschland importiert rund 80 Prozent des benötigten Erdgases aus drei Ländern: Russland, Norwegen und Niederlande. Hinzu kommen in erster Linie in Deutschland und Großbritannien geförderte Gasmengen.

    E.ON Ruhrgas bezieht Erdgas aus sechs verschiedenen Lieferländern. Dazu gehören Russland, dessen Lieferanteil rund 30 Prozent beträgt, Norwegen, die Niederlande, Deutschland, Großbritannien und Dänemark. Darüber hinaus verfügt E.ON Ruhrgas über große Erdgasuntertagespeicher und ein leistungsfähiges Transportnetz.
    [...]
    Die importierenden Ferngasgesellschaften haben sich gegenüber den Produzenten verpflichtet, große Erdgasmengen über längere Zeiträume - meist 20 Jahre und mehr - abzunehmen. Diese Verträge stellen schon heute sicher, dass den Verbrauchern auch in fernerer Zukunft immer genug Erdgas zur Verfügung steht.
    Quelle: E.ON - Special - Gaspreise - Gas-Lieferkette - Produzenten und Importeure - Einleitung

    Neben den Speichern der Versorgungsunternehmen gibt es auch noch eine nationale "strategische Ölreserve":

    Wikipedia schrieb:

    Bundesweit umfassen die Vorräte ca. 23 Millionen Tonnen Rohöl, Benzin, Heizöl und sonstige Erdölzwischenprodukte, wobei ca. 10,2 Millionen Tonnen davon auf Rohöl entfallen und 12,8 Millionen Tonnen auf bereits weiterverarbeitete Erdölprodukte entfällt. Mit diesem Volumen ließe sich im Notfall der deutsche Erdölbedarf für etwa 90 Tage aufrechterhalten. Die Vorratsstätten für Rohöl befinden sich ganz überwiegend in ca. 1000 bis 1500 Metern Tiefe in aufgelassenen Salzbergwerken in Niedersachsen. Die Reserven an Erdölzwischenprodukten werden oberirdisch in bundesweit verteilten Tankbehältern vorgehalten. Der Wert der Reserven erreicht bei einem Ölpreis von 70 US-Dollar pro Barrel etwa elf Milliarden Euro.

    Unabhängig von der strategischen Reserve bestand eine so genannte Bundesrohölsreserve aus 7,32 Millionen Tonnen, die von 1974 bis 1981 aufgebaut wurde und in Salzstöcken in der Nähe von Wilhelmshaven, Bremen, Hamburg und einem weiteren Ort gelagert wurde. 1997 wurde von der damaligen Bundesregierung der Verkauf dieser Reserve angeordnet. Heute sind an verschiedenen Standorten in der Bundesrepublik verschiedene Kraftstoffe, Diesel- und Heizöl sowie Flugbenzin gelagert, die, weil schon raffiniert, schnell abrufbar sind.

    Obwohl sich die Bevorratungspflicht [...] auf 90 Tage beläuft, ist der Gesamtvorrat an Rohöl und Ölprodukten in der Bundesrepublik Deutschland wesentlich höher. Hohe Mengen werden freiwillig von den Verbrauchern, besonders im Heizölbereich gelagert. Weiterhin besitzen Raffinerien operative Bestände zur Sicherstellung ihres Produktionsbetriebes.
    Quelle: Strategische Ölreserve - Wikipedia

    Du siehst also: Die Wahrscheinlichkeit das es "von heute auf morgen" in Deutschland dunkel wird liegt praktisch bei Null.

    Gruß,
    Commander Keen

    P.S.: Google kennst du aber schon, oder? ;) :D
    P.P.S.: Ja... diesmal hats aber auch länger als 1 Minute gedauert... :rolleyes: ;)
    Ich habe das Wort "Europa" immer im Munde derjenigen Politiker
    gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im
    eigenen Namen nicht zu fordern wagten. [SIZE="1"](Nov. 1876)[/SIZE]
    [SIZE="1"]Otto von Bismarck[/SIZE]