Wasserstoff-Antrieb in den Kinderschuhen.

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  • Wasserstoff-Antrieb in den Kinderschuhen.

    :gelb:
    Die vemeindliche Zukunftstechnolgie des Wasserstoffantriebes für Fahrzeuge ist z.Zt. umweltbelastender als ein Normalbenzinfahrzeug gleichen Typs.

    -> Wasserstoff (H) wird aus Wasser (H2O) unter Abspaltung von Sauerstoff (O) gewonnen. Die Aufspaltung von Wasser erfolgt zur Zeit in einem Verfahren, dass sich fossiler Energieträger (Gas, Öl) gedient. Es wurde festegestellt, dass die Herstelleung des für eine konstante Fahrt des gleichen Autos (jeweils Benziner und jeweils H-Fahrzeug) die Umwelt beim H-Fahrzeug (indirekt: durch Erzeugung von Wasserstoff) mehr belastet als beim Benzinbetriebenen

    Den oben genanntebn Vergleich hat man an einem BMW 760h „Hydrogen 7“ und einem 760i durchgeführt.

    INFO => Das Funktionsprinzip des Wasserstoffantriebes

    Was haltet Ihr von dieser vemeindlichen ZUkunftstechnologie - Wird Sie auf längere Zeit tragfähig sein? Umweltschonender als zuvor?
    Postet eure Meinung!
  • Dass sich Wasserstoffantriebe gegenüber Antrieben mit fossilen Brennstoffen nur dann lohnen, wenn der Wasserstoff nicht durch die Benutzung von fossilen Brennstoffen erhalten wird sollte eigentlich klar sein. Die aktuellen Modelle sind halt eher Versuchskaninchen um den Wasserstoffantrieb besser verstehen und effizienter einsetzen zu können.

    Rein physikalisch gesehen ist das ja auch völlig klar: Wenn man aus Wasser den Wasserstoff gewinnen möchte, muss man soviel Energie aufwenden wie später im Wasserstoffantrieb des Fahrzeugs wieder freigesetzt wird. Da die Umwandlung von fossilen Brennstoffen zu Energie nicht 100%ig funktioniert, sondern nur einen Wirkungsgrad von 60%-80% hat kann das nicht funktionieren.

    Sollten sich die Wasserstoffantrieben jedoch durchsetzen, kann ich mir durchaus "Wasserstofffabriken" an der Küste vorstellen die mit Gezeitenkraft den Wasserstoff gewinnen. Aber bis dahin wird noch viel Energie "verpulvert" werden.....
  • Hm ich denke, wenn man nur mit Wasserstoff fahren könnte wäre das schon viel umweltschonender, weil ich kann mir nicht vorstellen, was da schon dabei sein sollte, aber solange das eben noch Benzin in irgendeiner Art braucht ist es Nutzlos.

    Ich denke in 10 Jahren wird das dann schon anders aussehen und wir können mit Wasserstoff, umweltschonend fahren, klingt zu mindestens gut^^

    so
    long
    saguljai
  • In 10 Jahren wird sich an der Situation eines steigenden Benzinverbrauchs und der damit einhergehenden Umweltbelastung nichts ändern, auch wenn die Antriebstechnologie des Wasserstoffs in Europa und Nordamerika hohe Marktanteile besitzen würde - Prozentual gesehen sind es nämlich vorallem die Asiaten, die sich bei steigendem WOhlstand auch den Luxus eines Autos gönnen wollen, und die benzinschluckenden Autos werden sogar noch mehr werden in absehbarer Zeit, denn immerhin stellen z.B. die Chinesen einen beträchtlichen Teil der Weltbevölkerung da.

    Unser europäischer Automobilmarkt wird zunehmend an Bedeutung verlieren und mit ihm die Forschung an erneuerbaren Energien im Straßenverkehr - In Zukunft wir die Devise günstig statt umweltschonend das für die Asiaten einzige mögliche Zeil sein um eine große Mehrheit der vielen Einwohner zu mobilisieren.
  • Hm aber das geht höchstens noch 40 Jahre gut, da dann das Erdöl alle ist, und dann sind die ganz schön aufgeschmissen, deshalb denke ich auch, dass sich eine Alternative eher durchsetzen wird. Muss ja nicht unbedingt Wasserstoff sein, aber da die sowieso gerade am erforschen sind und wahrscheinlich fortschritte machen, ist das eine Variante. Des Weiteren wird die auch billiger werden. Es ist ja auch nur wichtig was sich durchsetzen wird, weil wenn es dann 100 verschiedene Möglichkeiten gibt sein Auto zu betanken, dann wird es dafür nie EINE Tankstelle geben. Deshalb denke ich schon das in 10 Jahren nicht mehr so viele Benzinschluckende autos geben wird, da das Benzin dann viiiiel zu Teuer ist.

    so
    long
    saguljai
  • Wenn das Wasser mit Sonnenenergie analysiert wird dann gibt es überhaupt keine Emisionen mehr. Das geht heute zwar schon ist aber immer noch recht teuer. Das größte Problem ist da wahrscheinlich das Wasserstoff im Gegensatz zu benzin nicht brennt sondern gleich explodiert. Das dürfte die Todeszahlen bei Unfällen stark erhöhen
    Wenn du zum weibe gehst nimm die Peitsche mit (Nietzsche)
  • Habe den BMW auf der IAA mal gesehn. Klar ist Wasserstoff viel reaktionsfreudiger, aber da saß auch ein recht immenser Drucktank mit dreifacher Absicherung drin, wird auf jeden Fall besser gesichert als in den aktuellen Autos die Plastiktanks untendrunter (so nebenbei, die werden auch wieder näher unter den Rücksitz geschoben, da in den USA nach Crashtest von hinten kein Benzin auslaufen darf an den neuen Modellen).

    Meines Wissens wird Wasserstoff hauptsächlich durch Abtrennung von Methanol gewonnen, nicht aus Wasser? kann das sein? die Bindungen werden jedoch ähnlich hoch sein.

    Ist bei sämtlichen Entwicklungen so dass zu Beginn viel mehr investiert werden muss als gewonnen wird. Aber es ist jedenfalls eine sehr fortschrittliche Alternative zum bisherigen "in die Erde buddeln und verheizen was man glücklicherweise irgendwo findet". Und wenns mal serienreif ist wirds auch billiger und leichter herzustellen, die Menge machts :)
    China mag nun noch auf Benzin rüsten, aber sobald die merken dass Benzin den Preis von Wasserstoff übertrifft ( in einigen Jahren) wird da auch schnell ein Wandel stattfinden.
  • Ich halte von dem H-Antrieb gar nichts, weil es lange nicht so toll ist, wie die Medien es immer vorgaukeln...
    Die einzige wirklich umweltschonende Möglichkeit H zu analysieren ist ja durch Photovoltaikanlagen. Aber um genug H herzustellen, muss man riesige Landflächen mit Kollektoren zubauen. -> Ergo schwachsinnig.

    Ich baue mehr auf Ethanol-Antriebe. In Brasilien bewähren die sich schon lange Jahre. Sie sind emissionsfrei, da auf pflanzlicher Basis und enthalten recht viel Energie, die Reichweiten werden also akzeptabel sein...

    MfG
    trxag
  • trxag schrieb:


    Ich baue mehr auf Ethanol-Antriebe. In Brasilien bewähren die sich schon lange Jahre. Sie sind emissionsfrei, da auf pflanzlicher Basis und enthalten recht viel Energie, die Reichweiten werden also akzeptabel sein...

    Emissionsfrei ist relativ: Ethanol setzt auch CO2 frei, dass vorher von der Pflanze gebunden wurde. Beim Erdöl ist es genauso, nur dass das halt schon viel länger gebunden ist.

    Ach ja: Wirklich sinnvoll wird Wasserstoff-Antrieb nur mit Atom- bzw. Kernfusionskraftwerken, die Strom entsprechend billig erzeugen. Oder eben, wenn der Benzinpreis hoch genug ist. :D
    Obwohl: 2/3 des Benzinpreises sind Steuern. :löl:

    Ich deshalb ganz klar für Wasserstoff-Antrieb, man sollte den Wasserstoff allerdings nicht unter der Verwendung von fossilen Energieträgern gewinnen, das führt das Ganze ad absurdum.....

    mfg, bloodycross
  • Emissionsfrei ist relativ: Ethanol setzt auch CO2 frei, dass vorher von der Pflanze gebunden wurde.


    Emissionsfrei ist nicht relativ. Wenn ein Wald abbrennt, wird kein CO2 frei, das in "letzter Zeit" nicht schon mal dort war.
    Verbrennt man Erdöl oder -gas, dann wird CO2 frei, dass schon Tausende von Jahren gebunden war.
    Insofern, ist Ethanol sehr viel umweltfreundlicher als Wasserstoff derzeit.


    Ach ja: Wirklich sinnvoll wird Wasserstoff-Antrieb nur mit Atom- bzw. Kernfusionskraftwerken, die Strom entsprechend billig erzeugen. Oder eben, wenn der Benzinpreis hoch genug ist.


    Kernenergie ist nicht so billig. Und ethisch vertretbar schon lange nicht. Die Abfälle werden z.T. noch hunderttausende Jahre später noch strahlen. Meinst du, man wird in ein paar hundert Jahren noch wissen, wo das Zeug liegt?
    Die "Lösung" des Problems liegt bisher ja bloß im Abschieben in Nachbarländer...

    back to topic
    Ich hab mich gerade noch ein wenig schlau gemacht ^^

    Viele "Experten" und Forscher sind so wie ich (*stolz*) der Meinung, dass Wasserstoffantriebe in Fahrzeugen sich nicht durchsetzen werde. Sie gehen davon aus, dass Alkohole oder aus Biomasse synthetisch hergestellte Kraftstoffe Autos der Zukunft antreiben werden, da sie leichter zu handhaben sind und eine kaum geringere Energiemenge in sich tragen als heutige Kraftstoffe, die uns ja ausreichen...
    Diese Energiemenge pro Gewicht ist ja wohl der größte Vorteil bei Wasserstoff.
    Kein anderer Stoff hat so viel. Aber die Handhabung ist wegen der geringen Dichte zu schwierig.

    -> H im Auto wird sich nicht durchsetzen.

    MfG
    trxag
  • Wasserstoff würde dann Sinn machen, wenn man große Mengen an Energie (elektrischer Energie) umweltfreundlich herstellen würde.

    Das könnte man z.B. mit Aufwindkraftwerken bewerkstelligen. Die müssten halt nur in einer Gegend stehen, die wirklich viel Sonne hat - also z.B. die Sahara.

    Der Vorteil der Aufwindkraftwerke besteht darin, dass sie 24 h konstant Energie erzeugen, also auch in der Nacht.

    Aber da hat zur Zeit noch keine Regierung so richtig Interesse daran, weil die großen Energiekonzerne bei uns das Sagen haben. Und die wollen erst einmal herkömmlich abkassieren.
  • So, jetzt muss ich aber auch mal eingreifen, und einige klarheiten beseitigen:p

    LuckyGuy schrieb:

    Meines Wissens wird Wasserstoff hauptsächlich durch Abtrennung von Methanol gewonnen, nicht aus Wasser? kann das sein? die Bindungen werden jedoch ähnlich hoch sein.


    wenn du Methan meinst und nicht Methanol, hast zu mindest zum teil recht^^, wasserstoff wird zu industriellen Zwecken aus beidem gewonnen, H20 und CH4.

    kryzzie schrieb:

    Rein physikalisch gesehen ist das ja auch völlig klar: Wenn man aus Wasser den Wasserstoff gewinnen möchte, muss man soviel Energie aufwenden wie später im Wasserstoffantrieb des Fahrzeugs wieder freigesetzt wird. Da die Umwandlung von fossilen Brennstoffen zu Energie nicht 100%ig funktioniert, sondern nur einen Wirkungsgrad von 60%-80% hat kann das nicht funktionieren.


    Goldrichtig, die Gewinnung von Wasserstoff, entweder aus H20 (durch Elektrolyse) oder aus CH4(methan)+H20 (die sogenannte Dampfreformierung) ist sehr aufwendig, man mussdazu natürlich erstmal Energie freisetzen (Wärmeenergie) um Wassersdampf zu bekommen, der dann mit Methan reagieren soll. Außerdem entsteht bei der Dampfreformierung neben Wasserstoff auch Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid, was unserer Natur auch nicht so gut gefällt.

    Allein deshalb halte ich (bis) jetzt nicht viel von den H-Antrieben, von der Sicherheit her wäre das mit den Wasserstofftanks vllt nciht das größte Problem, geht ja heute mit Erdgas auch schon recht sicher voran; das größte Problem ist seit vielen Jahren und auch heute auch noch, woher bekomme ich Wasserstoff, das Verfahren ist nun einmal auch wieder von fossilen Brennstoffen abhängig, regenerative Energien sind bislang einfach nicht ertragreich genug. Da kann ich nich einfach nen Quadratmeter Sonnenkollektor in die Wüste schmeißen und die Weltenergieprobleme sind gelöst.

    "Ein Aufwindkraftwerk mit einer Leistung von 200 MegaWatt würde einen Kollektor von 8 km Durchmesser und einen 1000 m hohen Kamin benötigen." (wiki)

    Das AKW Biblis erreicht mit beiden Blöcken eine Leistung von 2,4 GigaWatt. Das zum Beispiel Aufwindkraftwerk, das ja zudem auch von der Sonne abhängig ist.

    trxag schrieb:

    Viele "Experten" und Forscher sind so wie ich (*stolz*) der Meinung, dass Wasserstoffantriebe in Fahrzeugen sich nicht durchsetzen werde. Sie gehen davon aus, dass Alkohole oder aus Biomasse synthetisch hergestellte Kraftstoffe Autos der Zukunft antreiben werden, da sie leichter zu handhaben sind und eine kaum geringere Energiemenge in sich tragen als heutige Kraftstoffe, die uns ja ausreichen...


    Das wird wohl der vorläufige Kompromiss sein, soweit ist ja die technik schon.
    Ich für meinen Teil nehme abstand von Wasserstoffantrieben, ich hoffe auf ein Kernfusionskraftwerk in relativ naher Zukunft, dass uns soviel energie liefern kann, sodass alle mit Elektroautos rumfahren können, in diese Richtung sollte man forschen, also auch in Sachen Motorantrieb. Meine Meinung.

    *edit: verbessert; by the way, stimme deinem beitrag (post 14) voll zu, trxag*

  • wenn du Methan meinst und nicht Methanol, hast zu mindest zum teil recht^^, wasserstoff wird zu industriellen Zwecken aus beidem gewonnen, H und CH4.


    H aus H gewinnen ist sinnlos.

    ich hoffe auf ein Kernfusionskraftwerk in relativ naher Zukunft


    Träum weiter :rolleyes:
    Rentable H-Antriebe und H-Gewinnungsmethoden sind weit weg, aber Kernfusion? Da gibt es ja noch nicht mal funktionierende Prototypen... Und funktionierend bedeutet, das die Energiebilanz zwischen hineingesteckter Energie und gewonnener Energie positiv ist, der Fusionsprozess länger als ein paar Wimpernschläge dauert und man allgemein sagen kann, dass man den Prozess unter Kontrolle hat... ;)

    Zum Thema Aufwindkraftwerke gebe ich dir recht. Die Zahlen in wiki sind zwar arg pessimistisch, aber die Zukunft stellt diese Technik nicht dar... leider.

    MfG
    trxag
  • rombda schrieb:


    "Ein Aufwindkraftwerk mit einer Leistung von 200 MegaWatt würde einen Kollektor von 8 km Durchmesser und einen 1000 m hohen Kamin benötigen." (wiki). Das zum Beispiel Aufwindkraftwerk, das ja zudem auch von der Sonne abhängig ist.


    Und es gibt auf der Erde genügend Gegenden, in denen die Sonne mit fast 1005iger Konstanz scheint. Und wie du vielleicht weißt, produzieren Aufwindkraftwerke auch über die Nacht Strom. Und wenn du dir mal überlegst, was ein Atomkraftwerk kostet - Vor allen Dingen auch die laufenden Kosten und die Folgekosten, so würden sich Aufwindkraftwerke sehr schnell bezahlt machen.

    Und @ peter9876

    Es gibt noch keine funktionierenden Prototypen. Es gibt Versuchseinrichtungen, in denen die Grundlagen erforscht werden. Von Prototypen ist das noch weit entfernt.
  • Meine Meinung:

    Der Trend wird zu Brennstoffzllen gehen und nicht zu Wasserstoffverbrennungsmotoren, da ein gravierender Unterschied in den Wirkungsgraden besteht. Das Problem ist egtl der, dass in der heutigen Entwicklung es schwer ist, H2 zu gewinnen. Die Technologie ist noch nicht ausgereift (was erneuerbare Energien anbetrifft). Deshalb wird zunächst Wasserstoff durch fossile Energien gewonnen, zu Testzwecken, wie kryzzie schon schilderte.


    Man muss sich im Klaren sein, dass ein Umstieg auf andere Antriebskonzepte und vor allem auf einen alternativen Treibstoff zu Erdöl Pflicht sein wird, wenn wir uns die Erdölreserven anschauen.

    Wenn eine effiziente Gewinnung von Wasserstoff durch eben erneuerbarer Energien möglich ist, wird denke ich mal, der Ottomotor sehr schnell von der Brennstoffzelle ersetzt spätestens, wenn unsere Erdölreserven ausgeschöpft sind.

    Grüße
    eagle
    Signatur ist langweiligggg