China + Komunismus

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  • hehe eben noch in politik gmeacht^^
    also in china ist es so,die regierung ist "kommunistisch" allerdings nur teilweise denn eigentlich baut der kommunismuss auf planwirtschaft und die abschaffung der klassengesellschaft,soll heißen alle leute sind alle gleich und durfen keine ,hm wie hieß das nochmal,also keine produktionsgüter in ihrem besitz haben also alle firmen,institutionen ect. werden verstaatlicht,so nun kam es aber nach dem tot mao ze tungs(oder wie der sich schreibt)durch den neuen vorsitzenden zu einer "freien" marktwirtschaft also wurden die leute langsam wieder herran geführt an den kapitalismus,heißt also es gibt wieder privatbesitz an produktionsgütern,so gibt es nun in china doch wieder 2klassen 1. die reichen der reichen und die 2.die durch diese ausgenommen werden(12-14 std arbeit am tag 6 tage die für 50 € im monat) so da das natürlich billig ist lockt es auch ausländische invenstoren an die investerien also kommt es hierdurch zu einem enormen wirschaftsaufschwung(der aber mit kommunismus so nichtsmehr zu tun hat,vllt ein bisschen zu vergleichen mit leninnismus).
    dennoch sind sie halt kommunistisch gepräg,also keine wahlen ,nur eine partei, keine freie meinungsäuserung.
    wir kennen ja alle die geschichte mit maos nachfolger und dem platz des himmlischen friedens oder?,als dort für eben dieses das letzte mal demonstriert wurde
    also der aufschwung hat mit dem kommunismus nicht viel zu tun,bis vllt darauf das es bei gesetzten keine langen debatten gibt,dort niemand was fordert wie halt arbeitschutzbestimmungen,gewerkschaften oder soetwas geschweige denn umweltschutz,china braucht für die selbe menge energie wie deutschland das 5fache an öl,
    also kommunistisch ja ,aber mit kapitalistischer wirschaft-also ist der kommunismus nicht besser,sondern er hat nur sein system angepasst und unterdrückt die menschen weiter ;)
    letzte-up´s:NEW
    Bevorzugte:Bootycall
    ADIOS TIOZ Danke für alles !!!!!
    Helden leben lange, doch Legenden sterben nie
  • Also das Problem ist einfach, dass die Herrschende autoritäre Partei in China sich immernoch "Kommunistische Partei" nennt,was aber auch schon alles ist was noch kommunistisch in China ist. Ansonsten herrscht ganz klar Kapitalismus und der Aufschwung Chinas ist viel mehr darin zu begründen, dass es dort viele billige Arbeiter gibt, welche aufgrund des autoritären Regimes nichts an ihrer Lage ändern können, da so etwas wie Kritik an der Regierung etc nicht möglich ist.
  • @ James Dean

    Schwachsinniger Einzeiler


    Zum Thema:

    China hat mit Kommunismus überhaupt nichts mehr zu tun (Vorher aber auch eigentlich nicht). Kommunismus heißt Herrschaft des Volkes. Das Volk hat aber in China überhaupt nichts zu sagen.

    Und in China herrscht außerdem der Kapitalismus pur. Es ist traurig, dass China überhaupt nichts aus unseren Fehlern gelernt hat. Die machen den gleichen Mist, den die westlichen Staaten im letzten Jahrhundert gemacht haben. Und weil es in China keine Demokratie gibt, wird's noch schlimmer. Andersdenkende werden ja zum Schweigen gebracht.
  • Ich kann das leider nicht so beurteilen ob es besser oder schlechter ist. Nur wundert es mich doch teilweise schon wenn meine Arbeitskollegen (Ehmalige DDR Bürger) sagen damals bei uns in der DDR war dies und das besser von der Regierung.

    Jeder hatte Arbeit, ein Auto, Eine Wohnung usw.....


    Ich denke es hat der Komunismus seine Vorteile und genau so seine Nachteile wie jedes Politischesystem.

    Greez maNu
  • McKilroy schrieb:


    Zum Thema:

    China hat mit Kommunismus überhaupt nichts mehr zu tun (Vorher aber auch eigentlich nicht). Kommunismus heißt Herrschaft des Volkes. Das Volk hat aber in China überhaupt nichts zu sagen.


    Das stimmt so nicht ganz: Kommunismus heißt ursprünglich "Herrschaft des Volkes", das Volk kann sich aber auch von einer Partei vertreten lassen, wie es heute in allen kommunistischen Ländern läuft.
    Sollte das Volk sich eben von einer Partei vertreten lassen, muss die einzige vorhandene Partei sein (weil es ja laut Auffassung von Marx & Engels eben nur ein Volk gibt, und keine Klassen).

    China hält nach wie vor an diesem System fest, Oppositionsparteien sind stregnstens verboten, eine Gewerkschaft wird auch nicht geduldet und die größten Unternehmen sind auch noch heute im Staatsbesitz.
    Seitdem Tod Maos haben sich auch nicht viele Dinge geändert, die Chinesen sind eben nur darauf gekommen, dass ganz ohne kapitalistischen Einflüssen nicht geht. China versucht aber dennoch, möglichst wenige Importe zu tätigen, da es den meisten kommunistischen Staaten ein Anliegen ist, möglichst unabhängig von ausländischen Waren zu sein. Allerdings importiert große Mengen Erdöl, und je nach Lage auch ab und zu Nahrungsmittel.

    Also zu behaupten, China hat mit dem Kommunismus gar nichts zu tun, ist schlichtweg falsch.
    Ich persönlich denke eher, dass China innenpolitisch sehr wohl auf die kommunistischen Elemente beharrt (Einparteien-System, keine Oppositiion, kaum Gewerkschaften, staatliche Oberhäupter ohne begrenzte Machtbefugnis..), aussenpolitisch sich jedoch als kompromisbereit zeigt, und auch einige kapitalistische Elemente akzeptiert.

    Übrigens die Menschenrechtssituation in China ist auch noch äußerst fragwürdig, es gibt nach wie vor zahlreiche Regierungskritiker, die oft jahrelange Gefängnisstrafen absitzen. Desweiteren wird in China die Todesstrafe prozentuell wesentlich häufiger als beispielsweise in den USA angewendet.
    Und mit dem Massaker am Platz des himmlischen Friedens im Jahre 1989 hat China sehr wohl bewiesen, dass es durchaus kommunistische Lehren vertritt.
  • @ Schotti

    Scheinbar weißt du überhaupt nicht, was Kommunismus bedeutet. Was du beschrieben hast, ist Diktatur. Was du beschrieben hast, ist das, von dem die westlichen Machthaber behaupten, dass es Kommunismus sei, um den Leuten Kommunismus als was Abschreckendes darzustellen. Um sich mit den wirklichen Lehren des Kommunismus nicht auseinandersetzen zu müssen.


    Lese dir erst einmal durch, was Kommunismus heißt.
  • Ich habe zahlreiche Bücher in meinem Regal stehen, die den Kommunismus behandeln. Dein Moderatorentitel gewährt dir eben nicht Allwissenheit.

    Im kommunistischen Manifest von Friedrich Engels und Karl Marx wird deutlich beschrieben, dass ein kommunistischer Staat eine Einheitsführung erleben muss, um nicht von störenden Elementen behindert zu werden. Das aus westlicher Sicht diktatorische Einheitsparteisystem erschien den beiden Verfassern eben als nicht diktatorisch, da die Verfasser davon ausgehen, dass dieser Partei stets Leute aus dem Volk angehören, welche ihre Macht keinesfalls missbrauchen würden.

    Und dass den Leuten eben kein Eigentumsrecht zusteht, sollte verhindern, dass es einige wenige Großgrundbesitzer gibt, und eben die große Mehrheit des Volkes, welche größtenteils nichts besaß. Dass alles Staatseigentum ist, sollte eben teilweise die Klassenherrschaft abschaffen. Nach dem Prinzip, wenn jeder gleich viel besitzt, kann es keinem ungerecht besser gehen als anderen.
    Der Kommunismus gewährt dem ausführenden Staat aus guten Gründen so große Macht, größtenteils sollten eben damit kapitalistische Einflüsse unterbunden werden, damit eben andere Staaten den kommunistischen Staat nicht in die Abhängigkeit treiben.
    Der Westen beschreibt eben meistens nur diese Elemente, nicht jedoch die guten Elemente, wie eben die klassenlose Herrschaftsform oder die gerechte Güteraufteilung.

    In seinen Grundzügen ist der Kommunismus ein sehr nobles Modell, leider werden seine innenpolitische Strukturen ständig missbraucht, was vermutlich nicht im Interesse von Marx & Engels gelegen hat.

    Übrigens: Als Diktaturen bezeichnet man ausschließlich Regierungen, welche auf illegalem Weg an die Macht gekommen sind. Die VR China hat ihre Macht auf eine ganz legale Weise erworben. Es gibt auch die Republik China, welches heute Taiwan ist. Taiwan ist mehr oder wenige das westliche Gegenstück zur VR China, und beansprucht auch den Titel "China" für sich, momentan wird die Republik China aber nur von sieben unbedeutenden Staaten anerkannt.

    Nebenbei bemerkt hat es in der gesamten Menschheitsgeschichte noch keinen einzigen "wahren" kommunistischen Staat gegeben, alle Länder, die sich dieser Staatsform bemächtigt haben, missbrauchen bis heute ihre Vollmachten und verstoßen mit ihren zahlreichen Massenmorden gegen die Botschaften im kommunistischen Manifest.

    Der Kommunismus kann demnach fast ausschließlich in großen Ländern, welche alle lebensnotwendigen Landressourcen besitzen, wirklich aufblühen und funktionieren.

    Und deine zitierte "Herrschaft des Volkes" wird heute in jeder westlichen Demokratie ausgeübt, und nicht in kommunistischen Ländern.
  • @ Begriffsklärungen @ Schotti & Mc Kilroy :)
    Kommunismus bedeutet eher ->
    Gemeinschaftlichkeit, Genossenschaftlichkeit ;)

    und wurde erst von Marx & Engels als theoretisches, gesellschaftsutopisches Modell mit dezidierten Inhalten gefüllt.
    Andere theoretische wie auch faktisch umgesetzte Modelle des Kommunismus ->
    wie der Lenismus, Trotzkismus, Stalinismus, Maoismus umd andere mehr
    haben mit urkommunistischen Modellen sowie z.B. auch mit dem Rätekommismus nur noch recht wenig zu tun.
    siehe hierzu auch...zwar verkürzt ->
    Kommunismus - Wikipedia

    Nebenbemerkung :D
    Net-Communities wie z.B. unsere hier - in welcher gemeinschaftlich ohne [größere :D] Profitinteressen zusammengearbeitet und geteilt wird -
    haben also schon eher einen 'kommunistischen' Hintergrund ;)
    und....bestimmt nicht alles in DDR war falsch...ABER...^^

    Die "Herrschaft des Volkes" wäre qua Wortbedeutung eher die -> Demokratie ^^
    Diese hat allerdings wenig mit der " Diktatur des Proletariats" (Marx -> Lenin) zu tun, die fälschlicherweise ja oft mit dem Kommunismus gleichgesetzt wird

    @ topic
    Die Entwicklung des chinesischen 'Kommunismus' (Maoismus)
    ist eine sehr spezifische Form, eben auch aufbauend auf der chinesischen Geschichte & Tradition
    und auch eher als 'Sozialismus' zu bezeichnen ;)
    wie ....eben auch bereits genannte Staaten wie die DDR, UdSSR u.a.....

    Die augenblickliche Gesellschaftsform in China allerdings jetzt noch als 'kommunistisch' zu bezeichnen, halte ich nicht nur formal für sehr verkürzt, sondern..... eher für grundlegend falsch ;)
    Sie hat diktatorische, oligarchische und starke frühkapitalistische Zuge....
    gerade die augenblickliche Wirtschaftsentwicklung lässt sich eher auf stringente frühkapitalistische Strukturen zurückführen.

    Insofern ist die anfängliche Fragestellung im Thread auch ziemlich irreführend und eigentlich auch grundlegend FALSCH....
    Außerdem ist - leider - kein konkreter Verweis auf den 'Spiegelartikel' (Ausgabe Nr. Seite oder Link) erwähnt...:rolleyes:...
    Nächstens also bitte die Pol.rules besser beachten, kluthy :boing: :D ...gelle ;)
  • Schotti schrieb:

    In seinen Grundzügen ist der Kommunismus ein sehr nobles Modell, leider werden seine innenpolitische Strukturen ständig missbraucht, was vermutlich nicht im Interesse von Marx & Engels gelegen hat.


    Eben - und dann ist es kein Kommunismus mehr.

    Schotti schrieb:

    Nebenbei bemerkt hat es in der gesamten Menschheitsgeschichte noch keinen einzigen "wahren" kommunistischen Staat gegeben, alle Länder, die sich dieser Staatsform bemächtigt haben, missbrauchen bis heute ihre Vollmachten und verstoßen mit ihren zahlreichen Massenmorden gegen die Botschaften im kommunistischen Manifest.


    Jetzt gibst du mir doch Recht! ;)


    Schotti schrieb:

    Als Diktaturen bezeichnet man ausschließlich Regierungen, welche auf illegalem Weg an die Macht gekommen sind. Die VR China hat ihre Macht auf eine ganz legale Weise erworben.


    :löl:


    muesli schrieb:

    Sie hat diktatorische, oligarchische und starke frühkapitalistische Zuge....
    gerade die augenblickliche Wirtschaftsentwicklung lässt sich eher auf stringente frühkapitalistische Strukturen zurückführen.


    100% Zustimmung
  • kluthy schrieb:

    im "neuen" SPIEGEL steht, dass china dank und obwohl es kommunistisch ist gerade stark im kommen ist.....liegt das nur am kommunismus???

    ist kommunismus eigentlich wirklich schlechter???


    ------statements plz-------


    in dem sinne macht china ja keinen kommunismus (auf wirtschaftlicher ebene)

    daher sind sie auch groß im kommen

    denn 1,7 mrd. menschen wollen kaufen kaufen kaufen :)
  • Nach Außen gibt sich China immer noch kommunistisch, aber in Ihrer Wirtschaft haben Sie längst freie marktwirtschaftliche Merkmale!
    So arbeiten die Chinesen längst nicht mehr nach Plänen sondern genau wie die "westlichen Länder" nach dem Angebot + Nachfrage Prinzip! Noch dazu kommen die geringen Lohnkosten und die die praktisch nicht vorhandenen Umweltschutzmaßnahmen;)
  • SirSmoke schrieb:

    So arbeiten die Chinesen längst nicht mehr nach Plänen sondern genau wie die "westlichen Länder" nach dem Angebot + Nachfrage Prinzip!


    sorry, aber diese aussage versteh ich nicht...dass sie nach dem prinzip "angebot<->nachfrage" arbeiten widerspricht keiner planwirtschaft!
    life is what happens to you while you´re busy making other plans.
  • SirSmoke schrieb:

    Nach Außen gibt sich China immer noch kommunistisch, aber in Ihrer Wirtschaft haben Sie längst freie marktwirtschaftliche Merkmale!
    So arbeiten die Chinesen längst nicht mehr nach Plänen sondern genau wie die "westlichen Länder" nach dem Angebot + Nachfrage Prinzip! Noch dazu kommen die geringen Lohnkosten und die die praktisch nicht vorhandenen Umweltschutzmaßnahmen;)


    Naja aber man muss schon sagen, dass der Staat an sich immer noch sehr viel steuert , und die Wirtschaft sicherlich nocht nicht völlig vom Staat losgelöst ist, auch wenn sicherlich so produziert wird, wie die Nachfrage auf dem Weltmarkt ist
  • Trashmonkey schrieb:

    sorry, aber diese aussage versteh ich nicht...dass sie nach dem prinzip "angebot<->nachfrage" arbeiten widerspricht keiner planwirtschaft!


    Angebot und Nachfrage treten in der Marktwirtschaft unverfälscht aufeinander und so bildet sich für jedes Gut ein Preis und eine zum Preis passende angebotene Menge -> Es herrscht ausgeglichenheit von Angebot und Nachfrage -> Alle die zum Marktpreis (1€) Bananen kaufen wollen erhalten auch Bananen, alle die für 1€ verkaufen wollen werden ihre Bananen auch los.

    In der Planwirtschaft wird das Angebot und damit auch der Preis festgelegt (Produktion von X Bananen zum Preis von X €). Da der Preis nun künstlich gebildet wurde entstehen automatisch Angebots oder Nachfrageüberhänge. -> Leute stehen für Bananen an wenn die kalkulierte Menge zu niedrig war und Bananen liegen wie Blei in den Regalen wenn die kalkulierte Menge zu groß war

    Fazit: In der Planwirtschaft versucht man auch den Grundsatz Angebot=Nachfrage zu erreichen, schafft das aber nur näherungsweise. In der Marktwirtschaft reguliert der Markt diese Gleichung automatisch
  • Trashmonkey schrieb:

    sorry, aber diese aussage versteh ich nicht...dass sie nach dem prinzip "angebot<->nachfrage" arbeiten widerspricht keiner planwirtschaft!


    In einer Planwirtschaft, arbeitet man wie der Name schon sagt nach einem Plan. Dieser berücksichtig keine Veränderungen am Markt. Wenn zum Beispiel in einem 5-Jahresplan steht das man 5 Jahre lang nur rote T-shirts produziert, dann wird sich starr daran gehalten, egal ob diese gekauft werden oder nicht. Eine Änderung in der Produktion ist erst mit einem neuen Plan möglich!
    Sicherlich stimmt es, dass z.b in der ehemaligen DDR die Leute alles gekauft haben, aber nur weil es nichts anderes gab! Aber man kann bei der Planwirtschaft nicht von einer marktorientierten Produktion sprechen!
    Daher entsteht entweder ein Angebotsüberhang oder ein Nachfrageüberhang, da sich niemand einbilden sollte den Markt komplett planen zu können.
  • SirSmoke schrieb:

    Daher entsteht entweder ein Angebotsüberhang oder ein Nachfrageüberhang, da sich niemand einbilden sollte den Markt komplett planen zu können.


    Der entsteht auch in der freien Marktwirtschaft. Jedes natürliche System pulsiert. Es wird erst dann regulierend eingewirkt, wenn man den Sollwert überschritten hat, denn wie du bemerkt hast, gibt es keinen, der von Vorneherein den Sollwert festlegen kann.

    Und wie ich schon öfter bemerkt habe:

    Die freie Marktwirtschaft der westlichen INdustrienationen scheint nur deshalb zu funktionieren, weil es eine 2. und 3. Welt gibt, die ausgebeutet werden kann. Und natürlich auch, weil die Rohstoffe und die Umwelt ausgebeutet werden kann.

    Die freie Marktwirtschaft, wie sie die großen Konzerne heutzutage praktizieren, führt unweigerlich zur Katastrophe, wenn nicht von außen regulierend eingegriffen wird.
  • McKilroy schrieb:

    Der entsteht auch in der freien Marktwirtschaft. Jedes natürliche System pulsiert. Es wird erst dann regulierend eingewirkt, wenn man den Sollwert überschritten hat, denn wie du bemerkt hast, gibt es keinen, der von Vorneherein den Sollwert festlegen kann.


    Das ist wahr, aber der Markt als Regulationsinstrument reagiert bedeutend schneller und exakter, als das durch Regulierung von außen der Fall ist.

    Wie jedes theoretische System hat natürlich auch die Marktwirtschaft Schwäschen in der praktischen Realisation. Es gibt nun mal keinen vollkommenen Markt, aber ich denke, dass diese Abweichung immer noch weniger gravierend sind als in jedem anderen System.

    Du hast selbstverständlich Recht mit dem Hinweis, dass die Marktwirtschaft reguliert werden muss
  • In einer Planwirtschaft, arbeitet man wie der Name schon sagt nach einem Plan. Dieser berücksichtig keine Veränderungen am Markt.


    ...gibt es keinen, der von Vorneherein den Sollwert festlegen kann.


    ->aber wenn man den sollwert annähernd durch analyse etc bestimmen kann, ist die planwirtschaft effektiver als die marktwirtschaft.
    denn letztere reagiert nach veränderung, erstere schon vorher!
    wieder ist china der beweis.

    aber der Markt als Regulationsinstrument reagiert bedeutend schneller und exakter, als das durch Regulierung von außen der Fall ist.


    ->eben nicht.siehe oben.
    die marktwirtschaft schaut nicht in die zukunft, der mensch schon.
    natürlich ist eine richtige regulierung nach der veränderung besser, als eine falsche regulierung vor der veränderung.
    aber china spekuliert richtig, nachzulesen im spiegel.


    Die freie Marktwirtschaft der westlichen INdustrienationen scheint nur deshalb zu funktionieren, weil es eine 2. und 3. Welt gibt, die ausgebeutet werden kann. Und natürlich auch, weil die Rohstoffe und die Umwelt ausgebeutet werden kann.

    ->erstere aussage find ich ein wenig plump, dennoch hast du wohl recht...nur sollte man das nicht auf die marktwirtschaft schieben:
    bei jedem erdenklichem kleinscheiß regulieren politiker die wirtschaft, um gewisse dinge möglich bzw unmöglich zu machen...nur von der globalisierung lassen sie weitesgehend die finger...wer ist also schuld?
    zweitere aussage würde ich sogar unterschreiben.mit einer einschränkung: jedes bestehende wirtschafts-system beutet rohstoffe und umwelt aus...


    die effktivität einer planwirtschaft hängt von denjenigen ab, die sie planen...die wahrscheinlichkeit, nicht die zielgenauigkeit der marktwirtschaft zu erreichen, ist groß, aber nicht auszuschließen...china´s rat hat es geschafft, das land innerhalb von kürzester zeit zu einer der größten wirtschaftsmächte zu planen.

    (was ich nicht gut-heiße, nicht dass mich jemand falsch versteht;))
    life is what happens to you while you´re busy making other plans.
  • Trashmonkey schrieb:

    ->aber wenn man den sollwert annähernd durch analyse etc bestimmen kann, ist die planwirtschaft effektiver als die marktwirtschaft.


    die marktwirtschaft schaut nicht in die zukunft, der mensch schon.


    1. Schonmal daran gedacht, dass die einzelnen Produzenten einer Marktwirtschaft auch Überlegungen zum zukünftigen Nachfrageverhalten anstellen und ihre Produktion dementsprechend gestalten? Und ein Unternehmen verfügt ganz sicher über mehr Spezialwissen auf seinem Ressort als eine allgemeine Behörde

    2. Wenn es in der Martkwirtschaft zu Abweichungen kommt pendelt sich der Misstand viel schneller ein als in der Planwirtschaft. Der Misstand wird schneller festgestellt und es wird schneller gehandelt -> politische Regulierung ist im Allgemeinen viel langsamer (Die Mühlen der Bürokratie...)



    nur von der globalisierung lassen sie (Politiker) weitesgehend die finger...wer ist also schuld?


    Das liegt wohl daran, dass sich die Globalisierung als logische Konsequenz der Marktwirtschaft kaum verhindern lässt.

    Ich möchte an der Stelle mal ne Lanze für die Globalisierung brechen. Richtig angewendet bietet sie u.a. gerade Chancen für Entwicklungsländer. Seit 80er Jahren und teilweise heute noch ist es die Schuld der "westlichen Welt", dass die Globalisierung als Grund für das Elend in der 3. Welt angesehen wird.

    Bsp: Subventionen der Landwirtschaft in Milliardenhöhe sowie Schutzzölle für Produkte des Niedriglohnsektors sind ganz sicher nicht in der freien Marktwirtschaft vorgesehen

    china´s rat hat es geschafft, das land innerhalb von kürzester zeit zu einer der größten wirtschaftsmächte zu planen.


    Hab ich irgendwas verpasst?
    1. China hat mit dem Gedanken der Planwirtschaft nicht wirklich viel gemein
    2. China gilt immer noch als Entwicklungsland und es ist bei weitem nicht alles Gold was glänzt:
    - China hat massive Korruptionsprobleme
    - Das Hinterland ist kaum entwickelt (in vielen Regionen gibt es keinen Strom)
    - Es ist fraglich wie lange sich die Bevölkerung noch ausbeuten lässt nur aufgrund der Aussicht auf baldige Besserung der Verhältnisse
    - Bis jetzt ist China immer noch die Werkbank der westlichen Welt, konkurrenzfähige Eigenentwicklungen aus den Bereich der Schlüsselindustrien sind mir nicht geläufig
    - Industielle Entwicklung auf Kosten der Umwelt (nicht, dass das was neues wäre, trotzdem ist die Dimension in China erschreckend)

    Die Entwicklung in China geht meiner Meinung nach viel zu schnell und zu unkontrolliert, die Stimmung, vor allem auf den Finanzmärtken, ist zu optimistisch -> wenn die Parteifunktionäre nicht aufpassen macht es irgendwann *blubb* und die Blase China ist geplatzt
  • in diesem thread geht es um den china-artikel im spiegel, den du anscheinend nochnichtmals gelesen hast...

    es gibt keine mühlen der bürokratie in china, und eine allgemeine behörde erst recht nicht...die wirtschaftsplaner dort gelten zu den besten der welt, das kann niemand abstreiten, vor allem nicht nach dem erfolg...
    desweiteren kann eine wirtschaft, die nur von einem konsortium geplant wird, viel besser aufeinander abgestimmt werden, da keine interessenkonflikte entstehen->und das ist der vorteil der chinesischen wirtschaft...
    und überhaupt, wie kommst du darauf, dass es keine planwirtschaft sei?
    es ist doch nur der staat, der die wirtschaft leitet, denkt, plant, organisiert...
    hättest du den artikel gelesen wüsstest du das.


    dass china an sich nochnichtmals komplett erschlossen sei, eine ausbeutung herrsche etc, ist letztendlich die planwirtschaft schuld!
    denn die differenz von zwischen export und import einnahmen
    ...wuchs von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 60,7 Prozent von umgerechnet 65,6 Milliarden Euro auf 81,5 Milliarden Euro. (tso/AFP)


    und das sind aktuelle zahlen, die sich jahr für jahr wiederholen...

    bezüglich chinas erscheinung als werkbank der westlichen nationen:
    ...Doch David Cheng ist kein Dissident. Er ist der neue chinesische Prototyp: kreativer Erfinder, schlauer Vermarkter, erfolgreicher Unternehmer. Er ist Gründer und Chef des weltweit aktiven Lego-Konkurrenten Blocko. Seine Ware liegt in den Wal-Marts dieser Welt. Er ist einer der bekanntesten Spielzeugunternehmer Chinas, wie geschaffen für das neue Programm der Kommunistischen Partei. »China steht vor einem historischen Neubeginn«, diktierte das Zentralkomitee der KP zum Jahresbeginn 2006. »Unsere heilige historische Mission ist der Aufbau einer innovativen Nation.«

    nur mal so als beispiel...

    das zentralkommitee ist übrigens dieses konsortium, von dem ich die ganze zeit fasel;)


    EDIT:
    ich hab den korruptionsvorfwurf vergessen:
    ja, korruption herrscht...warum?wegen der planwirtschaft.
    unternehmen können und dürfen nicht so frei handeln wie es "hier" möglich ist...die befugnisse dafür muss man sich in china quasi "erkaufen"...richtig ist das nicht, beweist aber die bestehende planwirtschaft
    life is what happens to you while you´re busy making other plans.
  • Trashmonkey schrieb:

    in diesem thread geht es um den china-artikel im spiegel, den du anscheinend nochnichtmals gelesen hast...


    Stimmt, den habe ich nicht gelesen, aber ich hoffe es ist mir trotzdem gestattet meine Meinung zu China kundzutun

    es gibt keine mühlen der bürokratie in china, und eine allgemeine behörde erst recht nicht...die wirtschaftsplaner dort gelten zu den besten der welt, das kann niemand abstreiten


    Kann ich und tu ich auch. Ich bezweifele, dass korrupte Wirtschaftsplaner die besten Entscheidungen für die Wirtschaft treffen.

    Der Erfolg von China beruht hauptsächlich auf geschickter Marktregulierung. Ausländische Unternehmen dürfen nur Produkte in China absetzen, wenn sie dort produzieren und neuerdings auch forschen und entwickeln.

    Dafür finden sie dort eine Marktwirtschaft in Reinkultur vor -> Monopole, Kartelle, Umwelt/Sozialauflagen sind den regionalen Wirtschaftsbossen total egal solange für sie dabei was rausspringt und die staatlichen Unternehmen nicht extrem darunter leiden

    desweiteren kann eine wirtschaft, die nur von einem konsortium geplant wird, viel besser aufeinander abgestimmt werden, da keine interessenkonflikte entstehen


    1. Die Planung bezieht sich nur auf die staatlichen Unternehmungen, die privaten Unternehmen werden schön in ruhe gelassen und, oh wunder oh wunder, die staatlichen Unternehmen laufen überwiegend mieserabel und können nur durch Kredite am laufen gehalten werden

    2. Die Aussage an sich kann ich nicht nachvollziehen. Bitte erklär mir mal wo in der Marktwirtschaft die Interessenkonflikte entstehen sollen und warum sich die Unternehmen nicht selbst miteinander abstimmen können!

    und überhaupt, wie kommst du darauf, dass es keine planwirtschaft sei?


    Wie bereits geschrieben: Planwirtschaft betrifft die staatlichen Unternehmen und die "Vergabe der Lizenzen". Für die privaten Unternehmen gilt danach Marktwirtschaft in Reinkultur, wie oben schon erwähnt


    bezüglich chinas erscheinung als werkbank der westlichen nationen:... Er ist Gründer und Chef des weltweit aktiven Lego-Konkurrenten Blocko


    Danke für das Beispiel, dass untermauert nur meinen Standpunkt: Lego kopiert und günstiger hergestellt. Das ist typisch für China und zeugt nicht gerade von Innovation. Und bezüglich des Werkbankcharakters: Willst du behaupten, dass Lego ein hochkomplexes Produkt ist zu dessen Produktion man unglaubliches technisches know-how benötigt? Da hätte ich an deiner Stelle lieber die Kopien vom Transrapid oder diversen Automarken als Beispiel angeführt


    Ich will nochmal festhalten: China hat sowohl Merkmale der Planwirtschaft als auch der Marktwirtschaft. Es ist müßig zu diskutieren ob China eine Planwirtschaft mit martkwirtschaftlichen Tendenzen oder eine Marktwirtschaft mit planwirtschaftlichen Tendenzen ist. Jedoch wäre es falsch zu behaupten dass China eine reine Marktwirtschaft oder reine Planwirtschaft sei
  • Der Erfolg von China beruht hauptsächlich auf geschickter Marktregulierung.

    eben...und du weißt, wer das reguliert...
    außerdem hab ich den text zum blocko-menschen nicht genommen, um ihn als innovation vorzustellen, sondern um die pläne chinas zu offenbaren:
    Er ist der neue chinesische Prototyp: kreativer Erfinder, schlauer Vermarkter, erfolgreicher Unternehmer....
    ...wie geschaffen für das neue Programm der Kommunistischen Partei. »China steht vor einem historischen Neubeginn«, diktierte das Zentralkomitee der KP zum Jahresbeginn 2006. »Unsere heilige historische Mission ist der Aufbau einer innovativen Nation.«

    nochmal lesen.

    china entscheidet selbstverständlich, wer was darf und wer nicht, machen vorschriften:das ist der planwirtschaftliche teil.
    das sie aber nicht die konzerne leiten ist logisch und somit der marktwirtschaftliche teil...damit hast du also recht..
    aber das
    Ich bezweifele, dass korrupte Wirtschaftsplaner die besten Entscheidungen für die Wirtschaft treffen.
    ist eine voreilige behaupting...du leugnest also den wirtschaftlichen erfolg chinas?jung, lies zeizung, guck nachrichten...china überflutet die top-plätze in wirtschafts-bezogenen statistiken...auch in:
    umweltverschmutzung, niedrigstlöhne, etc.klar!
    aber ich will ja nicht behaupten china ist nen tolles land, nein.
    ich will lediglich klarmachen, dass hier eine wirtschaftsmacht auf uns zukommt, die größer und größer wird.
    vor der wir uns langsam fürchten sollten.
    die deutsche bevölkerung regt sich darüber auf, dass deutsche unternehmen im ausland produzieren...hah, das ist das geringste übel, sollen wir doch froh sein, dass wir überhaupt noch produzieren, anstatt chinesische artikel zu kaufen.
    (selbstverständlich war das überspitzt ausgedrückt)
    life is what happens to you while you´re busy making other plans.