Kinderarmut - Die Chance nutzen?

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  • Kinderarmut - Die Chance nutzen?

    Moin moin.

    Lange hab ich ja praktisch einen virtuellen Bogen um das Politikforum gemacht, aber heute mache ich mal eine kleine Ausnahme ;)

    Zum Thema:
    Es wird ja gerne und immer mal wieder über die Kinderarmut der Deutschen diskutiert. Man zielt in allem darauf ab, dass es unbedingt und ohne Alternative mehr Kinder geben müsse. Aber ist dem wirklich so?

    Meine Gedanken sind folgende:
    (Das kollabierende Rentensystem lasse ich bewußt außen vor. Das ist ohnehin in der Form nicht mehr zu retten.)

    Weniger Kinder können durchaus eine Chance für das Land sein.
    Wir leben in einem Land, dass aufgrund mangelnder Rohstoffe und "teurer" Arbeitskräfte darauf angewiesen ist, hochqualifiziertes Personal zu bieten.
    Gleichzeitig ist das Land überschuldet und die Ausgaben für Bildung werden nicht nennenswert steigen. Man müsste sich nun darauf konzentrieren, den wenigen verbliebenen Kindern bestmögliche Bildung mit auf den Weg zu geben.
    Weniger Kinder => kleinere Klassen => bessere Betreuung => bessere Bildung
    Diese Rechnung ist natürlich stark vereinfacht und geht sicher nicht ohne aktive Mithilfe des Staates auf, aber scheint doch durchaus in der Grundtendenz realistisch.

    Wenn wir es schaffen, dass praktisch jedes Kind gut ausgebildet und qualifiziert ist, ist auch die Tatsache weniger erschreckend, dass viele "niederqualifizierte" Berufe ins Ausland verlagert sind und weiterhin werden.

    Auch das Thema Arbeitslosigkeit ist zu betrachten:
    Es wird auf absehbare Zeit nicht mehr Arbeit geben.
    Sinkt die Zahl der Personen die Arbeit suchen, die Arbeit selbst bleibt aber konstant (vereinfacht gesagt), so liegt der Schluss nahe, dass auch die Arbeitslosigkeit zwangsläufig sinken muss (natürlich unter der Voraussetzung der guten Bildung!).

    Es war einigermaßen schwierig, dass in hübsche Worte zu verpacken, aber ich hoffe man kann meinem wirren Gedankenspiel ;) folgen und bin gespannt, wie eure Meinung dazu aussieht.

    Gruß,
    Commander Keen

    P.S.: Zwei kleine Nachsätze will ich noch anbringen. Ich habe die mal aus dem Haupttext rausgenommen, weil sie nicht unbedingt 100% in meine Argumentationskette "Mehr Bildung statt mehr Kinder" passen. Aber weil sie dennoch zum Thema gehören, will ich sie nicht ganz weglassen:

    Sicher muss man Eltern fördern, welche Kinder wollen (siehe andere Threads).
    Aber dazu drängen muss man ja niemand.

    Auch im Zuge der weltweiten Rohstoffverknappung ist eine sinkende Gesamtbevölkerung (ok - an der Weltbevölkerung hat Dtld. nur einen recht bescheidenen Anteil) sicher eher von Vorteil als von Nachteil.

    P.P.S.: Bin jetzt dann unterwegs und werde mich - sofern sich in diesem Thread überhaupt etwas tut :D - wohl erst morgen wieder melden.
    Ich habe das Wort "Europa" immer im Munde derjenigen Politiker
    gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im
    eigenen Namen nicht zu fordern wagten. [SIZE="1"](Nov. 1876)[/SIZE]
    [SIZE="1"]Otto von Bismarck[/SIZE]
  • Hmmm, hört sich so'n bisschen an wie ne Version von ner Elitegesellschaft :D
    Klasse statt Masse?
    Da komm ich nicht mit.
    (Das kollabierende Rentensystem lasse ich bewußt außen vor. Das ist ohnehin in der Form nicht mehr zu retten.)

    Wie wahr, wie wahr, allerdings gibt's zur Zeit keine wirklich tragfähigen Alternativen und ein weiterer Geburtenrückgang verschlimmert die Lage.
    Wir leben in einem Land, dass aufgrund mangelnder Rohstoffe und "teurer" Arbeitskräfte darauf angewiesen ist, hochqualifiziertes Personal zu bieten.

    Auch das ist sicher nicht verkehrt, aber wir brauchen ja nicht nur hochqualifizierte Fachleute sondern auch'n paar Normalos, die zum Beispiel Lust zum Verkaufen, zum Reparieren oder zum Bauen haben. Möglicherweise verschieben sich in deinem Szenario die Migrationsbewegungen: Zuviele hochqualifizierte Arbeiter müssen anderswo ihr Tätigkeitsfeld suchen (=> Indien stellt deutsche Computerexperten ein :D ), dafür holen wir wieder mehr Gastarbeiter in's Land.
    In manchen Tätigkeitsfeldern kann man heute schon eine Überalterung der Beschäftigten beobachten ( die nicht unbedingt die Qualität der Arbeit hebt :D )
    Guck dir zum Beispiel die Lehrerkollegien an.
    Vor einigen Jahren hing noch in so manchem Lehrerzimmer ein GEW-Plakat mit so ner alten Knackertruppe und der Aufschrift "Unser Jüngster wird 50!"
    Das sieht auch heute nicht viel anders aus! ( Ist nicht so'n tolles Beispiel, weil der fehlende Nachwuchs sicher nicht nur mit Geburtenrückgang zu tun hat, aber mir fällt gerade kein besseres ein ;) )
    Wie schon in nem anderen thread formuliert seh ich in Kindern nen ähnlich wichtigen "Rohstoff" für die Funktionstüchtigkeit einer Gesellschaft wie in anderen natürlichen Resourcen! Dafür ist m.E. ein gesundes Verhältnis von Alt und Jung wesentlicher als die besonders gute Ausbildung einer schwindenden Kinderzahl.
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain)
  • Hört sich für mich ein Bisschen arg Extrem an sowie

    --> Die Guten Job für die deutschen was keiner machen will dafür haben wir dann schon ein paar einwanderer.

    --> Was bedeuten denn noch weniger Kinder ??

    1. es wird noch weniger schulen Kindergrippen usw geben d.h. für viele Menschen wird der weg den sie haben noch weiter um ihr kind betreuen zu lassen.

    2. es wird für mütter noch schwieriger in ihrem top Job zurechtzukommen zusätzlich neben der Arbeit.

    Fazit:
    Kinder müssen eines unserer wertvollsten Güter bleiben wenn nicht können wir "den Laden" gleich schließen
    Wer ReCtScHrEiBfEhLeR findet darf sie behalten
  • Also eigentl find ich die Idee relativ gut.

    Unser system geht zurzeit so (vereinfacht) : 1 Rentner wird von 3 Arbeitern "ernährt". Jetzt haben wir 3 Rentner dann brauchen wir schon 9 Arbeiter..... bei 100Rentner brauchen wir dann schon 300 Arbeiter. Die Pyramide wird immer größer. Deutschland kann nur 200 Arbeiter ernähren. Wir haben aber 300 und es werden immer mehr. Kinder sind zu teuer und man gilt als assozial wenn man mehr hat. Also sinkt die Geburtenrate stetik (hier sind wir gerade) Im Moment werden 2 rentner von 1 Person bezahlt, da Deutschland immer mehr vergreist. Beide kommen mit dem Geld nicht aus. Wo wir beim Problem wären.
    Wenn man diesen Vortlauf aber mal in naher Zukunft betrachtet ist er sehr Positiv. Da wir nur noch wenige Kinder haben werden auch nur wenige Menschen alt. Wo wir dann wieder am Anfang wären.


    Jetzt kommt die Idee von Commander Keen. Wenn wir wenige aber dafür Qualifizierte Arbeiter haben, verdienen diese mehr Geld. Jetzt kann 1 Qualifizierter Arbeiter vielleicht 2 Renter versorgen.

    .----------------------------------------------------------------

    das ist jetzt vielleicht alles von weit hergeholt. Aber irgendwo hab ich doch recht;)
    Erfahrung ist das was man meint zu haben wenn man noch mehr davon hat
    Jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit
    [COLOR="Yellow"]Manchmal wünsche ich mir, ich wäre wieder der, der ich war als ich werden wollte wie ich heute bin.[/color]
  • littleprof schrieb:

    Hmmm, hört sich so'n bisschen an wie ne Version von ner Elitegesellschaft :D
    Das meinte ich nicht :hy:
    Aber Fakt ist ja, dass die durchschnittliche Qualität der Ausbildung seit Jahren/Jahrzehnten kontinuierlich sinkt - das ist nicht erst seit der vielzitierten PISA-Studie bekannt.

    littleprof schrieb:

    Klasse statt Masse?
    Da komm ich nicht mit.
    Du sprichst ja selbst von Kindern als Rohstoff.
    Ist es nicht so, dass wenn deine Diamantmine mit der Zeit immer weniger liefert, du nicht auf Teufel komm raus mit noch mehr Gewalt mehr fördern kannst.
    Nein, stattdessen musst du dich drauf besinnen, vielleicht auch die kleineren Steine zu schleifen und zu polieren und nicht einfach achtlos beiseite zu lassen. Genauso ist es mit den Kindern - die wenigen die noch da sind, müssen besser betreut, geschützt und gefördert werden. Denn sie sind - ich stimme dir da voll zu - unser Rohstoff.

    littleprof schrieb:

    Auch das ist sicher nicht verkehrt, aber wir brauchen ja nicht nur hochqualifizierte Fachleute sondern auch'n paar Normalos, die zum Beispiel Lust zum Verkaufen, zum Reparieren oder zum Bauen haben.
    Natürlich wird es auch bei bester Bildung/Betreuung immer Menschen geben, die kein Abitur/Diplom/Doktor machen können oder wollen.
    Aber die Zahl der Arbeitsplätze in Berufen die eine niedrige Qualifikation erfordern wird stetig sinken - und das ohne absehbares Ende.

    littleprof schrieb:

    Dafür ist m.E. ein gesundes Verhältnis von Alt und Jung wesentlicher als die besonders gute Ausbildung einer schwindenden Kinderzahl.
    Ich will mit Sicherheit keinen Aufruf gegen Kinder starten. Ich betrachte nur die Tatsache, dass es eben weniger werden/sind und wie man evtl. das beste draus machen kann anstatt immer nur zu jammern "Mehr Kinder braucht das Land".
    Ich rufe stattdessen "Bessere Bildung braucht das Land!" :)

    Gruß,
    Commander Keen
    Ich habe das Wort "Europa" immer im Munde derjenigen Politiker
    gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im
    eigenen Namen nicht zu fordern wagten. [SIZE="1"](Nov. 1876)[/SIZE]
    [SIZE="1"]Otto von Bismarck[/SIZE]
  • @ Commander Keen
    Eigentlich ist das ja gar net so verkehrt was du sagst: Aus einem status quo das beste machen ;)
    Hab heute morgen etwas zu spontan und unüberlegt reagiert.
    Ich bin da halt net ganz objektiv;
    Zum einen hab ich selbst 2 Kinder und erlebe sie als Bereicherung und nicht als Hindernis, zum andern beschäftige ich mich beruflich mit Kindern.
    Also - macht mehr Kinder! :D
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. (Mark Twain)
  • Zitat von littleprof
    Auch das ist sicher nicht verkehrt, aber wir brauchen ja nicht nur hochqualifizierte Fachleute sondern auch'n paar Normalos, die zum Beispiel Lust zum Verkaufen, zum Reparieren oder zum Bauen haben.


    Nur so zum beispiel:
    Bei uns werden die Mülleimer "automatisch" geleert. Wir müssen sie exakt an die Straße stellen... dann fährt 1 Mann (Frauen hab ich noch nicht gesehen^^) mit dem Mülllaster her und dann kommen Greifarme und leeren die Eimer. Hierfür wurden früher (vor ca nem Jahr bei uns) 3-4 Menschen gebraucht.

    Mit diesem Beispiel will ich nur Zeigen dass wir nicht mehr so viele Kinder brauchen, wir brauchen allgemein nur noch weniger Menschen. Heut geht doch alles elektronisch. Wir haben weniger Areiter "dank" der Elektronik.


    Ich finde diese Entwicklung traurig.
    Erfahrung ist das was man meint zu haben wenn man noch mehr davon hat
    Jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit
    [COLOR="Yellow"]Manchmal wünsche ich mir, ich wäre wieder der, der ich war als ich werden wollte wie ich heute bin.[/color]
  • Wenn ich mir das alles durchlese, dann lese ich zum größten Teil nur von Kindern als "Rohstoff". Wenn Kinder nur das wären, dann ist der Gedankengang von Commander Keen und anderen vielleicht nicht verkehrt.

    Wenn man das ganze jetzt aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, nämlich dem gesellschaftlichen, dann bräuchten wir mehr Kinder:
    Nach dem Grundsatz Geburtenrate kann so bleiben, Ausbildung muss besser werden, gäbe es höchstwahrscheinlich nur noch selten Geschwister.
    Aus dem resultierend, würden Eltern die Erfahrung von mehreren Kindern nicht haben, und die Alten Leute nicht die von vielen Enkelkindern.
    Beim Sport (ja beim Sport:D) hätten wir nicht so viele heranwachsende Talente usw.

    Mit der Ausbildung gibt es nach dem Modell auch Probleme:
    Nicht alle sind so strebsam und strengen sich an, um diese bessere Ausbildung auch abzuschließen (Ausbildung->Schule/Ausbildung usw., benötigt alles den Willen das ganze zu machen). Es gibt immer Faule Leute, und wenn dann die ganzen "Normalo"-Jobs weg sind (automatisiert, Gastarbeiter oder was auch immer), dann gibt es wieder Arbeitslose.

    Man kann also nicht einfach sagen, wie wäre es damit, machen wir es so.

    mfg
    -\messiah/-
  • Das Problem an deiner Argumentation ist die Tatsache das der Geburtenrückgang ja keine Erfindung von mir ist, sonder - leider - ein Fakt.

    Und auch die Verlagerung/Automatisierung der - wie du es nennst - "Normalo"-Jobs ist etwas, was nicht erst seit gestern stattfindet :(

    Wie ich bereits weiter oben schrieb:

    Commander Keen schrieb:

    Ich will mit Sicherheit keinen Aufruf gegen Kinder starten. Ich betrachte nur die Tatsache, dass es eben weniger werden/sind und wie man evtl. das beste draus machen kann[...]


    Gruß,
    Commander Keen

    Gruß,
    Commander Keen
    Ich habe das Wort "Europa" immer im Munde derjenigen Politiker
    gefunden, die von anderen Mächten etwas verlangten, was sie im
    eigenen Namen nicht zu fordern wagten. [SIZE="1"](Nov. 1876)[/SIZE]
    [SIZE="1"]Otto von Bismarck[/SIZE]
  • ich finde in der heutigen zeit sollte man gut überlegen ob man kinder in die welt setzt. weil es wird immer schwieriger mit dem nachwugs.. die zeiten werden noch schlimmer und die globale erderwärmung und alles ist auch noch ein thema
    ich wüsste nicht ob ich das meinen kindern antun wollen würde
  • So wie ich das sehe, vermehren sich die Schichten, die es sich nicht leisten (können), ihren Kindern eine gute Ausbildung zukommen zu lassen, in Deutschland noch ganz gut.
    Es wird also wohl eher umgekehrt sein: sollte in Deutschland qualifiziertes Personal gebraucht werden, wird man sie in Zukunft wohl noch stärker aus Ländern importieren müssen, die Deutschland gut ausgebildetes Personal kostenlos zur Verfügung stellen.
    Auf der anderen Seite werden die einfachen Arbeiten verstärkt von ein€-Jobbern deutscher Provinienz erledigt werden.
    Deutschlands Vernichtung ist damit 50 Jahre nach Kriegsende so gut wie vollständig umgesetzt.:(
  • Naja also ich wollte bloss mal was zu den hochqualifizierten Arbeitskräften loswerden. Meinst du wirklich dass Menschen, welche auch immer, nur für Qualität tiefer in die Tasche greifen?
    Beispiel Automarkt: Ich habe nicht schlecht gestaunt, wieviele VW Touran verkauft wurden. Zum ersten is der billig da Familienkutsche, und zweitens sieht der nichmal schlecht aus! Sonst sind Familienwagen eigentlich "out"!!!

    Und ich mein das zeigt doch eigentlich, dass sich die Menschen hier in Dt. auch mit Billigen Produkten zufrieden geben...
    Also ich glaube nicht, dass deine Rechnung mit den hochqualifizierten Arbeitskräftenaufgehen würde! Zumindestens nicht hier in Deutschland

    MfG Firebird6
    Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages ist frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt.

    [SIZE=2]Ein Muss für jeden Grafikliebhaber[/SIZE]
  • Kinderarmut ist eine Folge von falscher Familienpolitik. Gutverdienende mit hohem Lebensstandard konnten oder wollten nicht weges eines Kindes ihren Arbeitsplatzt für ein paar Monate verlassen. Allein die Erhöhung des Kindergeldes hat aber bewirkt, dass dies kein Anreiz für gutverdienende war, aber für große Familien, klang das zusätzliche Geld vielversprechend und so wurden immer mehr Kinder in die Welt gesetzt (das trifft natürlich nicht auf alle Großfamilien zu!) Aber ich diese Kinder brauchen Kleidung und etwas zu essen, da kalkulieren manche falsch.

    Einen Beitrag für mehr Kinder mit geringerem Armutsrisiko bringt das Elterngeld. Ich hoffe, dass dadurch auch viel mehr gutverdienende Kinder bekommen und erfahren, wie toll es ist Kinder zu haben. Aber gute Möglichkeiten wieder in den Job zu kommen.
    -^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^-^
    Wenn keiner mehr an Wunder glaubt, dann wird's auch kein's mehr geben!
  • Im Kanton Zürich haben wir 20'000 Kinder, welche in Armut leben.
    Nun stimmen wir darüber ab, ob Familen mit Kinder zusätzlich Geld bekommen sollen, wenn das Einkommen unter einer gewissen Grenze ist, die aber über der Sozialhilfe ist.
    Ich finde es ein guten Ansatz, vorallem da Firmen nicht bereit sind oder nicht viele Teilzeitjobs anbieten. Dazu sind auch die Krippenplätze stark eingeschränkt und Kosten viel Geld.

    Die Gegner meinen nun, dass dies den Anreiz minimiere, arbeiten zu gehen. Doch denke ich dem ist nicht so. Denn arbeiten gehen, bringt längerfriestig mehr wegen der Erfahrung und es ist denke ich auch nicht das angenehmste auf Kosten des Staates zu leben.
  • littleprof schrieb:

    Hmmm, hört sich so'n bisschen an wie ne Version von ner Elitegesellschaft :D
    Klasse statt Masse?
    Da komm ich nicht mit.


    Ein sehr guter Gedankengang. Doch langfristig gesehen wird tatsächlich genau dieser Fall - einer sogenannten globalen ganzheitlichen Elitegesellschaft - eintreten.
    Beobachtet man die geschichtliche Bevölkerungsentwicklung, stehen wir gerade an einem historischen Wendepunkt - zumindest wird dieser ca. im Jahre 2050 erreicht werden. Hatte sich die Entwicklung ab der Steinzeit bis zur heutigen Moderne von Masse und Klasse noch proportional gleichmäßig entwickelt, wird diese Demografie sich zwangsläufig der eliteren Klassenbildung zuwenden. Genau dieser Punkt einer friedlichen verselbstständigten Humanselektion ist historisch gesehen eine Genialität.
    Der massenhafte humanoide Rohstoff wird in Zukunft immer mehr an Wert verlieren, weil deren Leistungsbereitschaft nicht mehr notwendig sein bzw. vollständig durch eine vollkommene Automatisierung ersetzt wird.
    Zugleich verläuft diese Entwicklung selbstverständlich in ganz diskreten und langsamen Maßstäben. Anfangs muss ein Land kontinuierlich modernisiert und aufgeklärt werden. Hat dieses Land einen bestimmten Höhepunkt in der Bildung und dem Wohlstand erreicht, ist eine Bevölkerungsstagnation die Folge. Als nächstes tritt der Arbeitsmangel-Effekt aufgrund der Automatisierung ein, der Großteil der Massen wird unbrauchbar und altert vor sich hin und der aufgeklärte Massennachwuchs wird teils wegen Existenszweifel teils wegen dem harterreichten und wohlschmeckenden Status nur ungern an Kinder denken. Hinzu kommt die immer größer werdende Single-Frage, welche durch das Schönheitsideal der Medien verstärkt wird. - So die derzeitige Situation in Deutschland und EU-weit. Doch genau dieses Schema kann man ebenfalls auf die Welt übertragen.
    Der globale Bevölkerungspeak wird im Jahre 2050 also erreicht sein, danach wird der Wachstum - vor allem der der Massen - sinken. Dann wird immer mehr die "Außergewöhnlichkeit" und nicht "Gewöhnlichkeit" gefragt sein.
    Es ist jetzt wahrscheinlich Utopie, doch wenn sich dieser Trend tatsächlich so einpendeln sollte, wird die Erde in 600 - 1000 Jahren nur noch von vollkommenen Eliten bewohnt werden.
    Sollte dies so eintreten, betritt die Menschheit die nächste wirkliche Evolutionsstufe - nach einer langandauernden 7 Millionen Jahre alten Entwicklung, welche für diesen Schritt nur die Voraussetzung erschuf.
    "Glück bedeutet nicht, das zu kriegen, was wir wollen, sondern das zu wollen, was wir kriegen."