Diplomarbeit: Wie herangehen?

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  • Diplomarbeit: Wie herangehen?

    Hallo!

    Ich bin gerade in der Anfangsphase meiner Diplomarbeit und habe das Problem, dass ich nicht so recht weiß, womit ich anfangen soll. Ich denke, die Einleitung wäre die schlechteste Lösung.

    Macht es sinn, einfach erstmal ein paar Bücher durchzulesen, um sich dem Thema zu nähern? Ich befürchte nur, ich werde irgendwann Panik bekommen, wenn ich nach 4 Wochen immer noch kein Wort geschrieben habe.

    Oder soll man schon mal ein paar Texte "mittendrin" schreiben, die man später sowieso wieder umschreibt?

    Und wie geht man mit Texten mit Zitierpotential um? Einfach mal 15 Seiten abtippen/kopieren, die man vielleicht mal verwenden kann? Bei 70+ geforderten Quellen kann man es sich eigentlich kaum erlauben ein Buch zu lesen und nicht daraus zu zitieren...
  • Vielleicht solltest du erstmal schreiben, welches FACH du überhaupt studierst und welches Thema du gewählt bzw. bekommen hast.

    Schau dir mal ein paar alte Diplomarbeiten an, wie die aufgebaut und strukturiert sind. Hast du ein reines Theoriethema oder gehört eio praktischer Teil dazu? Ohne nähere Infos kann man dir nur ein paar allgemeine Tipps geben.
  • Hallo,

    70 + Quellen zitieren? Das ist ja irre. Wollen die Profs eine Arbeit von "Herr der Ringe" Format?

    Also ich fange bei Berichten meist mit dem Inhaltsverzeichnis und den Überschriften an.
    Ich kann aus eigenen Erfahrungen Dein Problem gut verstehen.
    Es ist GANZ wichtig Struktur zu bekommen an der Du Dich entlanghangeln kannst.
    Sonst bekommst Du den Einstieg nicht. Die Inhalte folgen dann mit der Zeit und Du kannst jenachdem was Dir grade einfällt irgendwo in der Arbeit in einem Kapitel schreiben.

    killing
    [COLOR="DarkSlateGray"]20% eines Projektes benötigen 80% der Zeit (Pareto)[/color]
  • Also:

    Ich kann dir nur sagen, wie ich es immer mache:
    Ich schreib erst mal drauf los, was ich weiß, mach eine Einteilung und formatier das ganze, dass ich ungefähr weiß, wies ausschaun soll.

    Danach wird heftigst gelesen. Meisten schreib ich dann auch was nieder dabei.

    Und wieder an den PC Stückeln!

    Lesen...

    usw.....

    Am Ende hab ich dann meine Arbeit sicher insgesamt 4x geschrieben und zu einer Fusioniert. Dauert, wirkt aber. Und es kommt (meistens) was dabei raus ;)

    Aber mein anarcheiisches System ist nicht für jeden geeignet. Naja, ich denke mal, du musst die Arbeit deinem Stil anpassen und nicht umgekerht. Machs einfach nach deinem "Instinkt". :D

    Lg
  • @Mustermann: Ich suche vor allem allgemeine Tipps. Aber wenn es hilft: Wirtschaftsinformatik & theorielastig

    @killing: Nein, kein Herr der Ringe, sogar extrem nach oben begrenzt. Ich weiß nicht, ob man sich die Quellen nachher mit Trivialzitaten holen soll. "Ein rechter Winkel hat 90°(vgl. Müller90, Meier94, Schulze77)". An Überschriften hänge ich auch grad dran. Ich versuche, beim lesen interessante Sachen schon mal kurz irgendwo rein zu schreiben, bzw. wenigstens gelegentlich anzumerken, welche Seiten aus welchem Buch man dafür verwenden kann.

    @RamsesV: Ich denke, ich werde die Arbeit am Ende auch mindestens 4 mal geschrieben haben. Hat den Vorteil, dass zum einen die bereits gelesenen Bücher schon im Text verarbeitet sind und zum anderen, dass beim Abgabetermin auf jeden Fall eine Arbeit existiert ;). Zur Not wird halt das fünfte Neuschreiben zugunsten einer termingerechten Abgabe gestrichen...
  • Hallo! :)

    Also, eine gute Vorgehensweise ist meiner Erfahrung nach, sich erst mal einen Überblick über das Thema zu verschaffen. Du sollten eventuell in eine Bibiothek gehen und in Büchern zum Thema recherchieren und natürlich das Internet nach passenden Arbeiten und Aufsätzen durchforsten. Um festzustellen, ob du die Literatur gebrauchen kannst, reicht es erstmal, die Einleitung (!) und das Inhaltsverzeichnis zu lesen. Das hilft dir außerdem auch dabei, deine eigene Arbeit zu strukturieren und schon mal zu sondieren, was wichtig ist und was du eher nicht gebrauchen kannst.

    Nicht vergessen: Immer gleich die Quellenangaben notieren, sonst hast du schnell Chaos!

    Dann würde ich erst mal eine Art grobe Gliederung machen.

    Titel
    1. Einleitung
    1.1 Definition
    1.2 Methoden und Quellen
    1.3 Vorgehensweise
    usw.

    Diese Gliederung wird sich während des Schreibprozesses nach und nach mitverändern, aber so hast du schon mal einen Leitfaden. Dann würde ich chronologisch loslegen und anzufangen zu schreiben, allerdings den Einleitungsteil erst ganz am Ende verfassen, wenn die Arbeit fertig ist.

    Viele Grüße

    Londo Mollari
  • Carlos-X schrieb:

    Hallo!

    Ich bin gerade in der Anfangsphase meiner Diplomarbeit und habe das Problem, dass ich nicht so recht weiß, womit ich anfangen soll. Ich denke, die Einleitung wäre die schlechteste Lösung.

    Macht es sinn, einfach erstmal ein paar Bücher durchzulesen, um sich dem Thema zu nähern? Ich befürchte nur, ich werde irgendwann Panik bekommen, wenn ich nach 4 Wochen immer noch kein Wort geschrieben habe.

    Oder soll man schon mal ein paar Texte "mittendrin" schreiben, die man später sowieso wieder umschreibt?

    Und wie geht man mit Texten mit Zitierpotential um? Einfach mal 15 Seiten abtippen/kopieren, die man vielleicht mal verwenden kann? Bei 70+ geforderten Quellen kann man es sich eigentlich kaum erlauben ein Buch zu lesen und nicht daraus zu zitieren...


    Hallo!

    Viel wurde ja hier schon gesagt, daher gebe ich meine Erfahrungen wieder die ich selbst gemacht habe und die auch funktionierten.

    Vorbereitung:


    1. Entweder man bekommt ein Thema von seinem lehrstuhl (wo man die Diplomarbeit schreibt) oder man muß sich selbst ein Thema suchen. Dann ist zu beachten, dass man sich ein Unternehmen sucht welches Interesse an seinem selbstgesuchten Thema hat. Vorteil ist, man bekommt etwas geld, es ist praxisnah und man bekommt Daten die vom lehrstuhl nur selten in Frage gestellt werden. Außerdem sollte man Umfragen etc. vermeiden, da es immer sehr viel geld und zeit kostet Fragebögen zu erstellen, zu verschicken und Auszuwerten. Und das Problem mit der statistik ist ja allen bekannt.

    2. Man sollte sich am lehrstuhl genau informieren in welchen stil die Diplomarbeit geschreiben werden soll. also wie wird gegliedert, zitiert, nummeriert, was kommt in den anhang, gibt es vorwort und danksagungen, seitenränder. es gibt zwar schon regeln aber jeder prof und lehrstuhl ist anders und man sollte dann schon das auch so machen. wenn der prof sich die ganze zeit ärgert das man falsch gliedert (z.B. 1.0; 1.1; 1.1.1 statt A. ....) ist das nicht so gut. Am BESTEN sich direkt eine Formatvorlage vom lehrstuhl geben lassen.

    Ein durchformatiertes dokument ist absolut wichtig. das sollte man als erstes Machen und darin dann schreiben. Wenn man das am schluß macht, kann man ganz schöne Probleme bekommen, wenn das mit den Grafiken oder bildern nicht klappt. Diese werden dann ja auch dadurch viel leichter in das abbildungsverzeichnis eingefügt(erstellt).

    Das Inhaltsverzeichnis ist das WICHTIGSTE. man sollte sich BEVOR man zum Prüfungsamt rennt und den beginn der Diplomarbeit bekannt gibt, das Inhaltsverzeichnis fertig haben (zumindest zu 80%) und dieses auch von seinem Betreuer abgesegnet haben. daher ist es nicht ungwöhnlich das man sich schon mal 2 monate bevor man anfängt mit schreiben, bücher liest/sichtet um das inhaltsverzeichnis fertig zustellen.

    3. Man sollte sich 3 Leute zur unterstützung holen. Einen vom fach um inhaltliche fehler zu finden. Einen nicht aus deinem fachgebiet, da eine diplomarbeit auch von Laien gelesen werden sollte (hier geht es um allg. verständlichkeit, ist ja keine doktorarbeit). Außerdem jemanden der von rechtschreibung und Grammatik ahnung hat (sekretärin;Lehrer)

    4. Informieren, wo man Bücher her bekommt. Leipzig an der deutschen Bücherrei oder frankfurt sind nur zu empfehlen. Fernleihe ist auch gut kostet aber manchmal schon 4 wochen zeit bis das buch dann da ist. Dies ist wichtig, da man seine arbeit ja nicht auf eis legen kann, bis ein spezielles buch da ist.


    Schreiben:


    1. sich nicht verückt machen, wenn es am anfang nicht so flutscht
    2. Einleitung und schlußfolgerung als letztes schreiben
    3. sich nicht an einem unterpunkt festbeißen, da manchmal auch die gleiderung sich noch verändert
    4. Lieber mehr schreiben bei jedem unterpunkt, kekürzt wird später

    5. Ausschließlich PRIMÄR LITERATUR verwenden

    6. Wenn man sinngemäß zitiert etc., gleich auch das literaturverzeichnis immer mitpflegen. das selbe gilt auch für das abkürzungsverzeichnis und das akronymverzeichnis (eigentlich für alle verzeichnisse, smile)

    7. lass dich immer mal für ein bis zwei wochen krank schreiben. wenn es am ende knapp wird, kann das prüfungsamt wegen einer verlängerung nicht so probleme machen, schließlich kannst du ja krankenscheine vorlegen.
    Dies ist aber nur für den NOTFALL gedacht.

    [B]Abschluß:[/B]


    1. 2 wochen vor abgabe fertig sein mit schreiben, da man ca. eine woche brauch nochmal alles durchzugehen und kleine fehler zu beseitigen und eine woche brauch um seine arbeit auszudrucken und binden zu lassen.

    2. 100g papier verwenden

    3. nach abgabe sichbesaufen und dann eine woche schlafen


    ____________________________

    So, das solls gewesen sein. ich hoffe ich konnte dir einpaar tips geben die dir helfen.


    CU Asso
  • man fängt mit der gliederung/inhaltsverzeichnis an und arbeitet diese detailliert aus. anschliessend diese mit dem betreuer besprechen und absegnen lassen.
    danach punkt für punkt der gliederung ausarbeiten.
    von anfang an darauf achten dass die formatierung stimmt, es gibt genaue vorgaben wie diese auszusehen hat (schriftgröße, seiteneinrichtung etc.)