Talkin' Bout A Distribution

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  • Talkin' Bout A Distribution

    Bei dem Wahnsinn aus Distributionen, die Linux bietet, blickt man schon einmal nicht mehr durch.

    Welche Distributionen gibt es? Welche ist genau richtig für mich? Und was ist eine Distribution?

    Eine Distribution ist eine Verteilung von Linux, die auf dem Kernel von Linus Torvalds basiert, aber meist eine andere Oberfläche und Funktionalität hat. Linux ist auf verschiedene Anwender ausgelegt. Viele, vor allen Dingen kleine Distributionen, werden von kleinen Projekten oder auch Einzelpersonen gewartet und entwickelt, die sich meist über das Internet koordinieren und austauschen. Größere Distributionen haben in den meisten Fällen eine Stiftung gegründet, um die Arbeit besser und gezielter verwalten und geschlossener auftreten zu können. Diese Stiftungen werden teilweise von Firmen unterstützt oder sind direkt von ihnen gegründet worden, um die Gemeinschaft der Entwickler besser an der Entwicklung der firmeneigenen Distribution zu beteiligen.

    Zu den wichtigsten Distributionen zählt:
    • DSL (Damn Small Linux)
    • Knoppix
    • Ubuntu
    • Kubuntu
    • SuSE Linux
    • Debian Linux
    • Slackware
    • Red Hat


    DSL und Knoppix

    DSL und Knoppix sind Linux-Live-Distributionen, also richtige Datenretter, weil sie bootbar sind. Allerdings werden veränderte Einstellungen oder Daten nach dem Beenden von diesen Live-Versionen wieder verworfen und sie lassen sich i.d.R. nicht auf der Festplatte installieren.

    Knoppix zählt als das beste Live-Linux, da es trotz seiner CD-Größe wichtige Linux-Programme, unter anderem auch Spiele und den Windows-Emulator WINE mitliefert. Nicht zu vergessen sind auch viele Treiber, die den Arbeitsspaß mit Linux vervielfachen.

    DSL (Damn Small Linux, also verdammt kleines Linux) ist eine englischsprachige Linux-Distribution, die sich von einer Visitenkarten-CD (50 MB) starten lässt. Das Damn Small Linux Projekt wurde von John Andrews ins Leben gerufen und basiert auf Knoppix.

    Ubuntu und Kubuntu

    Ubuntu und Kubuntu sind "verwandte" Distributionen. (K)ubuntu lässt sich zunächst als Live-Linux starten. Dann kann man die Distributionen auf der Festplatte installieren. Ubuntu ist ein GNU/Linux-Betriebssystem, das auf Debian basiert. Aufgrund der einfachen Bedien- und Konfigurierbarkeit, der Unterstützung durch Entwickler und Gemeinschaft sowie seiner Gestaltung hat es sich innerhalb kurzer Zeit zu einer beliebten und bekannten Linux-Distribution entwickelt und wird gerne „Linux-Neulingen“ empfohlen. Aber auch viele fortgeschrittene Linux-Benutzer sind mit Ubuntu sehr zufrieden, da es auch sehr anpassungsfähig ist. So zählt Ubuntu innerhalb kürzester Zeit zu den erfolgreichsten Linux-Distributionen der Welt.

    Ubuntu Linux wird von Canonical Ltd. gesponsert. Am 1. Juli 2005 wurde die Ubuntu Foundation mit einem Startkapital von 10 Mio. US-Dollar ins Leben gerufen.

    Gleichzeitig mit der Freigabe von Ubuntu 5.04 („Feisty Fawn“) erschien auch die erste stabile Version von Kubuntu.

    Das Wort „Kubuntu“ bedeutet dasselbe wie „Ubuntu“, kommt aus der Bemba-Sprache und wird „Ku-bu-ntu“ gesprochen. Das „K“ deutet jedoch gleichzeitig die Desktopumgebung KDE an, die hier anstelle von Gnome verwendet wird.

    Beide Versionen unterscheiden sich zwar prinzipiell nur in der Desktopumgebung, allerdings gibt es für jede Alternative ein reiches Angebot an speziell für diese zugeschnittener Software, so dass sich auch in den mitgelieferten Anwendungsprogrammen Unterschiede ergeben. Zum Einsatz kommt stets die aktuelle Version von KDE zusammen mit einigen (noch) nicht aktuell in das KDE-Projekt aufgenommenen Applikationen.

    SuSE Linux / openSuse

    openSuse, (ehemals „SUSE Linux“ oder „SuSE Linux Professional“) ist eine Linux-Distribution der Firma Novell, bzw. deren Tochterunternehmen Suse Linux GmbH (Software- und System-Entwicklungsgesellschaft mbH, Nürnberg).

    Die größte Besonderheit der Distribution ist das hauseigene Installations- und Konfigurationswerkzeug YaST, das eine zentrale Schnittstelle für das gesamte System darstellt. Ebenso findet sich dort SaX2 („SUSE advanced X11 configuration“), das die Einrichtung der Grafikkarte, Maus und Tastatur vornimmt.

    Im Vergleich mit anderen Heimnutzer-Distributionen stellt auch die LSB-Zertifizierung der Distribution etwas Besonderes dar: So sind verschiedene Versionen der Distribution jeweils LSB-zertifiziert worden. Die aktuelle Version openSUSE 10.2 ist LSB-3.0-zertifiziert.

    Bei der Desktop-Umgebung spezialisiert sich SUSE auf keine bestimmte – Anwender müssen bei der Installation auswählen, ob sie GNOME oder KDE nutzen wollen. Auf den Installations-CDs, bzw. -DVDs werden aber auch Xfce und Fenstermanager wie FVWM mitgeliefert.

    Rückblickend hatte sich SUSE im Vergleich vor allen Dingen durch eine fortgeschrittene Unterstützung und Integration von ISDN-Karten, die gegenüber dem Standard-Kernel deutlich erweiterte Treiberauswahl, das sehr frühzeitige Integrieren des K Desktop Environments und einen großen Paketumfang wesentlich unterschieden.

    Mit der Schaffung des openSUSE-Projekts wurde die Entwicklung von Suse Linux öffentlich gemacht, wodurch jeder Nutzer auch die Alpha- und Beta-Versionen von Suse Linux testen und gefundene Fehler in einem öffentlichen Bugtracker melden kann. Weiterhin kann man sich im Rahmen dieses Projekts jetzt auch aktiv an der Entwicklung beteiligen, indem man Patches zu bestehenden oder ganz neue Pakete zur Distribution beisteuert. Auch am Schreiben der openSuse-Dokumentation kann man sich beteiligen.

    Die erste unter Mitwirkung dieses Projekts entstandene finale Version konnte entweder ohne jegliche proprietäre Software als vollständige Open-Source-Distribution heruntergeladen werden (SUSE Linux OSS 10.0), oder aber im Bündel mit proprietärer Software wie dem Adobe Reader, dem Macromedia Flash-Plugin und MP3-Spielern heruntergeladen oder gekauft werden (SUSE Linux 10.0 Eval).

    Seit dem 11. Mai 2006 werden aber nur noch Versionen veröffentlicht, die ausschließlich freie Software und Treiber enthalten. Proprietäre Software wird seitdem in einem separaten Verzeichnis geführt. Ferner wurde das OSS im Namen entfernt.

    Mit der Veröffentlichung der Version 10.2 am 7. Dezember 2006 wurde der Name der Distribution von Suse Linux in openSuse geändert, um den Einfluss des Projekts widerzuspiegeln und Verwechslungen mit den kommerziellen Ablegern zu vermeiden.

    Debian

    Debian ist eine GNU/Linux-Distribution, die ausschließlich aus freier Software besteht. Debian enthält das Betriebssystem, eine große Auswahl an Anwendungsprogrammen und Werkzeugen, zusammen mit einem passenden Kern. Es ist für elf unterschiedliche Prozessor-Architekturen erhältlich.

    Am Debian-Projekt – durch Ian Murdock am 16. August 1993 ins Leben gerufen – arbeiten heute über 1.000 Personen mit, die das System zusammenstellen. Es ist eine weit verbreitete, nicht-kommerzielle GNU/Linux-Distribution und steht allen Entwicklern und Nutzern zur Teilnahme offen.

    Debian wird 'deb ian' [dɛbˈiːjən] ausgesprochen, da sich der Name der Distribution von den Vornamen des Debian-Gründers Ian Murdock und seiner Frau Debra ableitet.

    Das System ist bekannt für sein Paket-Managementsystem APT. Mit diesem ist es vergleichsweise einfach, alte Versionen von Debian durch aktuelle zu ersetzen oder neue Softwarepakete zu installieren. Es ist ebenfalls dafür zuständig, alle von einem Programm benötigten Abhängigkeiten aufzulösen, also alle Programmpakete zu installieren, welche die gewünschte Software benötigt.

    Debian ist momentan in der Version 4.0 („Etch“) erhältlich.

    Slackware ist eine Linux-Distribution, die eher im professionellen Umfeld zu finden ist. Slackware ist eine Linux-Distribution, die von Patrick Volkerding begonnen wurde. Die erste Version wurde am 16. Juli 1993 veröffentlicht (Quelle: Newsgroup-Posting der Ankündigung). Derzeit ist die Version 11.0 aktuell (Oktober 2006). Slackware basiert auf SLS (Softlanding Linux System), der ersten umfassenden Linux-Distribution überhaupt. Allerdings war diese sehr fehlerhaft, und aus Volkerdings Korrekturen zu SLS ging Slackware hervor.

    Slackware

    Slackware wird heute gerne als Distribution für Fortgeschrittene bezeichnet – vermutlich, weil sie auf grafische Einrichtungswerkzeuge verzichtet und dem Nutzer viele Freiräume lässt. Grundsätzlich ist es nach wie vor möglich, alle Einstellungen durch Editieren der Konfigurationsdateien zu ändern. Es sind aber zahlreiche automatisch arbeitende Skripte vorhanden, die das Einrichten erleichtern. Das KISS-Prinzip spiegelt sich auch im Paketmanager wider: Es gibt keine Abhängigkeitsprüfung und die Pakete sind einfache binäre *.tgz-Dateien. Zum bequemen Verwalten und Aktualisieren dieser Pakete stehen verschiedene inoffizielle Programme, z.B. slapt-get und swaret, zur Verfügung, die den von Debian gewohnten Komfort bieten und teilweise auch Abhängigkeitsprüfungen unterstützen.

    Als großer Vorteil von Slackware wird oft angesehen, dass die Quellen der enthaltenen Programm-Pakete größtenteils nicht modifiziert werden und dadurch das Kompilieren neuer Pakete problemloser verläuft als bei Distributionen wie SUSE Linux oder RedHat.

    Es heißt, dass Slackware unter den GNU/Linux-Distributionen eine der UNIX-ähnlichsten sei. Auf Slackware haben ehemals mehrere andere bekannte Distributionen, wie SUSE Linux oder Red Hat Linux, basiert (die aber inzwischen von Grund auf neu erstellt wurden).

    Red Hat

    Die Firma Red Hat ist ein US-amerikanischer Softwarehersteller mit Sitz in Raleigh (North Carolina), der unter anderem die weit verbreitete Linux-Distribution Red Hat Enterprise Linux vertreibt und am Fedora-Core-Projekt beteiligt ist. Früher wurde auch Red Hat Linux von Red Hat vertrieben. Die Aktien der Red Hat Inc. werden an der US-Technologiebörse NASDAQ gehandelt (Kürzel: RHAT, ISIN US7565771026).

    Alle Produkte werden vollständig als freie Software im Rahmen diverser Community-Projekte entwickelt, die meist eng mit dem Fedora-Core-Projekt zusammenhängen. Zu den angebotenen Produkten gehören unter anderem Red Hat Enterprise Linux und der Red Hat Directory Server, ein LDAP-basierter Verzeichnisdienst.

    Ebenso wird eine Reihe von Netzwerk-Systemen angeboten. Neben dem Red Hat Directory Server umfasst dies auch das Red Hat Global File System.

    Zu den Red-Hat-Produkten zählen die Server-Familie mit dem Red Hat Enterprise Linux (kurz RHEL) mit den Versionen ES (Entry Server) und AS (Advanced Server). Die Desktop-Familie enthält den Red Hat Desktop und Red Hat Enterprise Linux WS (Workstation). Allen Produkten ist gemeinsam, dass sie für Geschäftskunden ausgelegt sind und nur mit Support-Verträgen zu erwerben sind. Eine Kernkomponente des Kunden-Unterstützung stellt dabei das Red Hat Network dar. Produkte für Endnutzer stellt Red Hat zur Zeit nicht zur Verfügung.

    Wer Fehler findet, oder andere Distributionen kennt, möge sie im Folgenden ergänzen. Die Beschreibungen wurden teilweise aus der freien Enzyklopädie Wikipedia entnommen.

  • Bei dem Wahnsinn aus Distributionen, die Linux bietet, blickt man schon einmal nicht mehr durch.


    Hm... ich denke wenn man die Distributionen ein bischen strukturiert wird es einfacher zu verstehen:

    Also :

    Debian GNU/Linux
    ist bestimmt das stabilste Linux-system, denn sobald die neue Pakete erscheinen, werden die zuerst in die "unstable" Pakete untergeordnet, wo die eine bestimmte Zeit getestet werden, danach gehen die in "testing", dort werden die monate- oder sogar jahrelang, getestet und nur dann werden die als "stable" bezeichnet und für Debian GNU/Linux freigegeben. Deshalb ist Debian sehr stabil, aber halt nicht zeitgemäß. Wer die neusten featchers testen möchte, der installiert sich UBUNTU bzw. KUBUNTU, weil Ubuntu ist nichts anderes als Debian, allerdings es enthält sowohl "stable als auch "testing" pakete, also quasi Versuchskaninchen für Debian :D

    RedHat-Linux existiert als kostenlose Variante nicht mehr, stattdessen erschien Fedora Core, was auch die neuste featchers nutzt, wird aber auch als Versuchskaninchen für RedHat-Server genutzt.

    Deswegen ist Fedora so gut wie nie 100% stabil, genauso wie Ubuntu.

    Die einzige kostenlose und stabile Version von RHL (RedHAtLinux) ist CentOS Linux, die Distribution, soll eine "Lebenszeit" von 7 Jahre haben, enthält aber nicht immer die neuste Pakete, wie Fedora.

    SUSE die kostenlose Variante von Suse-Linux gibt es erst nach paar Monate nach dem Release, stattdessen gibt es Open-suse, was wiederum als Testfeld benutzt wird.

    Aber, meiner Meinung nach, war Suse auch nie besonders stabil, das System legt wert eher auf die Neuerungen und schönes Aussehen, als auf die Stabilität.

    Knoppix, Kanotix und DSL, sind eher portable Versionen von Linux.

    So hoffentlich durch diese Strukturierung wird es dem Einen oder Anderen klarer.. :D

    mfg Allonewalk