Ausziehen von Zuhause - Stress mit Eltern!

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  • Ausziehen von Zuhause - Stress mit Eltern!

    Hallo!

    Ich habe folgendes Problem: Ich bin 20 Jahre alt, wohne noch bei meinen Eltern und gehe noch zur Schule. Bin jetzt in der 12. Klasse auf dem Gymnasium. Ich komme einfach nicht mehr mit meinen Eltern klar, so sehr ich es auch versuche. Das geht jetzt bestimmt schon ein Jahr so, und das ist einfach kein Zustand mehr.
    Wegen jeder Kleinigkeit gibt es Stress, es wird fast nichts akzeptiert was ich tue oder nicht tue. Dazu muss ich sagen, ich habe vier Geschwister, die alle kleiner sind als ich. Es ist normal, dass man in einer Großfamilie auch für seine Familie da sein muss und dass man zusammen halten muss und sowas. Aber ich denke trotzdem, dass man mit 20 Jahren auch mal seinen Freiraum haben sollte.
    Ich habe jetzt seit kurzem einen Freund, der leider nur jedes Wochenende hier sein kann. Wenn ich dann ein WE mit ihm zusammen verbringe, hocken wir natürlich immer zusammen und da bleibt kaum Zeit für meine Familie. Aber sollte das meine Familie nicht verstehen können? Dann kommen ständig Vorwürfe von meinen Eltern wie: "Leb du dein Leben und wir leben unser Leben. Du interessiert dich überhaupt nicht für uns, es ist dir alles egal."
    Das stimmt nun gar nicht, nur hab ich das Gefühl, dass meine Eltern mich nicht loslassen wollen. Wie war es denn bei euch mit 20 Jahren? Seid ihr jeden Tag bei euren Eltern gewesen, habt euch mit denen die ganze Zeit unterhalten und habt euren Freund/Freundin auch ständig dabeigehabt?
    Ich verstehe das irgendwie nicht, und jede Unterhaltung ist da zwecklos. Sie sind nach wie vor der Meinung, ich würde mich nicht richtig in die Familie integríeren und sowas. Meine Schwester, sie ist 19, scheint irgendwie alles richtig zu machen. Ich fühle mich sehr oft in den Hintergrund gedrängt, quasi als schwarzes Schaaf der Familie.

    Und nun zu meiner Frage: Mit welcher Unterstützung kann ich vom Staat rechnen, wenn ich von zuhause ausziehen will? Ist das überhaupt möglich? Oder bin ich für ewig verdammt, hier zu bleiben und dadurch zu leiden? Ich glaube auch einfach, dass das Verhältnis von mir und meiner Mutter durch eine Trennung erheblich besser werden würde, da ich dann oft anrufen und vorbeikommen würde und die ewigen Streitpunkte aus der Welt geschafft wären. Unterstüzung von meinen Eltern könnte ich aber in keinem Fall bekommen.
    Habe ich Anspruch auf sowas wie Sozialhilfe, Bafög oder sogar Arbeitslosengeld? Wäre nett, wenn mir jemand helfen könnte. Achja, und ich habe einen 400 € Job. Würde das Geld da angerechnet werden?

    Vielen Dank schonmal!
    Alix
  • Es kommt darauf an ob du bei deinem Freund als untermieter einziehst, oder nicht. Der Staat zahlt nicht so einfach dein Lebensunterhalt, de sieht zu das es auf alle beteidigten abwälzt. Das heißt , kein Untermieter , also Ehe ähnliches Verhältnis , dann muß er dich mit unterstützen. Untermieter, verdienen deine Eltern genug, dann müssen sie dich unterstützen. Erst wenn du Untermieter und deine Eltern nicht genug verdienen dann kommt der Staat für dich auf weil du auch noch Schüler/in bist. Viel lauferei und Papierkram. Es ist immer noch günstiger bei deinen Eltern zu wohnen, du bist alt genug dein Wochenende selbst zu gestallten, wenn deine Schulischen Leistungen nicht darunter leiden , können deine Eltern nichts dagegen haben. Bei mir war es etwas anders , ich verdiente in der Zeit mein eigenes Geld , aber auswärts, wohnte am wochenende bei meinen Eltern. Ich war auch dann kaum zu Hause, immer mit meinen Freunden unterwegs, sie haben sich nie beschwert.
  • Ich möchte auf jeden Fall eine eigene Wohnung. Es reicht ja schon ne ein-Zimmer-Wohnung oder sowas. Aber hauptsache auf eigenen Beinen stehen und den ganzen Stress erparen. Klar ist es zuhause günstiger und leichter, aber das ist ein Zustand, den ich nicht mehr aushalten kann. Es gibt keinen Tag, an dem es keinen Streit gibt. Das kann man auf die Dauer nicht ertragen.
    Ich bin zwar nicht wirklich eingeschränkt, was meine Freizeit angeht, aber andauernd kriege ich irgendwelche Vorwürfe zu hören, wenn sie in Anspruch nehme. Ich glaube mit 20 Jahren führt man auch langsam sein eigenes Leben, auch wenn die Eltern das nicht einsehen wollen.
  • war auch grad loss ,
    bis 21jahren is nix mit zuschuss ,da sind deine eltern noch verpflichtet dich zu versorgen. es sei denn du hast ne lehre weiter als 100 km vom elternhaus entfernt war grad vorn paar tagen beim arbeitsamt.
    ^- best posting ever™
  • Werd mich morgen wohl mal erkundigen gehen, ist ja kein Zustand mehr zuhause. Kenne auch jemanden, der von zuhause ausgezogen ist, hatte fast die gleiche Situation wie ich und hat auch Unterstüzung bekommen. Ich werd auf jeden Fall mal fragen gehen. Irgendeine Lösung muss es doch geben... :(
  • Wenn du Hartz IV-Empfängern gleichgestellt wirst, dann bekommst du bis zum Alter von 25 Jahren keinen Mietzuschuss (Wohngeld). Hab nen Bekannten, der fast 25 ist und die Tage schon zählt, bis er bei der Mutter ausziehen kann. Verdienen deine Eltern allerdings genug, bestünde die Möglichkeit, dass sie dir Unterhalt zahlen müssten. Am besten, du wendest dich in dieser Hinsicht an eine Rechtsberatungsstelle oder einen Anwalt für Familien- und Unterhaltsrecht.

    Eventuell gibt es noch eine Möglichkeit über psychische Belastung und Zerrüttung in der Familie auch schon vorher einen staatlichen Zuschuss zu erhalten. Einfach ist das aber nicht. Denn der Staat will halt sparen, wo er kann und da nimmt er auf deine persönliche Situation keine Rücksicht. Was anderes ist, wenn du studierst und dein Studienort zu weit entfernt von der elterlichen Wohnung liegt
  • Das wichtigste wurde schon genannt - deine Eltern haben für dich aufzukommen bis du das 25 Lebensjahr vollendet hast. Bis dahin würdest du nur durch ne Härtefallregelung Beihilfen bekommen - da reinzurutschen ist aber sehr schwer.
    [font="Fixedsys"][/font]

    [COLOR="Purple"]Du fehlst uns Laforge[/color] - [COLOR="Silver"]21.08.2004[/color]
    [COLOR="Purple"]Keine Straße ist lang mit einem Freund an deiner Seite[/color]