Organspende

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  • Organspende

    Hast du einen Organspendeausweis? 281
    1.  
      Ja, ich gebe alle Organe frei (80) 28%
    2.  
      Ja, ich gebe einige Organe frei (16) 6%
    3.  
      Ja, ich gebe keine Organe frei (2) 1%
    4.  
      Nein, ich habe mich noch nicht damit beschäftigt (94) 33%
    5.  
      Nein, ich bin noch nicht zum ausfüllen gekommen (23) 8%
    6.  
      Nein, ich lehne die Organspende ab (30) 11%
    7.  
      Nein (andere Gründe) (36) 13%
    Wir haben lange Wartelisten für Organe. Viele Menschen sterben auf diese Listen. Der Ethikrat hat kürzlich daher eine Widerspruchsregelung vorgeschlagen. Nach dieser Regelung wäre jeder mit einer Organspende einverstanden, der diese nicht ausdrücklich ablehnt, damit wäre die bisherige Praxis umgedreht.

    Mich würde jetzt zum einen interessieren, was ihr von einer solchen Umkehrung halten würdet und zum anderen, ob ihr selber einen Organspenderausweis besitzt und warum (nicht).

    Ich selber besitze seit kurzem einen Organspenderausweis, aber auch eher zufällig. Die Frage, ob ich spenden würde hab ich eigentlich schon vor Jahren für mich beantwortet. Irgendwie kam ich nur nie dazu, mir einen Ausweis zu besorgen. Jetzt hatte eine Freundin zufällig noch einen rum liegen, den ich dann in 5 Minuten ausgefüllt habe.

    Meine Erfahrungen sprechen somit durchaus für eine Widerspruchsregelung. Ich denke, ich bin nicht der einzige, der einfach nicht dazu gekommen ist, einen Ausweis auszufüllen.

    Noch ein Hinweis: Auch wenn diese Thema sehr zu Antworten im Halbzeilenformat einzuladen scheint, tut es bitte nicht. Wer außer "Ja" oder "Nein" nicht viel zu sagen hat, der möge sich an der Umfrage beteiligen, von einem Beitrag aber absehen.
  • Ich habe keinen, hatte aber vor ein paar Jahren mal einen. Leider hab ich noch keinen Organspenderausweis im Plastikkartenformat gesehen. Die Papierdinger zerfleddern bei mir leider immer so schnell.
    Ansich würde ich aber alle meine Organe freigeben nach meinem Tod.

    Kenne jedoch auch genug Leute die es von ihren Glauben her ausschliesen ihre Organe zu spenden. Bin der Meihnung das sich die Kirche hierzu mal äussern soll.

    Es wird leider zu wenig Werbung um das Thema gemacht.
    Ich glaube ich werde gleich mal per Google nach dem Thema suchen. Vielleicht gibt es ja einen passenden für mich.
  • Hi,

    ich bin gegen die Organspende!
    Soll ich am Jüngsten Tag erst meine Organe zusammensuchen um dann vollständig vor Gottes Thron zu erscheinen?
    Nein, jetzt mal ernstlich, wer sichert mir zu, dass ich nicht (mit Organspendeausweis) auf einer Abschussliste stehe um über kurz oder lang ausgeschlachtet zu werden. Denn Geld regiert die Welt. Und Leute die 10 Millionen im Jahr bekommen (nicht verdienen - Ackermann und Co.) die haben bestimmt keine Bedenken für ihre werte Befindlichkeit ein Teil dieses Geldes auszugeben. Und Skrupel haben diese Leute sowieso nicht.
    Also keine Organspende!

    Regards
    Pemo
    Ein Blitzableiter auf dem Kirchturm ist das denkbar stärkste
    Misstrauensvotum gegen den lieben Gott. (Karl Kraus)
  • Woher sollen die Leute wissen ob du einen Spenderausweis hast?
    Zumal es den Organräubern sowieso egal sein wird, ob du einen Ausweiss hast oder nicht. Ärzte werden dich wohl auch kaum sterbnen lassen nur um an deine Organe zu kommen.
    Aber man soll es ja auch keinen
  • In Österreich ist es derweil genau umgekehrt als in Deutschland, d.h. in Österreich ist praktisch jeder Staatsbürger ein Organspender, man kann jedoch auch ein Formular unterschreiben, wenn man dies nicht möchte.

    Ich jedoch finde es sehr ehrenhaft, wenn sich Menschen freiwillig dazu entschließen, Organe spenden zu wollen, solche Spenden retten Leben und als Toter fängt man ja mit seiner Leber oder was auch immer herzlichst wenig an.

    Ich kann es auch nicht nachvollziehen, wenn Einige meinen, sie möchten ihre Organe nicht spenden, ich sehe einfach keinen sinnvollen Grund darin. Soetwas ist in meinen Augen schlichtweg verantwortungslos, mithilfe einer Organspende kann man sogar noch nach dem Leben etwas Gutes tun.
  • Carlos-X schrieb:

    Der Ethikrat hat kürzlich daher eine
    Widerspruchsregelung vorgeschlagen. Nach dieser Regelung wäre jeder mit einer
    Organspende einverstanden, der diese nicht ausdrücklich ablehnt, damit wäre die
    bisherige Praxis umgedreht.

    Wie es mein Vorposter schon gesagt hat. In Österreich ist es so, was ich
    durchaus sinnvoll finde. Ich bin mir sicher, dass ein Großteil der Leute in DL
    keinen Spenderausweis haben, weils ihnen einfach wurscht ist und sie zu faul sind
    das Formular auszufüllen.
    Umgekehrt, wer wirklich religiöse oder ethische Vorbehalte hegt kann noch immer
    dagegen verfügen.
    Verstehen kann ich es trotzdem nicht, schließlich braucht man die Organe nach
    dem Tod nicht mehr, und Gott kann es auch wurscht sein.
    Arbeit hat noch niemanden umgebracht, aber wieso das Risiko eingehen
    Ronald Reagan
  • Hätte ich geahnt wie viele Österreicher es hier gibt, dann hätte ich eine weitere Option eingefügt.

    Zu den religiösen Beweggründen kann man eigentlich nichts sagen. Es ist nun mal Religion und damit per Definition nicht mit weltlicher Logik zu erklären. Ich denke, das sollte man einfach akzeptieren.

    Die Bedenken, dass die Behandlung frühzeitig eingestellt wird kann ich dagegen nicht teilen. Glaubst du, dass 2 Ärzte die Behandlung einstellen, einen nicht eingetretenen Hirntot attestieren, aber davor zurückschrecken, dir einen Spenderausweis unterzujubeln?

    Noch mal eine Idee, wie man die Leute zum ausfüllen eines Ausweises bringen kann. Warum nicht von erfolgreichen Unternehmen lernen? Warum nicht ein paar Millionen in die Hand nehmen, ein paar Kooperationen abschließen und dann auf den Ausweis 50 cent Rabatt im Kino, Gratis Ketchup bei McDonals und 3% bei Karstadt. Die ganze Welt läuft mit Payback Karten rum, aber alle sind zu Faul einen Organspendeausweis auszufüllen. Moralisch nicht ok? Man muss den Ausweis ja nicht positiv ausfüllen!
  • Die Idee finde ich nicht schlecht, mit den Vergünstigung. McDonalds wird da wohl kaum mitmachen. Aber gibt ja genug andere Unternehmen die zu dem Konzept auch passen würden.
    Aber wie ich schon sagte wenn sie mehr Werbung machen würden, würden vielleicht auch mehr Leute drüber nachdenken.
    Mein Status ist ürigens jetzt wieder mit Ja anzusehen. Ich habe mir gestern noch bei BZgA - Organspende schenkt Leben - Organspende? Eine ganz persönliche Frage einen Ausweis runtergeladen und ausgefüllt. Ich werde ihn einfach einlaminieren und gut ist.
  • Benötigen Minderjährige die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten?

    Nein. Bei entsprechender Einsichtsfähigkeit können auch Minderjährige ihre Bereitschaft zur Organspende erklären. Jugendliche ab 14 Jahren können eine ablehnende Haltung und Jugendliche ab 16 Jahren eine zustimmende Haltung zur Organspende auch ohne Zustimmung eines Erziehungsberechtigten dokumentieren.
    Quelle:Organspende

    Mit Unterschrift der Eltern scheint es wohl auch noch früher möglich zu sein, einen Ausweis auszufüllen.
  • Organspende ist eigentlich eine ganz intressante sache aber ich glaube ich lebe dafür zu ungesund.

    Ich bin mehr für die Idee das man organe einzeln genetisch züchtet.
    Das wäre mal was geniales
  • also ich bersönlich hab nichts dageben organsspender zu werden(bin derweil noch keiner da ich noch nicht volljährig bin), schließlich braucht man die ja eh nicht mehr wenn man tot ist... und gott gibts es meiner meinung auch nicht also wär das thema für mich erledigt. Und außerdem sterben immer Leute die diese Organe brauchen, allerdings nicht kriegen weil es viele Menschen nicht kümmert, und besorgen scih deshalb auch keinen Ausweis, und oftmals ist es auch so dsa man sich über so was keine Gedanken macht. Deshalb meine ich auch das man das umdrehen sollte, und jeder Orangspender wird, es sei den man will nicht.
  • Ich habe mich mit dem Thema bislang noch nicht all zu sehr mit auseinander gesetzt. und habe deswegen auch keinen Spenderausweis.

    So richtig kann ich mich dafür auch nicht erwärmen. Das ist einfach ne Gefühlssache von mir und aht nicht groß was mit der Religion zu tun. Mich schauderts einfach ein bischen, wenn ich daran denke, daß ich Tod bin und Teile meines Körper irgendwo anders weiter 'leben'. Deswegen bin habe ich auch keinen Organspendeausweis.

    Interessant finde ich es, daß in Österreich die Organe bei nicht vorliegendem Verbot grundsätzlich entnommen werden können. Finde ich persönlich rechtlich etwas kritisch, wegen der Selbstbestimmung über den eigenen Körper.
  • Also ich finde dies eine gute möglichkeit was gutes zu tuen denn wer braucht schon in seinem Grab oder seiner Urne noch ein Herz

    Habe aber auch etwas davon gehört bzw im frensehen gesehen das dieses Gesetz sich ändern soll und man dann einen "Nichtorganspendeausweis" braucht.

    Weis aber leider nich mehr wo

    greez
    Nickel
    Wer ReCtScHrEiBfEhLeR findet darf sie behalten
  • zigi schrieb:


    Interessant finde ich es, daß in Österreich die Organe bei nicht vorliegendem Verbot grundsätzlich entnommen werden können. Finde ich persönlich rechtlich etwas kritisch, wegen der Selbstbestimmung über den eigenen Körper.


    Kritisch ist eine solche Regelung auf jeden Fall. Die Bundesärztekammer hat sich z.B. auch dagegen ausgesprochen. Mir wäre es auch am liebsten, wir bräuchten eine solche Regelung nicht, weil wir schon so genug Organspender hätten. Es sieht aber so aus, dass jedes Jahr 1000 Menschen sterben, während sie auf eine Organspende warten, obwohl theoretisch genug Deutsche zu einer Organspende bereit wären. Wie immer in solchen Fragen der Abwägung zwischen Menschenleben und Menschenrechten haben beide Seiten recht und doch nicht.
  • Carlos,
    du hast natürlich recht, um Bezug auf Menschleben retten. Meine Beweggründe sind einfach folgende.
    Meines Wissens können Organe nur bei Hirntoten Menschen entnommen werden. Bitte korrigier mich, wenn ich da falsch liege.
    Das typische Beispiel hierfür sind Motorradfahrer, die einen Unfall hatten. Also plötzlich und unerwartet für die Angehörigen sterben.

    Ich stell mir das einfach in meinem Falls so vor, daß das natürlich für die Familie schon mal Schock genug ist. Wenn jetzt noch eine solche Österreichische Regelung bei uns in Deutschland greifen würde, so nach dem Motto 'Tut mir leid ihnen mitteilen zu müssen, da ihr sosonso hirntod ist. Ach ja, übrigens haben wir vor dem Abschalten der Geräte immerhin noch die Leber, Milz und Herz noch gebrauchen können, falls Ihnen das ein trost ist.'

    Edit:
    Es ist einfach für mich, als ob man als Ersatzteillager angesehen wird.
  • Nein ich finde eine Umstellung des Systems wäre genau richtig, dann hätte man glaub 4fach höhere Spenderorgane als vorher. das heißt man könnte viermal so viele menschen retten.

    Gut wenn bloß Gehirntot und werden schon die Organe entnommen, dann finde ich ist das zu früh.

    MFG:)
  • Also ich habe mich damit noch nicht beschäftigt wenn man aber in eingem gefährlichen Job arbeitet viel Auto/Motorrad fährt oder Extremsport macht finde ich sollte sich doch bereiterklären wenn er es moralisch vereinbaren kann.
  • @Zigi: Theoretisch könnten Organe auch bei noch lebenden Menschen entnommen werden, aber das ist natürlich rechtlich verboten(moralisch sowieso).

    Für die Familie des Motorradfahrers ist es natürlich schlimm und die Sache mit der Organspende macht es nicht besser. Umgekehrt ermöglicht es vielleicht einem oder mehreren Menschen im gleichen Alter weiterzuleben. Man kann in solchen Fragen aber nicht "Noch ein bisschen mehr Leid" auf der einen Seite gegen "viel erspartes Leid" auf der anderen Seite aufrechnen.

    Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob eine Widerspruchsregelung der richtige weg ist. Ich tendiere dazu, dass wir keine andere Lösung haben um genug Organspender zu bekommen. Ich kann aber auch jeden verstehen, der dies anders sieht.

    @Myner: Ich versteh nicht ganz worauf du hinaus willst. Worauf willst du warten? Auf die Beerdigung? Mit dem Gehirntod ist ein Leben beendet, ohne Chance auf eine Rückkehr(außer natürlich im religiösen Sinn). Und wenn man die moralisch/ethische Seite mal außen vor lässt: Die Organe werden auch nicht besser!

    @Dlognord: Da halt ich jetzt ja mal gar nichts von. Dafür müsste man sich selber eingestehen, dass der eigene Job bzw. das eigene Hobby gefährlich sind. Wer macht denn so was? Und wie erzähl' ich's meiner Frau? "Du Elfriede. Du meckerst doch immer weil ich so viel Motorrad fahre und das so gefährlich sei. Ich sollte doch auch an dich und die Kinder denken. Ich muss schon zugeben, ich fahr auch immer wie 'ne gesenkte Sau. Aus diesem Grund hab ich mich entschlossen...mir einen Organspendeausweis zuzulegen!"