Haben wir wirklich die Wahl?

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  • Haben wir wirklich die Wahl?

    Wie ihr wisst, ist das demokratische Prinzip durchaus zu hinterfragen, nicht alles ist so, wie es scheint. Ich möchte euch fragen, die Politik betrachtet über einen längeren Zeitraum, habt ihr das Gefühl wirklich die große Politik (zumeist die Aussenpolitik) zu beeinflußen? Oder empfindet ihr ein Ohnmachtsgefühl, angesichts der Spielchen, die die Großen mit uns treiben? Egal welche Volkspartei man wählt, sie unterscheiden sich nur in Details, wirklich etwas ändern, werden sie nicht. Ist unsere Zukunft vorherbestimmt? Wie können wir uns doch partizipieren, unsere Meinung zu Gehör bringen? Oder sollen wir die stille Gewalt über uns ergehen lassen?
  • bei jedem wird sich irgendwann ein Ohnmachtsgefühl einstellen wenn aus seiner sicht immer das falsche getan wird. aber wie gesagt welche möglichkeiten hat ein einzelner überhaupt? er kann wählen gehen und wenn er viel interesse hat kann er sich in einer partei engagieren die seine meinung am besten vertritt. mit Menschen gleicher Interessen zu kooperieren hilft aber vielleicht auch dabei das sich oben genanntes Ohnmachtsgefühl nicht einstellt.
  • ich bin 18, und hab durchaus das gefühl einiges beeinflussen zu können, dazu haben wir ja parteien um uns am politischen leben zu beteiligen, und auch die großen volksparteien sind nicht die schlechtesten,wobei ich zudem noch die behauptung, die machen mit uns was sie wollen auch nicht gut finde, eine partei die 35% der stimmen kriegt, ja auch nicht ohne grund regiert!
  • D4 R41K schrieb:

    ...wobei ich zudem noch die behauptung, die machen mit uns was sie wollen auch nicht gut finde, eine partei die 35% der stimmen kriegt, ja auch nicht ohne grund regiert!



    Da geb ich dir recht. Ein großteil macht sich keine gedanken wen sie wählen, sie schauen einfach nur wer mehr in den Nachrichten ist :laber: . Wenn jeder der wählen darf von jeder partei, die das zeug dazu hat über 5% zu kriegen, ein wahlprogramm bekommen würde und sich das durchlesen würde, dann würden die wahlen manchmal anderst ausgehen.
    Ich kann nur sagen. es liegt an euch etwas daran zu ändern das sie "mit uns alles machen können"
    [SIZE="4"][FONT="Comic Sans MS"]>>UND BIST DU NICHT WILLIG, DANN BRAUCH ICH GEWALT!!<<[/FONT][/SIZE]
  • Das bringt die parlamentarische Demokratie nun mal mit sich...nämlich dass ein einzelner Wähler nur den Repräsentanten in das Parlament wählt. Diese Repräsentanten sind in Fraktionen organisiert, damit sich überhaupt erst sinnvolle Mehrheiten bei Abstimmungen ergeben können (hierzu könnte man noch jede Menge Ausführungen zu Fraktionszwang machen). Naturgemäß muss bereits auf dieser Ebene (Fraktion) damit umgegangen werden, dass Komprisse eingegangen werden müssen...wenn dann noch die Stimmen einer weiteren Fraktion notwendig sind, um ein gewünschtes Ergennis zu erzeilen, wird durch weitere Kompromisse eine gute Idee weiter verwässert. Da braucht man sich nicht zu wundern, dass durch die vielen Kompromisse am Ende "Entscheidungen" oder Ergebnisse herauskommen, die weder an der Grundausrichtung der einen noch an der der anderen Fraktion gemessen werden kann.

    Es verhindert aber m.E. auch bisher zuverlässig, dass extreme Ideen/ Vorschläge so kaum mehrheitsfähig werden können...in vielen Digen würde man sich das zwar wünschen, aber in der Regel ist dies nur positiv zu bewerten.

    Und nochwas: Es gibt kein perfektes Regierungssystem :)

    Gruß
    sensor-scoote
  • man könnte heir genauso diskutieren, ob unser Land eine richtige Demokratie ist, oder so, wie sie sein sollte...
    Schließlich hat man nur alle 4 Jahre überhaupt ein bischen Einfluss auf die Regierung, wobei es zwischen den Parteien, die standartmäßig gewählt werden keine großen Unterschiede mehr gibt.
    Die Wahlprogramme passen sich langsam einander an und die kleinen Unterschiede, die von den jeweiligen Parteien versprochen werden, kommen meist nicht zustande, weil sie sich nicht einigen können.

    Wirklich wichtige Dinge, kann man in Deutschland allerdings, egal wen man wählt und was alle versprechen, nicht beeinflussen.
    Da könnte man genug andere Länder als Vorbild nehmen, die z.b. eine Volksabstimmung machen oder ähnliches...
  • ja das stimmt schon.. volksabstimmungen sind eine feine sache ,allerdings müssen auch genug mitmachen.
    die politik is ja auch so das sich die versch. parteien gegenseitig meistens kritisieren ohne am ende aber selbst einen vorschlag zur besserung/lösung des problems vorlegen zu können.
    zur wahl sage ich mal.. es sollte jeder der wählt mal ein bisschen politik verfolgen (wenigstens was ihn selbst betrifft) und sich dann eine meinung bilden (bitte keine STAMMTISCH/BILD meinung!!!)
    das ohnmachtsgefühl.. ja.. wenn man z.b. die gipfeltreffen sieht (G8), und dort viel geld für nix ausgegeben wird, fragt sich natürlich der eine oder andere bürger schon "WAS SOLL DAS" .
    sowas ist aber denke ich mal den politikern egal.
    sie haben ja ihre diäten etc. scheiss drauf! (zumindest bei einigen der politiker kommt dieser verdacht auf)
  • also ich glaube, dass wir durch unsere Stimme etwas erreichen können, aber nur begrenzt. Ich bn jetzt 16 und kann erst in 2 Jahren wählen gehen und weiß nicht wirklich, wen ich wählen soll. Denn die großen Volksparteien nähern sich durch die große Koalition nun sehr stark aneinander an, womit die Differenzen etwas kleiner werden. Allerdings glaube ich kaum, dass es noch einen großen Unterschied macht, ob man CDU oder SPD wählt. Die kleineren Parteien (Grüne FDP Linke) sind nur stärker rechts (FDP) oder Links (Linke) gerichtet. Von den Grünen bin ich etwas enttäuscht, da sie sich in den Klimastreit ihre eigentliches Gebiet sehr rausgehalten haben und sich dort gar nicht beteiligt haben. Vielleicht wähle ich so eine Partei wie die Deutsche Piratenpartei, die für mehr Datenschutz ist.
  • Wenn ich ehrlich bin, misstraue ich den Politikern. Das ist nicht böse gemeint aber ich habe nun mal ein gewisses Maß an Misstrauen.
    Sie verdienen ein wirklich gutes Gehalt, und das egal ob sie ihren Job gut machen oder nicht, bezahlt werden sie so oder so. Klar hat man als Bürger das Recht zu wählen, welches aber nur sinnvoll ist wenn man sich über die Partei eingehend informiert. Sprich also: die Ziele, die Mitglieder, ect.
    Und dies macht nicht jeder, leider. Dem einen zu kompliziert oder es ist einfach nur desinterese, egal das geht jetz zuweit vom eigentlichen Thema weg. Dementsprechend sehe ich es zwar als Demokratie an, aber die Wähler müssten sich mehr mit dem Thema befassen; sonst hat es zur Folge, dass nicht die beste oder besser gesagt die geeigneteste Partei an die Macht kommt.
    (Wenn irgendwo Fehler seien sollten, bitte ich um Kritik^^)

    in diesem Sinne
    bis denne
    Anubis
  • janer schrieb:

    ja das stimmt schon.. volksabstimmungen sind eine feine sache ,allerdings müssen auch genug mitmachen.


    aber da haben ja dann zumindest, wie bei den Wahlen die leute, die wirklich wollen, eine bestimmte Entscheidungsmacht, vor allem bei wichtigen Dingen, wie z.b. vor mehreren Jahren die Einführung des Euros, würden sich sicher viele Leute beteiligen.

    und das Problem ist auch, wie schon geschrieben, das die Politiker zu viel Geld bekommen. Sie sind keine Menschen des normalen Volkes mehr, denn egal was sie tun, sie haben für gewöhnlich für ihr leben ausgesorgt, ob sie nur mist bauen oder nicht ist dabei egal.
    Sie sollten wenigstens einen normalen Lohn bekommen, von mir aus auch ein bischen höher, da sie uns ja repräsentieren sollen, aber eben nicht zu übertrieben wie jetzt, vor allem wenn man immer wieder mitbekommt, mit wie wenig Geld andere hier leben sollen.
    Das was man hier teilweise zum Leben verdient, was teilweise noch nichtmal dazu reicht, brauchen die allein als Tankfüllung fürn Monat.
    (Wobei ja der normalbürger jetzt noch aufs Auto verzichten soll, wegen CO2 und so)

    also, ich finde da könnte man sehr viel einsparen und der Bevölkerung mal wenigstens etwas anpassen
  • @ Scholli
    Da muss ich dir zupflichten. Deutschland könnte sich sehr viel Geld einsparen und es in sinnvolle Sachen investieren z.b. in die Bildung, also sprich Schulen, Lehrer und Lehrmaterial.

    aber wie soll man es anstellen? ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Politiker seine Stimme erhebt und weniger Lohn für sich und seine Kollegen fordert, denn die denken nicht zuerst an das Wohl von DE sonderen an ihr eigenes.

    Anubis
  • @anubis
    Leider wahr, egal wie viel man verdient, niemand gibt sich freiwillig weniger...

    und da unsere politiker somit immer weiter machen mit ihren tollen plänen, höhere diäten, höhere steuern, ...
    und immer weniger fürs volk machen, seh ich eigentlich geringe aussichten, das aus dem land hier mal was brauchbares wird, ums mal so zu formulieren.

    gäbe nur die variante, die regierung durch eine altmodische revolution zu stürzen und somit unsere verfassung aufzulösen, aber sowas macht heutzutage ja keiner mehr *g*

    das selbe ergebnis gäbe es zwar auch bei einer wahlbeteiligung von 0,0 % aber das ist ja fast noch unwahrscheinlicher
  • @scholli
    auja viva la revolutio :lol:

    ne spaß beiseite, so ein kleiner Aufstand ist nicht verkehrt. Aber der Deutsche geht sowieso nicht mehr richtig auf die Straße, sondern sitz lieber brav daheim und macht was ihm gesagt wird (gibt aber zum Glück auch ausnahmen wenn auch wenige). Zudem, es gibt ja auch solche die denken sich daheim "mensch man da sollte mal irgendwan was änderen" (und das ist ja logisch nicht der richtige Weg). Eins ist klar man kann etwas erreichen, gutes Beispiel war der Aufstand neulich in Frankreich, gut die Beweggründe sind nicht die selben, aber siehe da, das Land (besser gesagt dir Politiker) haben es gesehen und gespürt. Was ich auch schlimm finde ist, dass die Politiker einfach von niemanden kontrolliert werden, klar die regierende Partei wird durch die Oppositon überwacht, aber das sind ja auch nur Politiker. Der Wähler kann einfach ne andere Partei wählen, aber was bringt das? Nixhts, rein gar nixhts. Und das ist wirklich sehr sehr traurig. Somit ist die Kontrolle des Volkes, oder sagen wirs besser, die Entscheidungsmacht des Volkes nicht sehr groß.
    Aber bei einer Revolte bin ich gerne dabei^^.
  • @anubis

    also dann, wann solls losgehn mit dem stürmen *g*

    muss man aber auch etwas aufpassen, denn wenn hier mal einer demonstriert, wirds gleich übertrieben.

    bestes Beispiel: G8 Gipfeltreffen.
    Klar war da schon die Planung zum Schutz ziemlich beschissen, aber da sind dafür auch die falschen auf die Straße gegangen...
    Denn die leute sagen dann nur noch das passt uns nicht und ticken voll aus, ohne dabei noch ein Ziel zu haben,
    so hatten sich alle über die Kosten beschwert und wie wird drauf reagiert, mit Randalen was noch mehr Kosten verursacht.

    Also wenn wir ne Revolution machen, die was bewirken soll, dann entweder friedlich (sofern möglich) oder nur gegen die eigentlichen Feinde bei sowas, was hier wohl ein Teil der Politiker wäre.
  • @scholli

    och von mir aus jetz gleich hab eh nixhts zu tun^^

    leider ja, dass sie weis-der-teufel wie weit weg waren vom eigentlichen Demoplatz (oder besser gesagt sie haben das gebäude bestimmt nicht mehr gesehen wo die ganzen "feinen leutchen" drinnen hocken, fand ich einfach nur lächerlich. Aber die Anwohner sind die Leidtragenden Nummer eins. DEREREN Eigentum wurde beschädigt, DEREN Geduld wurde strapaziert (Den Politkern gings bestimmt besser als den Anwohner den die haben sich nicht hinter bewachten Zäunen verstecken können).
    Ich bin ehrlich gesagt für den "stillen" den "friedlichen" Demos.
    (manchmal muss leider auch leichte sanfte gewalt anwesend sein)
    Ein Verfechter dieser stillen Kunst ist der berühmte Dalai Lama.
    Denn mit Gewalt kann man zwar etwas erzwingen, aber selten bewirken.
  • aber völlig gewaltloser wiederstand ist eben auch wieder so ne sache.
    gandhi zum Beispiel hat mal gesagt "gewalt ist die waffe des schwachen"
    ist soweit richtig, aber er wurde danach erschossen.
    will sagen, das man es nicht schafft in unserer gesellschaft friedlich zum Ziel zu kommen, irgendwo ist Gewalt erforderlich.
    Es ist nur die Frage gegen wen sie eingesetzt wird, ob gegen die, gegen die es leicht ist, was hier meist die mitmenschen sind, die vermutlich die selben oder zumindest ähnliche interessen haben oder gegen die, gegen die man protestieren will, durch die man aber mit einer gegenwehr rechnen muss.

    Es ist keine große Kunst, seine Wut durch randalieren zum Ausdruck zu bringen, aber keiner versteht auf was man wütend ist

    zurück zum thema: unsere politiker kümmert es nicht, was man beim Volk zerstört, ist so ähnlich wie bei Behörden, solange sie nicht selbst betroffen sind, hören sie nicht zu.
    Also, entweder direkt sie angreifen oder eben nichts tun...
  • Volksabstimmungen sind im Prinzip eine tolle Idee, ich bin trotzdem dagegen. Das Volk ist dumm und leicht zu beeinflussen.

    Wenn heute ein 100-facher Kinderschänder gefasst wird, dann haben wir morgen eine Mehrheit für die Todesstrafe.

    Wenn Springer, die RTL Group und Pro7-Sat1 zusammen eine Kampagne fahren würden, dann könnten sie binnen Wochen eine Mehrheit für den Austritt aus EU und Nato begeistern.

    Politiker denken (meistens) über die Auswirkungen ihrer Entscheidung nach. Auch sie können sich täuschen, aber ihre Entscheidungen sind immer noch besser als Aus-dem-Bauch-Entscheidungen des Pöbels.

    Die Politikergehälter halte ich nicht für zu hoch sondern in gewissen Bereichen eher für zu niedrig. Jeder der was von seinem Fach versteht, der kann in der freien Wirtschaft locker ein Vielfaches verdienen. Warum sitzen denn ganze Lehrerkollegien im Bundestag? Weil es sich für Lehrer lohnt und man mit einer 3.7 im Staatsexamen und der Kombi Sport & Religion in der Wirtschaft nicht gerade der Superstar ist. Wenn unser Kanzler mit den Chefs von Siemens, Daimler & Co nach China fliegt, wer ist dann der arme Schlucker? Wahrscheinlich verdient der Pilot mehr als unser Kanzler! Außerdem sind die ach so hohen Kosten im Gesamtbudget der Bundesrepublik kaum erwähnenswert. Würden wir allen Politikern das Gehalt um 50% kürzen, es würde mutmaßlich nicht einmal für die Senkung der Mehrwertsteuer um einen viertel Prozentpunkt reichen.

    Eine Revolution hört sich ja toll an. Aber solltet ihr euch nicht erstmal darauf einigen was der Zweck der Revolution ist, bevor ihr euch um die Details der Durchführung kümmert?
  • ich würde sagen du unterschätzt das volk etwas...
    sicher ist es leicht zu beeinflussen, aber wenn du von unseren politikern ald hochintelligente wesen sprichst, bedenke das es auch außerhalb der Parteien genügend Akademiker und so gibt.

    zu deinen Beispielen: sowohl die Todesstrafe als auch der Austritt aus der EU hätten viele Vorteile, jedoch ist leider beides nicht möglich, auch wenn ich beides unterstützen würde...

    Zu den Gehältern: in der wirtschaft ist man für sein Geld selbst verantwortlich, die chefs großer konzerne haben die verantwortung für mehrere tausend menschen, sie müssen so haushalten, das sie gewinn machen und das ihre Arbeiter möglichst nicht streiken oder in massen kündigen. Sie verdienen ihr Geld selbst.
    Die Politiker sollten eigentlich die Verantwortung von ein Paar leuten mehr haben, sicherlich, jedoch ist es egal, wie sie haushalten, denn ein Staat kann nicht pleite gehen. Es ist rechnerisch gesehen möglich, das auch der Staat Gewinn macht, mit einem vernünftigen Haushaltsplan, aber diese hochbezahlten klugen leute machen es trotzdem nicht.
    Im Gegenteil, sie sollten als Vertreter des Volkes in erster Linie auch ein Vorbild sein, aber:
    sie verlangen sparsamkeit und Umweltbewußtsein, brauchen aber für eine Person 3 Autos mit je 25-30 Litern/100km
    sie verlangen das ein Mensch, der keine Arbeit findet mit 340 euro auskommt, ohne zu bedenken das bei den heutigen Preisen kaum jemand davon leben kann
    Sie verlangen das jeder am besten bis 70 arbeiten soll, außer beamte, vergessen aber scheinbar das ein beamter eher in der lage ist bis 70 hinterm schreibtisch zu sitzen als ein bauarbeiter
    gibt noch genug andere beispiele...

    es muss nicht das gehalt gekürzt werden für eine steuersenkung, wie gesagt, sie sollen nur Vorbilder sein und mal versuchen mit ihren eigenen regeln zu leben.
    Steuern kann man auch so senken, hat Bill Clinton mal gemacht, Steuern runter, Kaufkraft hoch und somit weit höhere Einnahmen und eine bessere Wirtschaft.
    Mir wäre auch kein anderer Präsident, Kanzler oder ähnliches bekannt, der es sonst geschafft hat, am jahresende eine positive Bilanz zu haben...

    Was soll man sich bei einer Revolution auf einen Zweck einigen?
    Wir sind der einzige Staat der den Zweck sogar gesetzlich geregelt hat, denn mit einer Revolution und dem Sturz unserer Regierung kann man die Verfassung außer Kraft setzten und somit eine Neuordnung erwirken.

    Wäre zwar vielleicht gar nicht so übel, aber heutzutage fast unmöglich durchzusetzen, wodurch man das Thema nicht zu ernst nehmen muss
  • Natürlich gibt es auch außerhalb der Parteien schlaue Leute. Es gibt aber auch genug Leute, die von vielen Themen einfach keinen Plan haben. Ein Politiker erkündigt sich vor einer wichtigen Entscheidung vielleicht bei Experten. Ein Großteil unserer Bevölkerung versteht nicht einmal die Tagesschau und informiert sich in der BILD.

    Die Beispiele können wir gern wo anders diskutieren, dass würde hier zu weit führen.

    Es ist nicht die Aufgabe eines Staates Gewinn zu machen. Und so leicht ist es auch nicht, auf einen ausgeglichenen Haushalt zu kommen. Es gibt halt keinen Punkt an dem man einfach sparen kann ohne dass es irgendwem weh tut.

    Das mit der Vorbildfunktion ist zwar im Prinzip richtig. Nur zu verlangen das sie wie die sozial Schwächsten Leben, nur weil sie über die sozial Schwächsten entscheiden finde ich übertrieben.

    Hier über die besondere Situation in den 90ern in Amerika zu reden ginge wohl auch zu weit. Normalerweise klappt so was nämlich nicht, auch wenn die FDP es noch so gern hätte.

    Ok, wir veranstalten also eine Revolution um unser Grundgesetz außer Kraft zu setzen – und dann? Unser Grundgesetz wurde häufig genug abgeschrieben, also so schlecht kann es eigentlich nicht sein. Also was für eine Neuordnung willst du genau?
  • ich verlange ja nicht, das sie wie die sozial schwächsten verdienen, ich würde ihnen aber nur einen normalen durchschnittslohn geben.
    oder wie bei vielen unternehmen, bezahlen nach leistung...
    viele politiker gehen ja nicht mal mehr zu den versammlungen, bzw. schreiben sich nur ein und gehen wieder, wofür sie dennoch geld bekommen.
    sie sollen einfach merken, das sie die normale und untere bevölkerung ruinieren, sie stärken die reichen und schwächen die armen, anstatt es vielleicht etwas ausgeglichener zu machen.

    Und es gibt genügend Punkte in unserem Haushalt, wo man sparen könnte und es dem großteil der bevölkerung nicht mal auffallen würde, bzw. was teilweise vielleicht sogar noch besser wäre.
    sparmaßnahmen gibt es genug...

    ich nahm amerika nur als einzig mir bekanntes beispiel, das es funktioniert, mit steuersenkungen gewinn zu machen, viele wirtschaftsexperten haben das des öfteren mal bestätigt, aber es macht eben niemand, weil man anfangs vielleicht verluste machen würde.

    es geht auch nicht um das grundgesetz, damit habe ich kein problem, wie du schon sagtest, es ist oft kopiert und wird von vielen bewundert, es geht vielmehr um alle anderen gesetze, die damit verbunden sind.
    es gibt viele wirklich schwachsinnige gesetze, aber vor allem ging es mir dabei eben um das außer kraft setzen der regierung um die schon oft erwähnten Mißstände auf drastische Art zu ändern. von mir aus können wir das GG großteils behalten, aber vielleicht wäre eine andere regierungsform besser...
  • Ich bleibe dabei: Wir bekommen nur fähige Politiker, wenn wir sie auch vernünftig bezahlen. Und vernünftig heißt nicht Durchschnittlich. Warum soll ich Bundeskanzler werden, wenn ich als 2. Geschäftsführer einer McDonals-Filiale mehr verdiene?

    Bezahlung nach Leistung hört sich toll an, nur wie will man die Leistung einer Regierung oder gar eines einzelnen Politikers beurteilen?

    Die meisten Politiker arbeiten wohl 60-80 Stunden in der Woche. Das mit dem Schwänzen der Versammlungen ist zwar ein schlechtes Signal für die Öffentlichkeit, ich finde es aber durchaus ok. Gerade im Bundestag wird ja eigentlich keine Politik gemacht, sondern es werden dem Volk die Ergebnisse präsentiert, die hinter den Kulissen erarbeitet wurden. Wenn ich mir jetzt vorstelle ich wohn im hintersten Bayern. Lege ich besonderen Wert darauf, dass mein Abgeordneter sich 3 lange Stunden langweilige Reden zum Thema Küstenschutz anhört? Oder soll sich mein Abgeordneter in den 3 Stunden nicht lieber in seinem Büro darum kümmern, dass die Planung für die Umgehungsstraße um mein Kuhdorf endlich voran kommt?

    Wenn es so zahlreiches einfach zu realisierendes Einsparpotential gibt, dann nenn doch einfach mal ein paar Maßnahmen, mit denen wir ohne Schmerzen 50 Mrd. einsparen können.

    Ich glaube nicht, dass die Theorie der Mehreinnahmen durch Steuersenkung funktioniert. Wir haben aber auch einfach nicht die Möglichkeiten, so was auszuprobieren. Wenn wir nach 5 Jahren merken, dass die ganze Sache so nicht funktioniert, dann haben wir die Staatverschuldung so weit ausgedehnt, dass auch die letzten Spielräume wegfallen, weil wir nur noch für die Zinsen arbeiten.

    Ich weiß noch immer nicht, wo du mit deiner Revolution hin willst. Wir setzen also unsere Regierung ab – und dann? Diktatur? Oder Neuwahlen und die Erkenntnis, dass auch nach der Revolution wieder eine große Koalition regieren wird?
  • drücken wir die Sache mit dem Geld mal anders aus:
    Würdest du dir Mühe geben, wenn du genau weißt, du bekommst genug für eiin wirklich gutes Leben, kannst deine Familie vermutlich auch noch 2 Generationen später ernähren und hast eine sichere Rente, auch wenn du nur ein Paar Jahre aktiv warst?

    Einsparmaßnahmen gibt es genug, z.b. deine Umgehungsstraße die du haben willst. So gab es ein Projekt in letzter Zeit, da bekam ein einzelner Bauer eine eigene Straße, weil sein Feld durch einen 2meter breiten Streifen von der Straße getrennt war und das Land ihm keine genehmigung gab, über den streifen auf die Straßé zu fahren um sein 2. Feld zu erreichen. Dadurch wurde ihm eine etwa 5 km lange Straße um das Feld herum zu einer Brücke gebaut, um darüber zu einem Randstreifen fahren zu können, wo es genehmigt wurde.
    Das ist z.b. sinnloses Geld ausgeben.
    nachstes Beispiel: es wurde für ca. 1 million eine Straße abgesenkt, damit man nicht ins Regierungsgebäude reinschauen kann
    und noch eines: die Steuern für Straßen werden dafür ausgegeben, das bei den meisten Straßen einer kommt und teer in die Löcher packt, der dann aber sofort wieder rausfliegt, mach das 2-3 mal und man könnte die Straße komplett neu bauen.
    Weitere Möglichkeiten wären z.b. mal die Schulden von anderen Ländern einzutreiben, statt allen welche zu erlassen
    Oder nicht so viel ans Ausland zu spenden, sondern es für das eigene Volk ausgeben
    es gibt massenhaft Beispiele für Sparmaßnahmen aber ich glaube das könnte ein paar seiten zu lang werden...
    allerdings muss ich dazu sagen, das ich nicht wusste, das wir in unserer Staatsverschuldung Spielräume haben, denn alles was wir einnehmen ist bereits für die Zinsen...

    Ich würde nach einer Revolution zwar weiter zur Demokratie tendieren, aber nicht unbedingt zum sozialstaat. jedenfalls nicht in der form...
  • Jeder Politiker ist einem kontinuierlichen und vorgegebenen Wandel unterworfen. Was die Masse angeht, so lehrt uns die Geschichte, dass auch diese nach gewissen tiefgreifenen Machtbedürfnissen strebt - welche das sind, weiß sie selber nicht. Doch dieses Verlangen kann insoweit abgedeckt werden, indem man der Masse zu bestimmten Zeitintervallen das befriedigende Gefühl schenkt, durch eine Stimmabgabe entscheidenen Einfluss auf ihre Umgebung ausgeübt zu haben. Was mich wundert ist, dass diese Masse nicht richtig begreift, dass sie mit ihrer Stimmabgabe der eigentliche Mörder eines - der Aufmerksamkeit zu Liebe - beispielsweise im Irak in die gesprengten Mädchens ist.
    Doch zurück zur Wahl, natürlich hat die Masse die Wahl, sonst gebe es für die Regierenden keine Freibriefe. Ein trauriger Zustand im modernen und humanen 21. Jahrhundert.
    "Glück bedeutet nicht, das zu kriegen, was wir wollen, sondern das zu wollen, was wir kriegen."


  • aha...
    wenn ich das richtig verstehe, sind also alle Wähler mörder, weil sie eine Regierung unterstützen?
    du gehst sicher nicht wählen...

    sicher hat jeder das Bedürfnis nach Macht, aber vorher kommt das bedürfnis nach einem Leben. Hier geht es darum, das zu viele Mißstände vorherrschen, die man relativ leicht beheben könnte. Und das weiß auch die Masse. Was die Masse aber sicher auch weiß, ist das wir zwar die Wahl haben, aber nur zwischen 2 Varianten, die beide keinen großen Unterschied machen.
    Und bei diesen 2 Varianten fehlt auch der kontinuierliche Wandel in die Neuzeit, dem jeder unterworfen sein sollte. Alle die etwas zu sagen haben sind ältere Leute, die nach dem Vorbild der Vorgänger weiter machen, bzw. von denen beeinflusst werden. Zeitgenössischere Leute, kommen nicht zu Wort, wodurch viele gute Ideen niemals zur Kenntnis genommen werden, wie z.b. Forschung und Entwicklung voranzutreiben... Wir passen uns dem modernen, humanen 21. jahrhundert eben nicht an und da haben wir kaum eine Wahl.
  • Naja, das was zur Zeit in D passiert würde ich als eine Lücke der Demokratie bezeichnen.

    Wir haben ja normalerweise immer 2 Große wählerblöcke --> SPD und CDU die zusammen mit kleineren Parteien eine Koalition bilden.

    Vor der Großen Koalition war es dann so, dass in etwa 50% SPD und 50% CDU gewählt haben (wenn man mal die kleineren Parteien außenvor lässt)
    Ich frage mich, wie kann eine Partei regieren, wenn (egal welche Partei nun in der Regierung ist) von vorneherein 50% des Volkes der Regierung nicht zustimmt.

    Dazu kommt noch, dass Regierung = Opposition ist und es somit sehr schwer ist für die Regierung Gesetze zu verabschieden oder ihr Programm vernünftig durchzuziehen.

    Der einzige ausweg ist die Große Koalition. diese funktioniert aber nicht wirklich, das sich die beiden Parteien nicht verstehen und sich wie im Kindergarten intern streiten.:ätsch:

    Ich bin mal gespannt wie es mit D weitergeht.

    Cryptboss