Waldorf-Schulsystem - Was haltet ihr davon?

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  • Waldorf-Schulsystem - Was haltet ihr davon?

    Hallo Leutz,

    ich würde gern mal eure Meinung über das Waldorf-Schulsystem erfahren. Ich selbst besuche ein Gymnasium, doch sind die Waldorfschulen momentan ja in aller Munde und im Aufschwung.
    Waldorf...Das System dieser Schulen wurde ja von R. Steiner erstellt, mit einer etwas (wie ich finde) seltsamen Philosophie. Es geht um Reinkarnation, Karma, usw.
    Der Körper soll eine Viergliedrigkeit besitzen:

    1. Der Geist (Individualität, Selbstreflektion) Alter: 21
    2. Der seelische Leib (auch Astralleib, Urteilskraft) Alter: 14
    3. Ätherleib (Phantasie, Vorbild + Nachahmung) Alter: 7
    4. physischer Leib (Märchen, Motorik) Alter: 0

    Anthroposophie spielt anscheinend eine große Rolle im Waldorfsystem.

    Nur...macht dieses Schulsystem Sinn?

    Waldorfschüler bekommen bis zur 10. Klasse keine Noten, nur Punkte auf Arbeiten/Tests, ..., werden "zu nichts" gezwungen (wichtiger Standpunkt der Viergliedrigkeit), haben Nachmittagsunterricht.

    Ja oder nein? :D

    Sorry, meine eigene Meinung hatte ich ganz vergessen:

    Meiner Meinung nach hat die Waldorfschule von allem etwas:

    - realitätsfern
    - ideologisch

    Trotzdem:

    - einige Ansätze sind richtig, z.B. das unbeschwerte Lernen, da stimme ich rizla zu.

    Das, was Mr_Black erzählt hat über seinen Job in der Waldorfschule klingt interessant, nur müsste man wissen, ob das auf alle dies Kinder zutrifft.

    Liebe Grüße

    Nasi
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  • Ich denke aber, dass einige Ansätze der Waldorfschulen richtig sind. Zum Beispiel ist in jungen Jahren unbeschwertes Lernen sehr wichtig. Bei den allgemeinbildenen Schulen wird bereits hier ein enormer Druck aufgebaut.
    Allerdings übertreiben die es mit ihrer "komischen" Lehre.
  • Nun ich finde dieser Druck wird gebraucht! Ich fände es nicht sehr lustig wenn ich in die Arbeits- und Leistungswelt eintreten müsste und keinen blassen Schimmer von Druck hätte... Das ist (mehr oder weniger) das was uns doch zu so einer Gesellschaft macht! Wenn jemand keine Lust hätte auf etwas würde jemand vielleicht Schaden nehmen. Nun mir wäre das zu lau...

    Greetz Chosen One
  • ich arbeite in einer waldorfschule.
    und zwar im heilpädagogischen bereich, dass heisst mit körperlich und geistig benachteiligten kindern.
    als ich dort angefangen habe war ich auch skeptisch ob die methoden so ganz die richtigen sind, jedoch spüre ich gerade bei den benachteiligten kindern dass sie viele dieser punkte glücklicher machen und sie es mehr erfüllt unseren unterricht zu besuchen, als wenn sie in eine integrierte schule gehen (wo die meisten auch sehr schnell wieder abgehen da sie dort stark ausgegrenzt werden).
    und das was sie lernen erfüllt schon ihren zweck. zwar auf einer anderen ebene, wie zB auf einem normalen gymnasium (vorallem in den jüngeren jahren), jedoch bekommen diese kinder auch sehr viel wissen mitgeteilt, welches ihnen auch gerade im leben später nützen. ich war selber auf einem gymnasium und weiss von dem was ich dort gelernt habe so gut wie nichts mehr. gerade die themen aus der oberstufe sind schon so gut wie weg bei mir, da ich sie später nie wieder anwenden musste. und das ist bei vielen personen so, nicht nur bei denen die in meinem berufszweig gelandet sind.
    wies bei den gesunden kindern aussieht weiss ich nicht. ich weiss auch nicht wie der unterricht geführt wird. unser zweig befindet sich an einem anderen standort. gerade mit zentraslabitur usw wird es dort sicherlich unterschiede geben.
    Ich werde die Boardrulez lesen und dadurch verstehen, warum meine Signatur gelöscht worden ist.

    [Signatur von SuRGe gelöscht]
  • Chosen One schrieb:

    Nun ich finde dieser Druck wird gebraucht! Ich fände es nicht sehr lustig wenn ich in die Arbeits- und Leistungswelt eintreten müsste und keinen blassen Schimmer von Druck hätte... Das ist (mehr oder weniger) das was uns doch zu so einer Gesellschaft macht!


    Also ich persönlich muss sagen, dass Druck nicht unbedingt zu Leistung führt. Der Druck kann vor allem im frühen Alter schaden. Das Kind verliert den Spass am Lernen und verschliesst sich mehr und mehr.
  • NasiGoreng schrieb:

    Das System dieser Schulen wurde ja von R. Steiner erstellt, mit einer etwas (wie ich finde) seltsamen Philosophie.



    allein schon wegen seinen äusserungen über die verschiedenen rassen kann ich ihn nicht gutheissen...


    waldorf-pädagogik find ich viel zu abgefahren, und auch nicht mehr wirklich sinnvoll...
    da neuere technik, neuere erkenntnisse und so weiter eher verpöhnt sind, lernen die schüler n der schule auch dementsprechend wenig in der schule dadrüber...

    und so dinge wie "namen-tanzen" find ich auch nicht sinnvoll...
  • NasiGoreng schrieb:

    ...
    Anthroposophie spielt anscheinend eine große Rolle im Waldorfsystem.
    ...


    Der Gründer der Waldorfschule(n) war der Zigarrenfabrikant Emil Molt aus Stuttgart, die Firma hiess übrigens Waldorf-Astoria. Eigentlich für die Kinder seiner Arbeiter gedacht, beauftragte er Rudolf Steiner, welcher die Anthroposophie als Lebensideologie entwickelt hatte, mit der Konzeption der Schule.

    Hier der Link zur Homepage der allerersten Waldorfschule, die es noch heute gibt:
    Waldorfschule Uhlandshöhe

    Dort kann man über die Geschichte, die Anthroposophie und die Pädagogik eine Menge erfahren. Allerdings sind die Klassen - zumindest dort - sehr groß. 35 Schüler sind eine ganze Menge, Unterricht erfolgt u.a. in sogenannten Epochen. Das Schulsystem hat sicher seine Vorteile und nimmt den frühzeitigen Leistungsdruck von den Kindern. Allerdings wird auch dort ein staatlich anerkannter Bildungsabschluss angestrebt, so dass man in den letzten beiden Schuljahren vor dem Abitur sich plötzlich mit Schulnoten konfrontiert sieht.

    Man kann sich als Waldorfschüler jahrelang z.B. vor der Mathematik drücken und stellt dann vor dem Abitur entsetzt fest, wie viele Wissenslücken man hat. Dann kann das Ganze natürlich in Stress und Panik ausarten.

    Mir persönlich ist in diesem Schulsystem zuviel Ideologie verbaut. Für andere kann es aber durchaus die richtige Entscheidung sein. Man sollte sich vorher eingehend mit dem Waldorfsystem beschäftigen und nicht leichtfertig entscheiden. Ein späterer Wechsel auf eine staatliche Schule ist sehr schwierig und kann leicht im Fiasko enden. Quereinsteiger von öffentlichen Schulen auf eine Waldorfschule tun sich natürlich ebenso schwer.

    Der Unterricht legt einen Schwerpunkt auf musische Unterweisung, speziell die Eurythmie ist ein zentrales Thema und liegt sicher nicht jedem.

    Hier noch ein Link zu einem nicht unumstrittenen Wikipedia-Artikel dazu:
    Waldorfschule - Wikipedia

    Die Diskussionsseite dazu:
    Diskussion:Waldorfschule - Wikipedia
  • duplex schrieb:

    Hatte ich nicht STARTPOST geschrieben?!?


    Sorry duplex, nun steht sie ja schon drunter, ich werde mich das nächste mal dran halten!

    otze schrieb:

    allein schon wegen seinen äusserungen über die verschiedenen rassen kann ich ihn nicht gutheissen...


    Wen meinst du nun? Gründer Steiner (oder den Zigarettenfabrikanten, wie es ja MusterMann uns gesagt hat) oder mich? ;)

    Die Waldorfschule baut auf druckfreiem Lernen auf, wie wir nun schon ein paar mal gehört haben. Allerdings:
    Kann denn ein Kind ernsthaft OHNE jeglichen Schul-/Bildungsdruck aufwachsen? Was, wenn es später ins "wirkliche" Leben eintritt? Verliert es dann leicht die Orientierung? ... Hat es Chancen? ... Wissen Waldorfschüler wirklich weniger, wie es oft behauptet wird?

    Ich finde, dass diese Fragen garnicht alle konkret beantwortet werden können, da das ein Unterschied zwischen jedem einzelnen der Schüler ist.

    Anthroposophenkinder dürfen auch nicht fernsehen. Macht das Sinn? In der Schule geht alles nur über Anschauung und Versuche.
    Im Biounterricht hat jedes Kind seine eigene Pflanze, die es gießt, düngt, etc. und schaut, was dabei herauskommt.
    Es gibt Tanzkurse, Gartenbau, und und und...
    Nur: BRINGT dies effektiv mehr?

    Nasi
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  • NasiGoreng schrieb:

    Wen meinst du nun? Gründer Steiner (oder den Zigarettenfabrikanten, wie es ja MusterMann uns gesagt hat) oder mich?


    ich meinte den guten herrn steiner...

    wenn er sagt, dass die schwarzen nur triebgesteuert sind, find ich das ehrlich gesagt ziemlich mist...
    und soweist ich weiss, meinte er auch, dass die weisse, europäische (?) rasse die einzig wahre wäre, und nicht menschen 2. klasse
  • Ich war da und habs nicht bereut... *blablablubomg* ^^


    Ne im Ernst... Zitat von Wiki "Im Gegensatz zu staatlichen Schulen ist an Waldorfschulen eine universitär-wissenschaftliche Ausbildung keine Voraussetzung für Lehrer. Je nach angestrebtem Berufsziel können Personen, die statt eines Lehramtstudiums eine Ausbildung auf einem so genannten „Institut für Waldorfpädagogik“ durchlaufen haben, eine Anstellung als Waldorflehrer erhalten."


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man da allzuviel lernt.

    Ich kenne auch einen Kumpel der in der 9. Klasse von einer Waldorfschule auf eine Realschule gewechselt ist und tierische Probleme bekommen hat da er einfach überfordert war.
  • naja Waldorfschulen sind eine feine sache da lernen die kinder nicht nur Mthe Deutsch sondern haben auch ausgleichsfächer wie Musik. Und die fähigkeiten der einzelnen kinder wird gefördert. Desweiteren wird auch auf jeden schüler expliziet eingegangen da die klassen nicht so groß sind.
  • Sry Leutz, dass ich (als Threadstarter) hier "lang" nicht mehr drin war, aber der Bereich war bei mir verschwunden (Ex-Newbie)...

    home schrieb:

    naja Waldorfschulen sind eine feine sache da lernen die kinder nicht nur Mthe Deutsch sondern haben auch ausgleichsfächer wie Musik.


    Haben die normalen weiterführenden Schulen Hauptschule, Realschule, Gymnasium ebenfalls, gibt es kaum Unterschiede.

    Harry Hirsch schrieb:

    Es kann mir doch keiner erzählen,dass beim Zentralabitur,diese Pseudoabiturienten die Sache auf die Reihe kriegen.


    Vielleicht nicht so drastisch "Pseudoabiturienten", aber im Grunde genommen hast du Recht, viele Ex-Waldorfbesucher haben ab der 9.-10. Schwierigkeiten bekommen, die sich dann voll und ganz im Abi niedergeschlagen haben...Meiner Meinung nach nicht der Sinn der Sache, aber jedem das Seine...

    Achja und @Spartaner:

    Ne ist keine Sekte :D Allerdings muss ich zugeben, dass Rudolph Steiner schon eine etwas komische Philosophie vertreten hat, Reinkarnation usw...(siehe oben), das kommt manchen nicht ganz geheuer vor...
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  • Ich komme aus einer "waldorfschulreichen" Stadt. Auf 217.547 (Stand Ende 2006) gibt es 3 Waldorfschulen.
    2 ältere und an den Vorsätzen Steiners festhaltend, eine davon mit russisch statt französisch, und eine neuere, jetzt 13 Jahre alt und der erste Jahrgang der von Anfang an dabei war macht jetzt das Abitur.
    Allerdings wurden die älteren Klassen nach und nach gebildet, sodas es nicht der erste Jahrgang ist der von dieser Schule das Abi macht.
    Das Abi und der Unterricht werden im letzen Jahr gemeinsam gemacht, also ich meine alle 3 Schulen bereiten ihre Abiturienten darauf vor.

    Ich weiss nicht wie es bei den "älteren" Schulen ist, aber bei der neuen (Freie Waldorfschule Freiburg-Rieselfeld) gibt es sehr wohl sowas wie Druck. Hausaufgaben haben gemacht zu sein, wer den Unterricht zu sehr stört bekommt einen Brief mit nach Hause und sowas wie Schulverweise gibt es übrigens auch.

    Es ist definitv nicht so das man Narrenfreiheit hat. Ich bin dort von der 8. bis zur 10. Klasse zur Schule gegangen. Und so ein schriftliches Zeugnis der einzelnen Fächer sagt soch auch einiges aus. Wenn da drin steht "kaum Hausaufgaben gemacht" dann konnte man sich sicher sein das das auch Zuhause Stress nach sich zieht (zumindest bei allen in meiner Klasse, ist ja auch ne Sache wie die Eltern eingestellt sind)... Und Noten gab es schon früher bei uns, zwar keine die die Versetzung gefährdetetn, aber wenn unter der Beurteilung steht: Die Leistung und das verhalten entspricht der Note (1-6) dann hat auch das Auswirkungen zuhause. Ich für meinen Teil wollte da keine 5 oder 6 stehen haben.

    Dann noch kurz was zu den Epochen und dem Fachunterricht.
    Die ersten 2 Stunden morgens werden in Epochen unterrichtet, heißt 4-6 Wochen ein Fach. danach folgt der Fachunterricht, den die Klassen in 2-3 Gruppen wahrnimmt, heißt, die Klasse ist in 2 Gruppen eingeteilt und sie haben für den Fachunterricht getrennte Stundenpläne.
    Grundfächer wie Mathe werden in Epochen wie im Fachunterricht unetrrichtet. Das heißt man hat außerhalb einer Matheepoche durchaus noch min. 2 Stunden Mathe in der Woche. Fremdsprachen sind in der Mittel- und Oberstufe auch mindestens 3-5 Stunden pro Woche. Und sogar eine Stunde EDV war bei uns geplant (Schulgebäude war grade gebaut als ich dort war, Computerraum wurde grade eingerichtet, denke der ist nun fertig) also so weltfremd ist das alles nicht.

    Eurythmie gab es 2, später 1 Stunde pro Woche bei uns, ich muss sagen ich fand das angenehmer wie Sport. Bewegung und durchaus auch Gespräch ohne sehr viel Anstregung, super geeignet um zwischendurch mal abzuschalten.

    Ab der Oberstufe gibts dann die künstlerisch-handwerklichen Fächer, 2x Nachmittags 2 Stunden, mit einer Stunde Mittagspause (ich kannte das vom Gymnasium vorher schon - also ist das nicht waldorfspezifisch - und auch auf dem Gymnasium werden Fächer wie Musik speziell gefördert, so hatte ich den Musikzug belegt, was mit wöchentlich 2, später 4, Stunden mehr Musik einbrachte).

    In der Oberstufe gibt es dann noch die Praktika, in der 9 Klasse Landwirfschaftspraktikum, also auf dem Bauernhof leben (war bei uns zumindest Pflicht) und mitanpacken und zwar in allen Bereichen die es gibt, natürlich nur auf Demeter bzw. Biolandbauernhöfen. ;)
    In der 10. Klasse folgte das Betriebspraktikum, also in einem Betrieb, was für einen durfte man sich selbst aussuchen, am normalen Ablauf teilnehmen.
    Und das letzte dann in Klasse 11, das Sozialpraktikum, denke das muss nicht weiter erläutert werden.
    Jedes Praktikum geht insgesamt 3-4 Wochen und natürlich muss ein Tagebuch geschrieben werden und einzelene Schwerpunkte speziell hervorgehoben werden.

    Normal ist dort auch die jährliche Klassenfahrt, nicht nur eine pro Stufe, was unserem Klassenzusammenhalt sehr gut tat. Ebeneso wie das 8-Klassspiel und das 10-Klasspiel.

    Dann gibt es übrigens noch die 8-Klassarbeit; Ein Projekt das selbstständig ausgesucht und umgesetzt werden muss. So entstanden in meiner Klasse die unterschieldichsten Gebilde.
    Eine Freundin hat eine sehr filigrane Lampe gemacht, eine Andere hat einen 50 seitigen Aufsatz geschrieben über die Kilmaerwärmung. Ein Klassenkamerad hat mithilfe seines Vaters eine sehr große Eisenbahnlandschaft gebaut. Andere haben sich ein Abendkleid genäht.
    Ich habe über die Erziehung meines Hundes berichtet und habe dazu noch Agilityhindernisse gebaut.
    Die Ergebnisse werden später öffentlich präsentiert und ein kurzer Vortrag über die Entstehung gehalten. Also lernt man recht früh vor größeren Menschenmengen zu sprechen. (Das selbe übrigens bei den Praktika.)

    Mein Resultat aus meiner 3 jährigen Waldorfschulzeit; Nicht alles ist gut, aber der Großteil davon hat mir persönlich sehr gut getan und ich fand meine Zeit dort sehr schön.


    Harry Hirsch schrieb:

    Das ist doch keine Bildungsstätte.
    Es kann mir doch keiner erzählen,dass beim Zentralabitur,diese Pseudoabiturienten die Sache auf die Reihe kriegen.


    Also als ich in der 10. Klasse war, war die erste Klasse von unserer Schule mit Abi dran, das waren ca. 20 Schüler, wovon nur einer durchgefallen ist.
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    17.06.08 - Das pure Glück wiegt 3740 Gramm.

    Signaturen anzeigen => nein
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  • Tiamat schrieb:

    ....
    Mein Resultat aus meiner 3 jährigen Waldorfschulzeit; Nicht alles ist gut, aber der Großteil davon hat mir persönlich sehr gut getan und ich fand meine Zeit dort sehr schön.
    ....


    Das glaube ich dir unbenommen! Aber die Frage ist eben, wie die Oberstufenschüler mit dem plötzlichen Leistungsdruck, sprich Noten, umgehen. Ich hab es erlebt, dass ein Nachbarjunge, Waldorfschüler, in Klasse 12 festgestellt hatte, in Mathe, Physik und den Fremdsprachen, beinahe hoffnungslos hinterher zu sein. Ich wollte ihm ein bisschen helfen, so in Mathe und Physik, aber der hat das nicht gerafft und das Abi dann gründlich versemmelt. Die Eltern haben ihn dann auf ein Internat gegeben, wo er im letztendlich insgesamt 3. Anlauf das Abi geschafft hat. Sicher kein typischer Fall, aber immerhin konnte er sich auf der Waldorfschule bis dahin einfach durchmogeln.

    Den Unterricht in Epochen finde ich nicht so glücklich, da man auch Haupt-/Kernfächer nach 4 - 6 Wochen an Unterricht dann z.T. monatelang kaum hat, zumindest so die Schilderungen der Eltern der Freunde meines Sohnes. Ich denke, dass man in den meisten Hauptfächern permanent Unterricht haben sollte, da die langen Pausen (siehe Sommerferien im allgemeinen) immer bewirken, dass wieder viel an vermitteltem Stoff vergessen oder verdrängt wurde.



    NasiGoreng schrieb:

    ....
    Anthroposophenkinder dürfen auch nicht fernsehen. ...


    Naja! Vielleicht nur, wenn die Eltern selbst Hardliner sind, sonst nicht.
    Zwei Freunde meines Sohnes gehen auf eine Waldorfschule und die schauen fern, gehen ins Kino, spielen Computerspiele, etc. Die Eltern schauen allerdings - wie ich auch - dass die passiven Vergnügungen im Rahmen bleiben und aktives Leben den Vorrang hat.
  • MusterMann schrieb:

    Naja! Vielleicht nur, wenn die Eltern selbst Hardliner sind, sonst nicht.
    Zwei Freunde meines Sohnes gehen auf eine Waldorfschule und die schauen fern, gehen ins Kino, spielen Computerspiele, etc. Die Eltern schauen allerdings - wie ich auch - dass die passiven Vergnügungen im Rahmen bleiben und aktives Leben den Vorrang hat.


    Da hast du natürlich Recht, trotzdem sollte man mit der Be-/Verurteilung vorsichtig sein, es gibt ja genug Gründe für diese Einstellung, die allein oben schon aufgeführt wurden, warum sich Eltern so verhalten.

    Wir haben ja auch schon einige antwortende Member gehabt, die selbst eine Waldorfschule besucht haben, und sie sagen selbst, dass es gute und schlechte Seiten im Waldorfsystem gibt.
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