Kann ich es zurück geben?

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  • Kann ich es zurück geben?

    Hi ,
    ich habe mit einem Freund mir bei h**p://kegelbahnshop.de kugeln und ne taschen gekauft.Doch heute sagt mir meine mutter dass ich eine kugeltasche demnächst geschenkt bekomme,ich habe bisher nur die rechnung aber noch keine ware,ich hab allerdings schon überwießen,kann ich da etz einfach anrufen und sagen der soll mir keine tasche mitbrigen,weil er bringt sie zu meinem kegelverein.
    Muss ich jetzt die kugeltasche nehmen?


    Mfg

    Wenn falsches forum bitte verschieben
  • @playboy,

    so wie Du die Sache schreibst, hast Du das ganze online gekauft und damit fällt es unter das Fernabsatzgesetz bei dem Du ein 14 tägiges Rückgaberecht hast.

    Ausschlaggebend können allerdings noch die AGB sein, die Du wahrscheinlich beim Kauf hast akzeptieren müssen.
    Ich hab sie mal überflogen. Ganz astrein sind sie nicht, weil hier eine Gewährleistung von 6 Monaten vereinbart wird... vom Rücktritt steht jedoch nichts weiter geschrieben.

    gem. § 312d BGB steht Dir bei Fernabsatzgeschäften ein 2 wöchiges Rücktrittsrecht zu:

    §312d BGB
    (1) Dem Verbraucher steht bei einem Fernabsatzvertrag ein Widerrufsrecht nach § 355 zu. Anstelle des Widerrufsrechts kann dem Verbraucher bei Verträgen über die Lieferung von Waren ein Rückgaberecht nach § 356 eingeräumt werden.

    §355 BGB
    (1) Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt, so ist er an seine auf den Abschluss des Vertrags gerichtete Willenserklärung nicht mehr gebunden, wenn er sie fristgerecht widerrufen hat. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten und ist in Textform oder durch Rücksendung der Sache innerhalb von zwei Wochen gegenüber dem Unternehmer zu erklären; zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung.

    (2) Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem dem Verbraucher eine deutlich gestaltete Belehrung über sein Widerrufsrecht, die ihm entsprechend den Erfordernissen des eingesetzten Kommunikationsmittels seine Rechte deutlich macht, in Textform mitgeteilt worden ist, die auch Namen und Anschrift desjenigen, gegenüber dem der Widerruf zu erklären ist, und einen Hinweis auf den Fristbeginn und die Regelung des Absatzes 1 Satz 2 enthält. Wird die Belehrung nach Vertragsschluss mitgeteilt, beträgt die Frist abweichend von Absatz 1 Satz 2 einen Monat. Ist der Vertrag schriftlich abzuschließen, so beginnt die Frist nicht zu laufen, bevor dem Verbraucher auch eine Vertragsurkunde, der schriftliche Antrag des Verbrauchers oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder des Antrags zur Verfügung gestellt werden. Ist der Fristbeginn streitig, so trifft die Beweislast den Unternehmer.

    (3) Das Widerrufsrecht erlischt spätestens sechs Monate nach Vertragsschluss. Bei der Lieferung von Waren beginnt die Frist nicht vor dem Tag ihres Eingangs beim Empfänger. Abweichend von Satz 1 erlischt das Widerrufsrecht nicht, wenn der Verbraucher nicht ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt worden ist, bei Fernabsatzverträgen über Finanzdienstleistungen ferner nicht, wenn der Unternehmer seine Mitteilungspflichten gemäß § 312c Abs. 2 Nr. 1 nicht ordnungsgemäß erfüllt hat.

    greetz
    taurus