Made in China - aber nicht reparierbar in China

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  • Made in China - aber nicht reparierbar in China

    Hallo!

    Ich bin ganz neu und eigentlich aus anderen, niederen Gruenden auf dieses Forum gestossen, dachte mir aber, ich erzaehle Euch in meinem ersten Post mal eine weniger amuesante Geschichte, die aber trotzdem zum lachen anregt.

    Ich habe mir von meinem letzten Geld in Deutschland ein neues Subnotebook gekauft. Ein Nexoc Osiris S620 um genau zu sein. Ich wollte es noch in Deutschland kaufen, weil ich China nicht so ganz vertraute mit der Elektronik und ueberhaupt, chinesisches Betriebssystem, keine Garantieregelung etc. etc.

    Ende August bin ich nach China geflogen, fuer ein Jahr. Es kam wie es kommen musste - mein Notebook gab den Geist auf, nach nicht einmal 2 Wochen. Kubuntu funkt nicht mehr, Windoof auch nicht, und auch das Bios nicht. Virus ist ausgeschlossen, da der Laptop nur einmal am Netz war und ausreichend geschuetzt ist. Ausserdem laesst er sich ja nach 10 Tagen Ruhezeit immer wieder ca. 5-10 Minuten bedienen. Mehr aber nicht, danach muss er wieder 10 Tage ruhen. Tolle Sache fuer jemanden, der keinen Fernseher, keine Buecher und auch sonst nichts zur Verfuegung hat, und im letzten Kaff in China sitzt.

    Also Mail an Nexoc - Laptop kaputt, Hardwareproblem (was auch immer.. wer Ideen hat, her damit), wohin damit hier in Asien? Nexoc sagt: ist nicht, in Asien. Ich sag: Aber der ist doch "Made in China". Nexoc: Also der wird in China gefertigt und ueber Taiwan vertrieben. (Haeh.. Taiwan und China... aber wenn ihr meint.. im kapitalistischen China ist ja alles moeglich.) Der Laptop wuerde nur verloren gehen in China, selbst wenn wir eine Adresse fuer sie haetten. Bringen Sie ihn doch zum Fachhaendler. (Fachhaendler? Hallo, das ist China, Provinz und nicht Singapur oder Miami.) Naja, so lange er nicht beschaedigt wird, haben sie noch immer die 3 Jahre Garantie. (Haha, sie wissen schon, dass hier vor allem mit Kaugummis repariert wird.) Nexoc: Dann schicken sie den Laptop doch nach Deutschland.

    Ich war sehr skeptisch, aber mir blieb keine andere Wahl und nachdem ich 2 Testsendungen aufgegeben habe, war ich wild entschlossen. Was passierte? Die chinesische Post, die das Paketmonopol besitzt, verschickt keine Elektronik mehr. Ich sitze also hier mindestens ein Jahr mit dem kaputten Notebook rum... es sei denn jemand hat eine Idee, was ich noch machen koennte.

    Meine Arbeitsstelle hat mir jetzt nach 6 Wochen jammern ein uralt Lenovo voll mit Spionierprogrammen ohne Administratorrechte gestellt.. Die Spionierprogramme spionieren natuerlich nur die politische Einstellung aus, von daher, keine Sorge.. aber nervig dennoch.

    So viel von mir.. Vielleicht hat ja der eine oder andere Mitleid mit mir oder herzlich gelacht.

    Taiyuan
  • Immerhin ist die Firma so ehrlich gewesen dir zu sagen, dass sie in China keine Grantieanlaufstelle haben bzw. sie keinen ordentlichen Händler dort haben. (Alle die mal in China in nem Elektronikladen waren werdens verstehen!)

    Dir wird wohl nichts anderes übrigbleiben, als das Ding wieder nach Deutschland zu schicken oder du musst mit dem uralt Lappi leben. Die Spionierprogramme sind eh witzlos, da man ständig über den Regierungsproxy surfen muss (Das hast du aber auch bei deinem normalen Laptop!)

    MfG DragonFly44