Ungenügende Heizanlage in Wohnung

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  • Ungenügende Heizanlage in Wohnung

    Hallo Leute!

    Hier hab ich wieder mal eine Frage zum Mietrecht.

    Der Vermieter hat dafür Sorge zu tragen, dass es in der Wohnung nicht zu kalt wird, d.h. die Temperatur nicht unter ca. 20 Grad sinkt. Ansonsten hat der Mieter Recht auf Mietminderung, was aber in diesem Fall keine Rolle spielt, sondern nur die Temperatur. In der betroffenen Wohnung gibt es 4 Zimmer und nur eine einzige Heizung (Gas glaub ich). Keine Ahnung wie alt die Wohnung ist, saniert wurde da schon lange nicht mehr.

    Allerdings habe ich hier gelesen, dass es nicht so eindeutig ist, wenn der Mieter bei der Besichtigung sieht, dass die Heizleistung nicht ausreichend ist und trotzdem den Mietvertrag unterschreibt. Ich meine, damit hat sich der Miter rechtlich quasi abgefunden und das ist in diesem Fall schon mindestens 2 Jahre her.

    Ich kenne den Mietvertrag der betroffenen Wohnung nicht, nehme aber an, dass andere Regelungen als die gesetzlichen unzulässig sind.

    Hat man Möglichkeiten vom Vermieter Abhilfe zu fordern?

    Und welche Möglichkeiten hat man ein Zimmer kostensparend zu heizen? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass diese kleinen elektrischen Heizlüfter ziemlich viel Strom verbrauchen, hatte das mal ein Jahr und die Stromrechnung war gewaltig!

    Was meint ihr dazu?

    Schöne Grüße

    FeliX_22
  • mh es gibt ein Gesetz was sagt dass die Temperatur in ner Wohnung ne gewisse Grenze net unterschreiten darf? is ja grouvie ... naja als meine alte Wohnung war son Altbau und nur mit 2 Kachelöfen ausgestattet (was bei 4 Räumen nicht mal annähernd für Wärme sorgte) und der Vermieter hat mich halt darauf hingewiesen und mir angeboten (kostenlos) 2 Ölradiatoren in die Bude zu stellen (quasi für die 2 anderen Räume) aber ich glaub dat wars dann auch schon!

    ich glaub in deinem Fall wäre es halt ratsam zu wissen, unter welchen Bedingungen der Vertrag gemacht wurde, also wusste der Mieter von der Lage (Heizmöglichkeiten) oder wurd er einfach nur überrumpelt, weil wenn er davon wusste und nu auch schon 2 Jahre darin wohnt glaub ich nicht dass ihm irgendein Gericht nun auf einmal abnimmt dass er ne Mietminderung nötig hat :) ... bei mir wars damals halt so dass ich von Haus aus eine enorm niedrige Miete hatte (60m² für 166€ "Warmmiete) ... wie isn der Preis bei dir?
    [SIZE="1"]Für den vernünftigen Mann gibt es nur zwei Arten von Weibern, die eine heiratet man, die andere: 20 Euro und dann raus![/SIZE]
  • Hi Cybaerchen!

    Ja, wenn die Temperatur unterschritten wird, dann ist das eine Minderung des Mietobjekts, eigentlich logisch.

    Was ist ein Ölradiator? Habe jetzt mal nach Bildern gegoogelt, sieht teilweise aus, wie eine normale Heizung, teilweise aber nicht. Radiator = da dreht sich was? Mein Gedanke war auch in Absprache mit dem Vermieter eine günstige Alternative zum Heizen zu finden, wobei der Vermieter die Kosten tragen oder sich mindestens beteiligen sollte.

    Den Mietpreis kann ich in Erfahrung bringen. Es sind so ca. 100 m², von denen nur ein Zimmer beheizt werden kann. Der Mieter wusste das von Anfang an, damals war das nicht wichtig.

    Gruß

    FeliX_22
  • also Ölradiator ist so ne Art Heizung die mit Strom betrieben wird (ca 2000kW) und darin ist halt Öl was wie bei ner normalen Heizung durch die Rohre läuft und somit Wärme abgibt aber halt sehr teuer!

    find mal raus wieviel er / sie zahlt, weil wenn es schon unterm Marktpreis ist (da sollte der m² Preis sich so zwischen 3-6€ einpendeln, je nachdem in welchem Gebiet) wirst du nicht mehr viel rausholen :)
    [SIZE="1"]Für den vernünftigen Mann gibt es nur zwei Arten von Weibern, die eine heiratet man, die andere: 20 Euro und dann raus![/SIZE]
  • ohne Strom wären da halt nur noch die Uralt Kachelöfen :) ordentlich einheizen und die halten die Wärme paar Stunden aber man muss halt Holz und Kohlen haben und morgens / mittags ordentlich heizen sonst wirds nix

    *hust* mit holen meint ich, dass man nicht mehr viel am Preis drehen kann ;)
    [SIZE="1"]Für den vernünftigen Mann gibt es nur zwei Arten von Weibern, die eine heiratet man, die andere: 20 Euro und dann raus![/SIZE]
  • Cybaerchen schrieb:

    ... Art Heizung die mit Strom betrieben wird (ca 2000kW) ...


    2000 kW wären 2.000.000 Watt!!! Also damit könnte man einen ganzen Häuserblock heizen! :D

    Ein Ölradiator ist auf Dauer viel zu teuer, da er mit Tagstrom arbeitet und hohe Kosten verursacht.

    Wenn man 2 Jahre nach Einzug in eine Wohnung beginnt zu bemängeln, dass die Heizleistung nicht ausreicht, hat man schlechte Karten, wenn bei Mietbeginn bzw. in der ersten Heizperiode der selbe Zustand vorherrschte.

    Wenn Erdgas bereits vorhanden ist, kann man u.U. auch sogenannte Gas-Einzelöfen installieren. Sie brauchen aber entweder einen Kaminanschluss oder einen Mauerdurchbruch (ca. 25 - 30 cm) mit Abluftgitter.



    Dark Blizzard schrieb:

    also bei 2000kWh [...] pro jahr.....


    Wer redet denn von 2000 kWh? Der Ölradiator hat einen Anschlusswert von 2000 Watt. Macht bei einer Betriebsdauer pro Stunde 2000 Wh = 2 kWh. Bei einer täglichen durchschnittlichen Betriebsdauer von 8 Stunden im kalten Halbjahr wären das ungefähr 1400 - 1500 Betriebsstunden pro Jahr. Also 2800 - 3000 kWh für einen einzigen Ölradiator. Zudem sind 17 Cent pro kWh eher niedrig angesetzt.
  • Oops, ja das mit 2000 kW hätte mir auch auffallen müssen :rolleyes:

    Nochmal Danke für eure Posts, vor allem da ich auf die Antwort eines bestimmten FSBlers gewartet hatte ;)

    Leider hört sich das nicht so toll an. Ein Mauerdurchbruch kommt nicht in Frage. Der Mietpreis ist übrigens 400 Euro, falls es einen interessiert.

    Also das mit den 2 Jahren kann ich erklären: Bisher wurde ein Zimmer nur als so ne Art große Abstellkammer benutzt, in dem auch ein großer Schrank war. Jetzt ist aber zu dem Mieter grad seit Anfang des Monats seine Freundin eingezogen, der Vermieter weiß bescheid. Ja und der Freundin ist nun zu kalt, und ihr Freund kann ihr nicht 24 Stunden am Tag Wärme geben :D

    Vielleicht ist das doch ein guter Grund, denn das Zimmer ist jetzt auch ein Wohnzimmer, würde ich sagen. Langfristige Umbaumaßnahmen, wie ein Mauerdurchbruch oder eine Installation an den Erdgasanschluss halte ich persönlich für den/die Mieter nicht tragbar, darum sollte sich schon der Vermieter kümmern.

    Über weitere Tipps würd ich mich freuen.
  • Wohnung heizen

    Hallo
    um einen Kubikmeter Luft zu heizen (Z.B. von 0 auf 20 °C)
    braucht man immer die gleiche Energie. ein Kubikmeter Luft wiegt übrigens ca.1,2Kg ! Die Energiepreise für verschiedene medien schwanken sebstgesammeltes Holz ist am billigsten und Elektroenergie am teuersten.
    Teurer ist alles im gleichem Maße geworden, die Vergleichszahlen sind etwa ein Jahr alt.

    Warum ist Strom ca. 3 mal so teuer wie Gas, Öl ?
    Die Preise für Energie sind sehr unterschiedlich:
    Maßgeblich für einen Vergleich ist der Arbeitspreis (Energiepreis, Brutto) und der Energieinhalt des Energieträgers (Holz, Gas Öl, Kohle etc.)

    1 Liter Öl kostet angenommen ca. 0,57 EUR.
    Rechnet man 1 Liter Öl oder 1 m3 Gas, 2 kg Holzpellets oder 2,5 kg Holz in Kilowattstunden (kWh) um, dann hat jeder Energieträger eine Energiemenge von ungefähr 10 kWh .

    1 kWh Öl kostet ca. 0,057 EUR
    1 kWh Erdgas kostet ca. 0,044 EUR
    1 kWh Strom Tagtarif kostet ca. 0,16 EUR
    1 kWh Holz kostet ca. 0,032 EUR
    1 kWh Holzpellets kostet ca. 0,034 EUR

    Würde mann den Preis von Öl (10kWh) und Strom (10 kWh) vergleichen,
    dann würde 1 Liter Öl umgerechnet in Strom: 10 kWh (Öl) x 0,16 EUR/kWh (Strompreis) = 1,60 EUR kosten.
    Ergo: 1,60 EUR : 0,57 EUR = Faktor 2,8

    Würde mann den Preis von Gas (10kWh) und Strom (10 kWh) vergleichen, dann würde 1 m3 Gas umgerechnet in Strom:
    10 kWh (Gas) x 0,16 EUR/kWh (Strompreis) = 1,60 EUR kosten. Ergo: 1,60 EUR : 0,44 EUR = Faktor 3,6

    Daran sieht man: Strom ist ca. 3-mal teurer wie Öl oder Gas.

    Im Vergleich mit Holzpellets ist Strom sogar 1,60 EUR : 0,34 EUR = Faktor 4,7 mal so teuer.

    Strompreis angenommen mit 0,16 EUR/kWh für Normalstrom (Tagstrom, Arbeitspreis).

    Holz
    Holzgewicht (getrocknet) ca. 450 kg / Raummeter. Preis / Raummeter ca. 45 EUR, gespalten, bei Selbstabholung
    Preis / kg = 45 EUR : 450 kg = 0,1 EUR / kg
    2,5 kg kosten 0,1 EUR x 2,5 kg = 0,25 EUR
    2,5 kg Holz mit Heizwert ca. 4.0 kWh/kg entspricht ca. 2,5 x 4.0 = 10 kWh.
    1 kWh kostet 0,25 : 10 = 0,025 EUR / kWh
    Wenn man den ungünstigen Wirkungsgrad bei der Handbefeuerung dazuzählt dann ist der Preis (angenommen) ca. 30 % teurer, also ca. 0,032 EUR / kWh

    Holzpellets Preis / Tonne ca. 170 EUR
    Preis / kg = 170 EUR : 1000 kg = 0,17 EUR / kg
    2 kg kosten 0,17 x 2 = 0,34 EUR
    2 kg Holzpellets mit Heizwert ca. 5.0 kWh/kg entspricht ca. 2 x 5.0 = 10 kWh.
    1 kWh kostet 0,34 : 10 = 0,034 EUR / kWh
    Natürlich darf nicht vergessen werden, das zu den Arbeitspreisen bei Gas und Strom noch die Kosten für die Netzbetreibung etc. kommen.
    Im Gegensatz dazu kostet ein Öltankraum und die Öltanks selber auch Geld. Das gleiche gilt auch für die Lagerung der Holzpellets.

    Holz welches selber im Wald gespalten wird ist noch günstiger.
    Alles nur ungefähre Angaben! Wenn Sie die genauen Preise bei Ihrem Händler oder Förster vor Ort nachfragen können Sie selber mal rechnen.


    Alle Angaben ohne Gewähr - Stand 27.07.2006

    Empfohlene Heizmethode: Ölofen
    Achtung Schornstein muss von Fegermeister freigegeben werden. Vorteil: brennt und heizt auch mal ein paar Tage ohne nachzufüllen, kein Dreck
    Nachteil: riecht bissel nach Öl und man muss irgendwo Platz für ein paar Kanister haben...

    mfg
    tumleh
  • FeliX_22 schrieb:

    ... Bisher wurde ein Zimmer nur als so ne Art große Abstellkammer benutzt, ...


    Man kann nach 2 Jahren Mietdauer einfach solche Mängel nicht kostenfrei abstellen lassen. Mängel sind gemäß Gesetz sofort, bei späterem Erkennen unmittelbar nach Erkennen selbiger zu reklamieren. Die Fristen sind dabei realtiv kurz.

    Meines Erachtens gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Mit dem Vermieter sprechen über den Einbau einer energiesparenden Heizmöglichkeit auf dessen Kosten. Hierbei kann man Tagstrom-Heizungen wegen der hohen Betriebskosten vergessen!
    Wenn der Vermieter eine Heizung einbaut, wird aber evtl. die Miete ansteigen (würde ich als Vermieter schon machen), da der Wohnwert erhöht wird.

    2. Eigener Einbau einer Heizung. Am besten, sich vor-Ort von einem Handwerker (Heizungsfachbetrieb) mal unverbindlich beraten lassen. Die Zustimmung des Vermieters ist aber notwendig.
  • Danke für den Link, ich bin jetzt um einiges schlauer!

    So wie es aussieht, ist das elektrische Heizen die einzig günstige Alternative. Entweder mit Nachtwärmespeicher oder Direkthezung. Auf der Homepage habe ich noch das Modell BHE 75 gesehen, auch wenn es fürs Bad gedacht ist: 750 W Leistung und eine große Oberfläche. Ich glaub das ist ganz interessant, schade dass keine Preise dabei stehen.

    Wie ich schon zuvor erwähnt habe, ist Heizen mit Strom ziemlich teuer. tumleh2 hat das von hier schön reinkopiert, du hättest aber gerne noch den Link schicken können. Ansonsten muss man sehen, was der Vermieter von teuren Anschaffungen hält.

    Werd mal demnächst ein Heizungsfachgeschäft besuchen.

    Vielen Dank soweit!

    Gruß

    FeliX_22
  • Die Ölradiator-Elektroheizung wird sehr schnell heiss, keine Frage. Auf Dauer aber damit einen Raum mittlerer Größe zu beheizen ist eine teure Angelegenheit!

    @ FeliX_22:
    Eine 750-Watt-Flächenheizung reicht für ein Bad aber niemals für ein mittelgroßes Zimmer aus. Im Übrigen braucht man für eine Speicherheizung eine getrennte Erfassung von Tag- und Nachtstrom. Solche Heizungen laden sich über Speicher-Steine nachts mit vergleichsweise günstigem Nachtstrom auf. Allerdings ist der Wärmevorrat begrenzt und wenn man den ganzen Tag dann so einen Raum damit heizen will, ist irgendwann der Wärmevorrat erschöpft. Wegen des Tag-/Nachtstroms musst du mit deinem Energieversorger sprechen.