Organspendeausweis

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  • Organspendeausweis

    Organspendeausweis

    Was halte Ihr von der Organspende bzw. vom Organspendeausweis ?
    Sollte es Pflicht werden oder Freiwillig bleiben?



    Bin gespannt auf Eure Antworten :bä:

    MfG
    wünsche Allen das BESTE
  • man sollte die bisherige zustimmungsregelung umgekehren, d.h. wer nicht ausdrücklich einer organspende widerspricht, ist automatisch im falle des falles organspender.

    entsprechende widerspruchserklärungen könnten auf dem führerschein oder krankenversicherungskarte gespeichert werden.

    löst evtl. einen größeren denkanstoss bei den bürgern aus, sich von vornherein mal mit diesem gedanken auseinanderzusetzen.

    p.s.: hier kann sich jeder gleich einen ausfüllen und zulegen:

    organspende-info.de/static/com…usweis_zum_Ausfuellen.pdf
  • Wenn dann sollte es Freiwillig bleiben ! Denn es gibt genug Menschen die davor Angst haben (warum auch immer, aber es sollte respektiert werden).
    Ich persöhnlich habe auch einen (Bin zwar erst 22 aber egal). Denn ich denke mir, was soll ich mit dem scheiß in mir, wenn ich tot bin? Ist doch besser man kann anderen Menschen, die es nötig haben damit zu helfen. Man tut ja sonst nix soziales.
    Ich kann es nur jedem empfehlen. Mann sollte sich echt mal darüber gedanken machen oder mit einem Arzt darüber sprechen.
  • habe mich erst vor kurzem mit dem thema auseinandergesetzt...

    standardmäßig ALLE als organspender zu deklarieren hat einen entscheidenden nachteil.

    jemand stirbt, zufällig passen seine organe exakt für jemanden.
    dann geht der schein, dass er nicht spenden will halt verlohren!

    ein weiterer sehr wichtiger punkt wäre für mich, den organspende ausweis einzuschränken.
    denn wer denkt als organe zählen nur herz, niere usw der hat sich geschnitten!

    selbst Augäpfel werden dir rausoperiert!

    ne bekannte von mir studiert medizien und durfte/musste mal bei sowas dabei sein. wie beim schlachter wird da alles rausgebastelt und eingetütet!

    achtet mal drauf was da alles drunter fällt!
    haut, knochen usw...:würg:


    mit inneren organen hätt ich auch kein problem.
    aber mein gesicht möcht ich behalten
  • Bei den Organspendeausweisen kannst Du genau eintragen, was Du spenden möchtest, und was nicht.
    Eine generelle Umkehrung der bisherigen Regelung ist an sich sehr sinnvoll, zumindest vom medizinischen Standpunkt aus gesehen. Es gibt in Deutschland leider zu wenige Leute, die Organe spenden würden, sei es nun aus ethischen oder religiösen Gründen oder anderen persönlichen Sachen. Viele religiöse MitbürgerInnen sind sicher der Meinung, im Falle einer "Wiedergeburt" fehle wohl etwas.
    Andererseits glaube ich, fehlt es einfach an Aufklärung der Bevölkerung. Es gibt z.B. sehr viele Dialysepatienten, die jahrelang auf eine Spenderniere warten, wobei mittlerweile bei Nierentransplantationen gute Erfolge erzielt werden können.
    Und die Leichen, die im sog. Präparierkurs im Medizinstudium verwendet werden, haben sich zu Lebzeiten ausdrücklich hierzu bereit erklärt, zu diesen Forschungszwecken verwendet zu werden. Aber auch diese Personen werden nach dem Kurs anständig bestattet mit vorheriger Trauerfeier, an denen die Angehörigen teilnehmen können. Aber gut, das war jetzt etwas fern vom eigentlichen Thema ;)

    Grüsse
  • Sollte Freiwillig bleiben!

    Hi!

    Ich habe schon seit einigen Jahren ein Ausweis, und habe nichts dagegen "Ausgeschlachtet" zu werden, wenn ich wirklich Gehirntot bin.

    Mein Körper kann ich nicht mitnehmen zur letzten Reise :eek: - aber ist es nicht schön zu wissen, dass man jemanden anderes helfen kann.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass Organspenden freiwillig bleiben sollte.

    Gruß :)

    hattala
  • Also; natürlich sollte Organspende freiwillig sein und das wird sie auch bleiben! ABER: es sollte in Zukunft so sein, dass von einer Einwilligung per se ausgegangen wir, d.h. mach bräuchte einen Ausweis, wenn man NICHT zustimmt. Das würde die Situation entscheident verbessern.
    Noch ein paar Gedanken:
    1.) natürlich wird alles verwendet, was einem Menschen helfen kann, und wenn Ihr damit ein Problem habt, dann wäre für euch die entscheidende Frage, ob Ihr auch so wäre, wenn ihr z.B. dringend eine AugenOP braucht um nicht zu erblinden. Wäre man dann immer noch dagegen???
    2.) wie in einem Schlachthaus sieht es in keinem Krankenhaus aus....
    3.) Ein Gesicht - so hübsch es auch war - sieht nach kurzer Zeit im Sarg doch sehr anders aus...tut mir leid, aber es ist so...
    4) Wenn ich Horrormärchen höre wie z.B. dass Menschen "ausgeschlachtet" werden gegen ihren Willen, dass Organe verschachert werden etc. dann sind dass kriminelle Machenschaften, und keineswegs Alltag in Kliniken. Gegen kriminelles Handeln kann man sich nur begrenzt schützen - es lässt sich aber am besten verhindern, indem man den Markt für teure Organe verhindert. Wenn legale Organe ausreichend verfügbar wären lohnte sich das "Geschäft" nicht mehr. Dafür bräuchte man allerdings mehr Organspender.....
    Besten Gruss
    PS: Organspendeausweis seit ca. 20 Jahren immer dabei
  • ist n schwieriges thema... Ich persönlich käme damit auch gut klar, wenn man meine Organe einem Menschen spendet, der sie gebrauchen kann, aber es sollte freiwillig bleiben.

    Ob meine Organe dann auch wirklich gespendet werden, daran zweifle ich. Denn ich lebe mit dem Motto "Vollgas" -> Wenn ich sterbe möchte ich eigentlich aufgebraucht sein, kaputte leber, kaputte lunge etc, alles halt aufgebraucht :D

    Smart
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    Live fast, die young[/SIZE]
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  • Ich denke auch, dass es absolut freiwillig bleiben muss. Wer spenden will, soll den Ausweis tragen.

    Es sollte nur unbedingt mehr Ausklärungsarbeit geleistet werden. Ich habe meinen Ausweis erst seit ca 1/2 Jahr (als Motorradfahrer Pflicht:D ), hätte mir aber schon viel früher einen zugelegt, wenn ich so ein Ding mal in die Finger bekommen hätte. Kein Mensch geht extra zum Arzt oder zu ner DRK-Station um sich so einen Ausweis zu besorgen.

    Die müssen viel offensiver verteilt werden, dann würden mit sicherheit viel mehr Leute auch zustimmen.
  • Hallo zusammen,

    bei dem Thema sollte man vielleicht auch mal die andere Meinung sich anhören :

    KAO Startseite

    (Unabhängig davon habe ich mich verpfändet - sprich - natürlich habe ich so einen Ausweis - wenn man wvon mir was brauchen kann...warum nicht :))
    [SIZE="1"]Wer tolerant ist, hält sich selbst für besser ("Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie dieser da. Aber in meiner großen Güte dulde ich ihn neben mir"). Tolerare heißt nur "erdulden" oder "ertragen". Wie wäre es stattdessen mit Akzeptanz oder sogar Respekt vor dem Andersartigen?[/SIZE]
  • Da guck ich aber! Alle sind für die Organspende! Ob mit oder ohne Ausweis oder Einwilligung! Es wird gespendet!

    Habt ihr eigentlich schon mal überlegt, was Organspende eigentlich heißt?
    Mit euren Organen helft ihr einer Transplantations-Industrie, viel Geld zu verdienen und die Krankenkassen zu plündern!
    [B]"uhlenkj"
    hat wenigstens darauf aufmerksam gemacht.[/B]

    Ein neues Organ heißt für den Empfänger noch lange nicht, daß er anschließend sorgenfrei leben kann.
    Erstmal muß in den ersten Jahren ein Medikamenten-Mix gegen die Abstoßung genommen werden.
    Fragt mal jemanden, der das hinter sich hat, das Organ dann aber doch verlor.

    Logisch werden in den Medien immer nur die Erfolge gezeigt.
    Die Transplantations- und Pharma-Industrie braucht ja immer mehr Organe! Das Leid Transplantierter und Mißerfolge sind dem Geschäft abträglich.

    Aber es ist doch ein schönes Gefühl, mit einer Organspende einem Todkranken oder Todgeweihten wieder zum sorgenfreien Leben geholfen zu haben.

    Und dann gibt es tatsächlich so Schmarotzer und Egoisten, die nicht spenden! Das darf doch nicht wahr sein!

    Und es gibt auch noch den Schöpfer, der bestimmt, wer welches Leben wann und wo beginnt oder beendet.
    Christen müßten doch aus Überzeugung gegen die Organspende sein? Haben die etwa Angst vor dem etwas schnelleren Weg ins Paradies?
    Und es steht geschrieben, wen Gott liebt, den prüft er! Nicht mit Geld und sorgenfreiem Leben, sondern mit Krankheit, Leid und Not!
    (Ich gehöre keiner Kirche an!)

    Auch wenn jetzt alle über mich herfallen, ich oute mich als Nicht-Spender!
    Ich habe eine Verfügung, in der steht, daß ich keine Organe spenden und auch keine Fremdorgane haben will.

    Ich stand vor 12 Jahren selbst auf der Kippe. Habe mein Leben überdacht und meine Schlüsse gezogen:
    jedes Leben ist endlich! Ob man nun 20, 40, 80 oder 150 Jahre alt wird, sagt nichts über ein erfülltes Leben.
    Ist ein Leben, das nur aus Kampf gegen Krankheit und/oder Leid besteht, und wo das Wort Hoffnung die größte Bedeutung hat, wirklich so erstrebenswert?

    Ich weiß, daß ich hier ziemlich allein stehe. Es ist ja immer leichter, mit den Wölfen zu heulen.

    Aber ich hoffe, daß alle Unentschlossenen ihre Entscheidung wirklich
    ernsthaft und unter Berücksichtigung mehrerer Aspekte treffen.

    Hier alle Argumente für oder gegen die Organspende anführen zu wollen, wird nicht möglich sein.

    Muß wirklich alles technisch-medizinisch Mögliche in die Praxis umgesetzt werden?

    Gruß nannu
  • nannu schrieb:



    Habt ihr eigentlich schon mal überlegt, was Organspende eigentlich heißt?
    Mit euren Organen helft ihr einer Transplantations-Industrie, viel Geld zu verdienen und die Krankenkassen zu plündern!


    Das ist ja wohl das Dü**** (man verzeihe mir den Ausdruck) was ich je gehört habe!!!!!!!

    Ein neues Organ heißt für den Empfänger noch lange nicht, daß er anschließend sorgenfrei leben kann.
    Erstmal muß in den ersten Jahren ein Medikamenten-Mix gegen die Abstoßung genommen werden.
    Fragt mal jemanden, der das hinter sich hat, das Organ dann aber doch verlor.

    Das ist schon korrekt, aber das kannst Du prinzipiell auf jede Erkrankung mit anschliessender jahrelanger Tabletteneinnahme beziehen. Nach Herzinfarkt/Bypass-OP bekommen die Pat. ebenfalls 4-5 Tabletten regelmäßig, aber auch das ist keine Garantie dafür, das das ewig hält und nicht wieder erneut auftritt...


    Logisch werden in den Medien immer nur die Erfolge gezeigt.
    Die Transplantations- und Pharma-Industrie braucht ja immer mehr Organe! Das Leid Transplantierter und Mißerfolge sind dem Geschäft abträglich.


    *KOPFSCHÜTTEL!!!!!*

    Aber es ist doch ein schönes Gefühl, mit einer Organspende einem Todkranken oder Todgeweihten wieder zum [B]sorgenfreien Leben
    geholfen zu haben.

    Und dann gibt es tatsächlich so Schmarotzer und Egoisten, die nicht spenden! Das darf doch nicht wahr sein!


    --> ich stimme zu, jeder Sollte das recht haben, zu entscheiden, ob er spenden will, oder nicht, daran ist nicht zu rütteln!!!!

    Auch wenn jetzt alle über mich herfallen, ich oute mich als Nicht-Spender!
    Ich habe eine Verfügung, in der steht, daß ich keine Organe spenden und auch keine Fremdorgane haben will.


    --> ist auch völlig in Ordnung!!!!!


    Muß wirklich alles technisch-medizinisch Mögliche in die Praxis umgesetzt werden?

    nein, aber das medizinisch und ethisch sinnvolle!!!

    Gruß Baltasar
  • Baltasar:
    Das ist ja wohl das Dü**** (man verzeihe mir den Ausdruck) was ich je gehört habe!!!!!!!

    Hast recht, ober die Provokation war gewollt, hatte auf mehr Reaktionen gehofft. Ist hier wohl zu schwierig.

    Baltasar:
    Das ist schon korrekt, aber das kannst Du prinzipiell auf jede Erkrankung mit anschliessender jahrelanger Tabletteneinnahme beziehen. Nach Herzinfarkt/Bypass-OP bekommen die Pat. ebenfalls 4-5 Tabletten regelmäßig, aber auch das ist keine Garantie dafür, das das ewig hält und nicht wieder erneut auftritt...

    Genau darum gehts. Es gibt sehr viele Patienten, die wissen, was leiden heißt. Es gibt heute noch viele Krankheiten, bei denen denen die Ärzte machtlos sind. Und den Betroffenen ist nicht Organspenden zu helfen.

    Baltasar: *KOPFSCHÜTTEL!!!!!*

    Warum? Bezweifelst du, daß der Transplanteur seine Arbeit zum Geldverdienen macht? Und die Pharmaka umsonst sind?
    Oder glaubst du, das geschieht alles aus reiner, selbstloser Menschenliebe? Glaub mir, an und mit Transplantationen wird ein Schweinegeld verdient!

    Baltasar:
    nein, aber das medizinisch und ethisch sinnvolle!!!

    Darüber läßt sich trefflich streiten. Ich habe meine Entscheidung gegen eine Organspende deshalb getroffen, weil sie für mich nicht ethisch sinnvoll ist!
    Ist es nicht makaber, daran denken zu müssen, daß ein Anderer sein Leben gelassen hat, damit ich leben kann?
    Wo ist da Ethik? Oder ist es doch mehr eigener Egoismus? Den Tod oder ein eingeschränktes Leben nicht akzeptieren zu wollen? Was hat das mit Ethik zu tun?

    In den Medien wurde z.B. von einer deutschen Klinik berichtet, in der Patienten aus den arabischen Emiraten ruckzuck mit Fremdorganen bedient wurden (werden)?
    Ob das im Sinne der Spender ist? Da wird von Kontrolle geredet, aber Zweifel sind doch angebracht, oder?
    Wie es in den sogenannten Bananenstaaten zugeht, bekommt man ja auch ab und zu mit. Da verkauft eine arme Sau seine Niere für 3000 Euro. Der handelt doch auch aus ethischen Gründen: so kann er das Überleben seiner Familie sichern!
    Und noch was: warum bekommt der "Ausgeschlachtete" für das Wenige, das von ihm übrigbleit, nicht wenigsten eine ordentliche Bestattung bezahlt?
    Wäre doch auch ein ethischer Aspekt, die Achtung vor dem Toten.

    Und über des medizinisch Sinnvolle können Bücher geschrieben werden.
    Da werden Menschen mit halben Schädel an die Maschine gehängt, wo jeder weiß daß da nichts zu retten ist. In dem mir persönlich bekannten Fall mußten die Angehörigen erst vor Gericht gehen, damit der Verunglückte endlich nach 8 Wochen sterben durfte! Ist das medizinisch/ethisch sinnvoll oder Apparate-Auslastung?
    Oder ein 90jähriger erhält ein künstliches Hüftgelenk, kommt zur Reha, aber nie wieder aus dem Bett. Medizinisch/ethisch sinnvoll?
    Wie medizinisch/ethisch sinnvoll ist es, wenn eine 60jährige Mutter wird?
    Negativbeispiele aus der täglichen Praxis gibts zu hauf, auch bei Transplantierten!

    Gruß nannu
  • Halte einen Organspendeausweis für ein absolutes muss!
    Jeder der nicht ausdrücklich dem wiederspricht, sollte seine Organe automatisch spenden.
    Und wers selber nicht macht sollte auch keine gespendet bekommen.
    Hart aber gerecht! ;)
    lg Flo
  • Interessanter Thread Leute, doch leider werden hier nur wenige Fakts gebracht, viel spekuliert und gemutmaßt.
    Vorneweg: Jeder hat zum Glück bei uns das Recht auf Selbstbestimmung und das ist gut so. Egal was andere denken oder sagen, so soll und muß jeder für sich entscheiden, was für ihn in Frage kommt und was nicht. Zwang ausüben, Menschen entrechten über sich frei zu entscheiden - da sollte doch bei allen die Alarmglocken klingeln!

    Bin selber seit ein enigen Jahren in Bereich der Medizin tätig - auch ab und an im Bereich Organspende...

    Nun ein paar Fakts:
    Organmangel: Habe schon einige Menschen erleben müssen, die gestorben sind, weil kein passendes Organ verfügbar war. Ob und was eine Transplantation für den einzelnen bedeutet (Folgebehandlung inc. Medikamente dauerhaft, Komplikationen, geschätzte Transplantatlebensdauer, resultierende Lebensqualität etc.) ist so komplex, daß jeder sich das für sich überlegen muß,ob er das möchte. Aber: Viele, die eine Transplantation möchten haben keine Chance ein Organ rechtzeitig zu erhalten.
    "Ausschlachten": Vor Organentnahme kann tatsächlich definiert werden, was und was nicht entnommen werden darf. Ob man nun die Hornhaut der Augen anders einstuft als z.B. die Leber ist persönliches Empfinden, medizinisch sind das alles "Organe".
    Kosten: Natürlich kostet alles rund um die Transplantation viel Geld. Verdiene aber nicht mehr, ob ich nun bei ner Blinddarm-OP dabei bin oder bei ner Transplantation. Das gilt auch für alle anderen Anwesenden! Die Medikamente sind teuer, aber das ist ein prinzipielles Problem bei uns (vergleiche Aspirin-Kosten pro Packung bei uns und z.B. in der Reiseländern wie Türkei) und hat mit der Transplantation nix zu tun. Zudem ist z.B. ne Dialyse 3-4x/Woche über 10 Jahre sicher nicht billiger als ne Nierentransplantation.
    "Schwarzmarkt": Ja, es gibt ihn, auch in Europa. Das Problem liegt hier aber eher in der Natur des Menschen reich sein zu wollen und das geht am schnellsten, wenn man korrupt ist. Gibts aber auch in allen Bereichen und hat auch mit der Transplantation nix zu tun! Der normale Ablauf bei ner Transplantation ist nicht dazu geeignet irgendjemanden zu bereichern.
    Hirntod=tod?: Glaubens- und Definitionssache. Da kann man keinem vorschreiben, was er glauben soll. Kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass alle Hirntoten, die ich bisher gesehen habe aber sowas von leblos waren - und sag jetzt keiner das läge an Medikamenten, die hatten nämlich keine! Einzelheiten dazu spar ich mir, tun hier auch nix zur Sache. Trotzdem wer da ne andere Meinung hat, das ist o.k. schließlich gibts in letzter Konsequenz für keine Meinung hierzu einen endgültigen Beweiß!

    Mein Fazit: Organspende aus meiner Sicht uneingeschränkt sinnvoll! Schön wäre, wenn es mehr Organe gäbe. Deshalb immer wieder drüber reden und sich seine Gedanken machen! Wenn dann auch nur wenige dazu kommen, die sich bereiterklären im "worst case = eigener Tod" die Organe zu spenden, ist schon etwas erreicht!
  • Das ist verdammt Wichtig

    Ich habe schon mehrere Berichte darüber gelesen und war ertstaunt als ich erfahren habe. Wie viele Leute schon verstorben sind, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ gespendet bekommen haben. Ich habe selber einen Organspendeausweis. Würde es gut finden wenn ihr euch auch einen anschafft.