geozentrischen & heliozentrischen ...

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  • geozentrischen & heliozentrischen ...

    schönen guten morgen zusammen,

    bräuchte eure hilfe für ne "kleine" schulische aufgabe. könnte ja sein das dies jemand schonmal gemacht bzw info´s oder auch ein Referat hat....

    Und zwar geht´s um die Weltbilder!

    von Aristoteles (aristotelisch) - geozentrischen Weltbild
    von Ptolemäus (ptolemäisch) - geozentrischen Weltbild
    von Kopernikus (kopernikanisch) - heliozentrischen Weltbild


    wäre echt prima wenn ihr mir da weiterhelfen könntet und würdet!
  • Naja beim heliozentrischen weltbild dreht sich alles um die sonne und die ist in der mitte um die alle planeten ''rumfliegen''

    Geozentrisch:

    Die erde ist in der mitte und alle anderen planeten auch die sonne bewegen sich drum rum,mehr ist eigentlich nicht zusagen^^

    Hoffe ich konnte dir helfen

    Viele Grüße
    playboy
  • geozentrischen & heliozentrischen ...

    Hallo freak2010 -

    schau nach bei Wikipedia - Suchbegriff: "geozentrisches Weltbild" -
    inhaltlich sehr umfangreich u. alles drin was Du suchst oder brauchst !!!

    Gruss

    Wolf_57 :D
  • Morgen,


    wenn ich das mal kurz einwerfen darf. Die katholische Kirche hat erst vor kurzem offiziell das geozentrische Weltbild abgelegt und das heliozentrische anerkannt. Das war noch unter Papst Johannes Paul II.

    Ich vermute die haben es die letzten huntert Jahre nur vergessen, interessant ist es aber trotzdem, daß die Erde für die Kirche bis ins 21. Jahrhundert eine Scheibe war :D


    Linda
  • Die kopernikanische Revolution

    Nichts hat die endgültige Ablösung des mittelalterlichen Weltbilds so nachhaltig bewirkt wie die Ersetzung der aus der Antike überkommenen geozentrischen Astronomie durch die heliozentrische Astronomie, griff doch der Heliozentrismus eine der Grundvorstellungen an, die mit dem christlichen Glauben eine feste Einheit eingegangen war: Der Mensch, mit seinem Wohnsitz Erde, steht im Mittelpunkt der von Gott geschaffenen Welt.

    Die geozentrische Auffassung von der ruhenden Erde, um die die Planeten kreisen - auch die Sonne ist nach dieser Auffassung ein Planet -, schien durch den Augenschein ganz offensichtlich und hatte in der Antike fast unumstrittene Gültigkeit besessen. Doch wissen wir aus einer Bemerkung des Archimedes, dass Aristarchos von Samos im 3. Jahrhundert v. Chr. eine heliozentrische Theorie entworfen hatte. Sie blieb in der Antike indes fast folgenlos, da schließlich Ptolemäus, der im 2. Jahrhundert n. Chr. in Alexandria wirkte, in seinem großartigen, äußerst scharfsinnigen Handbuch »Almagest« eine recht genaue, die Beobachtungen bestätigende mathematische Berechnung der Planetenbewegungen auf geozentrischer Grundlage gelang. Sein »Almagest« enthielt zugleich in zusammenhängender Form die mathematischen Hilfsmittel, eine spezielle sphärische Trigonometrie.

    Die geozentrische Vorstellung war unbestrittener Bestandteil des christlich-mittelalterlichen Weltbildes. In den Kreisen der Gelehrten ging es um die Überlieferung und um das Verständnis des schwierigen »Almagest«. Seit der Spätantike gab es Kommentare, später dann arabische Bearbeitungen und im europäischen Hochmittelalter Übersetzungen aus dem Arabischen und dem Griechischen ins Lateinische. Eine besondere Pflege erfuhr die Astronomie des Ptolemäus im 14./15. Jahrhundert an der herausragenden astronomischen Schule der Universität Wien; dort wirkten Johannes von Gmunden, Georg Peurbach und dessen Freund und Schüler Regiomontanus, vielleicht der bedeutendste Mathematiker der Renaissance. Er fasste die verstreuten Begriffe und Sätze der ebenen und sphärischen Geometrie in seinem Werk »Über alle Arten von Dreiecken« (De triangulis omnimodis) in fünf Bänden zusammen, verglich die von Ptolemäus überlieferten Beobachtungsdaten mit neueren, genaueren Messungen und verfasste außerdem, zusammen mit Peurbach, eine Einführung in den »Almagest«, die lange Zeit das dominierende Lehrbuch blieb. Die von Regiomontanus stammenden »Sterntafeln« (Ephemeriden) wurden übrigens nachweislich von Kolumbus auf seinen Entdeckungsreisen benutzt. Mit Regiomontanus endete unwiderruflich die Periode der vorbehaltlosen Übernahme der ptolemäischen Astronomie, wobei es, zunächst, um die Korrektur der astronomischen Daten durch genauere Beobachtungen mit verbesserten Instrumenten ging.

    In diese Phase einer vorsichtig kritischen Überprüfung der ptolemäischen Astronomie wurde Nikolaus Kopernikus am 19. Februar 1473 - in Thorn, polnisch Torun - hineingeboren. Nach Studien an der auf hohem wissenschaftlichen Niveau stehenden Universität Krakau und in Oberitalien - so in Bologna bei Domenico Maria di Novara, einem Schüler von Regiomontanus - kehrte er in seine Heimat zurück; im Verwaltungsdienst der Kirche tätig, lebte er ab 1510 fast ausschließlich in Frauenburg (Frombork, Polen).

    Die Erde ist Planet unter Planeten

    Zwischen 1502 und 1514 hat Kopernikus in sieben Thesen die Grundzüge eines heliozentrischen Planetensystems in einer kleinen Schrift »Commentariolus« (Entwurf) fixiert: Die Erde ist Planet unter Planeten und umkreist wie diese die Sonne. Er war sich darüber im Klaren, dass es weiterer Beobachtungen und mathematischer Durchdringung bedurfte, um seine zunächst noch als Hypothese betrachtete Auffassung zu beweisen. Trotz starker Belastungen bei seiner administrativen Tätigkeit während der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Polen und dem Deutschen Orden in dieser Zeit hat Kopernikus sogar Himmelsbeobachtungen angestellt; das Fernrohr war noch nicht erfunden.

    Um 1527/28 dürfte Kopernikus zu dem Schluss gekommen sein, dass seine Theorie hinreichend belegt sei; schwierige mathematische Berechnungen waren vorausgegangen. Zwischen 1529 und Mitte 1532 entstand unter dem lateinischen Titel »De revolutionibus« (etwa: Über die Umwälzungen, das heißt die Umdrehungen der Planetensphären) eine ausführliche Darstellung des heliozentrischen Systems. Noch bis 1541 hat Kopernikus Verbesserungen vorgenommen.

    Der »Commentariolus« war ungedruckt geblieben; nur Abschriften kursierten. Die Gerüchte über eine gänzlich neue Astronomie drangen bis nach Italien. Der Papst lud Kopernikus zur Mitwirkung an der notwendig gewordenen Kalenderreform ein. Martin Luther in Wittenberg, im Zentrum der Reformation, sprach sich gegen Kopernikus aus, »der Narr wolle die ganze Kunst astronomiae umkehren«.

    Doch gerade von Wittenberg ging ein entscheidender Impuls aus. Der junge Professor der Mathematik an der Wittenberger Universität, Georg Joachim Rheticus, reiste 1539 nach Frauenburg zu Kopernikus und schrieb, von ihm unterwiesen, einen begeisterten Brief, der als »Erster Bericht« (Narratio prima) gedruckt wurde und die heliozentrische Theorie weithin bekannt machte. Rheticus war auch wesentlich an der Drucklegung von »De revolutionibus« beteiligt; einige Zeit überwachte er - nach einer Abschrift - den Druck in Nürnberg. Dann aber vertraute er die Drucklegung dem einflussreichen lutherischen Theologen Andreas Osiander an. Der aber missbrauchte das in ihn gesetzte Vertrauen. Nicht nur, dass er dem ursprünglichen Titel die Worte »orbium caelestium« (der Himmelskörper) hinzufügte, er stellte in einem unterschobenen, nicht signierten Vorwort - gegen besseres Wissen - die heliozentrische kopernikanische Astronomie als bloße mathematische Hypothese dar, ohne Anspruch auf Wahrheitsgehalt. Kopernikus' Freunde protestierten, kamen aber zu spät, um die ungeheuerliche Fälschung rückgängig machen zu können.

    Inzwischen war Kopernikus im Herbst 1542 schwer erkrankt. Die Legende berichtet, ein reitender Bote aus Nürnberg habe dem Sterbenden das erste Exemplar des Drucks noch in die Hände gelegt, der es aber nicht mehr habe erkennen können. Kopernikus starb am 24. Mai 1543 in Frauenburg.

    Erst langsam offenbarte sich die weltanschauliche Sprengkraft, die in der heliozentrischen Astronomie verborgen lag; das Geschehen um Galilei sollte dies nur allzu deutlich erweisen.


    Ptolemäus,

    Claudius, griechisch Klaudios Ptolemaios, griechischer Astronom, Mathematiker und Naturforscher, * Ptolemais (Oberägypten) um 100, vermutlich Canopus (bei Alexandria) um 160. Aus dem Leben von Ptolemäus ist wenig bekannt; unsicher sind auch seine genauen Lebensdaten. Fast alle Angaben lassen sich nur aus seinen Werken erschließen. Sicher ist, dass Ptolemäus im 2. Drittel des 2. Jahrhunderts in Alexandria wirkte; er erwähnt eigene astronomische Beobachtungen aus der Zeit von März 127 bis Februar 141.

    Das erste systematische Handbuch der mathematischen Astronomie ist seine um 800 von den Arabern »Almagest« betitelte »Syntaxis mathematica« (»Mathematische Sammlung«), die durch ihren Inhalt und Aufbau für alle astronomischen Handbücher bis über N. Kopernikus hinaus maßgeblich wurde. Sie enthält eine Einführung in das ptolemäische Weltsystem, die mathematischen Hilfssätze der Astronomie nebst Beweisen (astronomische Koordinaten, sphärische Trigonometrie, Sehnentafeln, Ausbau und Anwendung der Lehre von den Kegelschnitten), im dritten Buch die Theorie der Sonne (Exzenter), im vierten und fünften die des Mondes (Epizykel). Das sechste Buch widmet sich den Ursachen und Berechnungen von Mond- und Sonnenfinsternissen, die beiden anschließenden behandeln die Sterne und bringen den erweiterten Sternkatalog des Hipparch von Nikaia, der bis Tycho Brahe fast unverändert, nur wegen der Präzession auf die neue Zeit reduziert, übernommen wurde. Auf seiner Basis konnten E. Halley 1718 und J. T. Mayer 1760 durch Vergleich mit neueren Beobachtungen erstmals auf Eigenbewegungen von Sternen schließen. Die Bücher 9 bis 13 liefern die Theorie der fünf Planeten Saturn, Jupiter, Mars, Venus und Merkur.

    Ptolemäus versuchte später, auf der Grundlage der homozentrischen Sphären des Aristoteles ebenfalls eine Sphärenkosmologie aufzubauen, die jetzt allerdings aus Teilsphären und nicht aus konzentrisch begrenzten Kugelschalen bestand, entsprechend den Ergebnissen seiner mathematischen Astronomie. Da diese materiellen Sphären räumlich gegeneinander abzugrenzen waren, ließ sich auf der Grundlage der parallaktischen Entfernungsbestimmung Erde-Mond und Erde-Sonne sowie aus den relativen Größenverhältnissen der jeweiligen Deferenten und Epizykel ein ineinandergeschachteltes System mit berechenbarer Ausdehnung schaffen. Die Schrift, in der diese Kosmologie dargelegt und die äußere Sternsphäre zu 20 000 Erdhalbmessern berechnet wird (»Hypotheses planetarum«), ist vollständig erst 1967 in einer arabischen Übersetzung wieder aufgefunden worden. Die kosmologischen Anschauungen Ibn al-Haithams, die über J. de Sacrobosco und G. Peurbach auch das lateinische Mittelalter beherrschten, ließen sich dadurch ebenso als ptolemäisch nachweisen wie die mittelalterlichen Vorstellungen von der Größe des Kosmos. Ein im Wesentlichen noch heute gebräuchliches Handbuch schuf Ptolemäus mit »Tetrabiblos« (»Viererbuch«), ein noch heute fast unverändertes Regelwerk der Astrologie. Die astrologischen Berechnungen wurden von Ptolemäus allerdings auf die neue mathematische Grundlage seines »Almagest« gestellt, und die Planetenastrologie der Babylonier wurde mit der Tierkreis- und Dekanastrologie der Ägypter erstmals fest verknüpft.

    Das geografische Weltbild wurde bis in die Neuzeit wesentlich durch die acht Bücher der ptolemäischen »Geographia« bestimmt, die allerdings selbst keine Erdkarte enthielt, sondern nur eine Anleitung zur Konstruktion von Gradnetzen (mit der ihm erstmals gelungenen Kegelprojektion; Kartennetzentwürfe) sowie die Länderaufteilung und, nach dem Vorbild von Eratosthenes, Hipparch und Marinos, die vorwiegend astronomische Lagebestimmung von rund 8 100 Orten der in der antiken Welt bekannten (nördlichen) Ökumene. Nach diesen Angaben wurden bis zum ausgehenden 16. Jahrhundert (gelegentlich um neue Entdeckungen ergänzte) Erdkarten konstruiert. - Das astronomische Werk wird ergänzt durch lange gebräuchliche Handtafeln, Kalender (Parapegma) und Schriften über Sternphasen, das Analemma und die Planisphäre (Astrolabium).

    Neben kleineren philosophischen Schriften zur Erkenntnistheorie und einem Werk über die Schwere der Körper stammen zwei weitere Handbücher von Ptolemäus, die die behandelten Disziplinen bis in die Neuzeit kanonisch beherrschten, die »Harmonik«, die die mathematischen Musiktheorien der Antike abschließend zusammenfasst und starken Einfluss noch auf J. Keplers Vorstellungen von der »Weltharmonik« ausübte, und die nur in einer lateinischen Übersetzung erhaltene »Optik«, in der die geometrische Optik einschließlich der Reflexion (Katoptrik) im Wesentlichen im Anschluss an Euklid und Heron von Alexandria axiomatisch behandelt wird, sich aber auch erstmals eine nähere Behandlung der Brechung des Lichtes an der Grenze von Medien unterschiedlicher Dichte (Luft-Wasser, Luft-Glas, Glas-Wasser) findet. Einfalls- und Brechungswinkel maß Ptolemäus dazu mit einer graduierten Scheibe, und er kam für die Einfallswinkel zwischen 10° und 80° zu annähernd richtigen Ergebnissen, wenn er auch noch nicht nach einem Brechungsgesetz suchte.
    Himmelssphären

    Im Sinn dieses Weltverständnisses entwarf Aristoteles seine Vorstellung von einem geozentrischen Kosmos, nach der die Erde im Zentrum ruht und Sonne, Mond, Planeten und Fixsterne unabänderlich auf festen ewigen Bahnen um die Erde kreisen. Eine nicht unerhebliche Schwierigkeit bildeten hierbei die schon im Altertum bekannten anomalen Bewegungen der Planeten (ungleichförmige Geschwindigkeit, zeitweilige Rückläufigkeit, Planetenschleifen), die nicht durch ein einfaches Modell von konzentrischen, in einer Ebene liegenden Kreisbahnen dargestellt werden können. Zur Lösung dieses Problems schlug der Astronom Eudoxos, ein Zeitgenosse Platons, rotierende konzentrische sphärische Hüllen vor, das heißt unsichtbare materielle Kugelschalen, deren Rotationsachsen auch gegeneinander geneigt sein können. Die Himmelskörper dachte er sich in ihren jeweiligen Sphären verankert, sodass sich ihre Bewegungen und die beobachteten Anomalien aus den unterschiedlichen Rotationen der Sphären erklären ließen.

    Aristoteles übernahm und erweiterte diese Vorstellung von der Planetenbewegung und entwickelte ein Modell des Universums, das schließlich aus insgesamt 55 hierarchisch angeordneten, sich berührenden Sphären bestand, durch deren Rotation der Mond, die Sonne, die Planeten und die Fixsterne um die Erde geführt werden. Die einzelnen Sphären selbst wie auch die in ihnen ruhenden Himmelskörper bestanden nach Aristoteles aus Äther, einer durchsichtigen, unveränderlichen, reinen Substanz, die den kosmischen Raum außerhalb des Bereichs der Erde ausfüllt. Als Grund für die Rotation der Sphären postulierte Aristoteles einen »ersten Beweger«, der jenseits von Raum und Zeit die letzte Ursache aller Bewegungen der Himmelssphären ist.

    Der Kosmos ist also in der Vorstellung des Aristoteles ein in hierarchisch aufsteigende Sphären (Sonne, Mond, Planeten, Fixsterne) gegliedertes kugelförmiges materielles »Gefäß« endlicher Ausdehnung, in dessen Zentrum die Erde ruht und dessen Bewegung durch ein äußeres geistiges Prinzip gewährleistet wird. In diesem Zusammenhang unterscheidet Aristoteles zwei Bereiche des Kosmos, in denen unterschiedliche Naturprinzipien wirksam sind: Die natürliche Bewegung der Körper unterhalb der Mondsphäre (sublunar) ist geradlinig und kommt zum Erliegen, sobald der natürliche Ort erreicht ist oder bis - bei erzwungenen Bewegungen - die Bewegungsursache abbricht. Die natürliche Bewegung des Äthers, oberhalb der Mondsphäre (supralunar), ist hingegen kreisförmig und ewig andauernd.

    In ihrem klaren Aufbau und in der Existenz eines abstrakten ersten Bewegers lag die Attraktivität der aristotelischen Kosmologie für die biblischen Religionen. Sie begünstigte die Geltung dieses Weltbilds als bis zum Ende des Mittelalters vorherrschendes kosmologisches Paradigma, sowohl für das Christentum als auch für die islamische Welt.

    Das System des Ptolemäus

    Die Kreisform als Idealfigur, mit ihrem natürlichen Mittelpunkt, spielte in der antiken Beschreibung der Planetenbewegung die zentrale Rolle. Ausgehend von den Bemühungen einiger Vorgänger gelang es Claudius Ptolemäus etwa 150 n. Chr., die Bewegung der Sonne und des Monds sowie der fünf in der Antike bekannten Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn durch ein kompliziertes System aufeinander abrollender Kreise mit der Erde im Zentrum, also geozentrisch, darzustellen. Dieses in 13 Abschnitten oder Büchern beschriebene, uns durch arabische Astronomen als »Almagest« überlieferte System des Ptolemäus war so genau, dass es für fast eineinhalb Jahrtausende das beherrschende Weltsystem der Astronomie wurde und während dieser Zeit die beste Grundlage für das Kalenderwesen und die Navigation bildete. Es wurde an Vollständigkeit und Genauigkeit erst von Tycho Brahe und Johannes Kepler mit den »Rudolfinischen Tafeln« (1627) übertroffen. Deren Beobachtungsbasis war im Wesentlichen diejenige Brahes, während die zugrunde liegende Theorie von Kepler stammte.

    Grundlagen der Naturbeschreibung

    Platons und Aristoteles' Lehren - Idee und mathematische Denkweise einerseits, konkrete Einzeldinge und Empirie anderseits - stehen sich in ihren wesentlichen Voraussetzungen und Aussagen als vom Grund her verschieden gegenüber. Aristoteles lehrte uns wesentliche Grundlagen der modernen Wissenschaft - den Primat der Beobachtung, die Rolle der Logik in der Theorienbildung - und hinterließ eine mathematische Beschreibung der Planetenbewegungen, die im Werk des Ptolemäus einen krönenden Abschluss fand.

    Mit dessen Kosmos gab es im 2. Jahrhundert ein allen praktischen Ansprüchen der Zeit genügendes, letztlich aristotelisch begründetes Weltsystem. Sein Modell, ein mechanisch-kinematisches Planetarium, ermöglichte es, die beobachteten Bahnen von Mond, Sonne und Planeten durch ein kompliziertes Kreissystem darzustellen und ihre zukünftigen Örter am Himmel mit hinreichender Genauigkeit anzugeben.

    Seit Platon hatten aber auch die Vorstellung von unvergänglichen Ideen und die Mathematik als grundlegende geistige Prinzipien Eingang in die Naturbeschreibung und die Astronomie gefunden, darunter die abstrakten Gesetze und Objekte der Geometrie und die pythagoreische Zahlenlehre, deren Beziehungen und Harmonie die Wirklichkeit der Natur und des Kosmos wiedergeben sollten.

    Die Überwindung des Grabens zwischen der platonischen und der aristotelischen Lehre strebte der Neuplatonismus an, als dessen hervorragender Vertreter Plotin gilt, der im 3. Jahrhundert das idealistisch-mathematische Element des Platonismus mit den philosophischen Auffassungen des Aristotelismus zu einer Synthese zusammenzuführen suchte. Mit diesem letzten Höhepunkt endete die unvergleichlich fruchtbare Periode, in der über neun Jahrhunderte lang die vorherrschenden Weltbilder durch griechische Denker geprägt waren.


    Hoffe konnte helfen
    COBRA
  • linda schrieb:

    interessant ist es aber trotzdem, daß die Erde für die Kirche bis ins 21. Jahrhundert eine Scheibe war :D



    Das ist nicht wahr. Man kann ein geozentrisches Weltbild nicht gleichsetzen mit dem Glauben an eine flache Erde. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum das man im Mittelalter glaubte die Erde sei ne Scheibe. Das ist ein Mythos über das Mittelalter der später entstand um es als primitive Zeit abzugrenzen:
    Mittelalter und Moderne: Wie die Erde zur Scheibe wurde - Wissenschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
  • Und eigentlich sind beide falsch!!

    Wir sind nämlich nur ein Staubkorn am Rande eines von MIlliarden von Universen.


    Das Problem dieser WEltbilder ist, dass sich die Menchen damit in den Mittelpunkt allen GEschehens drängen. Es ist für die meisten Menschen schwer, sich vorzustellen, dass sich nicht alles um uns dreht. Natürlich im übertragenen Sinne. Das war auch der Grund, warum die Kirchen so lange gegen etwas anderes als das geozentrische Weltbild gekämpft haben.

    Ich weiß nicht, wie deine Aufgabenstellung genau lautet. Eventuell könntest du diese Problematik mit einbauen.


    Das die Welt keine Scheibe sondern eine Kugel ist, war schon vor Christi Geburt bekannt. Irgend so ein Ägypther "Eresthastenes" oder so hat schon damals den Radius der Erde relativ genau bestimmt. Das ist erst später wieder durch die christliche Kirche nterdrückt worden.