Klimaschutz - wer soll bezahlen

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  • Klimaschutz - wer soll bezahlen

    Klimaschutz - wer soll bezahlen?


    Die EU-Kommission hat anspruchsvolle Klimaschutzziele für die 27 Mitgliedstaaten vorgelegt.

    Die Umsetzung der Klimaschutzpläne, die noch der Zustimmung einer Mehrheit der EU-Regierungen und des Europaparlaments bedürfen, wird nach Angaben von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bis 2020 wöchentlich drei Euro pro Bürger kosten. Obwohl das 0,5 Prozent des europäischen Bruttosozialprodukts entspreche, sei dies «kein schlechter Deal», sagte Barroso am Mittwoch vor dem EU-Parlament. Ein ungebremster Klimawandel würde nach Berechnungen von Wissenschaftlern mindestens zehn Mal so viel kosten, betonte der EU-Kommissionschef.

    Wer wird hier denn zur Kasse gebeten?

    Was ist mit dem Verursachersacherprinzip?


    Klimaschutz ist für die Erhaltung der Umwelt notwendig und dringend erforderlich.
    Warum soll aber der Rentner und Sozialschwache für Umweltsünder der Industrie, die milliarden Gewinne gemacht haben und machen, wieder einem bezahlen?

    Demokratie ist doch eine feine Sache - oder?


    Nachtrag vom 27.01.2008 zum
    Thema: Klimaschutz – wer soll das bezahlen.

    Klimaschutz ist für die Erhaltung unserer Umwelt wichtig und geht ALLE an.


    Trotzdem halte ich es für richtig, daß hier das Verursacherprinzip entsprechend berücksichtigt wird.

    Wer trägt nach dem Verursacherprinzip die Hauptschuld an dem Klimawandel?

    Es ist die Bevölkerung mit Ihren ständig wachsenden Bedürfnissen. In manchen Haushalten 2 / 3 Autos mehrere Fernsehapparate, diverse Kühlschränke und Gefrierschränke usw.

    Die Industrie kann kaum nachkommen. Sie versucht diese negative Entwicklung schon durch Personalabbau zu stoppen.
    Alles vergebens.
    Sie macht alles um dem Klimawandel aufzuhalten, kommt aber mit den Modernisierungsmaßnahmen nicht schnell genug voran.

    Als einzige Lösung sehe ich, die Bevölkerung stärker zu Belasten, dieses Geld dann den Firmen wieder für Modernisierung zur Verfügung zu stellen.

    Rentner und sozial Schwache die ja eine lange Zeit erheblichen Anteil an den Klimawandel haben, sollten die jetzt gewonnene Freizeit intensiver für Aufgaben im Klimaschutz einsetzen.
    So könnten die Kosten gewaltig gesenkt werden.

    Denke aber, Euch fällt auch noch genug ein – wie man das Problem lösen kann


    Sagt hier Eure Meinung!

    mfg
    Charlo
  • Zeig dein Post mal einem Industriellen, der wird dir gleich eine Rechnung aufstellen, wieviel ihn das kostet.

    Du bist auch echt einer, der mit dem Finger auf andere zeigt? Das beschlossene Paket betrifft alle - Rentner, Kinder, Sozialhilfeempfänger, Millionäre, Industrie, Umweltverbände...alle!

    Immer dieses Rumgejammere über alles und jeden...

    Und Verursacherprinzip? Du sitzt ständig vor dem Computer, du fährst mit dem Auto, fliegst mit dem Flugzeug, heizt....atmest! Du bist genauso Verursacher von Umweltverschmutzung wie alle anderen. Aber ich weiss, die anderen sollen ja erstmal anfangen :roll:
  • In jedem Sinn
    ein Witz ;)

    @Charlo
    Schon allein die Threadfrage ist so gestellt missverständlich
    und auch auf die Zukunft bezogen irreführend :D

    @all
    Klimaschutz als solches im globalen Rahmen ist heute und vmtl. auch zukünftig durchweg (fast) unbezahlbar ;)

    Vermeidung durch Energie- und Ressourceneinsparungen sowie innovative, neue Technologien sind schleinigst gefragt, um hier den absehbaren globalen, klimatechn. GAU noch für die jetzige und nächste Generation abzumildern.
    Folgende Generationen werden es noch schwerer haben.

    Mal als pekuniäres Beispiel ;)
    Die derzeit geschätzten "klimabedingten" Folge'schäden' für "3.Welt"Länder werden momentan bezogen auf deren Volkswirtschaft auf ca. 9,5 Billionen US-Dollar geschätzt.
    Im Vergleich hierzu belaufen sich die Auslandsverschuldungen derselben Länder momentan nur auf ca. 1,8 Billionen !!!

    Will heissen:
    allein schon diese Länder "bezahlen" hier Auswirkungen eines Klimawandels, die sie selbst höchstens indirekt durch den Verkauf ihrer Ressourcen zu nur geringen Prozentsätzen mit verschuldet haben.

    Insofern sind auch die - ja auch nur 'angestrebten' - Klimaschutzziele der EU vorerst marginale Zahlenspielereien,
    die meiner Meinung nur den Zweck haben, die europäische Bevölkerung schon mal auf zukünftige gesellschaftliche Kostensteigerungen vor zu bereiten....
    Erhöhen kann - und muss man zukünftig ;) - diese Zahlenbeispiele eh noch in absehbarer Zeit.

    Wie hier allerdings sozial und klimatechnisch notwendige Umlagen von Kosten (von diversen Verursachern) konterkariert werden...
    ist doch absolut nicht neu und zeigt nur wieder auf:
    Ein Umdenken in sozialer, wirtschaftlicher, globalökonomischer UND ökologischer Weise findet einfach nicht (konsequent) statt.

    Ohne hier Pessimismus zu verbreiten, kann man inzwischen mit Sicherheit konstatieren
    Erst wenn es zu spät ist,
    und wir Huxley's und Orwell's Visionen auch 'noch' klimatechnisch erreicht haben, wird evtl. vielen ein kleines "Bewußtseinslichtlein" aufgehen.
    Nur dann - ich werde es wohl vmtl. nicht mehr erleben -
    ist es eh schon viel zu spät :D

    Um es noch einmal konkret zu sagen
    Diese 156 Euro pro Jahr pro EU-Bürger werden doch jetzt schon jedes Jahr immer wieder NEU fällig...
    durch steigende Kosten im Lebensunterhalt, Energie etc.

    Schon jetzt sind ca. ein Drittel der Eu-Bürger kaum noch in der Lage,
    diese inflationären Kosten ohne größere Einbrüche bzgl. ihres Lebensstandards aufzufangen.
    Ähnlich und noch viel schlimmer sieht es doch im globalen Rahmen aus.

    Wer hier davon träumt, eine sich abzeichnende, globale - wirtschaftlich wie ökologische - Katastrophe mit staatlich verordneten "Wirtschaftsprogrammen" a la EU-Klima-Steuer abfangen zu können, glaubt auch immer noch,
    dass die bereits längst existenten Klimaveränderungen an der Nordsee mediterrane Verhältnisse schafft und uns eigentlich doch auch Gutes bringt :D :depp:

    Wohl dem. der zum Drittel der weltweit Priviligierten zählt, die diese Folgen noch rel. komfortabel abfangen können. In der EU werden dies aber höchsten 40-50% der Bürger sein ;)
    edit dazu: Tendenz stark abnehmend!

    @ GSH
    Du hast schon recht, es wird nicht proportional sondern linear belastet ;)
    aber was ist davon von Vielen real zu schultern möglich ?
    Bzgl allen Mitverursachern gebe ich Dir allerdings völlig recht
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • Ganz schön hart schrieb:


    Du bist auch echt einer, der mit dem Finger auf andere zeigt? Das beschlossene Paket betrifft alle - Rentner, Kinder, Sozialhilfeempfänger, Millionäre, Industrie, Umweltverbände...alle!



    Genau, da liegt der "Hase im Pfeffer" begraben - es betrifft alle.
    Dem Arbeitnehmer, dem Rentner, den sozial Schwachen und dem Millionär sozusagen alle.

    Wer trägt denn an die Umweltsünden die meiste Schuld, doch nicht der Arbeitnehmer. Der hat auch nicht die milliarden Gewinne eingesackt.

    Die Umweltzerstörung ist dem überwiegenden Teil der Habgier und der Profitsucht den Großunternehmen, sprich Kapitalisten, zuzurechnen.
    Dem AN ist nur anzulasten, daß er sich, warum auch immer, nicht vehement gegen die fortschreitende Ausbeutung und sozialen Abbau zur Wehr setzt.

    Ist eben eine Eigenart des "Deutschen Michels"

    Charlo
  • Also irgendwie erinnert mich deine Schreibweise inzwischen stark einen ehemaligen User hier im Forum auf dessen Name ich momentan aber nicht komme.

    Was willst du denn jetzt eigentlich? Sollen die Unternehmen alleine die Kosten tragen? Wie soll das funktionieren, wie willst du das anstellen?

    Du bietest hier nie Lösungen an, sondern stänkerst immer nur gegen die "bösen Kapitalisten".
  • Klimawandel: Alle regen sich auf, dass etwas unternommen werden muss, aber durch den Egoismus in Bezug aufs Kapital war/ist dies kaum möglich. Wenn nun einmal eine Lösung vorhanden ist, dann wird an ihr herum gemeckert. Ich denke es wird langsam Zeit, dass etwas getan ist, um die Ausmaße (soweit das noch möglich ist) einzudämmen ...
    ... Wie war der letzte Winter? Wie ist der diesjährige? Ja, gar nicht vorhanden: und der Zukunftstrend sieht genauso aus ;)
    ... Die Gletscher schmelzen unaufhaltsam. Die Folgen sind auch klar: Ansteigen des Meeresspiegels, Überschwemmungen, ständige Unwetterkatastrophen
    ... Die Trinkwasserknappheit ist auch ein fast unaufhaltsames Problem. Rund 1,7 Milliarden menschen leben momentan in Trinkwasserknappheit und genau in diesen Ländern werden die Ausmaße noch wesentlich schlimmer. Das Problem hierbei ist, dass es in diesen Gebieten nicht tragbar ist... Wie sollen die so schon am/unter dem Existenzminimum lebenden Menschen auch noch zum Klimaschutz beitragen können? Richtig... gar nicht
    Und genau aus diesem Grunde finde ich es gut, wenn die reicheren Länder, wozu Deutschland unbestritten gehört, sich dafür einsetzen. Auch wenn wir 5 Millionen arbeitslose haben - 3 Euro hat (fast) jeder, auch ein Hartz IV-Empfänger und wie schon mehrfach von den anderen Usern erwähnt stehen die Kosten in keinem Verhältnis zu den später aufkommenden Kosten. Es wird Zeit, dass auch der Egoismus überwunden werden muss - Der Klimawandel ist nun mal kein regionales Problem, sondern ein globales. Auch wenn nicht alle Länder dieser Welt, wie z.B. die USA beim Klimaschutz mitmachen, ist es wichtig, dass wenigstens irgendjemand den Anfang macht und so finde ich diese EU-Bestimmung/Idee sehr gut.

    Charlo schrieb:

    Wer wird hier denn zur Kasse gebeten?

    Was ist mit dem Verursachersacherprinzip?

    Jeder wird zur Kasse gebeten :) Verursacherprinzip? Dann ist es ja genau richtig, dass diese EU-Bestimmung kommt. Wir haben auch einen entscheidenden Teil zu dieser Katastrophe beigetragen, oder wer ist deiner Meinung nach der Verursacher?

    mfg
  • Hackmanno1 schrieb:


    Jeder wird zur Kasse gebeten :) Verursacherprinzip? Dann ist es ja genau richtig, dass diese EU-Bestimmung kommt.


    Charlo geht aber davon aus, dass die Industrie die einzigen sind, die zur Umweltzerstörung beitragen. Jeder Mensch weiss, dass das nicht stimmt und die Industrie bereits einen großen Teil zum Klimawandel beiträgt - auch wenn diese Maßnahmen bei weitem nicht ausreichend sind. Eine Versteigerung der Zertifikate ab 2013 wird von der Industrie wieder einmal abgelehnt.

    Analysen gehen nun allerdings davon aus, dass sich ohne internationales Abkommen ein Preis von €48 je Zertifikat ergeben wird - bei kostenloser Verteilung der Zertifikate an die Industrie. Sollte es zu einem Abkommen kommen, gehen Analysten von einem Preis von €27 aus - bei einer Versteigerung der Zertifikate. Die Lobby der Industrie dürfte somit in der Zwickmühle sein, wofür sie sich denn einsetzen soll. Da hat die Kommission etwas wirklich sehr geschicktes beschlossen ;)
  • Ganz schön hart schrieb:

    Charlo geht aber davon aus, dass die Industrie die einzigen sind, die zur Umweltzerstörung beitragen. Jeder Mensch weiss, dass das nicht stimmt und die Industrie bereits einen großen Teil zum Klimawandel beiträgt -



    Das hatte ich total übersehen.
    Wie konnte ich nur so verblendet sein. Die Industrie sind ja die Einzigen die die Bedürfnisse der Bevölkerung befriedigen. Da die Bedürfnisse in den letzten Jahren ständig gestiegen sind kann die Industrie halt nicht mit dem Umweltschutz nachkommen.

    Besser wäre es, wenn die Bevölkerung ihre Bedürfnisse langsam mal etwas zurückschraubt. Was regt sich ein Rentner noch auf, wenn er jetzt zur Kasse gebeten wird. Er hat doch jetzt Zeit, etwas für den Umweltschutz zu tun und kann somit aktiv daran teilhaben, daß die Kosten gesenkt werden.

    Nach dem Verursacherprinzip sind nur die Verbraucher an der Klimamisere schuld und sollten auch dafür bezahlen - 3 €/pro Woche sind nun auch nicht gerade viel - ein Rentner muß ja nicht mehr jeden Tag zur Arbeit fahren und kann so das eingesparte Geld nun für den Umweltschutz anlegen.

    Sorry, über meine Unkenntnis - aber ich hoffe, man ist noch lernfähig.


    Charlo