Köln-Arena: der unglaubliche Auftritt des Recep Tayyip Erdogan

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  • Köln-Arena: der unglaubliche Auftritt des Recep Tayyip Erdogan

    Wem der Name Recep Tayyip Erdogan nichts sagt, zur Erläuterung:
    Es handelt sich um den türkischen Ministerpräsidenten, seit fast 5 Jahren im Amt. Er ist ein (radikal-)islamischer Rechtsaußen und ist Gründungsmitglied der Partei AKP (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung), seit 2001 existent. Schon in früherer Zeit war er beispielsweise Mitglied von Milli Görüs (mit 15 Jahren) oder anderer (radikal-)islamischer Organisationen.

    Zwar hat er einige Reformen auf den Weg gebracht, die formal den Beitritt zur EU erleichtern sollen, aber er strebt auch klar eine Islamisierung und die Aufhebung des Trennung von Staat und Religion (von Atatürk begründet) an. Jüngst die Aufhebung des Kopftuchverbots z.B. an Universitäten des Landes. Die religionskonservativen Türken, auch in Deutschland, verehren ihn und hoffen auf eine Aufhebung des Laizismus. Kritische und aufgeklärte Türken lehnen ihn überwiegend dagegen vehement ab.


    Nun erst sprach Erdogan vor dem ausgebrannten Haus in Ludwigshafen zu den Verwandten und Bekannten der neun Opfer. So weit alles in Ordnung.

    Nun aber rief er zu einer Veranstaltung in der Köln-Arena auf um vor 16.000 Türken und Deutsch-Türken zu sprechen. Die Einladungsplakate waren ausschließlich in türkischer Sprache verfasst, wie die Reden auf der Veranstaltung selbst nur in türkisch gehalten wurden. In seiner Rede beschwor er die in Deutschland (DE) lebenden Türken, sich nicht zu sehr zu integrieren und ihre Herkunft und Kultur zu behalten. Unter dem überwiegend frenetischen Jubel der Zuhörer gab er klare Signale an seine 'Landsleute', sich als Türken und Angehörige der Türkei zu fühlen (sinngemäß) und die Kultur der Türkei zu behalten.

    Schon in den letzten Tagen forderte er von Andrea Merkel den (Auf-)bau türkischer Schulen und einer türkischen Universität in Deutschland.

    Meines Erachtens ist dies alles völlig kontraproduktiv und läuft den seit Monaten diskutierten Bemühungen um mehr Integration und besserer Bildung für Migranten total entgegen. Sehr viele 'Türken' sind inzwischen in DE geboren und sehen dennoch die Türkei als ihr Heimatland an (wie viele Griechen, Jugos, Italiener, Spanier und Portugiesen leider auch in Bezug auf deren Abstammungsländer).

    Zur Info: ich kenne viele freundliche und nette Türken und habe überhaupt nichts gegen diese Menschen. Aber man sollte sich als Migrant doch langsam fragen, wo man dauerhaft leben will und welches Land die Zukunft für das eigene Sein darstellt. Die Überlegungen früherer Gastarbeiter, dass man ein paar Jahre in DE gut verdient und dann wieder zurück kehrt, sind überwiegend hinfällig und überholt.

    Aber ganz sicher ist es nach meiner Meinung falsch, hier eine Parallelgesellschaft aufzubauen und sich nur minimal mit den anderen Menschen und deren Kultur auseinanderzusetzen. Wenn mein türkischer Kollege zu Besuch ist, setze ich ihm nur Sachen vor, die er nach seinen Religionsvorschriften unbedenklich konsumieren darf. Bin ich bei ihm zu Besuch, gibt es eben türkisches Essen. Ist kein Problem, ich mag das ja, will aber nur ausdrücken, dass ich mir schon Mühe gebe, seine Religion und Kultur zu achten. Im Gegenzug erwarte ich das schon auch.

    Von daher sehe ich die Auftritte von Erdogan in DE mit ziemlicher Verärgerung an und wenn wir als Deutsche nicht aufpassen, entwickeln sich hier noch mehr (selbst gewollte) Ghettos statt dass es zu einem Miteinander kommt. Gemeinsamkeit bedeutet schließlich nicht Assimilierung des Einen, sondern eine Akzeptanz des Anderen. Dass die gesellschaftlichen und rechtlichen Normen sowie die Beherrschung der Sprache unseres Landes allerdings notwendige Grundvoraussetzungen sind, sollte man abschließend noch erwähnen.

    Aber irgendwie habe ich - leider - den Eindruck, dass sich die Türkei und viele Türken in DE viel mehr dem Islamismus und den arabisch-muslimischen Staaten und Normen zuwenden, anstatt unserer Gesellschaft!
  • Moin MusterMann

    tja, dazu habe ich mich hier ->
    freesoft-board.to/2336273-post123.html
    schon ausführlich ausgelassen ;)

    Schade eben nur, dass so viele "Türken" ihre Ängste, Unsicherheiten und Probleme in diesem Land mit einem Demagogen und Dummschwätzer a la Erdogan verknüpfen.
    Vllt. sollte man sie mal auch dahingehend befragen, ob sie neben dem "Teilen" sentimentaler Heimatsverbundenheit mit ihm,
    sie auch dazu bringen könnte, von ihm einen Gebrauchtwagen zu kaufen...:D

    Bei Geschäften schauen/hören Türken ja meist etwas genauer hin ;)

    Nachtrag:
    Vmtl. könnte man inzwischen Kemal Atatürk auch als Turbine im Energiesektor gebrauchen :rolleyes: ...
    so wie er inzwischen im Grab rotieren müsste

    andererseits...vllt. wir sollten eigentlich auch nicht lästern...
    denn bei unseren Staatsspitzen...
    die gerade jetzt wieder z.B. aktuell zur Kinderfrage polemisieren
    und wahltaktisch - ähnlich gestrickt wie Erdogan -
    mal wieder Versprechungen machen in Richtung Geld an Nicht-Bedürftige zu verteilen, aber mal wieder Real-Bedürftige aussen vor lassen
    und das dann auch noch als besonders kinderfreundlich zu verkaufen ...weia, weia
    Hoffentlich merke(l)n's wenigstens einige ;)
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
    frei übersetzt: Wem nützt es? und ... Wer kontrolliert die Kontrolleure?

    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • Also Erdogan ist sicherlich kein Dummschwätzer.

    Kommen wir zum Thema Kopftuch. Für mich ist es einfach nur unverständlich warum es überhaupt in der Türkei in Unis bis heute ein Kopftuchverbot gab. Er hat nur das Kopftuchverbot aufgehoben. Kein Mensch hat das Recht jmd. zu diskriminieren weil er oder sie ein Kopftuch trägt, Hose, Rock oder Mini-Rock anzieht. Es ist jedem selbst überlassen wie er sich bekleidet. Ob ER lange Haare hat, kurze Haare hat oder Ohrringe hat ist ihm überlassen, ich kann ihm nichts verbieten, genauso auch bei der Frau. Das hat Erdogan richtig gemacht und ich kann da nur sagen, HUT AB Erdogan.

    Thema türkische Schulen in DE. Eins möchte ich hier mal los werden, hat zwar nicht undebingt viel mit dem Thema zu tun, aber Rassismus und Ausländerfeindlichkeit gibt es nur in Europa. Es gibt überall auf der Welt, außer in Europa, türkische Schulen und die sind auch erfolgreich. Die gibt es in Afrika, in Asien bis nach Indonesien, sogar in USA gibt es türkische Schulen. In Europa gibt es wenn ich mich nicht irre nur in England eine türkische Schule. Wie auch immer. Es ist ja nicht so gemeint dass die Schüler da nur Türkisch lernen sollen. Die Schüler lernen in solchen Schulen alles was die anderen auch lernen, zusätzlich noch die türkische Sprache. Was die Medien hier aber alles so übertreiben ist lächerlich.

    AKP hat mit Islamisierung, Radikalislamismus etc. nichts zu tun, da sollen die Deutschen mal nicht so übertreiben und sich vielleicht an die eigene Nase fassen. In Deutschland regiert im moment die Christlich Demokratische Partei. Die Religion ist schon im Namen drinne.

    Bisschen OT: Dass Erdogan für die Türkei arbeitet habe ich mit meinen Augen gesehen und erlebt. Straßenbauten, Tunnels, Häuser, Parks, Unter-/Überführungen und und und. Bruttoeinkommen von ~2500€ (in 2001) pro Kopf auf heute ~5600€. Wer zuletzt vor 5 Jahren in der Türkei war und heute nach 5 Jahren wieder in die Türkei fliegt wird Türkei nicht wiedererkennen. Es hat sich in den letzten 5 Jahren einiges geändert.
  • einszwei schrieb:

    Kommen wir zum Thema Kopftuch. Für mich ist es einfach nur unverständlich warum es überhaupt in der Türkei in Unis bis heute ein Kopftuchverbot gab.



    Dann hast du leider nicht verstanden, worum es bei dem Kopftuchverbot ging.

    Das Kopftuchverbot war wichtig! Überleg mal, warum. ;)

    Überleg mal, wofür das Kopftuch ein Synonym war und leider teilweise noch ist.



    Ähnliche Dinge gibt es in verschiedenen christlichen Gruppen. Und auch die gehören abgeschafft. Wenn Kirchen in die Grundrechte der Menschen eingreifen, dann müssen die Staaten dagegen vorgehen.
  • einszwei schrieb:

    Also Erdogan ist sicherlich kein Dummschwätzer.

    Bisschen OT: Dass Erdogan für die Türkei arbeitet habe ich mit meinen Augen gesehen und erlebt. Straßenbauten, Tunnels, Häuser, Parks, Unter-/Überführungen und und und. Bruttoeinkommen von ~2500€ (in 2001) pro Kopf auf heute ~5600€. Wer zuletzt vor 5 Jahren in der Türkei war und heute nach 5 Jahren wieder in die Türkei fliegt wird Türkei nicht wiedererkennen. Es hat sich in den letzten 5 Jahren einiges geändert.


    Und warum wollen die alle zu den armen Deutschen? Das Einkommen hätte ich auch gern.

    Hab mal köstlich gelacht, dient ja der Gesundheit
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    Wer sich gut im Verborgenen gehalten hat, hat gut gelebt
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  • Graf Koks schrieb:

    ... Das Einkommen hätte ich auch gern.
    Hab mal köstlich gelacht, ...


    Dann hast du nicht richtig gelesen. Es ging um das Brutto-JAHRES-Einkommen.

    Erdogan ist ganz klar ein ultranationaler und ultrareligiöser Typ, das sieht man an seiner Vita doch deutlich. Man stelle sich nur mal Merkel vor, sie würde so eine Rede in Ankara oder Istanbul vor Deutschen dort halten, ich möchte den Aufschrei der Türkei nicht erleben!

    Das Kopftuch steht nach wie vor für Unterdrückung und Bevormundung, auch wenn angeblich viele Muslimas dies selbst wünschen. Kopftuch und Verhüllung sind Symbole des konservativen Islam. Sie sollen die Frauen vor den begehrlichen Blicken der Männer schützen. Doch warum nimmt man dann nicht die Männer in die Pflicht im Islam und zwingt die Frauen in unansehnliche Kleidung?

    Religion sollte freiwillige Privatsache bleiben, schließlich heißt es doch schon im Koran:
    'Es gibt keinen Zwang im Glauben ...'

    Doch überall, wo Kopftuch und religiöser Zwang herrschen sich ausbreiten, bleibt die persönliche Freiheit auf der Strecke. Man denke nur an die Religionspolizei in Ländern wie Saudi-Arabien oder Iran. Erdogan strebt mit der Türkei eine Aufhebung des Laizismus an. Schon jetzt gilt alleine der Islam im Land als wahre Religion. Wenn die Freiheiten für die Türken und den Islam, den Erdogan in Deutschland fordert, in der Türkei auch realisiert werden für andere Nationen und Glaubensrichtungen, dann kann Herr Erdogan wieder kommen, sonst sollte er seine nationalistischen Sprüche lieber zuhause lassen!

    einszwei schrieb:

    ..., aber Rassismus und Ausländerfeindlichkeit gibt es nur in Europa. ....


    Absoluter Unsinn! Es gibt schon jetzt türkische Schulen in Deutschland, in der Regel Privatschulen und die Ausbreitung ist bewusst gesteuert und gewünscht. Solange diese sich an unsere Lehrpläne und zu vermittelnde Inhalte halten, ist das in Ordnung. Türkisch für türkisch stämmige Migranten ist alleine deren Privatangelegenheit und sollte keinesfalls von unserem Staat gefördert oder gar subventioniert werden. Das Land, in dem man dauerhaft lebt, sollte das eigene sein, also ausschließlich ein deutscher Pass und die deutsche Sprache. Die Kultur des eigenen Heimatlandes bzw. des der Eltern kann man ruhig bewahren und pflegen, aber Parallelgesellschaften, wie sie ein Herr Erdogan propagiert, sind garantiert der falsche Weg.
  • Jo, hab nicht richtig gelesen

    Ich bin auch der Meinung, das man sich in einem Gastland integrieren soll, wer das nicht will, soll wieder nach Hause gehen. Es wird ja keiner zum bleiben gezwungen.

    Na ja, ich hoffe ja, die Türkei kommt nie in die EU, hat ja nur einen kleinen europäischen Teil.
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  • @ einszwei
    Ich vermute jetzt einfach mal, dass du Türke bzw. türkischstämmig bist.
    In dem Fall empfehle ich Dir auch einfach mal, Dich mit der Geschichte Deines (Vater-)Landes und Eures - von mir durchaus sehr geschätztem - Staatsgründers Kemal Atatürk auseinander zu setzen.
    Dieser wirklich fleißige, ehrenvolle Mann hat u.a. in Euer türkischen Verfassung die klare Trennung von Staat und Religion verankert.
    Aus diesem Grund hat auch Atatürk das Kopftuch als religiöses Symbol aus dem Staatsdienst entfernt und allen staatstreuen Türken desgleichen empfohlen.
    Erdogan ist der ERSTE, der sich offen gegen dieses Vermächtnis Atatürks ausgesprochen hat und de facto dies bzgl. eigentlich auch einen Verfassungsbruch mit weiteren Veränderungen damit zusammenhängenden Entscheidungen begangen hat ;)

    Übrigens...die von Dir ihm fälschlich zugeschriebenen Investitionen in der türkischen Infrastruktur sind weitgehend nicht von Erdogan selbst eingeworbene Mittel, sondern im Zuge von amerikanischen und europäischen Abkommen ausgehandelte Subventionierungen des türkischen Staates...auch im Hinblick eines wichtigen NATO-Partners Türkei ;)
    Cui bono? et ... Quis custodiet ipsos custodes?
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    Seit Sommer 2013 seltener online!
  • McKilroy schrieb:

    (....)Das Kopftuchverbot war wichtig! Überleg mal, warum. ;) (...)


    Dann frage ich mich,warum den Nonnen der schleier mit Kopfbedeckung ,den Schüler der Cappy nicht verboten wird,mich persönlich stört es nicht, wenn eine Frau Kopftuch trägt, oder Kurze Röcke ,es ist jedem selbst überlassen.
  • MusterMann schrieb:

    (...)Aber irgendwie habe ich - leider - den Eindruck, dass sich die Türkei und viele Türken in DE viel mehr dem Islamismus und den arabisch-muslimischen Staaten und Normen zuwenden, anstatt unserer Gesellschaft!


    Das ist nur Schubladen denken, nur weil man hier die Türken in DE sehen kann mann nicht Oberflächlich über die Türken bzw Türkei urteilen.
  • @ resnu:
    Ich urteile keineswegs oberflächlich über die Türken, einer meiner besten Freunde ist Türke und in Istanbul war ich auch schon - selbst in der Blauen Moschee, hab dort mit dem Imam gesprochen und mit vielen gläubigen Moslems.

    Nur: Glaube ist eine Sache - Fanatismus und Intoleranz eine andere. Hättest du dich ausführlicher mit meinem Beitrag zuvor befasst, hättest du hier ganz andere Ansatzpunkte für eine Diskussion finden können anstatt nur einen Satz hinzuklatschen ohne jeden Tiefgang!
  • MusterMann schrieb:

    (...)hättest du hier ganz andere Ansatzpunkte für eine Diskussion finden können anstatt nur einen Satz hinzuklatschen ohne jeden Tiefgang!


    Sorry,ich brauche keine Romane schreiben, wenn ich andere Kulturen Akzeptiere.Ich sehe auch keine Gefahr für Deutschland, im gegenteil Erdogan,s auftritt war mehr für Besänftigung der Türken, so das sie nicht über die falschen Tatsachen explodieren.
    Wir können "wohl" verlangen, das die Türken die Deutsche Sprache beherrschen, aber nicht verlangen, das sie ihr Kultur für uns aufgeben.
    Kein Türke in der Türkei,würde es einem Deutschen Auswanderer verbieten, das sie Weihnachten feiern.
  • resnu schrieb:

    ... Erdogan,s auftritt war mehr für Besänftigung der Türken, so das sie nicht über die falschen Tatsachen explodieren.
    ....



    Wovon redest du nur? Du faselst irgendwas Unverständliches. Erdogans Rede war purer Nationalismus. Er fordert hier lebende und sogar geborene türkische Migranten dazu auf, sich NICHT zu integrieren, seine Forderungen sind abstrus und kontraproduktiv zu einem Miteinander der Kulturen. Was Erdogan und viele seiner Fans gerne hätten, ist eine Parallelgesellschaft. Leider gibt es das in manchen Bereichen schon, sieht man auch in unserer Stadt, wo rund um die größte Moschee ein türkisches Viertel entstanden ist, mit ausschließlich türkischen Läden und Betrieben. Dort ist Deutsch eine Fremdsprache und wenn man mal in einem dieser Läden etwas einkaufen will, kann es passieren, dass der Verkäufer dich nicht versteht, weil er kein bzw. kaum Deutsch spricht.

    Dieser ganze Multi-Kulti-Wahn geht bei uns immer davon aus, dass quasi alle Ausländer/Migranten Opfer und gute Menschen sind. Wir, als Deutsche, nehmen bereits viel Rücksicht auf andere Kulturen, während in der Türkei z.B. christliche Organisationen angefeindet oder sogar bedroht werden. Minderheiten, wie die Kurden, werden weiterhin unterdrückt, die kurdische Sprache ist offiziell nicht gewünscht, inoffiziell verboten (wie früher).

    Von der Türkei abstammend, muss man nicht dauerhaft Türke bleiben und den Herkunftsstaat als seinen betrachten, man soll die freie Wahl haben, wo man dazu gehören mag. Mein Vater gehört auch zu den Vertriebenen des 2. Weltkriegs, er würde aber niemals denken, kein Deutscher zu sein. Er empfindet und lebt Deutschland als sein Heimatland und eben nicht sein Geburtsland. Selbst meine Großmutter dachte zeit ihres Lebens nach dem Krieg ähnlich.

    Die Formulierung von Erdogan bezüglich Assimilation war bewusst falsch und irreführend. Deutschland versucht Migranten keinesfalls aufzusaugen und deren Herkunftskultur auszulöschen. Ich halte Erdogans Rede in unserem Land weiterhin für absolut dreist und frech.


    @ resnu:
    Zu einer Diskussion gehört, dass man sich artikuliert und verständlich macht, während du nur 'irgendwas' schreibst, ohne es zu hinterfragen oder zu belegen. Ich nehme mal an, dass du selbst türkischer Abstammung bist, sonst würdest du anders über Erdogans Rede und Politik urteilen.

    Wer dauerhaft bei uns lebt, soll die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen. Wer mit unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht klar kommt und statt dessen an patriarchalisch-überkommenen Gesellschafts- und Familienstrukturen festhält und Intoleranz in religiösen Ansichten verteidigt, dem steht es selbstverständlich frei, seinen Lebensmittelpunkt außerhalb unseres Staates zu suchen.

    Auch wir als Deutsche sollten aufhören, mit einem Schulterzucken zu akzeptieren, dass beispielsweise türkisch-stämmige Mädchen und junge Frauen zwangsverheiratet werden, dass unter Androhung von Gewalt Beziehungen von türkischen Mädchen zu deutschen Jungs unterbunden werden, dass moslemische Schülerinnen vom Schwimmunterricht zwangsweise ferngehalten werden, dass manche Koranschulen bei uns den Hass auf Andersgläubige/Andersdenkende fördern. Denn dies hat mit der Akzeptanz fremder Kulturen rein gar nichts zu tun!
  • So jetzt zum Schluß, Du lebst mit vorurteilen , ich muß nicht Türkischer Herkunft sein um sie zu verstehen, alle reden von Integration aber dazu muss man noch sagen, daß Integration in Deutschland mehr als schwer ist, denn worin soll man sich integrieren? Es wird nichts vorgegeben, keine Werte, nichts. Wir stehen weder für Freiheit noch Demokratie ein. Und jedes Kind erkennt die Worte der Politiker als das was sie sind - leere Phrasen.

    ...während in der Türkei z.B. christliche Organisationen angefeindet oder sogar bedroht werden.


    Kannst Du das Belegen?? Genauso wie dein letzten Absatz ?? Ich kenne viele Türkinnen die mit einem Deutschen zusammen sind, sogar der Sohn vom Alt Kanzler Kohl ist mit einer Türkin verheiratet.

    Du darfst auch nicht vergessen, das in den Kulturen unterschiede gibt , so wie bei uns, Deutsche Kultur ja, aber ist das die gleiche wie zw. einem Bayern und einem Hamburger (ist nur ein Beispiel)
    Aber Türken bzw Ausländer werden dafür gleich in ein Topf geschmissen, wo wir nicht mal mit dem Problem OST/WEST klarkommen.

    Nichts für ungut MusterMann,wir könnten den ganzen Forum zuschreiben und würden keine Einigung finden.
    Habe hierzu einen passenden Beitrag gefunden wobei der Schreiber nicht unrecht hat.
    freesoft-board.to/f29/tuerkisc…281059-2.html#post2360448

    Beitrag : #29
  • resnu schrieb:

    Kannst Du das Belegen??


    Aufgrund von Beschlüssen des türkischen Verfassungsgerichtshofes musste 1970 das Priesterseminar der armenischen Christen in Üsküdar den Lehrbetrieb einstellen und im Sommer 1971 das 1844 gegründete griechisch-orthodoxe Priesterseminar von Chalki die Pforten schließen. Fehlender geistlicher Nachwuchs trocknet seither die Reste christlichen Lebens in der Türkei langsam aus. Die Kirchen in der Türkei überaltern.

    1997 erließ der Gouverneur von Mardin ein Verbot gegen die Klöstern Zafaran und Mar Gabriel, ausländische Gäste zu beherbergen und Religions- sowie muttersprachlichen Unterricht zu erteilen. Internationale Proteste bewirkten, dass wenigstens das Beherbergungsverbot wieder aufgehoben wurde. Sprachunterricht in aramäisch bleibt aber weiterhin untersagt.[2]

    Das dem Minister Hüseyin Çelik unterstehende türkische Erziehungsministerium fiel im April 2003 mit Verleumdungsdekreten gegen christliche Minderheiten deutlich auf. Das Ministerium veranlasste die türkischen Schüler dazu, an einem Aufsatzwettbewerb für die angebliche „Völkermordlüge“ der Armenier, Pontosgriechen sowie Syrisch-Orthodoxen mitzuwirken. Gleichzeitig verpflichtete das Ministerium die türkische Lehrerschaft zur Teilnahme an dazu passenden Fortbildungsmaßnahmen und hat die Neuauflagen veralteter türkischer Schulbücher vorgenommen, in denen Nicht-Muslime in der Türkei als „Spione“, „Verräter“ sowie „Barbaren“ bezeichnet werden. Zudem verweisen die Bücher darauf, dass deren Schulen, Kirchen sowie jüdische Synagogen „schädliche Gemeinden“ sind.[3][4]

    Anfang Februar 2006 wurde in der Stadt Trabzon am Schwarzen Meer der 68-jährige katholische Priester Andrea Santoro von einem 16-jährigen muslimischen Oberschüler erschossen, der sich so für die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in Dänemark rächen wollte. Der Priester war jedoch von Bewohnern der Stadt schon im Vorfeld mit Gewalt bedroht worden. Im März 2006 kam es zu zwei gewalttätigen Übergriffen auf die 700 Katholiken zählende Gemeinde von Mersin. Dabei kam es zu Verwüstungen der Gemeinderäume und einer Messerattacke auf den Kapuzinerpater Hanri Leylek.[5] Im selben Jahr wurde ein slowenischer Geistlicher in Izmir und ein französischer Priester in Samsun angegriffen und verletzt.

    Im Jahr 2006 startete die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte einen internationalen Appell unter dem Motto „Türkei: Erst die Christen vertreiben, dann in die EU?“ Darin fordert die IGFM nochmals den EU-Ministerrat auf „angesichts der negativen Entwicklung in der Türkei eine deutliche Klärung der Vorgänge in der Türkei zu verlangen und konsequent auf der Erfüllung der Kopenhagener Kriterien zu bestehen“. Nach Berichten, die der Gesellschaft vorliegen, hat die rechtsgerichtete türkische Organisation „Graue Wölfe" rund 2,5 Millionen Unterschriften zur Vertreibung des Patriarchen von Konstantinopel gesammelt. Der Patriarch Bartholomäus I., das Ehrenoberhaupt der rund 250 Millionen orthodoxen Christen bestätigt, daß sich die Lage der Christen in der Türkei „vom Schlechten zum Schlechteren“ wende.[6]

    Im Januar 2007 wurde das prominenteste Sprachrohr der Armenier, der Journalist Hrant Dink, ein Christ, ermordet. Der Mörder wurde auf Fotos und einem Video nach der Verhaftung von einigen Polizisten vor der türkischen Fahne gefeiert. Der Attentäter hatte sich damit gebrüstet, einen Ungläubigen getötet zu haben, der die Türkei beleidigt hätte.


    Beispiel 5: Türkei
    Christen führen ein Dasein als Bürger zweiter Klasse

    Selbst im laizistischen Vorzeigestaat Türkei hat sich das Blatt gewendet. Die Türkei, dereinst von ihrem Gründer Attatürk als moderner, westlich ausgerichteter Staat gedacht, wandelte sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Richtung eines islamischen Fundamentalstaates. Ihr derzeitiger Präsident Erdogan sowie der amtierende Außenminister Gül machen aus ihrer islamistischen Einstellung keinen Hehl. Unter manchen Europapolitikern ist unvergessen, was Erdogan als Mitverfasser eines Manifests seiner Partei 1997 empfahl: Die Vernichtung aller Juden und den Kampf gegen den Westen, indem man die "Demokratie nicht als Ziel, sondern als Mittel" begreift.

    Und bis heute wird Erdogans folgende entlarvende Äußerung (gehalten bei einer Rede als Oberbürgermeister von Istanbul) sowohl seitens der Medien als auch der EU-Politiker entweder verharmlost oder schlichtweg ignoriert: "Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."

    Diese Worte sollten besonders uns Deutsche nachdenklich machen. War es doch kein Geringerer als Joseph Goebbels, der in seinem Artikel mit dem Titel "Was wollen wir im Reichstag?" (in "Der Angriff" vom 30. April 1928) die Strategie der Nationalsozialisten mit folgenden Worten beschrieb: "Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre Sache…"

    Wie Erdogan oder andere Muslimführer heute wurde zu seiner Zeit auch Goebbels von niemandem so recht ernst genommen.

    Der Staatsgründer Attatürk selbst würde in der jetzigen Türkei als "Ungläubiger" und Feind des türkischen Volkes gebrandmarkt. War doch für ihn der Islam nichts weiter als "die absurde Theologie eines unmoralischen Beduinen." Seltsam nur, dass diese Worte ihres Staatsgründers bis zum heutigen Tage weder von türkischen noch Muslimen anderer Saaten als Prophetenbeleidigung verstanden werden.

    Von dereinst 250.000 Griechisch-Orthodoxen in Istanbul sind knapp 2.000 übriggeblieben, von mehr als 2 Millionen christlichen Armeniern (in osmanischer Zeit) leben noch ganze 80.000 im Land. Die Ermordung von mehr als 1,5 Millionen christlicher Armenier durch die Jung-Türken gilt unter Historikern als erster Genozid im 20. Jahrhundert. Claude Mutafian (Universität Paris) schilderte die Geschichte der türkischen Verleugnung des Völkermordes. Kemal Attatürk, Gründer der Türkei, verleugnete die Existenz der Armenier, um den Anspruch der Türkvölker aus Mittelasien auf die Türkei zu rechtfertigen. Erst 1965, mit dem Segen der Sowjetunion, "erwachten die Armenier", um den NATO-Partner Türkei an den Pranger zu stellen. Die Türkei hingegen spricht bis zum heutigen Tag von einem "Aufstand der Armenier" und "tragischen Kriegsereignissen". Raymond Kevorkian, Universität Paris, beschrieb die Radikalisierung der Jungtürken nach den Balkankriegen und dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches. "Der Prozess eines sozialen Darwinismus setzte ein. Für die Türken galt gegenüber den Armeniern, der größten nicht-türkischen Volksgruppe neben Griechen, Juden und arabischen Syrern, das Prinzip: du oder ich." Kevorkian erzählt, wie die Armenier ausgeraubt, deportiert und schließlich ermordet wurden. Den Jungtürken ging es um eine "demografische Homogenisierung". Im März 1915 wurden "Sondereinheiten" zwecks "Liquidierung" der Armenier eingesetzt. Sie wurden in 30 "Schlachthäusern" konzentriert. Beim Euphrates wurden sie durch enge Schluchten gejagt. Frauen und Kinder wurden "ausgefiltert", während die Männer ermordet wurden. Die Befehle kamen per Feldtelefon. Die Mörder behaupteten, "Dienst für die Heimat" geleistet und "Fremdkörper entfernt" zu haben. Obgleich dem Islam abgeneigt, hätten die Jungtürken die Religion für einen "ethnischen Nationalismus" instrumentalisiert.


    Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte und die evangelische Nachrichtenagentur idea haben den türkischen evangelischen Pastor Ahment Guvener zum "Verfolgten Christen des Monats 2003" benannt . Im April 2003 wurde Pater Perre Brunissen bei einer islamistisch motivierten Messerattacke in der südtürkischen Stadt Samsun schwer verletzt. Zweien zum Christentum konvertierten Türken, Hakan Tastan (37) und Turan Topal (46), drohen neun Jahre Gefängnis. Der Vorwurf: Sie hätten den Islam beleidigt ( Artikel 216 der türkischen Verfassung) und "vertrauliche Informationen über Staatsbürger gesammelt" (Artikel 135).


    100.000 bis 120.000 Christen leben in der Türkei, weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung. Und anders, als Erdogan nahelegt, ist ihre Situation - unterschiedlich ausgeprägt - von Schikanen und Benachteiligungen gezeichnet.

    Laut der laizistischen Verfassung der Türkei haben Christen zwar faktisch Religionsfreiheit - in der Realität nutzt ihnen diese allerdings oft wenig: Christliche Kirchen sind nicht rechtlich anerkannt, dürfen keinen Bankkonten führen, keine Immobilien besitzen, Kirchen dürfen ihre Priester nicht ausbilden. "Das ist ein ungelöstes Problem. Auf dem Weg nach Europa muss die Türkei auch Kirchen als öffentliche Körperschaft anerkennen", sagt Rainer Korten, katholischer Pfarrer einer deutschsprachigen Gemeinde in Antalya zu SPIEGEL ONLINE.


    Ohne Worte......
  • @ resnu:
    McKilroy hat wohl hinreichend und deutlich genug auf deine Frage nach 'Belegen' geantwortet (THX @ McKilroy).

    Du dagegen hast NICHTS an Informationen, wirfst nur mit tumben Vorwürfen um dich und beschäftigst dich weder mit dem Inhalt anderer Beiträge, noch mit türkischer Politik und deren Politikern. Ich lebe keineswegs mit Vorurteilen sondern mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität zusammen, erlebe viel in der Jugendarbeit und weiß durchaus, wovon ich spreche.

    Würde man wollen, dass ein Staat, wie die Türkei, ein Viertel der deutschen Zugeständnisse an Migranten auf sein eigenes Gebiet übernimmt, wäre der Aufschrei dort immens. Werden Andersgläubige und Minderheiten in der Türkei doch nach wie vor massiv unterdrückt!

    Nur wir dürfen nicht den Fehler machen, alles, was von außen kommt, zu tolerieren oder gar gut zu heißen. Denn vieles ist nicht angestammte Kultur, sondern sind festgefahrene, überkommene Strukturen, die unser Grundgesetz missachten.
  • Aus dir soll einer wirklich schlau werden.

    #16 Nur wir dürfen nicht den Fehler machen, alles, was von außen kommt, zu tolerieren oder gar gut zu heißen.


    aber schreibst oben

    #1 Wenn mein türkischer Kollege zu Besuch ist, setze ich ihm nur Sachen vor, die er nach seinen Religionsvorschriften unbedenklich konsumieren darf.


    und Kritisierst ihn zugleich

    #1 Bin ich bei ihm zu Besuch, gibt es eben türkisches Essen. Ist kein Problem, ich mag das ja, will aber nur ausdrücken, dass ich mir schon Mühe gebe, seine Religion und Kultur zu achten. Im Gegenzug erwarte ich das schon auch.


    Wieso Kritisierst du das dann, wenn Dir das Essen schmeckt , es gibt eben mal Muslime, die kein Schweinefleisch essen und wenn du seine Religiones vorschriften achtest,kannst dann nicht erwarten, das er Bratwurst im K.Schrank hat.

    Und dann das hier

    #13 .....sieht man auch in unserer Stadt, wo rund um die größte Moschee ein türkisches Viertel entstanden ist, mit ausschließlich türkischen Läden und Betrieben. Dort ist Deutsch eine Fremdsprache und wenn man mal in einem dieser Läden etwas einkaufen will, kann es passieren, dass der Verkäufer dich nicht versteht, weil er kein bzw. kaum Deutsch spricht.


    und davor..

    #11 einer meiner besten Freunde ist Türke und in Istanbul war ich auch schon - selbst in der Blauen Moschee, hab dort mit dem Imam gesprochen und mit vielen gläubigen Moslems


    Was denn nu?? In Deiner Stadt versteht dich ein Türkischer Ladenbesitzer mit
    Deutschem Gewerbe nicht, aber in Istanbul konntest Du dich mit dem Imam und gläubigen Unterhalten. :confused: , abgesehen von deinem Kollegen, der vorher einer der besten Freunde war.

    Ich denke eher das du meine Beiträge nicht liest,wieso sollte ich hier Seitenlange Beiträge reinkopieren, wenn ich eigene Argumente habe.

    Sollte ich etwa, den obigen als Beleg ansehen, nur weil dies einzig und allein von einem katholischer Pfarrer stammt ?
    Auch sein Chef wünscht Türkei Glück auf dem Weg in die EU wobei er bevor zum Papst gewählt wurde, geäußert hat, "als muslimisches geprägtes Land gehöre die Türkei nicht in die Europäische Union."

    h**p://www.spiegel.de/panorama/0,1518,451113,00.html

    Wie bereits ich oben geschrieben habe, das Thema wäre endlos und würde den Forum sprengen,du hast deine Meinung und ich meine, dafür muß ich nicht die Politik der Türkei studieren, wobei unser Politik dem Bach runtergeht,ob mit oder ohne Ausländische Landsleute.

    Dies war mein letzter Beitrag zu "mein Netter Nachbar ist ein Türke,aber...."

    Gruß
    Resnu:)
  • resnu schrieb:

    ...
    Was denn nu?? In Deiner Stadt versteht dich ein Türkischer Ladenbesitzer mit
    Deutschem Gewerbe nicht, aber in Istanbul konntest Du dich mit dem Imam und gläubigen Unterhalten. :confused: , abgesehen von deinem Kollegen, der vorher einer der besten Freunde war.
    ...


    Jo Mann, das Lesen und vor allem VERSTEHEN scheint nicht deine Stärke zu sein. Natürlich wurde mir das in Istanbul ÜBERSETZT!

    Man kann mit jemanden befreundet sein, ohne alles an dem Anderen gut zu heißen. Ist wohl ganz gut, dass deine argumentationslosen Beiträge nun aufhören, denn ausgesagt hast du nichts wirklich Brauchbares, mit dem Thema der in Deutschland lebenden Migranten und der Probleme, die daraus resultieren, scheinst du dich ohnehin nie befasst zu haben und türkische Politik interessiert dich wohl eh nicht!

    Mit einem Türken befreundet zu sein, ist eine individuelle Angelegenheit, es bedeutet aber keinesfalls, die Augen vor allgemeinen Problemen der Migranten zu verschließen. Die KULTUR anderer Völker kann interessant sein und bereichernd und gerade deshalb muss man über grundgesetz-konträre Verhaltensweisen von Migrantengruppen sprechen und nicht einfach nur zuschauen, wenn gerade viele muslimische Mädchen in Deutschland hin- und her gerissen werden zwischen patriarchalisch-dominaten Familienstrukturen und einem Leben innerhalb unserer Gesellschaft. Wer das, wie resnu, ignoriert und verkennt, tut niemandem was Gutes!
  • MusterMann schrieb:

    Er fordert hier lebende und sogar geborene türkische Migranten dazu auf, sich NICHT zu integrieren...


    Lieber Mustermann, ich habe seine Rede Live im Fernsehen gesehen und gehört. Ich kann mich nicht erinnern von Ihm sowas gehört zu haben. Er hat sehr wohl gesagt dass sich die Türken wenn sie hier leben wollen auch integrieren sollen, aber die schöne türkische Kultur mit der Bitte nicht zu vergessen. Er hat Wortwörtlich gesagt "burada yasayan insan olarak buranin dilini ögrenmek zorundasiniz" übersetzt wenn ihr hier leben wollt, dann müsst ihr die Sprache auch lernen.

    MusterMann schrieb:

    Wir, als Deutsche, nehmen bereits viel Rücksicht auf andere Kulturen


    Jaha, sieht man sehr gut daran dass andauernd Häuser brennen wo mehrheitlich Türken wohnen.

    MusterMann schrieb:

    Minderheiten, wie die Kurden, werden weiterhin unterdrückt


    Ich weiß ja nicht wieviele Kurden du kennst, aber ich persönlich kenne mindestens 10 Kurden und glaub mir die sind alle froh drauf, ja fast schon stolz drauf so einen Präsidenten zu haben. Er setzt sich gegen die PKK ein. Du weißt ja garnicht was alles in südosten Türkei abgeht, die Menschen (sowohl Türken als auch Kurden) werden von der PKK unterdrückt und erpresst. Die PKK gibt sich als eine kurdische Partei aus, ok sind se auch, aber Partei? Tut mir leid, PKK ist nichts anderes als eine Terroristentruppe und die Mehrheit der Kurden sind auch gegen PKK.
  • einszwei schrieb:




    Jaha, sieht man sehr gut daran dass andauernd Häuser brennen wo mehrheitlich Türken wohnen.




    Man sieht sehr deutlich, dass die Medien teilweiße sogar leichtes Spiel haben, falsche Ideen in die Köpfe der Leute zu bekommen. Ein 9-jähriges türkisches Mädchen, dass behauptet hat, 2 Männer vor dem Brand gesehen zu haben, wurde von der Poizei verhört. Dabei wurde sie gefragt, ob sie bei einem der Männer ein spezielles Merkmal (leider habe ich vergessen welches) sah. Sie antwortete mit Ja. Auf die Frage, ob sie denn wisse, was das, wonach sie gerade gefragt wurde ist, antwortete sie nein. Jetzt kommen gleich wieder Leute die sagen, das Mädchen wäre unter Druck gesetzt worden usw., aber ich will nur sagen, dass man auf solche Aussagen nicht bauen kann. Der Brand ist wohl durch einen defekt hervorgerufen worden. Nur weil das Haus türkisch bewohnt ist werden Rechtsradikale sofort als Täter angesehen, weil es dafür ein paar spärliche Hinweiße gibt. Das ist einfach nur noch schade.
  • KobeShow schrieb:

    Nur weil das Haus türkisch bewohnt ist werden Rechtsradikale sofort als Täter angesehen, weil es dafür ein paar spärliche Hinweiße gibt.


    Wer oder wo hat/wurde eigentlich geschrieben, dass es die Tat Rechtsradikaler sein soll?

    Es hiess etwas von "fremdenfeindlich" oder Brandstiftung. Zumindest in den seriösen Medien wurde nie etwas von Rechtsradikalen erwähnt.

    Und dass bei einem von Türken bewohnten Haus, welches in Flammen aufgeht und zudem eine Historie von fremdenfeindlichen Übergriffen besitzt, ein fremdenfeindliches Motiv vermutet werden kann, sollte klar sein. Wenn ein Flugzeug explodiert wird auch ein terroristischer Anschlag in Erwägung gezogen. Es wird weder gesagt, dass es so ist, es wird lediglich nicht ausgeschlossen - genauso wie es hier der mögliche Fall einer Fremdenfeindlichkeit ist - völlig legitim. Wieso du deswegen schon wieder Rechtsradikale verteidigst, ist mir einmal mehr schleierhaft.
  • Das wird hier nicht direkt angesprochen, es geht hier um solche Zitate:

    Jaha, sieht man sehr gut daran dass andauernd Häuser brennen wo mehrheitlich Türken wohnen

    Da steht auch nicht, dass es Rechtsradikale waren, aber wie soll man dann dieses Zitat interpretieren?

    Wichtig ist, dass die Leute immer einen gewissen Verdacht gegen extreme Recht haben, und sobald dann noch zufällig das Wort "Hass" in der Nähe des Hauses (oder war es sogar direkt am Haus) auftaucht, dann denken die Leute wieder es muss fast so gewesen sein, was sonst.

    Sieht man ja, dass sich viele Leute tatsächlich nicht ausreichend informieren, und dann diese vorgefertigten Meinung übernehmen.
  • KobeShow schrieb:


    Wichtig ist, dass die Leute immer einen gewissen Verdacht gegen extreme Recht haben, und sobald dann noch zufällig das Wort "Hass" in der Nähe des Hauses (oder war es sogar direkt am Haus) auftaucht, dann denken die Leute wieder es muss fast so gewesen sein, was sonst.


    Einen Verdacht zu haben ist aber nicht strafbar und sollte auch nicht überbewertet werden. Da an dem Haus bereits mehrfach rechtsradikale Symbole angebracht wurden, ist der Verdacht in diesem Fall sogar begründet.

    Und wenn ich mich hier jedes Mal zu einem von jemand anderen geäußerten Verdacht äußern würde, käme ich zu nichts anderem mehr.

    Wenn ein Flugzeug explodiert, werden Terroristen vermutet. Steigt das Öl, werden Spekulanten vermutet. Gibt es eine Schlägerei auf dem Kiez, werden Ausländer vermutet. Wird der Sommer wärmer, wird der Klimawandel vermutet. Diese Liste ließe sich fortsetzen...
  • Naja, Verdacht an sich ist ja nichts schlimmes, aber du wirst mir zustimmen, dass sehr häufig Leute ihren Verdacht bereits als die Wahrheit ansehen. Natürlich wird nie direkt gesagt "So war es", aber durch solche Äußerungen wie "Es brennen viele türkische Häuser in Deutschland" oder "Natürlich zünden die Deutschen nicht ihre eigenen Häuser an" wird eben ein ganz klarer Eindruck geschaffen, dass es tatsächlich Rechtsradikale waren. Ich denke wir sind einer Meinung, dass das sehr schlecht ist, aber leider viel zu oft vorkommt.