Freiwilliges soziales Jahr // Zivildienst

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  • Freiwilliges soziales Jahr // Zivildienst

    Hi @ all!

    Ich muss im Herbst diesen Jahres meinen Zivildienst ableisten.
    Da ich aber in einer integrativen Kindertagesstätte tätig sein möchte, gibt es auch die Möglichkeit das ganze als ein "freiwilliges soziales Jahr" abzuleisten.

    Könnt ihr mir bitte die Unterschiede zwischen beiden erklären (Verdienst,etc.)? :)

    Währe echt super von euch!! :)


    greetz,

    Frido
    [FONT="Franklin Gothic Medium"][SIZE="1"]Was kommt nach dem Tod?!
    "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man kriegt." (Forest Gump)[/SIZE][/FONT]
    [SIZE="2"]** Mein FS-B Blog **[/SIZE]
  • Wenn du beim Bund verweigerst musst du Zivildienst machen(Totalverweigerung ausgenommen). Den Zivildienst organisiert der Staat in Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen z.B. Altenheim.

    Das FSJ wird in Deutschland als Ersatz für Zivildienst anerkannt. D.h., wenn du Zivildienst machen musst, kannst du statt desen auch ein FSJ, FÖJ oder FKJ machen! Dazu wendest du dich an einen Träger(z.B. ev. Kirche), der dir dann eine Stelle vermittelt und für deine Bezahlung, Versicherung, Unterbringung etc. zuständig ist!

    In deinem Fall musst du also klären, welcher Träger die Stelle an der Kindertagesstätte vergibt, dich dann beim Träger und zuletzt bei der Einsatzstelle bewerben.

    Bei weiteren Fragen findest du hier alle weiteren Informationen!
  • Wikipedia löst auch dieses Problem :

    Zivildienst
    Geschichtliches Als erstes Land hat Dänemark Im Jahr 1917 einen Wehrersatzdienst eingeführt, der für soziale Aufgaben herangezogen wurde. Relativ kurz darauf führten auch andere Länder, wie Schweden und Niederlande 1920, Norwegen 1921 und Finnland 1931 den Zivildienst ein. Trotz leichtem Zugang zu diesem Dienst wird er auch heute noch relativ wenig angenommen.


    Regelung in Deutschland Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist kein Wahlrecht zwischen Kriegsdienst mit der Waffe und Zivildienst vorgesehen. Doch laut des Artikels 4 des Grundgesetzes darf niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst gezwungen werden. Gemäß Artikel 12a kann „wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, [...] zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden.“ In Deutschland werden die gesetzlichen Bedingungen durch das Zivildienstgesetz geregelt. Die Verwaltung des Zivildienstes geschieht durch das Bundesamt für den Zivildienst. Analog dem Wehrbeauftragten gibt es den Bundesbeauftragten für den Zivildienst, an den sich die Zivildienstleistenden mit Eingaben und Beschwerden wenden können.

    Es ist auch möglich, an Stelle des Zivildienstes einen Anderen Dienst im Ausland zu absolvieren. Können anerkannte Kriegsdienstverweigerer eine sechsjährige Mitwirkung im Zivil- oder Katastrophenschutz vorweisen, erlischt ihre Pflicht, in Friedenszeiten den Zivildienst abzuleisten. Dies kann beispielsweise eine Verpflichtung beim Technischen Hilfswerk, bei einer Sanitätsorganisation oder bei der Freiwilligen Feuerwehr sein.

    Ein Zivildienst wird bei einer Zivildienststelle abgeleistet, die vom Bundesamt für den Zivildienst anerkannt sein muss. Jede Zivildienststelle muss gewährleisten, dass der ZDL die Arbeitsmarktneutralität wahrt, das heißt nur 1/8 eines Arbeitsplatzes ausfüllt. So soll verhindert werden, dass gewöhnliche Arbeitsplätze durch ZDL ersetzt werden.


    Heranziehung zum Dienst
    Zum Zivildienst herangezogen werden kann jeder taugliche Wehrpflichtige, der aus Glaubens- und Gewissensgründen den Kriegsdienst nach Artikel 4/3 GG verweigert hat.

    Ein häufiges Missverständnis ist, dass angenommen wird, zum Wehrdienst untaugliche Männer könnten zum Zivildienst herangezogen werden. Dies ist nicht der Fall, da der Zivildienst ein Ersatzdienst ausschließlich für den Fall ist, dass der Wehrdienst aus Gewissensgründen nicht abgeleistet werden kann. Medizinische oder andere Gründe sind hierbei irrelevant. Wird also ein Mann bei der Musterung als untauglich eingestuft, kann er auch nicht zum Zivildienst herangezogen werden. Dies gilt analog auch für alle Gründe, die trotz Tauglichkeit von der Wehrpflicht befreien.

    Mit der letzten Änderung des Zivildienstgesetzes wurde die Altersgrenze für die Heranziehung zum Zivil-/Wehrdienst vom 25. auf das 23. Lebensjahr herabgesetzt. Allerdings ist zu beachten, dass sich die Altersgrenze für die Heranziehung durch eine Zurückstellung zum Beispiel auf Grund einer Ausbildungsstelle auf die Vollendung des 25. Lebensjahres erhöht.


    Dienstdauer
    Das Grundgesetz schreibt in Artikel 12a (2) vor: „Die Dauer des Ersatzdienstes darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen.“ Es herrscht hierbei aber Interpretationsspielraum. Meist wurde der längere Zivildienst dadurch erklärt, dass ehemalige Wehrdienstleistende zu Wehrübungen herangezogen werden könnten, weshalb der Zivildienstleistende zum Ausgleich einen längeren Dienst ableisten müsse. Daher war der Zivildienst die meiste Zeit seit seinem Bestehen länger als der Wehrdienst.



    Dauer der Wehrpflicht in der Bundesrepublik Deutschland von 1957 bis heute (in Monaten)

    Ab Dauer des Zivildiensts Dauer des Wehrdiensts Anmerkungen
    1.4.1957 keiner 12 Monate Der Zivildienst war zunächst nicht festgelegt, wenn auch laut Artikel 4 des Grundgesetz schon ab 1949 das Recht auf Verweigerung bestand.
    1.4.1961 15 Monate 12 Monate
    1.7.1961 18 Monate 12 Monate
    1.4.1962 18 Monate 15 Monate
    1.7.1962 18 Monate 18 Monate Personen die im Bergbau tätig waren oder zur See gefahren sind, brauchen kein Wehr- oder Zivildienst leisten.
    1.1.1973 16 Monate 15 Monate ZDL, die nach dem sogenannten Postkartenverfahren zwischen 1. August 1977 bis 16. Dezember 1977 verweigerten, mussten 18 Monate ableisten.
    1.1.1984 20 Monate 15 Monate Laut Zivildienstgesetz musste der Zivildienst ein Drittel länger sein als der Wehrdienst. Es galt eine Übergangsregelung für Anträge aus dem Jahr 1983.
    1.10.1990 15 Monate 12 Monate Wer am 1. Oktober 1990 mehr als 15 Monate abgeleistet hatte, wurde vorzeitig entlassen. Es bestand die Möglichkeit, die ursprünglichen 20 Monate abzuleisten.
    1.1.1996 13 Monate 10 Monate Laut Zivildienstgesetz ist der Zivildienst 3 Monate länger. Wie 1990 Möglichkeit zur vorzeitigen Entlassung bei entsprechend abgeleisteter Dienstzeit oder Ableistung der gesamten Dienstzeit.
    1.7.2000 11 Monate 10 Monate Laut Zivildienstgesetz ist der Zivildienst einen Monat länger. Wie 1990 Möglichkeit zur vorzeitigen Entlassung bei entsprechend abgeleisteter Dienstzeit oder Ableistung der gesamten Dienstzeit.
    1.1.2002 10 Monate 9 Monate Wie 1990 Möglichkeit zur vorzeitigen Entlassung bei entsprechend abgeleisteter Dienstzeit oder Ableistung der gesamten Dienstzeit.
    1.10.2004 9 Monate 9 Monate Angleichung der Dienstzeit. Wie 1990 Möglichkeit zur vorzeitigen Entlassung bei entsprechend abgeleisteter Dienstzeit oder Ableistung der gesamten Dienstzeit.

    Die letzte Änderung wurde am 1. Juli 2004 vom Bundestag auf Empfehlung einer Kommission beschlossen.


    Details zum Dienst
    Besoldung [Bearbeiten]Der Zivildienstleistende erhält während seiner Dienstzeit die gleichen Bezüge wie ein Wehrdienstleistender bei der Bundeswehr. In der Realität erhalten Zivildienstleistende aber meist mehr Geld, da Wehrdienstleistende bestimmte Sachleistungen bekommen, die ein Zivildienstleistender in der Regel nicht erhält. So stellt die Bundeswehr die Dienstkleidung, in der Regel eine Dienstunterkunft und auch die Verpflegung mit allen drei Mahlzeiten. Ein ZDL bekommt hierfür zusätzliches Geld, wenn ihm die Dienststelle diese Leistungen nicht bietet.

    Der Tagessatz beträgt ab dem 01. Januar 2008 nach Änderung des Wehrsoldgesetzes jeweils 2 Euro mehr. Die folgenden Angaben wurden entsprechend aktualisiert. Der Grundsold teilt sich in drei Soldstufen ein: Soldstufe 1 (9,41 €/Kalendertag) gilt von Beginn des Zivildienstes an, Soldstufe 2 (10,18 €/Kalendertag) wird in der Regel ab dem 4. Dienstmonat gezahlt und die dritte Soldstufe (10,95 €/Kalendertag) in der Regel ab dem 7. Monat. Ferner erhält jeder Zivildienstleistende eine besondere Zuwendung („Weihnachtsgeld“) in Höhe von 172,56 € sowie ein Entlassungsgeld in Höhe von bis zu 690,24 €. Das Weihnachtsgeld wird auch an die ZDL ausgezahlt (dann im letzten Dienstmonat), die im Dezember nicht mehr im Dienst sind. Darüber hinaus hat der Zivildienstleistende Anspruch auf Sachbezüge (Kleidergeld: 1,18 €/Tag; Mobilitätszuschlag: wenn das Wohnen in einer dienstlichen Unterkunft angeordnet ist und die Entfernung zwischen Dienstwohnung und Wohnort mehr als 30 km beträgt: 0,51 €/km/Monat, max. 204 €/Monat); das Verpflegungsgeld (maximal 7,20 €/Tag = doppelter Verpflegungssatz) wird gewährt, wenn Dienststelle und ZDL bei Beginn der Zivildienstzeit einvernehmlich vereinbaren, auf Naturalien zu verzichten. Zivildienstleistende sind wie Wehrdienstleistende beim Staat krankenversichert (freie Heilfürsorge). Die reguläre Krankenversicherung ruht während des Dienstzeitraums.

    Die Auszahlung des Soldes sowie der anderen monatlichen Bezüge findet in der Regel zum 15. eines Monats statt.

    Einkommenssteuern zahlt der Zivildienstleistende nicht. Der ZDL kann neben seinem Dienst auf Antrag noch eine geringfügige Beschäftigung aufnehmen, wenn diese den ZDL bei der Erfüllung seiner dienstlichen Pflichten nicht behindern.


    Dienstantritt
    Dienstantritt ist üblicherweise der erste Werktag eines Monats. Neben Informationen zum Dienst werden dann auch weitere Dinge wie der Zivildienstausweis vorbereitet. Weiterhin gibt es eine medizinische Untersuchung, um festzustellen, dass der Wehrpflichtige nach wie vor tauglich ist. Diese wird in der Regel vom zuständigen Gesundheitsamt oder einem „Zivildienstarzt“ (Vertragsarzt des Bundes) vorgenommen. Die Dienstantrittsuntersuchung soll 4 Tage nach Dienstantritt durchgeführt werden. Deswegen muss die Dienststelle den Arzttermin bereits vor Dienstantritt des Zivildienstleistenden vereinbaren. Mit den Unterlagen, die der Dienststelle vom Bundesamt übersandt werden, erhält sie das Formular "Dienstliche Anordnung zur Wahrnehmung einer Einstellungsuntersuchung". Falls - z. B. wegen einer kurzfristigen Einberufung - die Unterlagen bei Dienstantritt nicht vorliegen, kann die Dienststelle von der zuständigen Verwaltungsstelle eine Ersatzausfertigung erhalten.


    Vergünstigungen
    Zivildienstleistende erhalten in öffentlichen Einrichtungen wie Museen oder Schwimmbädern oft vergünstigten Eintritt. Auch können z. B. Zeitschriften zu vergünstigten Abonnementsbedingungen bezogen werden, wie sie sonst vor allem für Studenten gelten. Der Ausweis gewährt außerdem einen 25% Rabatt beim Kauf von Tickets der Deutschen Bahn. Dieser ist seit Anfang 2005 nicht mehr mit einer BahnCard 25 gleichzusetzen. Kombinationen z. B. mit den Sparpreisen 25 und 50 sind daher nicht möglich.


    Einführungslehrgänge
    Sofern es der Dienst zulässt, sollten Zivildienstleistende zu einem Einführungslehrgang in einer Zivildienstschule beordert werden. Dieser Lehrgang dauert in der Regel eine Woche. Zusätzlich kann der Zivildienstleistende einen besonderen Kurs in einer Zivildienstschule besuchen, der ihn für die Arbeit in seiner Dienststelle ausbildet. Dies ist z. B. in pflegerischer Tätigkeit ein Pflegekurs oder eine Sanitäterausbildung für im Rettungsdienst tätige ZDL. Dieser kann mehrere Wochen dauern, während der der Zivildienstleistende in der Regel in der Zivildienstschule wohnt. Auch kann dieser spezielle Kurs mit dem Einführungslehrgang verknüpft werden.


    Staatsbürgerliche Seminare
    Der ZDL hat, wenn er es wünscht, Anspruch darauf, an staatsbürgerlichen Seminaren zur Fortbildung teilzunehmen. Dieser Anspruch besteht aber nur für Seminare in der Region, in der sich die Dienststelle befindet. Hierzu gibt es eine festgelegte Regionenaufteilung. Für bis zu zwei Seminare muss die Dienststelle den ZDL freistellen und die Fahrtkosten bezahlen. Wenn die Dienststelle zustimmt und auch die Kosten übernimmt, können aber auch mehr als zwei Seminare und Seminare in anderen Regionen besucht werden.


    Arbeitszeit und Urlaub
    Für die wöchentliche Arbeitszeit sind die Arbeitszeitregelungen für die hauptamtlichen Mitarbeiter der Dienststelle maßgeblich. Der Urlaubsanspruch des ZDL bestimmt sich nach seiner Wochenarbeitszeit. Bei einer 5-Tage-Woche hat er beispielsweise Anspruch auf 20 Tage Urlaub. Der Dienst ist an das Arbeitszeitgesetz sowie an tarifliche oder betriebsinterne Arbeitszeitvereinbarungen gebunden. Sind keine Vorschriften für hauptamtliche Mitarbeiter vorhanden, ist der Zivildienstleistende nach den Bestimmungen der Arbeitszeit für Bundesbeamte einzusetzen, in der Praxis findet diese Vorschrift keine Anwendung.

    In den ersten drei Dienstmonaten dürfen Zivildienstleistende keine Überstunden leisten. Danach ist die Ableistung von Überstunden zulässig, für welche innerhalb von 2 Monaten ein Freizeitausgleich gewährt werden muss.

    Schicht- und Nachtdienst ist für Zivildienstleistende zulässig, soweit dieser auch von hauptamtlichen Mitarbeitern geleistet wird. Nachtdienst im Sinne des Leitfadens für die Durchführung des Zivildienstest ist jeder Dienst, der zwischen 20 Uhr und 6 Uhr geleistet wird. Eine Ableistung von Nacht- oder Schichtdienst ausschließlich durch Zivildienstleistende ist nicht zulässig.

    Für Dienst an Sonn- und Feiertagen sowie für Nachtdienst ist ein finanzieller oder ein Freizeitausgleich nicht zulässig. Für Nachtdienst in Schichten ist jedoch zusätzlicher Urlaub vorgesehen. Zivildienstleistende, die am 24. Dezember zwischen 18 und 24 Uhr Dienst leisten, sollen von ihrer Dienststelle eine kleine Aufmerksamkeit im Wert von 7,67 € erhalten.


    FSJ

    Dauer
    Das freiwillige soziale Jahr dauert mindestens 6, höchstens 18 Monate. Damit das freiwillige soziale Jahr als Wehrersatzdienst anerkannt werden kann, muss der Dienst mindestens zwölf Monate dauern. Ist ein freiwilliges soziales Jahr zunächst auf weniger als 18 Monate abgeschlossen, kann (bei einem Einsatz im Inland) eine Verlängerung auf 15 Monate im Einverständnis mit dem Träger des freiwilligen sozialen Jahres erfolgen. Das freiwillige soziale Jahr kann auch im Ausland abgeleistet werden.


    Träger, Einsatzsstelle und FSJler
    Für das freiwillige soziale Jahr gibt es sehr viele meist überregionale Träger. Diese arbeiten mit vielfältigen Einsatzstellen zusammen. Die Einsatzsstelle ist die konkrete Stelle, bei der der FSJ-Teilnehmer ("FSJler") dann seinen Freiwilligendienst ableistet. Beispiele siehe unter Bereiche und Einrichtungen. Unter dem Dach des Trägers werden viele Einsatzstellen koordiniert und er ist neben der Einsatzstelle auch in pädagogischer, organisatorischer und insbesondere rechtlicher Hinsicht eingebunden.

    Die Vereinbarung im freiwilligen sozialen Jahr umfasst somit zwei Partner: Träger, Einsatzstelle.


    Arbeitszeit und Vergütung
    Die Arbeitszeit während des Dienstes richtet sich nach den Gegebenheiten der Einsatzstelle, ist allerdings durch die in öffentlichen Tarifen vereinbarten Wochenstundenregelungen begrenzt. In der Regel sind es etwa 39 Wochenstunden.

    Die finanzielle Vergütung („Taschengeld“, Verpflegung, Unterkunft, Fahrtkostenerstattung) variiert stark von Träger zu Träger und selten auch zwischen den Einsatzstellen beim selben Träger. Unterkunft und Verpflegung werden in der Regel nicht gestellt. Darüber hinaus wird für die Dauer des Freiwilligendienstes bis zum Erreichen der gesetzlich festgelegten Altersgrenze Kindergeld nach dem Bundeskindergeldgesetz gezahlt.


    Pädagogische Begleitung
    Das Gesetz zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres sieht eine pädagogische Begleitung der FSJler vor, welche durch den Träger geleistet wird. Neben der individuellen Betreuung der Teilnehmer gehört hierzu insbesondere die Seminararbeit. Es werden ein Einführungs-, ein Zwischen- und ein Abschlussseminar durchgeführt, deren Mindestdauer je fünf Tage beträgt. Die Gesamtdauer der Seminare beträgt bezogen auf ein zwölfmonatiges FSJ mindestens 25 Tage. Die Seminarzeit gilt als Dienstzeit und die Teilnahme an den Seminaren ist Pflicht. Die FSJler wirken an der inhaltlichen Gestaltung und der Durchführung der Seminare mit.

    Je nach Einsatzgebiet und Träger erhält man eine gegebenenfalls notwendige Ausbildung oder Fortbildung. Im Sportbereich ist dies üblicherweise eine volle Übungsleiterausbildung und für einen Einsatz im Rettungsdienst die Ausbildung zum Rettungshelfer oder Rettungssanitäter. Diese Ausbildungen werden, je nach Träger, Einsatzstelle und Länge des FSJes anteilig oder meist voll bezahlt.


    Bereiche und Einrichtungen
    Mögliche Einsatzbereiche sind vielfältig und alle sozial-karitativ oder gemeinnützig. Mit der Novellierung des FSJ-Gesetzes im Jahr 2002 wurden neue Einsatzbereiche geschaffen. Nunmehr ist es möglich, ein FSJ auch in den Bereichen Kultur, Sport und der Denkmalpflege zu absolvieren.

    FSJ im sozialen Bereich
    FSJ in der Kultur
    FSJ im Sport (Dazu siehe: freiwilligendienste: Intro)
    FSJ in der Politik
    FSJ in der Denkmalpflege
    FSJ im ökologischen Bereich (Dazu siehe: Freiwilliges Ökologisches Jahr - kurz FÖJ)

    Konkret kann das Soziale Jahr beispielsweise in folgenden Einrichtungen abgeleistet werden. Dabei ist man nicht an nur eine dieser Möglichkeiten gebunden, sondern kann je nach Einsatzsstelle auch mehrere miteinander verbinden.

    Krankenhaus,
    Alten- und Pflegeheim,
    ambulanter Sozialdienst,
    Denkmalpflegebehörde oder -verein,
    Sportverein, Sportverband,
    Kindergarten/Kindertagesstätte (speziell zum Beispiel Bewegungskindergarten),
    Einrichtung für behinderte Menschen (zum Beispiel Behindertenwerkstatt),
    Sanitäts- und Rettungsdienst,
    Kirchengemeinde,
    Gedenkstätte,
    Theater,
    Museum,
    Radio/Fernsehen
    Kulturvereine
    Archiv,
    Jugendclub,
    Förderschule
    und viele mehr.


    Versicherung, Rechtliches
    Wer ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, erhält Versicherungsschutz für den Krankheits- und Pflegefall, ebenso wie Kindergeld und Kinderfreibeträge (sofern das Gesamteinkommen die geltenden Beträge nicht übersteigt). Der Träger (oder die Einsatzstelle) übernimmt zudem die vollständigen Kosten für die Sozialversicherung (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil). Die Zeit des freiwilligen sozialen Jahres wird für die Altersvorsorge angerechnet. Die Freiwilligen sind rechtlich ähnlich gestellt wie Auszubildende.

    Laut § 14c des Bundeszivildienstgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ist das freiwillige soziale Jahr seit August 2002 auch als Wehrersatzdienst anerkannt.

    § 14c Zivildienstgesetz
    „Anerkannte Kriegsdienstverweigerer (KDV) werden nicht zum Zivildienst herangezogen, wenn sie sich nach ihrer Anerkennung als KDV zu einem freiwilligen Dienst nach dem Gesetz zur Förderung des FSJ verpflichtet haben. Der Dienst ist spätestens ein Jahr nach der Verpflichtung sowie vor Vollendung des 23. Lebensjahres anzutreten und hat eine ganztägige, auslastende Hilfstätigkeit über mindestens zwölf Monate einschließlich einer pädagogischen Begleitung mit einer Dauer von 25 Tagen sowie 26 Tagen Urlaub zu umfassen.“

    Denke das sollte als erster kleiner :D Überblck genügen

    LG
    Mamba07
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    Wenn du den Regenbogen willst, musst du mit dem Regen klarkommen.
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