Lehrplan

  • Landespolitik

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  • So, bin heute mal wieder auf das Thema gestoßen und wollte wissen, was ihr so darüber denkt.
    Und zwar: Was denkt ihr über den Lehrplan an deutschen Schulen?


    Meiner Meinung nach läuft da einige verkehrt.
    Ein Beispiel: In der Schule in der Oberstufe habe ich knapp 3 Monate in Geschichte Tabellen und Karten bezüglich der Cholera in Hamburg vor keine Ahnung wievielen Jahren durchgearbeitet. Zu dem Zeitpunkt war ich also bestens informiert darüber, behalten habe ich allerdings NICHTS, da ich es niemals wieder in meinem Leben brauchen werde.
    Auf der anderen Seite habe ich nicht mal ansatzweise etwas über Bewerbungen fürs spätere Berufsleben gelernt.
    Da stimmt doch was nicht, oder?
    Der Großteil der geplanten Stoffes in der Schule (zumindest war es bei mir so) braucht kein Mensch mehr nach der Schule, es sei denn, man arbeitet zufällig genau in der Richtung.
    Grundlegende Dinge wie Bewerbungen, aktuelle Politik, und sonstige allgemeine Dinge werden nur ansatzweise bis gar nicht besprochen.

    Jetzt stell ich mir nur die Frage, ob nur ich das sehe, oder ob das wirklich so ist. Ist es sinnvoll, so wie es jetzt ist?



    Greetz
    Otze
  • Ich könnte mich ewig darüber auslassen, aber ich will mich nicht unnötig aufregen. Ein gutes Beispiel: 80% bei uns in der Klasse können kaum einen Satz Englisch sprechen, im Englischunterricht lernen wir aber anstatt Ausprache, Grammatik usw. wie die Cowboys im Wilden Westen gelebt haben. Nächstes Kapitel: Schwarze in den USA. Das ist nur ein kleines Beispiel, aber ich könnte hier in jedem Fach den Lehrplan nennen und sagen, was man davon kürzen sollte. Rauskommen würde wohl das G5 und das würde reichen.

    Ich nehme Englisch und Wirtschaft LKs (ich bete dafür, dass Wirtschaft LK zusammenkommt) weil mich das auf meinen Berufswunsch im Bereich des Managments einigermaßen gut vorbereiten sollte. Bis zur Kollegstufe rühre ich für die Schule keinen Finger mehr, ab dann heißt es 2 Jahre Vollgas geben, dann hab ich dieses traurige Kapitel in meinem Leben auch geschafft.

    Eines dass du auch angesprochen hast, ist die fehlende Bildung im Bereich Politik, Wirtschaft, Bewerbung etc. Letztes Jahr haben wir kurz gelernt wie man sich bewirbt, in dem wir die Formalien besprochen haben. Das wars. Das ist noch nicht einmal das Schlimmste. 10. Klass-Schüler auf einem Gymnasium, haben Schwierigkeiten die größten Parteien Deutschlands zu nennen, bei ihrerer grundlegenden Politik hört es dann ganz auf. Ich rede hier nicht von Hauptschülern die leider meistens eine Lehre beginnen und wenig gesellschaftliches Potential haben, ich rede hier von Deutschlands Elite, oder zumindest, vom denen, die die Elite darstellen sollen. Natürlich haben wir Sozialkunde, da lernen wir wie der Bundesrat zusammengesetzt ist. Was ist später im Leben mal am wichtigsten? Englisch? Vielleicht. Mathe? Außer den Grundlagen sicher nein. Deutsch? Gedichte analysieren sicher nicht. Physik und Chemie? Nein. Wirtschaft? JA! Wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen ist wohl eines der wichtigsten Dinge die man im Leben braucht. Das Fach wird 1-stündig unterrichtet. Insgesamt hatte ich bisher in meiner schulischen Laufbahn 3 mal mehr Musikunterricht als Wirtschaft- und Rechtslehre. Es muss GRUNDLEGEND reformiert werden. Das Gymnasium ist eine einzige Lachnummer, ich freue mich auf die Kollegstufe wenn ich zumindest einen kleinen Teil der Scheiße loswerden kann, wobei man ja Mathe, Deutsch und 2 Naturwissenschaften behalten muss, nicht zu sprechen von Musik oder Kunst und Religion.
  • KobeShow schrieb:

    Ein gutes Beispiel: 80% bei uns in der Klasse können kaum einen Satz Englisch sprechen, /QUOTE]

    Auf was für einer Schule bist du denn??

    Also normalerweise können die Leutz von den Gymnasien, die ich kenne, schon ganz ordentlich Englisch sprechen.



    Unser Lehrplan ist verbesserungswürdig, ohne Frage. Aber das in den Schulen nicht nur das gelehrt wird, was man anschließend als billige Arbeitskraft braucht, finde ich gut. Gerade in den Hauptfächern ist das wichtigste Ziel, zu lernen, sich mit Problemen auseinanderzusetzen.


    Lassen wir uns bloß nicht schon als Kinder zu Fachidioten ausbilden.
  • Auf welcher Schule ich bin. Das frage ich mich auch manchmal. Offiziell heißt die Schule Gymnasium genannt, wenn ich teilweiße die Leistungen der Schüler betrachte, dann ist diese Bezeichnung etwas gewagt. Es zeichnet sich ab, dass jeder sein Kind nach der 4. Klasse auf das Gymnasium schicken will. Darunter leiden besonders die wirklich begabten Schüler, die mit Unterforderung zu kämpfen haben. Desweiteren wird damit natürlich das Abitur entwertet, wenn immer und immer mehr diesen Abschluss enthalten.
    Der Grund warum die Schüler meiner Klasse nicht Englisch können ist der, dass wir in den Schuljahren 5,6 und 9 eine absolut inkompetente Lehrkraft hatten, die den Schülern gar nichts beibrachte. Ich kann froh sein, dass ich englische Magazine lese und DVDs auf Englisch ansehe, sonst wären meine Englisch Fähigkeiten wohl genauso schwach.

    Unser Lehrplan ist verbesserungswürdig, ohne Frage. Aber das in den Schulen nicht nur das gelehrt wird, was man anschließend als billige Arbeitskraft braucht, finde ich gut.

    Du befürwortest alles was man lernt? Ich gehe in die 10. und kann einige Beispiele nennen:
    Mathe: Kegelnschnitte
    Englisch: Cowboys
    Bio: Gleichgewichtssinn bis ins Detail
    Chemie: Säuren und Basen

    Das Problem ist vor allem, dass das alles innerhalb KÜRZESTER Zeit wieder vergessen wird. Meine Mutter selbst war auf der Chemie-Fachschule (oder eine änliche Bezeichnung) und tut sich heute schwer mir bei den einfachsten Chemie aufgaben zu helfen. Was hilft es einem Schüler, wenn er einmal gelernt hat, wie man a1,a2,b1 und b2 einer Ellipse ausrechnet, wenn er dies nach dem Abitur wieder vergisst und wenn er dafür absolut keine rethorischen Fähigkeiten hat? Rethorik ist ohne Frage eine der wichtigsten Kriterien für beruflichen Erfolg, aber sowas lernt man nicht in der Schule.

    BTW: freesoft-board.to/f275/bildungspolitik-247111.html
  • KobeShow schrieb:

    Rethorik ist ohne Frage eine der wichtigsten Kriterien für beruflichen Erfolg, aber sowas lernt man nicht in der Schule.


    Naja, ein Gymnasium ist nunmal keine berufsorientierte Schule. Keine Frage, die Lehrpläne sind unter aller Sau (sry für den Ausdruck, aber es ist so), allerdings kannst du von einem Gymnasium nicht erwarten, dass es dich auf einen Beruf vorbereitet. Und eine sogenannte Allgemeinbildende (Höhere) Schule MUSS einem nunmal viel verschiedenes beibringen, von dem man 75% nicht weiterverwenden kann.

    So oder so, Lehrpläne und Schulsystem gehören aktualisiert und überarbeitet, wenn nicht komplett neu aufgesetzt.

    Lg
    RamsesV
  • Der meistgewählte Studiengang Deutschlands ist die Betriebswirtschaftslehre. Wie viel Bedeutung nimmt allerdings der Wirtschaftsunterricht des Gymnasiums ein? Weniger als der Unterricht in den Fächern Musik oder Kunst. Das ist für mich erschreckend. Selbiges könnte man über die Politik sagen. Poltik, aus dem griechischen Polis, Gemeindschaft, geht jeden dieser Gemeindschaft etwas an. Wir leben in einer Demokratie, in der man nicht das Recht , sondern die Pflicht hat, sich mit den aktuellen politischen Vorgängen auseinanderzusetzen und persönliche Entscheidungen zu treffen wie man zu dieser Gemeindschaft beitragen kann. Wie soll so etwas funktionieren, wenn ein politisch bildendes Fach erst ab der 10. Klasse, einstündig, unterrichtet wird? Noch dazu auf der Schule, die die höchsten Ansprüche stellt, und von der die Leitfiguren der Generation hervorgehen. Ich spreche mich dagegen aus, dass das Gymnasium langsam aber sicher zu einer Schule verkommt, auf die 50% der Schüler gehen, auf der das Leistungsniveau dementsprechend hoch ist, und auf dem man noch dazu von einem katastrophalen Lehrplan und von inkompetentesten Lehrkräften terrorisiert wird. Denn besonders die Lehrer sind teilweiße schrecklich. Es gibt auch positive Ausnahmen, bei denen man sich auf die Stunden freut, aber die meisten Lehrer sind in ihrer Position absolut fehl am Platz.

    Ich habe sämtliches Vertrauen in staatliche Bildung verloren werde alles daran setzen auf eine private Hochschule zu kommen.
  • otze schrieb:

    Zu dem Zeitpunkt war ich also bestens informiert darüber, behalten habe ich allerdings NICHTS, da ich es niemals wieder in meinem Leben brauchen werde.
    Auf der anderen Seite habe ich nicht mal ansatzweise etwas über Bewerbungen fürs spätere Berufsleben gelernt.
    Da stimmt doch was nicht, oder?

    Das Abitur gilt als höchste Stufe der Allgemeinbildung - von daher kann ein Arbeitgeber von einem studierten Angestellten eigentlich erwarten, dass er über Geschichte Bescheid weiß. Gibt es da dann größere Lücken, könnte das in manchen Fällen wie z.B. einem Geschäftsessen mit einem Kunden zu Peinlichkeiten führen..
    (Ok - wenn ein Arbeitgeber im IT-Bereich von seinem Diplom-Informatiker wissen will, wann in Hamburg die Cholera ausbrach, hielte ich das schon für etwas merkwürdig^^)

    @KobeShow: Wieso soll ein Deutscher die Pflicht haben, sich mit Politik auseinanderzusetzen? Eine Möglichkeit der politischen Beteiligung ist die Enthaltung der eigenen Stimme - und tut man das, ist eine Meinung aus meiner Sicht nicht vonnöten (btw.: ich habe eine Meinung bzgl. unserer aktuellen Regierung und den meisten aktuellen Themen und finde es auch nicht toll, dass viele Menschen bzgl. vieler Themen keine Meinung haben)

    Wenn du deine Schulzeit für ein trauriges Kapitel deines Lebens hältst, halte ich dich für armselig - denn du siehst nicht, dass dein Leben vermutlich nie wieder so entspannend verlaufen wird wie jetzt.
    Wenn du nicht einmal jetzt die wirklich sehr dicht gesäten positiven Dinge in deinem Leben sehen kannst, wie soll es dann erst in 10 Jahren werden? O_o..
    (ich geh mal davon aus, dass bei dir zuhaus keine absolut außergewöhnlichen Zustände herrschen - für jemanden, der im Elternhaus misshandelt wird, ist die Zeit nach seinem Weggang von zuhaus mit hoher Wahrscheinlichkeit schöner)

    Dass die "wirklich begabten" nicht unter Unterforderung leiden würden, wenn nur noch 15% aller "Grundschulabsolventen" zum Gymnasium gehen würden, halte ich für falsch - denn die wirklich Begabten sind aus meiner Sicht nicht das Primärziel, da sie nur einen sehr kleinen Teil der Schüler ausmachen.
    Viel mehr sind es die, die knapp darunter anzusiedeln sind - denn mit vielen sehr gut ausgebildeten Menschen ist aus meiner Sicht mehr anzufangen als mit einigen wenigen Geeks, deren Förderung um einiges aufwendiger wäre..

    Aus meiner Sicht sollte man es so sehen:
    Seit dem Vollenden deines 9. Schuljahres gehst du freiwillig in die Schule - seitdem zwingt dich der Staat nicht mehr dazu.
    Du hast jedoch gewählt, weiterhin in die Schule zu gehen - und da gibt dir der Staat ein sehr gutes Angebot: du darfst noch 3 Jahre unentgeltlich in die Schule gehen und kannst am Ende evtl. die allgemeine Hochschulreife empfangen! Alternativen wären arg teure Privatschulen, an denen die Lehrer im Durchschnitt halt etwas besser sind..
    Da du nun jedoch vorhast, in die Managerbranche zu gelangen (btw - aus meiner Sicht ein recht ehrgeiziges Ziel für einen 10.- Klässler^^), wirst du vermutlich nicht in die Politik gehen und etwas an unserem Schulsystem ändern - weshalb ich dein (und auch das vieler anderer) Rummeckern und Aussprüche wie "Es muss GRUNDLEGEND reformiert werden." für etwas fehl am Platze halte - wenn du eine Änderung für so dringend hältst, tu doch selbst was für.
    In deinem letzten Beitrag sprichst du über das Beitragen in die Gemeinschaft (oder meinst du echt Gemeindschaft??) und sagst gleichzeitig, dass das für dich nicht gilt...

    Würde man mich fragen, inwiefern ich die Lehrpläne ändern würde, würde ich folgendes vorschlagen:
    - den Mathematikstoff vor allem in den Klassen 1 bis 8 komprimieren und dadurch am Ende noch mehr hinzufügen
    - Naturwissenschaften früher einführen (also PH, BIO, CH) und wie bei Mathe vorgehen (Ok - nicht gleich in der 1., doch PH sollte man aus meiner Sicht schon in der 5. oder 6. Klasse bekommen - würde man Zyklotron und Newtonsche Ringe schon in der 8. kennenlernen, hätte man vermutlich auch mehr Spaß an Physik - ähnlich liefe es vermutlich auch in Bio und Chemie :))
    - 2. und evtl. 3. Fremdsprachen nur noch fakultativ und dafür Englisch mehr fördern
    - in Englisch mehr das Sprachverständnis fördern und weniger das Interpretieren von Texten
    - Wirtschaft: bei uns ist es so, dass man in der 9. und 10. insgesamt 1,5 Wochenstunden hat und den größten Teil in der Oberstufe (11. und 12.) wiederholt - ich würde die erste Phase auf ein Jahr reduzieren (und dabei evtl. mehr Stunden hineininvestieren) und in den Jahren darauf neben Recht und VWL auch BWL lehren, was man momentan nur im LK beigebracht bekommt.
    - Politik: Na ja - schwierige Sache.. halte ich für Ok, wenn es in der 9. und 10. mit 1 Wochenstunde unterrichtet wird (also wie es jetzt ist) - denn die Fakten, die man da lernt, reichen aus meiner Sicht für das notwendigste aus. Was darüber hinaus geht, lernt man eh nur, wenn es einen interessiert..
    - Deutsch: Man sollte aus meiner Sicht die Mentalität ablegen, dass man gewisse Werke einfach "gelesen haben muss" - denn Faust II gelesen zu haben, bringt aus meiner Sicht echt nix - außer einer Abneigung dagegen^^
    Würde man es nicht in der Schule lesen und mit 25 oder 30 Jahren mal aus Interesse und dadurch auch mit Sekundärliteratur lesen, hätte man aus meiner Sicht weit mehr von.
    - Geschichte: (^^) den Geschichtsunterricht bis zur 10. fand ich eigentlich ganz gut - den Rest würde ich abschaffen bzw. für manche interessierte fakultativ anbieten.
    - Ethik/Religion: ist aus meiner Sicht nicht unbedingt als Unterrichtsfach notwendig..

    Ab der 9. oder 10. Klasse schon weit mehr Wahlmöglichkeiten bieten - z.B. halte ich den Deutsch- und Geschichtsunterricht in der Oberstufe für nicht notwendig.
    Komprimiert man den Stoff in den Naturwissenschaften und in Mathe, werden weniger Schüler das Gymnasium besuchen bzw. es werden mehr das Gymnasium verlassen, da richtige B00ns schon früher aussteigen :)

    fu_mo
  • Wieso soll ein Deutscher die Pflicht haben, sich mit Politik auseinanderzusetzen?

    Diese Aussage ist schon fast grotesk. Ich habe mit Sicherheit nicht vor dazu Stellung zu beziehen.

    Wenn du deine Schulzeit für ein trauriges Kapitel deines Lebens hältst, halte ich dich für armselig

    Ich finds gut, dass wir sachlich diskutieren.

    Dass die "wirklich begabten" nicht unter Unterforderung leiden würden, wenn nur noch 15% aller "Grundschulabsolventen" zum Gymnasium gehen würden, halte ich für falsch - denn die wirklich Begabten sind aus meiner Sicht nicht das Primärziel, da sie nur einen sehr kleinen Teil der Schüler ausmachen.

    Ich rede hier nicht von Hochbegabten. Es ist leider Fakt, dass ein Teil der Schüler darunter zu leiden hat, dass die Breite Masse etwas, Einzelfälle aber teilweiße sehr stark mit den Leistungen hinterherhinken. Ich bin selbst ein Beispiel dafür. Ich bin im Unterricht so schrecklich unterfordert, dass ich Schule hasse. Obwohl ich Schule als das wichtigste in meinem Leben ansehe, weil es mir die Türe zu allem was ich erreichen will öffnet, hasse ich sie, denn es ist für mich nicht mehr schön, wenn ich als schuldig hingestellt werde, weil ich ein höheres Lerntempo fordere. Genau das passiert aber. Wieso darf aber jeder Schüler fragen, den Stoff langsamer zu behandeln, ohne schuldig zu sein? Weil man dafür nichts kann, dass man es nicht gleich versteht? Ich kann auch nichts dafür, dass ich unterfordert bin, was sich nicht nur in Langweile ausdrückt, sondern auch in miserablen Noten. Dazu sei erwähnt, ich bin hochbegabt, was ich bis vor kurzem selbst nicht wusste. Was soll ich dann machen? Auf eine Schule speziell für Hochbegabte gehen? Ich bin mit Sicherheit kein Genie, weshalb ich mir sicher bin, dass ein Gymnasium der richtige Platz für mich ist. Allerdings wird das Leistungniveau in bestimmten Fächern von einzellnen Personen so stark gedrückt, dass ich es nicht mehr verstehen kann, weil es zu langsam ist. Jeder der so etwas nicht glaubt solle sich bitte einen Kommentar ersparen und sich erstmal einlesen. Ich bin nicht der Einzige dem es in meiner Klasse so geht, das sind mit Sicherheit 10 Schüler von 28. Du sagst die Begabten sind nicht das Primärziel? Ich meine nicht die Hochbegabten, nur die "Schlauen". Nicht das Primärziel? Wer denn dann? Für andere Schüler gibt es immernoch Haupt- und Realschule. Das Gymnasium ist nunmal nicht für jeden geeignet. Man kann nicht erwarten, dass man aufs Gymnasium geht und das schaffen muss. Wer es nicht schafft soll bitte auf die Realschule gehen. Es muss Anforderungen geben und diese müssen erfüllt werden. Anstattdessen werden die Anforderungen Stück für Stück gesenkt, indem Noten verschenkt werden, in dem das Unterrichtstempo minimiert wird usw. Das ist definitiv nicht die Lösung.

    Seit dem Vollenden deines 9. Schuljahres gehst du freiwillig in die Schule - seitdem zwingt dich der Staat nicht mehr dazu

    Doch tut er. Ich sehe meine Begabung im Bereich des Managments, ein, wie du richtig sagst
    recht ehrgeiziges Ziel für einen 10.- Klässler

    , was ich auch gar nicht abstreitten will. Sowas kann ich nunmal nur mit Abitur erreichen, d.h. ich bin sehr wohl dazu gezwungen die Schule weiter zu besuchen, wenn ich sämtliche Berufswünsche die ich habe nicht aufgeben will.

    Alternativen wären arg teure Privatschulen, an denen die Lehrer im Durchschnitt halt etwas besser sind..

    Ich hoffe ganz stark du willst damit nicht die Lehrerkompetenzen an dt. Schulen rechtfertigen, die für mich zum todlachen wären, wenn es nicht so traurig wäre.

    wirst du vermutlich nicht in die Politik gehen und etwas an unserem Schulsystem ändern - weshalb ich dein (und auch das vieler anderer) Rummeckern und Aussprüche wie "Es muss GRUNDLEGEND reformiert werden." für etwas fehl am Platze halte - wenn du eine Änderung für so dringend hältst, tu doch selbst was für.

    Ich als derjenige für den diese Einrichtung geschaffen wurde darf nicht sagen was ich für falsch halte? Das dürfen nur Politiker?

    In deinem letzten Beitrag sprichst du über das Beitragen in die Gemeinschaft (oder meinst du echt Gemeindschaft??) und sagst gleichzeitig, dass das für dich nicht gilt...

    Bayerische Sprache und Rechtschreibung bekriegen sich manchmal. ;)
    Trotzdem würde mich interessieren wie du auf solche Thesen kommst.
  • KobeShow schrieb:

    Ich rede hier nicht von Hochbegabten. Es ist leider Fakt, dass ein Teil der Schüler darunter zu leiden hat, dass die Breite Masse etwas, Einzelfälle aber teilweiße sehr stark mit den Leistungen hinterherhinken.


    Da muss ich Kobeshow recht geben. Es ist leider wirklich so, dass die Förderung der einzelnen Begabungen in Deutschland sehr schlecht ist.

    Da müsste was geschehen. Weg von der Gleichmacherei, hin zu gleichen Chancen für alle.
  • ^ Ganz genau. Ich finde es einfach schrecklich, wenn gerade die "Guten" es sind die teilweiße am meisten leiden. Davon spricht überhaupt niemand und das halte ich durchaus für einen Skandal, denn das ist für die Betroffenen sehr problematisch, während jeder davon spricht, wie man schlechteren Schülern helfen kann.

    Weg von der Gleichmacherei, hin zu gleichen Chancen für alle.

    Könnte nicht mehr zustimmen.

    Es sind gerade diese Leute, die ein Land ausmachen, gerade diese Leute die das Land international darstellen. Das heißt sicher nicht man darf die "Schwächeren" vergessen, auch keinen Fall, aber man muss bedenken, dass es eher die "Guten" sind, die später einmal die wichtigen Positionen einnehmen werden, und diese müssen Recht auf eine für sie ebenso wie für Schwächere akzeptable Bildung haben. Momentan sehe ich das nicht so. Wie gesagt, ich erlebe es selbst:

    Als ich im Englischunterricht ganz höflich danach gefragt habe, das ganze geringfügig schneller zu behandeln (es wird teilweiße Stoff das der 6. Klasse ausführlich wiederholt) wurde ich vor der gesamtem Klasse von der Lehrerin dargestellt, als würde ich überhaupt keine Rücksicht auf Schlechtere nehmen. Das tue ich, aber ich darf doch deswegen auch sagen, dass ich mit diesem Lerntempo nicht klarkomme, und deshalb mein eigentlilches Lieblingsfach zu einem Fach wird, dass ich hasse. Ist das das Ziel der Verlangsamung des Tempos, dass gute Schüler aussteigen und Frust aufbauen? Halte ich für sehr schlimm. Noch dazu darf man seinen Frust nicht mal äußern.

    Da läuft etwas ganz falsch und ich finde es schade, dass mir der Spaß an Schule den ich früher noch hatte jetzt komplett beraubt wurde. Das meine ich ernst. Schule ist für mich unglaublich wichtig, aber ich hasse jeden Tag den ich dort verbringe. Das ist zu einem Martyrium geworden, so pathetisch sich das auch anhören mag.
  • Mooooment mal...

    Mag ja sein dass du ein sehr guter Schüler bist. Freut mich auch für dich. Aber es gibt Leute, die begreifen nun mal nicht so schnell wie du, dass solltest du bedenken.
    In Latein und Englisch hatte ich auch öfter das Problem, das Sachen, die mir beim ersten Mal klar waren, von anderen nicht verstanden wurden und mindestens zehn Mal wiederholt wurden. Manchmal hat es mich geärgert und dann habe ich versucht zu helfen und es ihnen so zu erklären, dass sie es verstehen.
    Dafür habe ich im Gegenzug Fächer, in denen ich nicht so schnell begreife. Das wären dann Mathe und Chemie. Da gibt's dann wieder andere, die besser sind.
    Wie die Lehrerin das jetzt vor der Klasse dargestellt haben mag, stelle ich hier mal in Frage. So wie du dich hier äußerst, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass in deiner höflichen Frage schon noch ein vorwurfsvoller Ton gesteckt hat, der der Lehrerin gar nicht gepasst hat.

    Das Ziel der Verlangsamung des Tempos ist nicht, dass gute Schüler aussteigen und ihren Frust aufbauen, sondern dass die schlechteren Schüler aufholen können. Ziel ist es, die Schüler auf ein Niveau zu bringen, sodass sie ihr Wissen austauschen und voneinander lernen.

    Und zu deiner Aussage, ein Deutscher müsste sich über Politik informieren:
    Ja, es wäre wünschenswert, wenn er das tut.
    Aber er muss es nicht machen, es ist ihm frei überlassen. Solange er brav seine Steuern zahlt und niemandem Schaden zufügt, ist der Staat sein Beschützer.

    Sagt dir John Locke was?
  • John Locke war mit einer der Begründer des Sozialdarwinismus ;) Mein Mathura-Spezialgebiet in Psychologie und Philosophie. Auch wenn KobeShow die eine oder andere Übereinstimmung mit frühen Sozialdarwinisten hat, so denke ich dennoch, dass er keiner ist. Auch wenn man beim ersten Mal lesen durchaus auf die Idee kommen könnte.

    Bei genauerem Betracheten wird aber klar, dass KobeShow die Förderung von Begabten fordert, nicht aber das dahinterlassen der "Schwachen". Er betont dezitiert, dass (wie man sie in der Schule gern nennt) "Langsamere" nicht ausgeschlossen werden dürfen.

    Eine Kette ist immer so stark wie ihr schwächstes Glied. Das darf aber nicht heißen, dass das schwächste Glied die anderen Glieder nach unten drückt. Es bedarf einer individuellen Schule, einer Schule, die auf "Schnelle" wie "Langsame" eingehen kann. Eine flexible Schule, in der jede und jeder wirklich die selben Chancen haben.
    Am besten und einfachsten zu realisieren in einer Ganztages-Gesamt-Schule, die, die alten Fesseln von Schulen ablegt und zu einem Ort für und von Schülerinnen und Schülern wird.

    //edit:
    Zu:

    Arschfee schrieb:

    Und zu deiner Aussage, ein Deutscher müsste sich über Politik informieren:
    Ja, es wäre wünschenswert, wenn er das tut.
    Aber er muss es nicht machen, es ist ihm frei überlassen. Solange er brav seine Steuern zahlt und niemandem Schaden zufügt, ist der Staat sein Beschützer.

    Jeder Bürger, der von sich behauptet in einer Demokratie zu Leben hat die Pflicht sich mit der Materie "Demokratie" zu beschäftigen. Auch wenn Demokratie die 2. schlechteste Regierungsform laut Platon ist, verlangt sie von den Menschen Mitsprache, oder zumindest eine Möglichkeit der Mitsprache. Und wenn man das durch das Schulsystem "erzwigen" kann, warum nicht? Es wird uns auch aufgezwungen, dass wir wissen müssen, wo unser Land demographisch aufgebaut ist, und welche Berge wir besteigen könnten.

    Lg
    RamsesV
  • Es steht aber wirklich nirgends, dass man sich drüber informieren muss.

    Klar, dass es super wäre, wenn die Leute das machen würden, aber sie müssen es eben nicht. Es ist eben ihre Sache.
    Ich fänd's auch super wenn mehr Leute Ahnung von Politik hätten, wenn man sich mal das Stammtischgebrabbel in den Kneipen so anhört. ;)
  • Arschfee schrieb:

    Es steht aber wirklich nirgends, dass man sich drüber informieren muss.


    Tolle Argumentation ;) Haut mich echt von den Socken. Jetzt wo du das sagst, frag ich mich echt, warum Gesetze gemacht werden. Früher stand das doch auch nirgends. :rolleyes:

    Und mit Menschen mit einer solchen Einstellung soll Demokratie funktionieren? Dann doch lieber eine reine Tyrannei, so wie so zu Zeiten der großen Griechen gedacht wurde.

    Lg
    RamsesV
  • Du pickst dir auch nur raus was dir passt, oder?
    Ich schreib jetzt schon zum DRITTEN MAL, dass ich es verdammt noch mal gut heißen würde, wenn sich die Leute mehr informieren würden!

    Und Gesetze werden gemacht damit man sich dran hält. Wenn man's nicht tut, wird man bestraft. Punkt.
    Welches Gesetz besagt, dass man sich politisch immer auf dem neuesten Stand halten muss? Ich hätte gerne den Artikel/Paragraphen.

    Danke dir.
  • Arschfee schrieb:


    Das Ziel der Verlangsamung des Tempos ist nicht, dass gute Schüler aussteigen und ihren Frust aufbauen, sondern dass die schlechteren Schüler aufholen können. Ziel ist es, die Schüler auf ein Niveau zu bringen, sodass sie ihr Wissen austauschen und voneinander lernen.


    Warum denn?

    Warum nicht jeden nach seinen Fähigkeiten fördern.

    Wenn jemand in einzelnen Fächern langsamer begreift, dann ist er doch nicht unbedingt ein schlechterer Schüler. Aber er muss eben auch nicht mit Gewalt auf das Niveau eines anderen Schülers gebracht werden, dem es eben leichter fällt.

    Jeder nach seinen Möglichkeiten, so wäre es gut.

    Was falsch ist, ist die Bewertung, die Klassierung. Was falsch ist, ist die so unendlich unterschiedliche Anerkennung und Bezahlung.


    Das ist es, was ich oben mit Gleichmacherei bezeichnet habe. Es lassen sich nicht alle Schüler auf ein auch nur annähernd gleich hohes Niveau heben, dafür sind die Voraussetzungen zu unterschiedlich. Das führt unweigerlich dazu, dass die (in diesem Fach) extrem lernfähigen Schüler ausgebremst werden. Das macht keinen Sinn.
  • Arschfee schrieb:


    Welches Gesetz besagt, dass man sich politisch immer auf dem neuesten Stand halten muss? Ich hätte gerne den Artikel/Paragraphen.


    :depp:

    Nochmal zum Verständnis, langsame Schülerin ;)
    Es steht in keinem Artikel, Paragraphen oder Buch.
    Es ist eine Idee, das verpflichtend und fördernd zu machen, damit die nächsten Generationen eine Ahnung von Politik haben und a) nicht jeden Blödsinn hinnehmen und b) verantwortungsvoll mitentscheiden können.

    Lg
    RamsesV
  • So ich werde jetzt mal wieder meine Meinung zu einzellnen Punkten darlegen.

    Aber es gibt Leute, die begreifen nun mal nicht so schnell wie du, dass solltest du bedenken.

    Das ist korrekt. Leistungsdifferenzen sind absolut selbstverstänlich, problematisch wird es erst, wenn das Leistungsniveau dadurch gesenkt wird, wenn zu viele "schwache" Schüler auf Gymnasien kommen. Viele, sehr viele, fallen bereits in den ersten Jahren raus, aber es steht für mich außer Frage, dass Schülern ein vorrücken dadurch, ich will nicht sage, geschenkt wird, dass man entweder zum Ende des Jahres ein Referat einschiebt o.ä., welches kaum schlechter sein kann als die Note 3, oder eben dadurch, dass das Tempo gesenkt wird, dazu gleich mehr.

    Das Ziel der Verlangsamung des Tempos ist nicht, dass gute Schüler aussteigen und ihren Frust aufbauen, sondern dass die schlechteren Schüler aufholen können.

    Leider wird ersteres erreicht. Ich bin ein gutes Beispiel dafür wie so etwas passieren kann, dass ein immer guter und verhaltensunauffälliger Schüler plötzlich Noten im 5er- und 6er-Bereich schreibt. Noch dazu kommt, dass mein Verhalten deutlich schlechter geworden ist als es war, das hat sehr wohl etwas mit Unterforderung zu tun. Wer das nicht glaubt, sollte sich genauer über das Thema informieren.

    Jetzt aber zum Lerntempo: Natürlich ist es wichtig, schwächeren Schülern eine Chance zu geben, ihre Lücken zu schließen und wieder Anschluss an die Anderen zu finden. Dies darf aber nicht auf die Kosten der stärkeren Schüler gehen. Jedem schwachen Schüler steht es frei Förderunterrichtsangebote wahrzunehmen, extern Nachhilfe zu nehmen oder einfach mehr zu lernen. Das passiert aber nicht, und das ist der Knackpunkt. Viele Schüler meiner Klasse, die bspw. in Englisch schwach sind, nehmen nicht am Förderunterricht teil, sie nehmen nicht Nachhilfe außerhalb der Schule und sie lernen äußerst wenig. Es kommt aber niemand auf die Idee, die Schüler dazu aufzufordern, sie selbst, durch o.g. Möglichkeiten, mehr für ihren Erfolg einzusetzten. Diese Schüler melden sich nicht im Unterricht und wenn sie aufgerufen werden zeigen sich plötzlich erschreckend schwache Englischkenntnisse. Passiert dies öfter sagt der Lehrer oder die Lehrerin: "Ich glaube da müssen wir mal einiges wiederholen". Wiederholen ist allerdings ein falsch gewählter Ausdruck, denn es wird in vollstem Umfang behandelt, weshalb wiederholen etwas untertrieben ist.
    Schwache Schüler haben genug Möglichkeiten von ganz alleine wieder Anschluss zu finden, doch sie tuen nichts, drücken damit das Leistungsniveau und das geht auf die Kosten der guten Schüler. Nicht nur überfordert zu sein ist eine Qual, auch Unterforderung ist für die Betroffenen sehr hart. Das will nur keiner sagen, weshalb verstehe ich auch nicht. Schüler die so wenig Engagement für ihren eigenen Erfolg haben, sind auf einem Gymnasium meiner Meinung nach fehl am Platz. Denn die schwächeren Schüler können nicht fordern, dass das Gymnasium sich ihnen anpasst, denn genau andersrum sollte es sein. Der Mensch ist wesentlich intelligenter als manche glauben, jeder Mensch, auch vermeintlich "Schwächere". Wenn sie trotz fehlender "Begabung" schwache Leistungen schreiben, dann müssen sie dies mit Fleiß ausgleichen. Das wird aber leider nicht so nicht praktiziert.

    Ich fordere für Gymnasien klare Strukturen und klare Standards. Für Leute die unter diesen Standard fallen, sollten Förderkurse angeboten werden. Ich halte es sogar für sinnvoll diese für Schüler die bestimmte Kriterien nicht erfüllen verpflichtend zu machen. Wer immernoch nicht diese Standards erfüllt, dem darf das Vorrücken in die Nächste Jahrgangsstufe nicht nachgeworfen werden.

    Es steht aber wirklich nirgends, dass man sich drüber informieren muss.

    Ich will keine politische Diskussion beginnen, aber dazu soviel:

    Wenn du mich fragen würdest: "Was ist das Todesurteil für jede Demokratie?" würde ich entschieden sagen: Politikverdrossenheit. Jeder Bürger hat das Recht zu wählen, doch jeder Bürger hat dafür eine moralische Verpflichtung: Dieses Recht wahrnehmen und eine informierte Entscheidung zu treffen. Wie wichtig das ist sehen wir an aktuellen Wahlerfolgen der NPD, welche im sächsischen Landtag vertreten ist, und der Linken, welche eine Regierungsbildung in Hessen blockiert, obwohl sie selbst offen zugibt, dass sie nicht regierungsfähig und -willig ist. Dies sind reine Protestparteien, die auf Wähler abzielen, die das Vertrauen in die deutsche Politik verloren haben. Würde in der Schule intensivst politisch gebildet, würde es solche Leute wohl kaum geben.
  • Ich hab da gut lachen, da ich auf ne Gesamtschule gehe :P . Und zwar in DIESE hier. Wir hatten bis zur 8. gemeinsam, ab der Klasse 9 wurde dann in Gym, Real und Haupt unterteilt.
    Und zu den Lehrplänen (eigentlich Leerplänen :D):
    Iweso zur Hölle hatman in klasse 9 3h Mathe, 3h Deutsch und 3h Englisch??? Ein bissl wenig, oder? Und natürlich: SCHAFFT DIESE 2, bzw 3 FREMDSPRACHE AB (ob mit Deutsch oder ohne^^) Ich werde einen Scheiß Russisch brauchen!
    Unser gemeinsames Leben heißt Offenheit, Herzlichkeit, Freundschaft, Mut zum Widerstand und der Glaube, dass es immer besser wird.
    Wer so offen ist, muss Fragen stellen, kann lebensverachtende Verhältnisse nicht akzeptieren sondern muss sich wehren, muss kämpfen gegen die, die das Leben verachten und die, die davon profitieren!
  • Dir ist aber schon klar, dass es hier mehr um die Inhalte geht, die gelehrt werden, und nicht um die Stundenaufteilung?
    meines Erachtens nach reichen je 3 Stunden Mathe, Deutsch und Englisch, unter der Vorraussetzung, dass man die Inhalte lebensnah gestaltet. Wenn man einen guten Lehrer hat, und ein überdachten Lehrplan, trotzdem aber nur 3 Stunden in der Woche, lernt man mehr dadurch, als wenn alles so bleibt, wie es im Moment ist und man dafür aber 6 Stunden hat. You know?

    Zu dem Thema 2., bzw. 3. Fremdsprache: Ich finde es durchaus angebracht, dass Sprachen angeboten werden, auch welche, die man nicht unbedingt braucht. Nur finde ich, dass diese Sprachen nicht Pflichtfach sein solltn, wenn dann nur für ein Jahr, als "Testperiode". Ich hoffe, jeder weiß was ich meine.

    Zu dem Thema "Lerngeschwindigkeit": Es stimmt sehr wohl, dass talentierte, motivierte Schüler auf dem Gymnasium sehr schnell die Motivation verlieren, wenn das Leistungsniveau zu gering ist. Ich selber habe es in Mathe gemerkt. Bis zur 7. Klasse stand ich durchgehend 1, eventuell mal 2. In dieser Zeit habe ich kaum am Unterricht teilgenommen, hab ab und zu mal zugehört, das Thema sofort verstanden und dann wieder abgeschaltet. Weil wozu sollte ich bei den ganzen Wiederholungen zuhören, wenn cih es sowieso schon alles konnte? Allerdings habe ch mir dieses Vehalten auf eine Art angewöhnt, und als dann kompliziertere Dinge kamen, bei denen ich in den Klausuren dann Probleme hatte, weil der Unterricht mich einfach nicht interessierte, hatte ich Probleme, dieses Verhalten wieder abzuschalten. Glücklicherweise habe ichdann kurz vor den Abiturprüfungen halbwegs noch die Kurve gekriegt, ansosnten hätte cih mein Abi vergessen können.
    Aus dieser Erfahrung habe ich allerdings geschlossen, dass da irgendwas geädert werden muss. Deswegen find ich auch das Gesamtschulprinzip eigentlich recht gut. Die Inhalte sind zwar, so wie ich es gehört habe, auch nicht unbedingt besser, aber man kann wenigstens individueller gefördert werden.

    Zu Politik in der Schule: Finde ich sehr wichtig, ich habe leider kaum etwas in der Schule darüber gelernt, aber ich finde einen gewissen Überblick sehr wichtig! Wir können nicht sagen, dass wir wählen können, wenn wir keine Ahnung haben, was zur Auswahl steht. Aber zu dem Thema brauch ich ejtzt nicht mehr zu schreiben, KobeShow hat das schons ehr gut gemacht. ;)


    Achja:

    KobeShow schrieb:



    Wenn es hier schon den Präfix "Bildungspolitik" gibt, dann schreibe ich doch nicht in dem Thread "Bildungspolitik", was ich will, sondern eröffne für meine spezielle Frage einen Thread. ;)
  • KobeShow schrieb:

    Leider wird ersteres erreicht. Ich bin ein gutes Beispiel dafür wie so etwas passieren kann, dass ein immer guter und verhaltensunauffälliger Schüler plötzlich Noten im 5er- und 6er-Bereich schreibt. Noch dazu kommt, dass mein Verhalten deutlich schlechter geworden ist als es war, das hat sehr wohl etwas mit Unterforderung zu tun. Wer das nicht glaubt, sollte sich genauer über das Thema informieren.

    Also ich nehme an, dass du sagen willst, dass du ein intelligenter Schüler mit überdurchschnittlichem Potential bist.
    Ein guter Schüler ist bzw. wäre aus meiner Sicht eine Person, die sich den Gegebenheiten anpasst (also flexibel ist - was in der Wirtschaft afaik gern gesehen wird) und halt keine 5en und 6en bekommt.
    Die zeugen aus meiner Sicht bei Schüler mit überdurchschnittlichem Potential einfach von Demotivation und Desinteresse - der Schüler hat sich nicht dazu motiviert, etwas zu machen und hat sich nicht um ein angemessenes Verhalten bemüht.
    Meines Erachtens nach wird durch diese Unterforderung der Charakter einer überdurchschnittlich begabten Person geschult, was aus meiner Sicht auch wertvoll ist - denn wann soll er lernen, sich zusammenzureißen und halt etwas zu machen, wozu er überhaupt keinen Bock hat, wenn nicht jetzt? Wenn er das jahrelang nicht tut, "verlernt" er das zu tun und hat dann evtl. arge Probleme, sich diese Fähigkeit wieder anzueignen - denn möchte man einen einigermaßen sicheren Job, ist man aus meiner Sicht dazu gezwungen, sich in den Ars°h beißen zu können, da es mit Sicherheit Dinge geben wird, zu denen man keinen Bock hat :)

    Aussprüche wie "Dies darf aber nicht auf die Kosten der stärkeren Schüler gehen." implizieren, dass sich das Lerntempo dem leistungsstärksten Schüler anpassen soll - ich nehme mal an, dass du das nicht gemeint hast, da das Schwachsinn ist - denn dann bekäme kein Schüler mehr was auf die Reihe, da alle überfordert wären - auch die Personen, die in einem Fach das Lerntempo bestimmen, da sie in anderen Fächern vermutlich nicht an der Spitze sind.
    Das wiederum bedeutet, dass es immer unterforderte Schüler gibt - die Idee von dem Nichtvorhandensein von Unterforderung ist also gestorben..
    Nun ergibt sich halt die Frage, wieviel unterforderte Schüler man tolerieren kann und wie schnell man nun genau vorgehen soll - und ich hab jetzt keinen Bock dazu Stellung zu nehmen^^ (ist halt einfach zu komplex, weshalb es ein Text dazu auch werden würde ;))

    Eine Lösung, wie man die Geschwindigkeit landes- oder bundesweit festlegen könnte (also dass sie nicht mehr durch den lehrer gewählt wird), wäre vermutlich eine Spezialform des folgenden von dir angesprochenen Gedankens:
    Ich fordere für Gymnasien klare Strukturen und klare Standards.

    Man könnte aus meiner Sicht (möglichst) alle Leistungsermittlungen in einem oder mehr Fächern landes- oder evtl. sogar bundesweit machen, damit eine Objektivität hineinkommt.
    Wären die Bewertungsvorgaben festgelegt (muss der Lehrer also die Arbeit des Schülers mit den Vorgaben vergleichen wie das jetzt schon mit Abiturprüfungen in Mathematik und Physik vollständig der Fall ist), könnte man diese Ermittlungen als Filter verwenden.
    Allerdings ist das halt nur in den wenigsten Bereichen möglich - problemlos eigentlich nur in Mathematik. Grenzfälle wären aus meiner Sicht Naturwissenschaften und Wirtschaft&Recht, doch da man da teilweise auch nichtschriftliche Leistungsermittlungen hat, wäre es nicht ganz objektiv.
    Wären die Leistungsermittlungen vorgeschrieben, müsste der Lehrer sich daran anpassen - und er kann nicht durch langsamere Schüler aufgehalten werden.
    Gibt es solche und kümmern die sich nicht selbst um ihr Problem, wiederholen sie den Jahrgang halt oder wechseln die Schule.
    Förderkurse für manche Leute obligatorisch zu machen, ist dann aus meiner Sicht nicht mehr nötig :)

    Hier jetzt noch verschiedene Kommentare zu verschiedenen Aussagen von euch:
    - der Staat zwingt dich nicht, an eine staatliche Schule zu gehen - er gibt dir nur noch die Möglichkeit dazu. Würdest du dir dein Abi auf andere Weise holen, wär ihm das schei°egal.
    - aus meiner Sicht ist es ein sehr großes Problem von uns Deutschen, dass wir an fast allem nur rummeckern. Mehr sag ich dazu jetzt nicht.
    - ich habe aus meiner Sicht nicht die moralische Verpflichtung, mich mit Politik auseinanderzusetzen - ich tue das freiwillig. Hätte ich keinen Bock dazu und wäre ich mit jeder Regierung zufrieden (was nicht der Fall ist), würde ich mich nicht mit Politik auseinandersetzen. So habe ich eine Meinung und werde bei der nächsten Wahl wählen gehen.
    - meines Erachtens nach wurde und werde ich in der Schule unterfordert - und in den Klassen 1 - 10 in manchen Fächern (Mathe und Physik) in sehr großem Maße.
    Dass man nicht so gerne darüber spricht, liegt vermutlich darin, dass man nicht soo gerne vor anderen angibt (zumindest bei mir so - hab das hier halt mal gesagt, damit du nicht von vornherein denkst, ich würde von etwas sprechen, wovon ich absolut keine Ahnung hab. Wenn du noch weitere Informationen dazu haben willst, PN - nicht unbedingt öffentlich..)

    fu_mo
  • Zu dem Thema "Lerngeschwindigkeit": Es stimmt sehr wohl, dass talentierte, motivierte Schüler auf dem Gymnasium sehr schnell die Motivation verlieren, wenn das Leistungsniveau zu gering ist. Ich selber habe es in Mathe gemerkt. Bis zur 7. Klasse stand ich durchgehend 1, eventuell mal 2. In dieser Zeit habe ich kaum am Unterricht teilgenommen, hab ab und zu mal zugehört, das Thema sofort verstanden und dann wieder abgeschaltet. Weil wozu sollte ich bei den ganzen Wiederholungen zuhören, wenn cih es sowieso schon alles konnte? Allerdings habe ch mir dieses Vehalten auf eine Art angewöhnt, und als dann kompliziertere Dinge kamen, bei denen ich in den Klausuren dann Probleme hatte, weil der Unterricht mich einfach nicht interessierte, hatte ich Probleme, dieses Verhalten wieder abzuschalten.

    Die perfekte Beschreibung wie es mir erging. Mathe war bis zu 7. mein Lieblingsfach, ich stand durchgehend auf 1,0, und das ohne zu lernen, aber genau wie du es beschrieben hast, sind meine Leistungen in der 7. massiv eingebrochen. Und das hat sehr wohl etwas mit Unterforderung zu tun. Denn besonders wenn neue Lerninhalte eingeführt werden kann sich Unterforderung sehr schlecht auswirken. Ich kann mich erinnern, dass ich damals beim Einführen neuer Dinge noch alles verstanden habe, dann aber plötzlich die Motiavtion komplett verlor, was wohl mit dieser Unterforderung zu tun hat, und dann alles weitere nicht mehr gelernt habe. Heute ist es ist mittlweile so, dass ich auch bei neueren Themen nicht mehr die Motivation habe, aufzupassen, weil es bereits von Anfang an extrem schleppend voran geht.


    Die zeugen aus meiner Sicht bei Schüler mit überdurchschnittlichem Potential einfach von Demotivation und Desinteresse - der Schüler hat sich nicht dazu motiviert, etwas zu machen und hat sich nicht um ein angemessenes Verhalten bemüht.

    Es war abzusehen, dass früher oder später eine solche Bemerkung dazu kommen wird. Mich dazu zu äußern halte ich für nicht notwendig, würde man sich über diese Themen informieren, würden solche Beiträge nicht zustande kommen.

    Aussprüche wie "Dies darf aber nicht auf die Kosten der stärkeren Schüler gehen." implizieren, dass sich das Lerntempo dem leistungsstärksten Schüler anpassen soll

    Eine der lustigsten Fehlinterpretationen die ich je gelesen habe.

    Allgemein fu mo:
    Ich finds schade, dass du relativ wenig konkret auf das eingehst, was ich gesagt habe, sondern du vielmehr deine eigene Meinung wiederholst.
  • KobeShow schrieb:

    Eine der lustigsten Fehlinterpretationen die ich je gelesen habe.

    Was soll es sonst bedeuten? Jeder Schüler hat aus meiner Sicht eine eigene Grundgeschwindigkeit. Durch Fleiß kann er auch mit einer höheren Geschwindigkeit zurechtkommen.
    Ist die Geschwindigkeit des von ihm besuchten Unterrichts langsamer als seine "Grundgeschwindigkeit", ist er unterfordert, was sich für ihn zweifelsos negativ auswirkt (entweder wird er schlechter oder er muss sich mit zusätzlichen Bemühungen anpassen).
    Der Grund für die langsamere Geschwindigkeit wäre das Vorhandensein von Schülern mit langsamerer Grundgeschwindigkeit - die Rücksichtnahme auf langsamere Schüler geht also auf die Kosten der schnellsten Schüler.
    Ich persönlich halte meine Interpretation des Satzes "Dies darf aber nicht auf die Kosten der stärkeren Schüler gehen." nicht für falsch.

    KobeShow schrieb:

    Es war abzusehen, dass früher oder später eine solche Bemerkung dazu kommen wird. Mich dazu zu äußern halte ich für nicht notwendig, würde man sich über diese Themen informieren, würden solche Beiträge nicht zustande kommen.

    Meines Erachtens nach weiß ich, wovon ich rede, da es mir ähnlich ging - allerdings hab ich es in den Fächern, die micht interessierten und mir Spaß machten (und die halt nebenher die Fächer waren, in denen ich am meisten unterfordert war - nämlich Mathe und Physik) weitestgehend geschafft, mich im Unterricht zusammenzureißen und mich zu bemühen, aufzupassen.
    In einigen anderen Fächern schaffte ich das nicht - mir war das dann letztendlich weitestgehend schei°egal, weshalb die Noten halt auch herabsanken.
    Prinzipiell hätten meine Noten in diesen anderen Fächern alle besser sein können, wenn ich etwas dafür getan hätte - doch hatte ich halt kein Bock etwas zu tun.
    Du sprichst in deinem letzten Post davon, dass du die Motivation verloren hast - und ich möchte behaupten, dass du nicht abgesackt wärst, wenn du dir sprichwörtlich in den Ar°ch gebissen hättest und auch ohne Motivatin dem Unterrichtsgeschehen gefolgt wärst.
    Wenn ich mal einen anderen Satz von dir zitieren darf (auch auf die gefahr, dass ich ihn aus deiner Sicht falsch interpretiere^^):

    KobeShow schrieb:

    Schüler die so wenig Engagement für ihren eigenen Erfolg haben, sind auf einem Gymnasium meiner Meinung nach fehl am Platz.

    Du hast dich da auf unterdurchschnittliche Schüler bezogen - und bei Schülern, die eigentlich viel machen müssten um sich stabil auf dem Gymnasium zu halten, dies jedoch nicht tun, da sie keinen Bock zu haben, würde ich dem auch vollkommen zustimmen.
    Allerdings würde ich das auch auf unterforderte Schüler ausweiten - denn tun sie nichts gegen ihre mangelnde Motivation, engagieren sie sich ebenfalls nicht für ihren eigenen Erfolg. Haben sie sich ein Gymnasium gewählt und haben sie auch nicht vor, das zu wechseln, haben sie 2 Möglichkeiten:
    #1: Sie engagieren sich nicht für ihren Erfolg (gute Leistungen) und bekommen halt schlechte Noten.
    #2: Sie passen sich an die gegebenen Umstände an und passen zumindest erstmal im Unterricht auf und machen evtl. sogar was zuhaus. Ggf. suchen sie sich Aufgaben, die sie richtig fordern.

    Jedenfalls können sie den Lehrplan nicht ändern. Es bringt dir auch nichts, wenn sich deine Eltern noch so sehr für eine Änderung des Lehrplanes einsetzen - selbst wenn sie das auf schnellstmöglichem Weg erreichen, wirst du die Änderung nicht mehr am eigenen Leibe zu spüren bekommen, da die Einführung solcher Änderungen nunmal länger dauert als du vermutlich noch die Schule besuchen wirst..

    Solltest du (KobeShow) noch irgendwas speziell an mich richten, bitte ich dich, das folgende auf jeden Fall sorgfältig zu lesen:

    KobeShow schrieb:

    Allgemein fu mo:
    Ich finds schade, dass du relativ wenig konkret auf das eingehst, was ich gesagt habe, sondern du vielmehr deine eigene Meinung wiederholst.

    Ich werde mal versuchen, das worauf man aus meiner Sicht in irgendeiner Weise eingehen kann, aus deinen Posts herauszusuchen:
    1. Schule = trauriges Kapitel des Lebens
    2. Abitur wird durch langsamere Schüler entwertet
    3. "inkompetente" Fachkräfte
    4. es sollen weniger Schüler das Gymnasium besuchen
    5. gute Schüler steigen aufgrund von Unterforderung aus und bauen frust auf
    6. Verhaltensweise bzgl. Förderungsunterricht

    -> zu 1.: Dazu hab ich bereits was gesagt. Evtl. hast du übrigens die nach meiner Meinung kommenden Argumente für meine Meinung nicht gelesen - solltest dir vllt. meinen ersten Post in diesem Thema nochmal anschauen :)
    -> zu 2.: Also die Prüfungsaufgaben in Mathematik und Physik in Thüringen sind seit 1995 anspruchsvoller geworden (es wird mehr auf exakte Formulierungen geachtet, es gibt mehr "Niveau 3", krankere Formulierungen bei den Aufgabenstellungen, ...) - davor gab es in PH noch keine zentralen Abituraufgaben, weshalb ich darüber nicht im Bilde bin - die Aufgaben von 1995 bis 2007 habe ich inzwischen alle schon lösen müssen/dürfen.
    Wenn man davon ausgeht, dass der Trend eher dazu geht, dass ein immer größerer Teil der Jugendlichen das Gymnasium besucht, scheint das Abitur durch die niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeit nicht entwertet zu werden.
    -> zu 3.: Dazu gibt es aus meiner Sicht nix zu sagen - denn es gibt nunmal keine anderen Fachkräfte. Möchte man daran etwas ändern, muss man selbst Lehrer werden und so den Durchschnitt heben. Die Lehrer durch irgendwelche staatliche Maßnahmen dazu zu bringen, besser zu unterrichten, ist aus meiner Sicht ein sinnloses Unterfangen..
    -> zu 4.: Aus meiner Sicht bin ich auf diesen Punkt eingegangen, indem ich ansprach, wie man einheitlich (objektiv) filtern könnte. Ist kein einheitlicher Filter vorhanden, ist es meiner Meinung nach nicht wirklich möglich, zu entscheiden, wie der Filter einzustellen ist - also wie schnell das Tempo sein sollte..
    -> zu 5.: Entweder steigen sie aus oder sie überwinden sich dazu, etwas zu machen - das sagte ich bereits um einiges ausführlicher.
    -> zu 6.: Dazu bezog ich auch Stellung - ich hielt es nicht für notwendig, wenn man einen "objektiven Filter" hat, mit dem man die Geschwindigkeit landes- oder bundesweit vorschreibt.

    Die übrigen Inhalte deiner Posts waren aus meiner Sicht hauptsächlich Beispiele, Parolen und Wiederholungen der schon genannten Dinge, die teilweise ausführlicher waren (außerdem noch Politik, doch lass ich das bei den Betrachtungen mal außen vor, da es einen eigenen Thread füllen könnte ;)).
    Dass ich also nicht auf viele der von dir genannten Dinge richtig offensichtlich eingegangen bin, liegt also aus meiner Sicht zum einen daran, dass ich es teilweise nur indirekt tat, und zum andern daran, dass es meines Erachtens nach nicht viel in deinen Posts gab, worauf man eingehen konnte..
    Wiederholt habe ich mich teilweise auch, habe das dann jedoch - wie du - ausführlicher getan - womöglich taten wir das beide, da wir befürchteten, der andere hätte unseren Standpunkt nicht wirklich verstanden.

    Du sprichst mir scheinbar ab, zu wissen wovon ich spreche (obgleich es auf meinen eigenen Erfahrungen beruht^^), und scheinst auf manche Gedankengänge gar nicht einzugehen (z.B. meine Argumente gegen das traurige Kapitel deines Lebens oder meine These, dass ein Unterforderter nicht unbedingt absacken muss).
    Na ja.. ich werd vermutlich aufhören, hier zu posten - denn es bringt irgendwie nichts. Meine Meinung zu dem Thema und einigen Aussagen von dir habe ich hier hinterlassen und wenn du sie für wert genug erachtest, dass du vielleicht daraus lernen könntest, kannst du sie dir ja hier im Thread nochmal durchlesen (es sei denn, es löscht irgendwer vorher^^).

    Aus meiner Sicht ist es sinnlos, sich gegenseitig vorzuwerfen, man würde nicht wirklich auf Argumente des anderen eingehen - denn dazu ist meiner Meinung nach unsere Sicht zu subjektiv :)
    Um da zu einem einigermaßen ordentlichen Ergebnis zu kommen, muss aus meiner Sicht ein Dritter (vielleicht irgendein Mod der zuviel Zeit hat?^^) darüber urteilen..

    Dir, KobeShow, wünsche ich noch, dass du ohne Probleme in der Oberstufe (so heißt bei uns die in einigen Bundesländern als "Kollegstufe" bekannte ... Sache^^) "Vollgas geben kannst" und dich nicht daran gewöhnt hast, "für die Schule keinen Finger mehr krumm zu machen" - ich hatte das auch so prinzipiell vorgehabt, doch ist daraus nicht so ganz was geworden^^ Nun reißen meine Leistungskurspunkte meine recht schlechten Grundkursleistungen noch hoch, wodurch ich vermutlich ein "gutes" Abitur schreiben werde - also so 2,0, womit ich aber von Grund auf zufrieden bin :)

    Ein angenehmes Wochenende noch an alle :)

    fu_mo
  • Ich persönlich halte meine Interpretation des Satzes "Dies darf aber nicht auf die Kosten der stärkeren Schüler gehen." nicht für falsch.

    Ich tue das. Das Lerntempo soll sich auf einem für alle akzeptablen Level befinden. Wird das Leistungsniveau durch schwächere Schüler gedrückt, kann man nicht erwarten, dass deshalb auch das Lerntempo gesenkt werden sollte. Vielmehr müssen diese schwächeren Schüler selbst für ihr Weiterkommen arbeiten. Etwagige Möglichkeiten habe ich aufgezählt, nahezu alle bleiben vollkommen ungenutzt.

    allerdings hab ich es in den Fächern, die micht interessierten und mir Spaß machten (und die halt nebenher die Fächer waren, in denen ich am meisten unterfordert war - nämlich Mathe und Physik) weitestgehend geschafft, mich im Unterricht zusammenzureißen und mich zu bemühen, aufzupassen.

    Für mich ist das in einigen Fächern kaum möglich. Da ich weder deine, noch du meine Situation kennst, hat es keinen Sinn darüber zu diskutieren, warum das so ist. In Englisch stehe ich trotz teils massiver Unterforderung auf der Note 1, da habe ich noch die Motivation, selbst die stupidesten Übungen mitzumachen. In Mathe ist das für mich nicht mehr möglich und das hat mit Sicherheit nichts mit einer allgemeinen Demotivation von mir zu tun.

    und ich möchte behaupten, dass du nicht abgesackt wärst, wenn du dir sprichwörtlich in den Ar°ch gebissen hättest und auch ohne Motivatin dem Unterrichtsgeschehen gefolgt wärst.

    Das ist vollkommen korrekt. Selber Satz ist ebenfalls vollkommen korrekt. Hätte ein Schüler, der die Hauptschule ohne Schulabschluss verlassen hat, sich "in den Arsch gebissen", hätte er das Abitur mit 2,0 geschafft.
    In der Praxis sieht das anders aus, weswegen ich nochmal vorschlage, dass du dich über das Thema Unterforderung noch einmal einliest.


    Du hast dich da auf unterdurchschnittliche Schüler bezogen - und bei Schülern, die eigentlich viel machen müssten um sich stabil auf dem Gymnasium zu halten, dies jedoch nicht tun, da sie keinen Bock zu haben, würde ich dem auch vollkommen zustimmen.

    Und das ist bei einem Großteil der Schüler die das Leistungsniveau drücken der Fall.

    Allerdings würde ich das auch auf unterforderte Schüler ausweiten - denn tun sie nichts gegen ihre mangelnde Motivation

    Das entzieht uns jeglicher Diskussionsgrundlage.

    Wenn man davon ausgeht, dass der Trend eher dazu geht, dass ein immer größerer Teil der Jugendlichen das Gymnasium besucht, scheint das Abitur durch die niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeit nicht entwertet zu werden.

    Das ist schon fast nicht mehr lustig.
  • KobeShow schrieb:


    Das ist vollkommen korrekt. Selber Satz ist ebenfalls vollkommen korrekt. Hätte ein Schüler, der die Hauptschule ohne Schulabschluss verlassen hat, sich "in den Arsch gebissen", hätte er das Abitur mit 2,0 geschafft.


    Mit dem Unterschied, dass es dem Hauptschüler womöglich egal ist, ob er jetzt Abi hat oder nicht.
    Dir scheint's ja nicht egal zu sein.
    Und bei allem guten Willen, deine Intelligenz macht dich schon ein bisschen rücksichtslos. Wie vielen Schülern in deiner Klasse geht's denn genau so wie dir? Wenn das viele wären, dann würde das Lerntempo angepasst werden. Aber es scheint wohl nicht so zu sein, die Mehrheit scheint schlechter zu sein. Und danach richtet sich schließlich auch der Lehrer.
    Und wenn du dich unterfordert fühlst, dann frag deinen Lehrer doch, ob du nicht jede Woche ein Referat halten kannst.
    Ich mein so krass kann das doch nicht sein, wenn's so schlimm wäre, hättest du längst die Schule gewechselt...