Nummernschild auf Zeitungsfoto erkennbar

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  • Nummernschild auf Zeitungsfoto erkennbar

    Hallo FSBler,

    Kann sein, dass mein Anliegen im falschen Topic ist, aber ich wusste einfach nicht wohin damit!

    Ausgangssituation:

    Meine Mutter hatte einen Autounfall, bei dem das Auto bei Regen auf einer Ölspur ins Schleudern geraten und dann umgekippt ist!
    Die Ölspur, die ca. 200m lang war, muss der Grund für den Unfall gewesen sein, da meine Mutter auf Grund eines Motorproblems maximal 50 km/h fahren konnte und deshalb ohne die Ölspur wohl kaum in der leichten Kurve ins Schleudern geraten wäre!

    Es ist nichts schlimmeres passiert, nur eine Gehirnerschütterung und ein paar blaue Flecken!
    Deswegen war sie auch paar Tage im Krankenhaus, aber jetzt ist sie wieder fit!

    Kurz nach dem Unfall waren natürlich auch Cops anwesend, die unter anderem das umgekippte Auto mit Notarzt, Rettungsteam und meiner Mutter, die komplett verdeckt ist, fotografiert haben!
    Das Fotos tauchte einige Tage später in einer regionalen Tageszeitung unter der Überschrift "War eine Ölspur der Grund für die Seitenlage?" auf!
    Neben der provokanten Formulierung dieser Überschrift störte mich an dem Artikel noch etwas...
    Das Kennzeichen war nicht geschwärzt, d.h. man konnte es sehr deutlich erkennen!

    Nun meine Frage:
    Ist es rechtens, dass die Zeitung das Kennzeichen nicht geschwärzt hat!?
    Verletzt sowas nicht die Persönlichkeitsrechte / Datenschutzrechte?!
    - Gruß ZaLaD -
  • Erstmal gute Besserung deiner Mutter,im normalen falle müssen Zeitschriften die Nummernschilder unkenntlich machen um Klagen zu vermeiden.
    Ich würde mich an deiner stelle mich bei der Zeitung melden und sie fragen,was das soll und auf die Persönlichkeitsrechte aufmerksam machen.
    Abgesehen davon kannst du den auch auf Entschädigungsklage drohen denn dass ist genauso illegal wie Personen ohne deren Erlaubnis irgendwo abzubilden.

    Sie dürfen nicht alles abbilden wie sie wollen,es sei denn man ist öffentlich bekannt (z.B. Politiker,Schauspieler etc.) oder befindet sich auf öffentlichen Veranstaltung .
  • Moin,

    erstmal auch von mir gute Besserung.

    Dann gibts es 2 Antworten für dein Problem.

    1.) Die Zeitung darf das. Sie darf es, solange es investigativer Journalismus ist / war ( soll heißen: es ging nur um den Unfall, eine reine Berichterstattung). In diesem Fall muss die Zeitung das Nummernschild nicht schwärzen.

    2.) In der Wochenendbeilage ist ein Artikel, wo unter anderem geschrieben wird, "... jede 2. Hausfrau ist eine schlechte Autofahrerin, siehe Beispiel..." . Dann kannste der Zeitung aber auch keine reinwürgen. Ein RA müsste prüfen, wie hoch der eventuell entstandene Imageschaden wäre, den du dann vor einem Gericht (falls eine Klage zugelassen wird) geltend machen kannst.

    Prinzipiell muss die Zeitung nix schwärzen, damit musste leben.
    Unternehmen kannste auch nicht viel, da es meist als Berichterstattung und ncvht als informative Story verpackt wird.

    Sieh es positiv, so hat deine Mutter auch ihre 15 Minuten Berühmtheit weg ...

    Grüße vom Dichter
    .: Lesen schadet der Dummheit :.

    [SIZE="1"][FONT="Century Gothic"][COLOR="DarkRed"]Fehler in Rechtschreibung und Zeichensetzung hingen früher mit meiner mangelhaften Bildung zusammen. Heute sind sie ein Hinweis auf meine vielfältige Persönlichkeit.[/color][/FONT][/SIZE]
  • Alles klar, danke für die Antworten!

    Meine Mutter war heute bei der Zeitung und hat gesagt, dass ihr das so nicht passt...
    Jedoch wurde sie dort auf unfreundliche Weise abgewimmelt:

    "Bei so vielen Fotos, die wir an einem Tag haben, kann sowas schonmal durchrutschen..."

    "Wenn ich jetzt hingeh und ein Haufen Menschen in der Fussgängerzone fotografier, muss ich die doch auch nicht alle fragen!"

    Naja... vllt reagieren sie ja anders wenn ein Schreiben vom Rechtsanwalt aufm Tisch liegt! :D


    Ich werde mal den Rechtsanwalt kontaktieren und abwarten was der dazu sagt!

    Zwar hat er schon gemeint, dass sowas normalerweise nicht rechtens ist, möchte aber trotzdem erstmal den Atrikel sehen!
    Wahrscheinlich weil es sich um Punkt 1 von Dichter76 handeln könnte!
    - Gruß ZaLaD -
  • Thema ist durch!

    Der Anwalt hat gemeint, dass man bei so einem Prozess im Endeffekt nichts gewinnen kann, da die anfallenden Kosten gerade so von dem möglichen Schmerzensgeld gedeckt werden würden!

    Da wir momentan keine Rechtsschutzversicherung haben (private Gründe), würde eine Anklage also kaum Sinn machen!

    Schade... ich hätte der Zeitung gerne mal eins reingewürgt! :D

    Aber trotzdem danke für eure Hilfe! :)
    - Gruß ZaLaD -