Ausbildngsberuf Bezahlung

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  • Ausbildngsberuf Bezahlung

    Hi zusammen,
    kann mir jemand sagenwelche Ausbildungsberufe überdurchschnittlich gut bezahlt werden?!
    So ne kleine Auflistung wäre schön, oder einfach den Beruf posten mit dem durchschnittlichen Gehalt dazu!
    Danke schon mal!
  • Also Tariflich im Einzelhandel wird man im 1. Lehrjahr mit 604,00 € brutto gelöhnt macht aufm strich 475,88 bei mir... und im zweiten mit 692,00 € sind netto ca. 530 Euro.
  • @kavm02:
    Das stimmt so nicht. Ausbildungsgehälter werden (fast) alle über Tarife geregelt. Im Endeffekt kommt es nicht auf das Unternehmen an, sondern auf die Branche und die angewandten Tarifverträge.

    @Hartling:
    Ich würde mich eher fragen, was man nach der Ausbildung verdient bzw. wie gut meine Jobchancen nach der Ausbildung sind. Was bringt mir ein "hohes" Ausbildungsgehalt, wenn ich danach zum Leben gerade mal genug habe? Als Beispiel der Mediengestalter, der in der Ausbildung ~800€ brutto bekommt. Einstiegsgehalt nach der Ausbildung sind ~21.000€ (Tarif). Ich als Fachinformatiker (Anwendungsentwicklung) habe während der Ausbildung ~650€ brutto bekommen. Nach der Ausbildung bin ich mit ~30.000€ (kein Tarif) eingestiegen...
    "Ich habe ein einfaches Rezept, um fit zu bleiben - Ich laufe jeden Tag Amok."
    [SIZE="1"]Hildegard Knef (1925-2002), dt. Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin [/SIZE]
  • HI
    Du solltest deine Berufswahl nicht nach der Bezahlung aussuchen, sondern lieber danach, was Dir Spaß macht:)
    Ist doch egal, ob Du dann weniger Gehalt bekommst. Aber wenn Dir die Ausbildung Spaß macht, rutscht Du da so ohne irgendwelche Probleme durch. Wenn dir die Ausbildung keinen Spaß macht bzw. Du keinen Draht dazu hast, fällt Dir das lernen schwer und im schlimmsten Fall fällst Du durch die Prüfung. Und wenn Du es doch schaffst, dann wirst Du dich niemals wohl fühlen bei dem was Du arbeitest. Denk dran, Du mußt vielleicht knappe 50 Jahre arbeiten:D
    Glaub mir, ich bin Ausbilder und habe schon so machen unwilligen Auszubildenden gesehen.
    Gruß
    EnnoMcB
  • Karl Nickel schrieb:

    @kavm02:
    Das stimmt so nicht. Ausbildungsgehälter werden (fast) alle über Tarife geregelt. Im Endeffekt kommt es nicht auf das Unternehmen an, sondern auf die Branche und die angewandten Tarifverträge.


    Das stimmt nur wenn die Betriebe tariflich gebunden sind - und dass trifft im wesentlichen nur auf große bzw. mittelständige Unternehmen mit einer rel. hohen Belegschaft zu. Kleine und kleine mittelständige Unternehmen hingegen sind da doch recht frei und ungebunden. Genau letztere sind nun mal eine recht große Zahl.

    Bsp.:
    Ausbildung zum Dipl.-Wirtschaftsinformatiker (BA) in Thüringen.
    Mindestlohn 388,-€ brutto, festgelegt im th. BA-Gesetz.
    Das bedeutet dass besonders kleine Unternehmen ihren Azubis keinen Cent mehr gewähren. Die Post zahlt dagegen gut das 4-fache!

    Ähnliches bei verschiedenen Ausbildungsberufen (IHK u.ä.). Kfz-Schlosser bei Audi oder Benz bekommen nun mal mehr als diejenigen, die in einer freien Werkstatt ihr Glück versuchen.

    Ich habe auch schon erlebt das Unternehmen Azubis mit der Floskel: "Wir zahlen nach Tarif." werben. Toll, besonders wenn sich dann herausstellt dass es lediglich ein Haustarif ist, welcher nicht zwangsweise besonders attraktiv sein muss. Aber wer weiß das schon wenn er mit 16 aus der Schule kommt?
  • usbildungsvergütung

    Angehende Kaufleute für Versicherungen und Finanzen der Fachrichtung Versicherung werden im Versicherungs- und Finanzgewerbe ausgebildet. Die Auszubildenden erhalten von den Unternehmen eine monatliche Ausbildungsvergütung, deren Höhe meist tarifvertraglich festgelegt wird.

    Durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütungen pro Monat in den einzelnen Ausbildungsjahren:
    Ausbildungsbereich Industrie und Handel
    Alte und neue Bundesländer

    1. Ausbildungsjahr: € 744

    2. Ausbildungsjahr: € 817

    3. Ausbildungsjahr: € 889


    Kaufmann/-frau - Versicherungen u. Finanzen - Versicherung - BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden
    [SIZE="1"]Wer tolerant ist, hält sich selbst für besser ("Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin wie dieser da. Aber in meiner großen Güte dulde ich ihn neben mir"). Tolerare heißt nur "erdulden" oder "ertragen". Wie wäre es stattdessen mit Akzeptanz oder sogar Respekt vor dem Andersartigen?[/SIZE]
  • kavm02 schrieb:

    Kleine und kleine mittelständige Unternehmen hingegen sind da doch recht frei und ungebunden.

    Sicherlich, an die Tarife müssen sie sich nicht halten, aber sie orientieren sich danach. Und wenn die Betriebe extrem wenig zahlen (unter Tarif), dann kann man sich als Azubi immer noch bei der zuständigen IHK beschweren.

    kavm02 schrieb:

    Ausbildung zum Dipl.-Wirtschaftsinformatiker (BA) in Thüringen.
    Mindestlohn 388,-€ brutto, festgelegt im th. BA-Gesetz.

    Dazu sollte man aber sagen, dass bei einer dualen Ausbildung das Studium durch den Arbeitgeber bezahlt wird.

    kavm02 schrieb:

    Das bedeutet dass besonders kleine Unternehmen ihren Azubis keinen Cent mehr gewähren. Die Post zahlt dagegen gut das 4-fache!

    Ich wage es zu bezweifeln, dass es viele kleine Unternehmen gibt, die überhaupt eine duale Ausbildung anbieten. Und ob man als Azubi mit 1.500€ (tariflich bei der Post, warum streiken die dann?? - hast du dazu Quellen?) wirklich glücklich wird, kann ich mir auch nicht vorstellen, da man damit nicht mehr in den Freibeträgen ist und im Endeffekt bei ~700-800€ netto herauskommt.

    kavm02 schrieb:

    Ähnliches bei verschiedenen Ausbildungsberufen (IHK u.ä.). Kfz-Schlosser bei Audi oder Benz bekommen nun mal mehr als diejenigen, die in einer freien Werkstatt ihr Glück versuchen.

    Also ich und viele meiner Kollegen sind bei diesen freien Betrieben und wir konnten uns über unsere Ausbildungsgehälter nicht beschweren. Im Gegenteil, den Azubis in Behörden und größeren Firmen wurde meist weniger gezahlt, weil diese an den Tarif gebunden waren. Allerdings gab es auch zwei, drei Azubis bei freien Firmen, die extrem wenig bezahlt haben. Das war aber nicht die von dir beschriebene Regel und ich glaube auch nicht, dass es in anderen Branchen genauso ist.

    kavm02 schrieb:

    Ich habe auch schon erlebt das Unternehmen Azubis mit der Floskel: "Wir zahlen nach Tarif." werben. Toll, besonders wenn sich dann herausstellt dass es lediglich ein Haustarif ist, welcher nicht zwangsweise besonders attraktiv sein muss. Aber wer weiß das schon wenn er mit 16 aus der Schule kommt?

    Außerdem sollte man sich als angehender Azubi die Betriebe und deren Verträge genauer anschauen, bevor man irgendwas unterschreibt und nicht nur froh sein, eine Ausbildungsstelle zu haben. Leider machen das nur die Wenigsten und schlucken einfach solche Pillen *kopfschüttel*
    "Ich habe ein einfaches Rezept, um fit zu bleiben - Ich laufe jeden Tag Amok."
    [SIZE="1"]Hildegard Knef (1925-2002), dt. Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin [/SIZE]
  • Karl Nickel schrieb:

    ...Und wenn die Betriebe extrem wenig zahlen (unter Tarif), dann kann man sich als Azubi immer noch bei der zuständigen IHK beschweren.
    Das kann man nur machen wenn man für's Unternehmen nahezu unersätzlich ist. Aber wer ist das schon, besonders in Zeiten fehlender Lehrstellen.

    Karl Nickel schrieb:

    Dazu sollte man aber sagen, dass bei einer dualen Ausbildung das Studium durch den Arbeitgeber bezahlt wird.
    Das Einzige was das Unternehmen zahlt ist besagte Ausbildungsvergütung. Von netto 290,-€ kann man solch eine Ausbildung kaum bestreiten, da i.d.R. das Unternehmen und/oder die Berufsakademie weit auseinander liegen und somit 2 Wohnungen benötigt werden.

    Karl Nickel schrieb:

    Ich wage es zu bezweifeln, dass es viele kleine Unternehmen gibt, die überhaupt eine duale Ausbildung anbieten.

    Bei mir im Kurs haben gut 60% aller Unternehmen max. 50 Mitarbeiter.

    Karl Nickel schrieb:

    Und ob man als Azubi mit 1.500€ (tariflich bei der Post, warum streiken die dann?? - hast du dazu Quellen?) wirklich glücklich wird, kann ich mir auch nicht vorstellen, da man damit nicht mehr in den Freibeträgen ist und im Endeffekt bei ~700-800€ netto herauskommt.
    Genaue Zahlen habe ich nicht aber der eine Kommilitone arbeitet bei der Post (IT Services). Er geht mit deutlich mehr als 1000,-€ je Monat heim.

    Karl Nickel schrieb:


    ...zwei, drei Azubis bei freien Firmen, die extrem wenig bezahlt haben. Das war aber nicht die von dir beschriebene Regel und ich glaube auch nicht, dass es in anderen Branchen genauso ist.

    Das Beispiel mit KFZ-Schlosser kenne ich gut von meinem Kumpel ( mein pers. Schlosser *gg* ) und mir ging's mit meiner kaufm. Ausbildung ähnlich.

    Karl Nickel schrieb:


    Außerdem sollte man sich als angehender Azubi die Betriebe und deren Verträge genauer anschauen, bevor man irgendwas unterschreibt und nicht nur froh sein, eine Ausbildungsstelle zu haben. Leider machen das nur die Wenigsten und schlucken einfach solche Pillen *kopfschüttel*

    Wieso *kopfschüttel*, leider hat man als durchschnittlicher Bewerber (von der Schule kommend, keine Auslandserfahrung oder ähnliches Vitamin B) nicht gerade die Qual der Wahl. Klar, man muss die angebotene Lehrstelle nicht nehmen und krault sich lieber ein Jahr am Sack, aber ein solches Jahr macht sich nicht besonders gut im Lebenslauf. Besonders hier im Osten sieht's nun mal etwas dürftig mit qualitativ hochwertiger Ausbildung aus und dann nimmt man lieber das was man bekommen kann. (Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach)
  • kavm02 schrieb:

    Das Einzige was das Unternehmen zahlt ist besagte Ausbildungsvergütung. Von netto 290,-€ kann man solch eine Ausbildung kaum bestreiten, da i.d.R. das Unternehmen und/oder die Berufsakademie weit auseinander liegen und somit 2 Wohnungen benötigt werden.

    Ist die BA kostenlos? Bei einer dualen Ausbildung wird doch das Studium durch den Arbeitgeber bezahlt, oder wird das durch den Staat gefördert? Wie auch immer: Wenn das Geld zu knapp wird, würde ich mich nicht scheuen, zum Arbeitgeber zu gehen und ihm zu sagen, dass ich mit dem Geld nicht auskomme. BTW wenn die Ausbildungsorte weit auseinanderliegen: Weiß man das nicht vorher bzw. kann man die Fahrt- und Übernachtungskosten nicht per Speßen der Firma anlasten (denn sie muss solche Kosten übernehmen)? Während meiner Ausbildung wurden solche Kosten immer von der Firma übernommen und ich kenne es ehrlich gesagt von niemanden, dass er die Kosten selbst tragen muss...

    kavm02 schrieb:

    Bei mir im Kurs haben gut 60% aller Unternehmen max. 50 Mitarbeiter.
    Genaue Zahlen habe ich nicht aber der eine Kommilitone arbeitet bei der Post (IT Services). Er geht mit deutlich mehr als 1000,-€ je Monat heim.

    Das Beispiel mit KFZ-Schlosser kenne ich gut von meinem Kumpel ( mein pers. Schlosser *gg* ) und mir ging's mit meiner kaufm. Ausbildung ähnlich.

    *hihi* der Kumpel vom Kumpel die Schwester ;)

    Wie gesagt, ich kenne auch ein paar Leute bei denen es so ist. Allerdings ist die Gruppe der "Normalverdiener" deutlich größer und daher würde ich es nicht auf die Allgemeinheit ausweiten. Wobei die Region sicherlich auch eine Rolle spielt. Bei uns im Westen geht's ME halbwegs human zu, zumindest in den mittelständischen Betrieben...

    kavm02 schrieb:

    Das kann man nur machen wenn man für's Unternehmen nahezu unersätzlich ist. Aber wer ist das schon, besonders in Zeiten fehlender Lehrstellen.

    Wieso *kopfschüttel* [...]

    *kopfschüttel* deswegen, weil ich diese Einstellung "Hauptsache Ausbildungsplatz und ja nie aufmucken" absolut nicht nachvollziehen kann. Genau aus diesem Grund gibt es solche Dumpinglöhne. Ich hab kein Problem zu meinen Chef zu gehen und mit ihm über Geldprobleme zu reden. Während meiner Ausbildung war's auch hin und wieder sehr eng und er hat mir über die Runden geholfen. Ist doch kein Thema, über sowas zu sprechen :confused:
    "Ich habe ein einfaches Rezept, um fit zu bleiben - Ich laufe jeden Tag Amok."
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  • Ja, die BA in Thüringen wird staatlich finanziert - deshalb auch das BA-Gesetz. In Sachsen ist's noch "schlimmer" - deren BA-Gesetz stellt keine Mindestvergütung in Aussicht.
    Natürlich weiß man vorher wo die Ausbildungsorte liegen, aber was will man machen wenn man eine (solche) Ausbildung machen will, die Zukunftsaussichten danach sind nun einmal vielversprechend (Übernahmequoten gut 90%).
    Speßenabrechnung über die Firma geht nur wenn es sich um zusätzliche Schulung handelt, nicht aber bei dem Besuch der Berufsschule, BA oder was auch immer. Das ist einfach so, wir haben lange während der Vorlesung "Steuern & Bilanzen" mit dem externen Dozenten darüber diskutiert, wie man solche Kosten für sich minimieren kann.

    "Kumpel-Kumpel-Schwester"
    Sorry dass ich mich einem sozialen Umfeld hingebe und man sich dabei auch um solche Dinge wie Ausbildung und Ausbildungsvergütung unterhält.

    "Hauptsache Ausbildungsplatz..."
    Ja, genau. In der Firma liegen momentan knapp 200 Bewerbungen auf drei BA-Ausbildungsplätze - da kannst du mir glauben dass man froh ist einen solchen Platz zu bekommen. Zudem schreibst du ja selbst dass es sinnvoller ist mit weniger Ausbildungsentgelt zu leben und dafür später entsprechend besser zu verdienen als andersherum.

    PS: Freut mich dass es irgendwo in D noch das Schlaraffenland hinsichtlich Ausbildung gibt. ;)
  • kavm02 schrieb:

    "Kumpel-Kumpel-Schwester"
    Sorry dass ich mich einem sozialen Umfeld hingebe und man sich dabei auch um solche Dinge wie Ausbildung und Ausbildungsvergütung unterhält.

    War doch gar nicht böse gemeint :rolleyes: :)

    kavm02 schrieb:

    "Hauptsache Ausbildungsplatz..."
    Ja, genau. In der Firma liegen momentan knapp 200 Bewerbungen auf drei BA-Ausbildungsplätze - da kannst du mir glauben dass man froh ist einen solchen Platz zu bekommen. Zudem schreibst du ja selbst dass es sinnvoller ist mit weniger Ausbildungsentgelt zu leben und dafür später entsprechend besser zu verdienen als andersherum.

    Ja, gut. Allerdings ist das nicht gleichzusetzen mit "Ich lebe in der Ausbildung von nichts und bekomme danach jede menge Geld und weiß nicht mal zu 100%, ob ich übernommen werde". Nur weil man studiert hat oder während der Ausbildung kein angemessenes Gehalt bekommt, heißt das noch lange nicht, dass es nach der Ausbildung besser aussieht. Vielleicht bezahlen Betriebe mit unterdurchschnittlichen Azubi-Gehältern auch weniger für die Festangestellten - wer weiß das schon? Letztendlich kommt es darauf an, wie gut man sich verkauft. Sooo groß sind die finanziellen Unterschiede zwischen klassischer Ausbildung (sofern möglich) und Studium nicht. Und die Chancen auf einen Arbeitsplatz verbessern sich auch nicht automatisch. Außerdem war die Eingangsfrage, welche Ausbildung am meisten Geld abwirft. Und das ist IHMO die absolut falsche Herangehensweise, welchen Job man sich aussucht...
    "Ich habe ein einfaches Rezept, um fit zu bleiben - Ich laufe jeden Tag Amok."
    [SIZE="1"]Hildegard Knef (1925-2002), dt. Schauspielerin, Chansonsängerin und Autorin [/SIZE]