Rüttgers Forderung zum Thema Rentenkasse

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  • Rüttgers Forderung zum Thema Rentenkasse

    NRW-Ministerpräsident Rüttgers löste mit folgender Forderung eine lebhafte Debatte aus:

    "Wer lange in die Rentenkasse eingezahlt hat, muss mehr Rente bekommen als nur die Grundsicherung", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Heute kriegen Arbeitnehmer, die etwa 35 Jahre lang geringe Beträge eingezahlt haben, eine Rente, die nicht höher ist als die Grundsicherung."


    Ist die gesetzliche Rente tatsächlich ungerecht, weil sie sich nur nach den eingezahlten Beiträgen richtet und Arme so im Alter erst recht arm werden? Oder führen Geschenke an die Rentner zu einer Ausbeutung der Jüngeren, die das System jetzt schon mit hohen Beiträgen tragen müssen?

    Habe diese Frage mal aufgegriffen, weil ich mir bis jetzt noch keine schlüssige Antwort bilden konnte. Würde mich interessieren, was ihr darüber denkt.



    Zur Information:

    Die Sozialversicherung beruht in Deutschland auf dem Solidaritätsprinzip. Bei dem Solidaritätsprinzip zahlen alle Mitglieder in die Sozialversicherung ein, und wenn jemand Geld von der Sozialversicherung haben möchte, so bekommt er nicht nur den eingezahlten Betrag, sondern den Betrag, den die Behandlung in Anspruch nimmt. Das ist bei der Privaten Krankenversicherung anders, hier wird nach dem Äquivalenzprinzip gearbeitet. Das bedeutet, dass das Mitglied im Schadensfall nur den Anteil erstattet bekommt, den er vorher schon eingezahlt hat. Beim Solidaritätsprinz zahlt jeder einen zumutbaren Prozentsatz des Einkommens, damit alle gleich gut auf hohem Niveau versorgt werden können. Die Versicherten bei der Sozialversicherung bilden dabei eine Solidargemeinschaft, wo die Gesunden den Kranken Menschen, die Arbeitnehmer den Arbeitslosen, die Jungen den Alten helfen. In Deutschland wird ein gewisser Prozentsatz vom Gehalt einbehalten. Bei einem Leistungsfall wird dann aber nicht auf die Beitragshöhe geachtet, dann ist es egal, wie viel jemand einbezahlt hat.
  • Also ich kann an dieser Stelle nur wieder den Satz einer meiner Lehrer betonen: "Zum sterben zuviel, zum Leben zu wenig." Natürlich ist es für den einzelnen Rentner schwierig im Alltag zu überleben und daher spreche ich mich für eine Rentenerhöhung aus.
    In diesem Staat würde dies wahrscheinlich eine zusätzliche Belastung des Arbeitnehmers bedeuten... jedoch könnte man dies auch relativ leicht umstrukturieren, indem man einfach den vorhandenen Haushaltsetar generell umstrukturiert und ihn auf das soziale Feld einstellt. Klingt leicht gesagt ja... naja man kann ja wohl noch träumen...
  • Weil es doch bei den Renten genauso funktioniert, wie bei der Sozialversicherung. Die, die zahlen, zahlen nicht für sich selber, sondern für die vorherige Generation.
    Es gibt sozusagen einen Pott in der Mitte, in den hineingezahlt wird. Da kann man sich dann bedienen, wenn man es beansprucht.

    Lg Richie
  • Ich finde es halt scheiße, dass Leute, die langfristig arbeitstätig waren, aber aufgrund des geringen Gehalts, fast genau soviel bekommen wie Sozialschmarotzer die ihr Leben lang selten gearbeitet haben. :mad:

    An diesem System sollte sich etwas auf jeden Fall ändern!
    Rentenerhöhung wenn schon nur für Leute, die hart gearbeitet haben, jedoch jetzt nur eine geringe Rente bekommen.

    Finde das ziemlich schlecht eingeteilt.

    In Deutschland gönnt man Dauerabeitslosen echt zuviel und wundert sich, wieso die Zahl nicht wirklich gesunken ist.
    Diese ganzen Tabellen, dass es früher (VOR HARTZ4) 5 Millionen Arbeitslose gab und jetzt nur 3,5 finde ich sowie gefaket. Wenn man einen 1€-Jobber und andere als Arbeitstätig einstuft, muss man sich nicht wundern, wenn solche Zahlen kommen.
  • Höhere Rentzahlungen wären ja eine tolle Sache, sofern man sie bezahlen könnte. Ich verstehe eigentlich nicht was die Diskussion soll. Das Geld für höhere Renten ist schlicht und ergreifend einfach nicht da, als gibt es auch kein.

    Natürlich könnte man die Arbeitnehmer weiter belasten, aber die Lohnnebenkosten sind in Deutschland ohnehin schon enorm hoch, im Vergleich zu den Konkurrenzländern. Wir können uns ja nicht jeden Luxus erlauben.