Lautstärkeänderung ohne Qualitätsverlust

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  • Lautstärkeänderung ohne Qualitätsverlust

    Hallöle...=)
    Ich suche ein Programm, mitdem ich die Lautstärke von Songs ändern kann - aber ohne das dabei die Qualität schlechter wird. Momentan benutze ich mp3gain - dabei ändert sich aber die Quali drastisch....
  • versuche es mal mit Acoustica, arbeite nur damit, da kannst du die Lautstärke automatisch anpassen oder selber anheben oder senken.
    Habe meine meisten mp3's aus Videomitschnitten und da sin unterschiedliche Lautstärken schon vorprogrammiert. Diese setzte ich bei Acoustica einfach auf normalisieren und die Qualität ändert sich nicht, will heißen ich bemerke keinen Unterschied :rolleyes:
  • dafür kannst du auch ganz einfach den nero wave editor benutzen...oder auch audacity!! beide haben eine normalisier-funktion, das heißt, die lautstärke wird automatisch angepasst, auf die höchste zulässige lautstärke, ohne dass verzerrungen auftreten.

    Beim Nero Wave Editor kannst du die Lautstärke auch manuell einstellen. Allerdings muss man bedenken, dass am Ende eben keine Verzerrungen auftreten, denn dann klingt dein Song so schrecklich wie eine aktuelle CD:D Dies zu verhindern helfen dir die Wellen und eine Hörprobe danach.

    An der Qualität wird hier NICHTS geändert, es wird lediglich lauter. ;)
  • vielen dank schonmal...wollte noch fragen ob es auch kostenlose bearbeitungsprogramme gibt ... weil bis auf audacity finde ich von allen anderen nur testversionen umsonst...
  • hol dir hier im Forum WavLab oder ein ähnliches Audioediting-Programm.
    Mit der Normalisierfunktion kannst du Audio-Files angleichen und auf deine gewünschte Lautstärke bringen. Du kannst auch im Nachhinein noch mit einem Kompressor die Lautstärke anheben, falls dir die normalisierte Version noch zu lasch ist ;)
  • hallo Blackrat1991,

    also mp3gain encodiert die mp3s nicht neu, wenn es drastische Verzerrungen gibt, so
    verwendest du eine zu hohe Verstärkung (89 db ist ein sicherer Wert, warum man mp3gain
    nicht bei einem Timberlake Album anwenden sollte, kannst du weiter unten lesen, wenn du
    durchhälst ;)), der Fehler liegt hier denke ich nicht bei mp3gain.

    Es gibt allerdings schlechte mp3player software, die ein mp3gain tag fälschlicherweise als
    replaygain interpretiert und den Song somit doppelt verstärkt, wodurch es dann zu starken
    Verzerrungen (clipping) kommen kann.


    Da man auf jeden Fall vermeiden möchte, dass mp3s mit Qualitätsverlust neu encodiert
    werden, ist es zunächst naheliegend, die Lautstärke der wiedegebenen (decodierten)
    mp3s "on the fly" (= während des Abspielens) zu verändern,
    z.B in dem man ein Kompressor & Normalizer Plugin für seinen mp3 replayer verwendet
    (= mp3s aus unterschiedlichen Quellen ungefähr gleich laut wiedergeben).

    Es gibt eine Vielzahl von plugins, die diese Funktion bieten, und darüber hinaus
    eventuell noch Sachen wie gapeless playback (keine Lücken bei der Wiedergabe von
    gesplitteten mixes, live Konzerten usw.) unterstüzten.
    Zudem wird hier ja absolut nichts am Ausgangsfile selber verändert.

    itunes hat z.B die "SoundCheck" Funktion, die man aktivieren müsste um Pegel zu
    normalisieren. Einige tragbare mp3 player haben wohl auch so eine Funktion.
    Für Windows Software wie etwa Winamp und foobar ist die Anzahl dieser Plugins
    kaum noch überblickbar. Die meisten dieser plugins sind umsonst, die Qualität der
    Algorithmen ist jedoch sehr unteschiedlich, je nach Erfahrung des Programmierers.

    Tip: Für Winamp mal nach SqrSoft Advanced Crossfading & RockSteady googlen.

    Dann gibt es noch die Möglichkeit, dem mp3player Anweisungen zu geben,
    wie laut etwas abgespielt werden sollte, z.B 4 Dezibel lauter, ein Programm wie
    z.B mp3gain schreibt diese Anweisung nach Analyse des Ausgangsmaterials dann in
    das mp3 ohne das mp3 jedoch neu zu codieren! Auch wird in den mp3s tags (wo auch
    Titel und Interpret stehen) eine Notiz hinterlassen, um diese Änderung bei Bedarf
    wieder rückgängig zu machen.
    Für Besitzer von mp3playern die nicht in Echtzeit die Soundstreams verändern
    können ist mp3gain eine gute Lösung grössere mp3 Sammlungen auf einen einheitlichen
    Lautstärkelevel zu bringen.



    Neben mp3gain gibt es noch das einfache replaygain, hier wird genauso der Wert der
    Verstärkung in das MP3 tag geschrieben allerdings das MP3 selbst nicht verändert,
    der Unterschied zu mp3gain ist, das mp3gain das mp3 file so verändert (ohne neu
    encodierung) das der mp3player gezwungen wird den Song in der gewünschten Lautstärke
    abzuspielen. Replaygain ist jedoch auf die Unterstüzung durch das Abspielprogramm
    angewiesen, damit diese Zusatzinformationen in den Tags auch verarbeitet werden.
    Für einfache "mp3 Sticks" und handies ist mp3gain also eindeutig die bessere Wahl.
    Hier könnte replaygain in die Tags schreiben was es wollte, die Player würden sich
    nicht gross drum scheren.

    In jedem Fall vermeiden solltest du eine heruntergeladene mp3 Datei, wieder in ein
    WAV umzwandeln, sie zu bearbeiten und dann wiederum als mp3 zu speichern.
    Was man in Problemfällen (stark zerkratzt , rauschen und leise) machen kann ist die
    mp3 Datei in ein WAV wandeln und nach der Bearbeitung dann in lossless Format wie
    FLAC zu konvertieren, um weitere Qualitätseinbußen zu vermeiden.

    Hast du, nur als Beispiel, ein altes U2 Album oder eine Megadeth CD als
    WAV Datei ausgelesen und danach den Sound "etwas" komprimiert (z.B mit Cool Edit
    oder Adobe Audition)
    und wandlest diese lautstärketechnisch verbesserten Songs in ein mp3 um,
    so ist das Ergebnis natürlich noch einmal um einiges besser, als das Ergebnis was
    ein Kompressor & Normalizer PlugIn aus einem mp3, welches aus einem File erzeugt wurde,
    das bereits im Original eine geringe Lautheit besitzt, rausholen kann.
    Es wird auch besser sein als die einfache Lautstärkeanhebung mit mp3gain beim
    fertig codierten mp3.

    Beispiel: mp3gain analysiert den Song und findet bei Sekunde 20 einen spitzen Schlag auf
    die Snare, der fast den maximal erlaubten Pegel auf einer CD erreicht.
    mp3gain kommt nun zu dem Ergebnis, die Lautheit des Songs darf nur um 0.75db angehoben
    werden. Da mp3gain nur in 1.5db Schritten funktioniert wird also gar nix verstärkt.
    Die Methode mit Kompressor hätte die Gesamtlautheit des Songs hingegen
    im Durchschnitt um 5.5db angehoben. Ohne den Trommelschlag über den maximal erlaubten
    Pegel ins clipping anzuheben.
    Ein Benutzer der die Funktionsweise von mp3gain nicht versteht könnte in die Versuchung
    kommen, die "target" dezibel Einstellung auf 95 zu stellen, um das mp3 trotzdem "laut" zu kriegen,
    Ergebnis wären dann bei jedem Snare hit fiese Verzerrungen (clipping).

    Im Klartext bedeutet dies, der aus der bearbeiteten original WAV nach MP3 gewandelte
    Song kann dann manchmal selbst bei einer geringeren Bitrate besser klingen, als eine 320kbps
    Version direkt von der unbearbeiteten Original CD.

    Dabei ist zusagen, dass du für optimale Ergebnisse eigentlich jedes Album einzeln
    bearbeiten musst. Eine perfekte Einstellung für alles kann es nicht geben.
    Gerade die Alben von Bands in den frühen 80er Jahren sind oftmals schlecht gemastert,
    hier kann man also viel rausholen.
    Die Kombination aus leichtem Kompressor und normalisieren ist beim meisten
    Musikmaterial dem reinen "normalisieren" überlegen, auch gerade bei Aufnahmen
    von Platten reicht ja ein "Knackser" und ein einfacher normalisier Algorithmus
    scheitert, da er als Ergebnis ausgibt, ein Lied kann nicht weiter ohne Verzerrung
    verstärkt werden, da es bereits Maximalpegel hat (den Knackser).
    Wer später dann noch anfängt bestimmte Frequenzbänder einzeln zu bearbeiten,
    sollte sich überlegen sich seine Arbeit und Ohren bezahlen zu lassen ;)
    Über solche Dinge brauchen sich zudem nur Leute mit original CDs & Platten
    Gedanken machen ;)

    ALLES was ihr im Radio oder Fernsehen hört ist bereits vorkomprimiert.
    Auch neuere Produktionen wie etwa ein Madonna Album sind heutzutage extrem auf
    Lautstärke gemastert (hier würde mp3gain gar nix mehr verstärken können, macht mal eine
    Analyse ;)), nach dem Motto der Lauteste gewinnt :( Das ist natürlich auch kein Klangideal,
    dem man nacheifern sollte, da bei diesen Extremen letztlich Dynamik und Musikalität auf der
    Strecke bleibt.
    Gerade bei Klassischer Musik sollte zudem klar sein, dass hier starke Kompression vollkommen
    fehl am Platz ist. Hier würde man schon bei der Aufnahme eher ganz behutsam einen "Limiter"
    (Begrenzer) einsetzen um beispielsweise einen Paukenschlag etwas zu entschärfen, damit auch
    die leiseren Passagen durchgehend eine höhere Lautstärke haben und nicht in einer Rauschfahne
    versinken, da man sein Mikrofon nach der maximalen Lautstärke der Pauke ausrichten musste. ;)

    Tja mal wieder länger geworden, aber man sollte sich schon die Zeit nehmen,
    die Zusammenhänge zu begreifen, wenn man wirklich gute Ergebnisse beim konvertieren
    der eigenen Musiksammlung erreichen möchte.

    Wer höhere Ansprüche an einen lossy codec hat, könnte statt mp3 auch OGG oder MPC
    verwenden, wobei letzterer mein Favorit ist.
    Hängt natürlich auch von der eigenen Hörfähigkeit ab und die ist bei jedem unter-
    schiedlich ausgeprägt, je nach Erfahrung und Alter. Extreme Lautsstärkeunterschiede beim
    durchhören der eigenen Musiksammlung nerven aber glaube ich jeden ;)

    Früher hat man halt auch öfter mal ein Album am Stück durchgehört,
    während heutige Libraries mit Direktzugriff sehr zum wilden rumskippen verleiten,
    wodurch einem die Lautstärkeunterschiede beim Mastering noch bewusster werden.
    Wer nur mainstream charts hört bekommt natürlich kaum Probleme, die sind soundtechnisch
    bereits totkomprimiert ;)

    Gruss
    2005 :hy: