BWL - Studium ohne Vorkenntnisse

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  • BWL - Studium ohne Vorkenntnisse

    Hi ,
    ich hätte mal ne Frage die nicht sicherlich leicht zu beantworten ist , würde mich aber trotzdem über Antworten freuen.
    Wie kann man feststellen ob ein BWL Studium oder Economics und Management Studium das Richtige für einen ist ( u.a ohne zuvor Wirtschaft in der Schule gehabt zu haben)?
    Danke
  • DU hattest doch sicherlich Politik in der Schule. Da behandelt man doch auch wirtschaftliche Sachen. Da musst du überlegen ob die dich interessiert haben. Ansonsten kannst du es noch versuchen in dem du Romane liest, die mit Wirtschaft zu tun haben.
    Ein sehr gutes Beispiel ist Amazon.de: Eine Billion Dollar: Andreas Eschbach: Bücher
    Mir persönlich gefällt es gut.
    Nebenb den allgemeinen wirtschaftlichen Aspekten solltest du der Mathematik auch nicht abgeneigt sein, denn die nimmt vor allem am Anfang viel ein.
    Und Englisch wird immer wichtiger, das solltest du einigermaßen beherrschen.

    Zuletzt bleibt nocht die Möglichkeit des Schnupperstudiums, welches viele Unis anbieten, einfach mal drüber informieren.
    Frisches Gemüse schmeckt am besten, wenn man es vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak ersetzt!
  • pauschal kann man das nicht sagen, denn es ist sehr wichtig an welche uni du gehen willst, es gibt viele unterschiede an den unis. das werden dir auch die professoren der unis bestätigen können. bist du der eher mathematische typ? also controlling oder statistik, oder der manager typ? ich selbst habe an einer uni bwl studiert, wo mathe sehr stark beansprucht wurde, würde mal sagen 80 % des studiums war mathe, die ersten drei semester waren in einigen fächern durch mein mathe lk nur wiederholung.

    bei bwl hast du halt den vorteil, dass du viel mit dem studium anfangen kannst, am anfang wird alles sehr allgemein gehalten, im hauptstudium dann kannst du dich spezialisieren, und ich denke mal die semester sollten schon ausreichen, um zu wissen was du dann im anschluss machen willst.

    habe auch die erfahrung gemacht, dass alle die nicht wissen, was sie studieren wollen, bwl studieren, und das führt eventuell zu problemen für einen der es ernst mag mit dem studium, tutorien sind voll, der hörsaal ist zu klein usw. deswegen gibt es an fast jeder uni mehrere goldene scheren, um die spreu zu trennen werden einige fächer extrem schwer gehalten, und du überlebst das studium, meine meinung, nur dann, wenn du auch jede vorlesung besuchst und immer mitschreibst und hörst. wenn du von anfang an immer dabei bist, werden die klausuren für dich eine lockere wiederholung des stoffes sein, die du ohne größere probleme meistern wirst, aber verpasst du mal 2 stunden hintereinander, so wirst du probleme haben. ich denke mal, dass ist bei jedem studiengang gleich.

    und ich stimme auch meinem vorredner zu, besuch mal eine vorlesung, ob jetzt während des schnupperstudiums, oder einfach mal so, dürfte keine rolle spielen, und unterhalte dich an der speziellen uni mit den studenten. welche unis hast du in betracht gezogen?

    egal was du studierst, wünsche dir jetzt schon viel erfolg, und wenn du tipps brauchst, wie man sehr gut schummeln kann, frage mich:-)
  • hi danke für die bisherigen Antworten.
    Wie ich besser aus euren Antworten erfahren konnte , ist Mathe sehr wichtig.
    Das find ich gut , da ich in Mathe relativ gut bin.
    Doch mein Problem ist ,ich weiss nicht ob BWL das richtige für mich ist , da ich leider nicht weiss was für Interessen haben muss? Na klar in Wirtschaft , aber heißt das genau?

    Ich habe mir eventuell vorgestellt nach England zu gehen ,LMU oder in Mannheim zu studieren
  • Hey,

    es kommt wirklich stark auf die Uni an. Mathe wird bei uns nicht so wichtig genommen. Und wenn du Mathe wirklich drauf hast, dann bist du in nullkommanix unterfordert.

    Du kannst im vorhinein kaum sagen, ob BWL das richtige für dich ist. Probier es aus. Ich wusste es auch nicht vorher, hatte mich praktisch kaum inhaltlich informiert, habe aber sehr viel Spaß an der Sache.

    Mannheim hat mit das beste Rating in Deutschland für BWL - kann ich dir, von allem was ich gehört habe, aber nicht mehr empfehlen als jede andere gute Uni auch.
  • Doch mein Problem ist ,ich weiss nicht ob BWL das richtige für mich ist , da ich leider nicht weiss was für Interessen haben muss?


    Ja, die Frage wurde dir hier bislang noch nicht beantwortet. Ich werde es mal versuchen ;)

    Ein Prof. hat das mal so erklärt:

    BWL ist nur eine Formel:

    Gewinn = Umsatz - Kosten


    Klar, sehr allgemein, aber im Prinzip geht es in der Betriebswirtschaftslehre eben darum die Prozesse mit dem Ziel des Gewinnmaximus zu optimieren. Ob die Spezialisierung nun bspw. Personal, Marketing oder Steuerwesen ist - es ist und bleibt das selbe Ziel.


    Interessiertst du dich denn sonst für wirtschaftliche Zusammenhänge? Schonmal die FTD in der Hand gehabt oder mal in den Wirtschaftsteil der FAZ geblickt?

    Wenn du absolut keine Ahnung hast - was ja kaum jemand nach dem Abi hat - dann mach einfach mal ein Praktikum in nem größeren Betrieb und nimm dir ganz gezielt Abteilungen vor, in denen du dann die Mitarbeiter mit Fragen löcherst.

    BWL ist für die meisten Leute stinkenlangweilig, unsozial und trocken/abstrakt. Also mach dich vorher schlau und erspare dir ein abgebrochenens Studium.

    Viel Glück!
    Das Leben ist zu kurz um langsame Musik zu hören.
  • Auch mal mein Kommentar:
    ich habe Wirtschafting. an der FAU studiert.
    Will jetzt nicht für diese Fachrichtung werben, aber es ist ein guter Mix aus BWl und Masch.bau (gibts auch mit E-technik), aber seeehr zeitintensiv.
    Hast Du Kohle und keine Freundin, dann ists easy ;)
    Zu BWL:
    machst Du eine Lehre zum Schreiner, ist das so als ob du mit einem Schiff auf eine kleine Insel zu segelst, die in der Regel schon besetzt ist. Da musst Du Dich durch beißen...Survivor at the fittest.
    Aber als BWLer kommst Du an eine riesen große Küste mit zig Häfen.
    Vom Personaler, Controller, Logistiker, Produktmanager, Marketing, Investmentbanker, Unternehmenssteuerberater etc. ist alles drin. Nur: es studieren sehr viele BWL und Du bist nur 1 von vielen. Entweder spezialisieren oder durch herausragende Leistung glänzen.
    Mathe braucht man nur für Statistik und die "läuft" mit LK Wissen. Für Finanzmanagement solltest aber wesentlich fitter sein. Für controlling musst ne Menge Formeln drauf ham und für Steuerrecht zusätzlich Paragraphen.
    Aber: wenn Du nicht so der Lerntyp bist und der immer erst die letzte Woche (wenn nicht kürzer) anfängst was für die Prüfung zu tun, bleibst Du nur Mittelmaß und wirst es später schwer haben. Leider, und so war es bei mir, bekam man immer noch die besten Noten bei BWL durch auswendig gelerne und hingekotze.

    Vorwissen ist eigentlich nicht nötig, aber ein Interesse schon. Denn Du Deine Neugier und Hinterfragung kommst Du schneller weiter als durch reines Hardcore lernen (aber das ist doch überall so ;) ).
    Ich finde man muss nicht jeden Tag Handelblatt lesen oder so, aber man sollte die "global player" kennen (damit meine ich aber nicht die Vorstände und CEOs der DAX30 U`s).

    Geh mal aufs Arbeitsamt und mach ne Studienberatung. Kann Dir helfen Dich als Typ zu klassifizieren: z.B Uni oder FH! Welche Uni oder Stadt ist eigentlich egal: günstiger Lebensstandard bei guter Lebensqualität ist aber Pflicht!

    MFg

    PS: mei Oma hat früher mal gesagt:
    Wer nix wird, wird Wirt. Wer nix kann geht zu Bahn und bist auch noch dümmer die Poli**** nimmt Dich immer :)
    Hier könnte auch was sinnvolles stehen ... z.B. ein Bier
  • ein paar sachen

    Aaalso,
    ich habe wahrscheinlich auch vor BWL zu studieren. Meine Vorkenntnisse sind eher gering aber ich kann dir dabei folgende Tips geben:
    Viele Hochschulen bieten Praktika oder Probevorlesungen an, an denen Schüler teilnehmen können. Dort kannst du sehen wie eine Vorlesung aussehen kann und welche Inhalte vorkommen.
    Generell sollte dir Mathe keine Probleme bereiten, insbesondere Statistik und Wirtschaftsmathematik wird dich dort begleiten.
    Bei BWL lernst du im Grunde ein Unternehmen zu führen, d.h. Buchhaltung, Personalverwaltung, Produkverwaltung, Kunden- und Lieferantenservice alles unter einen Hut zu bringen. Du solltest ein gesundes Selbstbewusstsein haben und dich durchsetzen können, ebenso wie Artikel gut verkaufen zu können. Dazu empfehle ich dir ein Praktikum im kaufmännischen Bereich (Ich hab eins in einer Bank gemacht).
    Hoffe ich konnte dir weiterhelfen!
    lg
    What is this real life you're talking about,
    and where can i download it?
  • Studium und Arbeit sind zwei Dinge. Ein Praktikum ist für die Studienwahl gerade bei einem solch differenzierten Fach nicht besonders aussagekräftig - meiner Meinung nach. Setz dich, unabhängig von den Buchtipps, einfach mal in eine Vorlesung rein.
  • Hi,

    nur kurz:
    dasbeast123:
    "Bei BWL lernst du im Grunde ein Unternehmen zu führen"

    haha ...entschuldige bitte, aber was soll das denn???
    BWL Studium = Vorstand?
    haha
    Wo lebst Du?

    Nicht mal Ansatzweise bist Du dazu in der Lage!!!!!!!!

    Du lernst Werkzeuge/Prozesse/Methoden etc. kennen, die Dir als Hilfsmittel dienen werden, die Komplexität einer Firma vereinfacht darzustellen und begreifen zu können!
    Du wirst mindestens 10Jahre Berufserfahrung benötigen, um leitende Positionen bekleiden zu dürfen und weitere 10 für Top Positionen! Aber nur, wenn Du dafür geeignet bist! In diesen 10-20 Jahren wirst Du maximal 15% Deines Uniwissens benötigen! I.d.R sind es <5%!!!!!!!!

    Praktika, empfehl ich Dir auch! So kannst Du jedesmal wenn der Prof was erzählt es an einem selbst erlebten Beispiel nachvollziehen (indem Du es auf Deine alte Arbeitsstätte transferierst und Parallelen suchst) und so leichter merken/lernen. Aber Deine Praktikums Tätigkeit wird NIEMALS Deinem späteren Aufgaben entsprechen...(is ja auch logisch...was kann schon son Abiturient? Die meisten nich mal Office!) Schau Dir unbedingt Deinen Chef an: Was/wieviel macht der? Frag verdammt viel! Schau Dir seinen Werdegang an? Wie lange hats gedauert bis er dort ist wo er gerade ist? Was ist sein Verantwortungsbereich? etc....

    Zu Unitagen, kann ich nur eins sagen:
    super lächerlich! Hat schon mal n/e Referendar/in bei Dir in der Schule ne Stunde gehalten, in der er/sie benotet wurde?
    War jawohl die größte Schauspielerei überhaupt. Uns wurden keine Hausaufgaben für den Rest der Woche versprochen, wenn wir artig wären...haha....
    So ist das in der Uni auch... kommen die Schüler machen die Profs die interessantesten Themen in der Stunde (auch wenn das gar nix mit dem Stoff zu tun hat) und präsentieren Ihr Fach als das BESTE! Cool!

    Besser:
    1) Fachschaften.
    Jeder Studiengang hat fachschaften und Sprechstunden...Frag dort nach Details. Denn nur Studenten erzählen DIR die Wahrheit!
    Lernaufwand/Freizeit/Wie dicht liegen Prüfungen/Nebenjobmöglichkeiten...
    2) Uni Homepage:
    Geh auf die Lehrstuhlhompages und lad Dir mal die Skripten runter...viele sind ohne PW und frei zugänglich. Also überflieg doch mal den Stoff von so einem Semester.
    3) Bücher.
    Ist am aufwendigsten (geb ich zu). Aber jeder Prof bringt sein eigenes Buch raus. Über die Uni schlau machen, Studiengang und welche Fächer benötigt werden und dann auf der Homepage die Prof. namen suchen. Dann bei google books oder sonst wo nach denen suchen und rum schmökern.
    Meistens sind deren Werke "PFLICHT".

    Achja:
    keine Panik: Man lernt ALLES von "0" an! Nach 4 Vorlesungen kommt auch der LK W/R nimmer mit! (aber bis dahin langweilt der sich ;))
    Fast alles kannst und wirst Du wie alle anderen auch lernen.
    Du bist/wirst nicht einzige sein, dem es so geht!!!!!

    Viel Erfolg!
    Hier könnte auch was sinnvolles stehen ... z.B. ein Bier
  • Du lernst Werkzeuge/Prozesse/Methoden etc. kennen, die Dir als Hilfsmittel dienen werden, die Komplexität einer Firma vereinfacht darzustellen und begreifen zu können!
    Du wirst mindestens 10Jahre Berufserfahrung benötigen, um leitende Positionen bekleiden zu dürfen und weitere 10 für Top Positionen! Aber nur, wenn Du dafür geeignet bist! In diesen 10-20 Jahren wirst Du maximal 15% Deines Uniwissens benötigen! I.d.R sind es <5%!!!!!!!!


    Übertreib mal bitte nicht.

    10 Jahre Berufserfahrung um eine Führugsposition zu besetzen? Ich weiß ja nicht was du unter Führungsposition verstehst, aber ich arbeite in einem Unternehmen mit ca. 1500 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von 250 Mio. und es gibt durchaus Führungskräfte u40 mit ~ Gehalt von 120 000 - 140 000 pa.

    Um in den Vorstand zu kommen oder ganz nach oben in die jeweilige Konzerspitze - da hast du sicher Recht - wird es im Regelfall für Leute ohne 15jährige Berufserfahrung nicht gehen.

    Aber Führungsaufgaben müssen jawohl nicht zwingend im Vorstand angerichtet sein. Ich denke es ist durchaus möglich als Uniabsolvent mit 3-5 Jahren Berufserfahrung zumindest in kleinere leitende Positionen aufzusteigen.

    Sowieso kann man das vom grundsatz so nie sagen. Es gibt Absolventen, die sind direkt in einer Führungsposition (bspw. Personalentwickler) und es gibt auch Absolventen, die kommen nie über ihren Bereich hinaus und werden sich nie in einer Führungsposition wiederfinden.

    Es kommt auf dich an und nicht auf den Abschluss.
    Das Leben ist zu kurz um langsame Musik zu hören.
  • Brutus, ich stimm Dir voll und ganz zu.

    Das Studium ist nur eine Eintrittkarte in eine Firma.
    Den dortigen Werdegang bestimmst nur Du, nicht Dein Studium.

    Aber ich finde nicht, dass ich übertrieben habe:
    u40 also~36 = UniAbschluss + 10jahre ?!?
    (wenn Deine Zahlen netto sind dann stimmt meine rechnung natürlich net :D)

    Ich nehme eine art Gaußsche Verteilung der Karriere an. Wobei ich nur 80% berücksichtige...10% sind die Trainees die nach 5 Jahren Geschäftsführer- Assistent werden und nach 10 Jahren Director of ... und die anderen 10% sind die ewigen Sachbearbeiter...
    Wollte nur realischtische, erreichbare und nicht irgendwelchen utopischen für die Elite vorbehaltene Zahlen zu nennen.

    MFg
    Hier könnte auch was sinnvolles stehen ... z.B. ein Bier
  • Was willst Du erreichen?

    Warum willst Du denn Wirtschaft studieren, wenn Du nicht weiß was das bedeutet?

    - Du solltest lieber umgekehrt anfangen. Was will ich in meinen Leben erreichen? - Welcher Beruf würde mir Spaß machen?
    - Wo liegen meine Hobbies/Fähigkeiten?

    Dann kannst Du fragen: "Was muss ich tun, um das o.g. zu erreichen?"

    Bei mir hat dieses Vorgehen immer super funktioniert. Übrigens, ist das nicht eine einmalige Entscheidung, sondern mehr oder weniger jährlich. Weiterbildung, Beförderung, etc...
  • ich bin im 6. Semester BWL und kann dazu nur sagen:
    Vorkenntnisse brauchst du bloß in Mathe
    (11&12 Klasse reicht völlig) - viele Uni's bieten auch Brückenkurse an, für Leute "wie mich", die vorher beim Bund waren und dabei ihre Gehirntätigkeit drastisch eingeschränkt haben
  • hi,
    also ich studiere wirt-ing und kann es eigentlich nur empfehlen. es sind zwar viele prüfungen die man ablegen muss, aber man hat nachher einen ercht guten überblick über alles.
    du hast einmal den wirtschaftsaspect (ich finde, dass es meist um optimierungsprozesse in firmen (z.B. gewinn-,kosten-oder umsatzoptimierungsprobleme) ging)
    und den ingeneursaspect, wobei da komme es einfach auf die uni drauf an, welche schwerpunkte angeboten werden. ich persönlich habe den elektrotechnik schwerpunkt genommen und bin damit total zufrieden.
    habe mich damals für diesen studiengang (wirt-ing) entscheiden, da man erst nach dem grundstudium eine fachrichtung festlegen musste und vorher erstmal grundkenntisse gesammelt hat.
    hoffe, dass dir da etwas helfen konnte. wenn du noch fragne hast, kannst dich einfach melden. helfe gerne weiter
    grüße niceday
  • BWL ist die ALLZWECKWAFFE gegen alles ;) so sagte das ein kommilitone von mir... naja ansonten kann ich nur sagen ... bwl ist nichts für jedermann... vielleicht interessiert dich was anderes mehr musst du echt schauen
  • Also ich würde an deiner Stelle in die Buchhandlung gehen und dort mal ein BWL-Buch näher betrachten. Gibts sicherlich auch in der -für Dummies- Serie. Schau einfach mal drüber und überleg dir, ob es das ist, was du noch viel theoretischer und trockener mindestens für die nächsten 4 Jahre lernen willst. Es ist echt nix für jeden, meist aber eine sehr gute Grundlage für viele Berufe.
  • Hm. Natürlich könnte ich jetzt vieles über meine Erfahrungen im wirtschaftswissenschaftlichen Teil meines Studiums schreiben. Das nützt dir nur aber mal ziemlich wenig. BWL wird zwar als ein Fach gesehen, die Lernmethoden, Ansätze und fokussierten Inhalte sind aber von Hochschule zu Hochschule verschieden.

    Ich habe meinen Bachelor jetzt gerade fertig, allerdings BWL nur im Nebenfach studiert, d.h. nur die Grundlagen plus einen Schwerpunkt im Personalmanagement. Ein natürliches Zahlenverständnis ist in einem BWL-Studium nicht verkehrt, den in der Regel steht selbst an Fachhochschulen ein hoher Anteil quantitativer Fächer auf dem Lehrplan (Mathe + Statistik + evtl. Vorkurse), bei Unis, die einen B.Sc. verleihen, kann der Anteil noch gravierender sein. In vielen Disziplinen der BWL ist Rechnen unverzichtbar (ReWe, Controlling, Investition & Finanzierung), in allen Bereichen wird es zumindest am Rande eingesetzt (z. B. Personalmanagement: Bedarfsplanung, Gehaltsabrechnung, Personalkosten, Personalcontrolling, Statistiken, etc).
    Die Bandbreite der Themen im Studium ist sehr vielseitig, im neuen Studienmodell (Ba-Ma) werden im Ba Grundlagen gelegt und in den höheren Semestern Schwerpunkte gesetzt, während der Master eher auf Spezialisierung und wissenschaftliche Vertiefung ausgerichtet wird. Regelmäßog erfolgt in den ersten Semestern ein Ritt durch die klassischen Bereiche der BWL (an meiner Hochschule: Grundlagen VWL, Buchführung, Bilanzierung, Personal + Arbeitsrecht, Marketing + Logistik, Finanzmanagement). In den höheren Semestern müssen unsere BWLer mindestens 2 Schwerpunktfächer mit jeweils 3 Modulen belegen, wobei sie aus inzwischen 13 Vertiefungsrichtungen wählen können. Da sollte für jeden entsprechend seiner Neigungen und Vorkenntnisse/Erfahrungen aus den Grundlagenmodulen etwas dabei sein.

    Und zum Studium an sich: Am Anfang stehen noch viele Nebenfächer auf dem Plan, die den eigenen Ausbildungskern (BWL) ergänzen: z. B. Grundlagenfächer wie Wirtschaftsmathematik und Statistik, ergänzende Fächer wie Bürgerliches Recht und Wirtschaftsinformatik und Softskills wie Sprachen, Rhetorik, Präsentationskenntnisse, wisschenschaftliches Arbeiten. Anfangs werden viele Klausuren als Prüfung bevorzugt, in höheren Semestern steigt die Quote der Hausarbeiten und Referate (in teils schwindelerregende Höhen :)).

    Ich selbst werde ab September noch den Master dranhängen; ich weiß aber von meinen Kommillitonen, dass man selbst mit dem Bachelor schon gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat.

    Wie die Situation an anderen Hochschulen ist, kann ich dir leider nicht berichten. Jede Hochschule hat eigene Stärken und Schwächen und jeder Studiengang ist trotz des Namens BWL verschieden in seinem Aufbau und seinen Schwerpunkten. Eins gilt aber wohl für alle Studiengänge: Mit einem guten Abschluss in der Tasche steht einem mit einem BWL-Studium eine Vielzahl an Optionen in der Wirtschaft offen.
    "Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu erlassen."

    Charles-Louis de Montesquieu
  • @ Hudson: Kann dir nur zustimmen

    Hatte auch keinerlei Vorbildung oder großartige wirtschaftl. Interessen.
    Mein Studium habe ich nichtsdestotrotz ziemlich gut abgeschlossen, allerdings an einer FH.
    Würde ich heute noch einmal studieren? Ich glaube ehrlich gesagt nicht, denn das Studium, gerade BWL, wird in den wenigsten Fällen honoriert. Besser eine wirtschaftl. Aubildung und diverse Aufbaukurse danach. Nicht umsonst heißt unsere Generation "Generation Praktikum". Es ist stark abhängig von den Schwerpunkten / Fachrichtungen. Als Controller hast du vielleicht noch gute Chancen, aber als Marketingmensch? Praktika und Vitamin B sind in den meisten Fällen unerlässlich um tatsächlich gleich "hoch" einzusteigen.
    Wenn Studium, dann Wirtschaftsing. Denn gerade diese Kombi wird immer mehr gefragt.