Firmennetzwerk einrichten

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  • Firmennetzwerk einrichten

    FSB'ler, ich brauche euren Rat, mein Wissen auf diesem Gebiet ist nur begrenzt ausreichend!

    Ich bin Angestellter einer kleinen Firma in der Baubranche. Wir bekommen demnächst Arcor DSL 6000. Hardware ist schon da. Der WLAN Router den die immer mitliefern (kann mich jetzt nicht mehr an die genaue Bezeichnung erinnern). Daran kann man aufjedenfall bis zu 4 Netzwerkkabel anschließen.

    Hardwareausstattung im Büro:
    1x Rechner mit Netzwerkkarte (ich glaub noch Win98 oder ME)
    2x Rechner mit Wlan Karte (Win XP Prof.)
    1x Laptop (Win ME)

    Datensicherung über Server lohnt sich definitiv nicht. Ich hab mir das folgendermaßen gedacht:

    - 1x Rechner mit Netzwerkkarte kommt direkt über Patchkabel an den Router
    - 2 Rechner mit WLAN Karte greifen logischerweise über WLAN auf den Router zu.
    - für den Laptop besorgen wir nen W-Lan Stick und der greift dann auch über Wlan auf den Router zu

    Folgende Fragen hab ich:
    1. Und das was jetzt noch fehlt, ist die Möglichkeit zur Datensicherung. Würdet ihr empfehlen, eine externe Festplatte zu kaufen und die dann über USB an den W-Lan Router direkt anzuschließen sodass alle Rechner im Netzwerk auf die externe Festplatte sichern können?
    2. Wie kann man die externe Festplatte freigeben, sodass alle Rechner im Netzwerk die ext. Festplatte unter Netzwerkumgebung sehen können?
    3. Kann man so eine beliebige externe Festplatte 24h Mo-Fr ohne Probleme am Router angeschlossen laufen lassen?
    4. Kann der Router auch über W-lan im Browser konfiguriert werden, oder muß der PC über Kabel verbunden sein um den Router zu konfigurieren?
    5. Gibts da große Probleme Rechner mit unterschiedlichen Betriebssystemen an einen Router zu hängen und dafür zu sorgen, dass die alle auf eine externe Festplatte zugreifen können? (die müssen nicht mal untereinander zugriff haben, hauptsache auf die ext. Festplatte)


    Oder habt ihr ne besser Lösung für das Problem der Datensicherung, ich bin für jeden Vorschlag offen? Vielleicht kennt sich ja jemand mit der Arcor Hardware aus und empfiehlt einen anderen Router, das kann man sicherlich noch nachbestellen?


    PS: Ich guck morgen mal nach was für ein Router das war. Wenn man da keine USB-Geräte anschließen kann, dann kann ich das mit der ext. Festplatte doch wahrscheinlich vergessen oder?


    MfG Mollari
    [SIZE="3"]R.I.P. munatacker[/SIZE]
  • Für die tägliche Datensicherung würde ich ein NAS empfehlen (USB-HDD über Netzwerk ist nicht sonderlich schnell und zudem nicht für dauerhaften Gebrauch gedacht) - dieses via Ethernetkabel an den Router/Switch und möglichst an einem sicheren Ort im Haus (was nützt dir die Datensicherung wenn's im Büro brennt und alle Rechner sowie die Datensicherung sich darin befinden?).

    Wöchentlich oder zumindest monatlich würde ich eine Datensicherung entweder auf Tape (Streamer erforderlich) oder auch auf CD/DVD wärmstens empfehlen - diese Datenträger sind dann unbedingt ausserhalb des Gebäudes sicher zu lagern.

    So'n Router lässt sich normalerweise auch über WLAN konfogurieren - für Erstinbetriebnahme empfiehlt sich jedoch ein Kabel zu verwenden - kostet nicht die Welt und ist meist sogar schon dem Router beigelegt.

    WLAN im Unternehmen... da scheiden sich noch die Geister. Ich denke mit WPA2-Verschlüsselung und MAC-Filter ist das schon sicher - im Zweifel würde ich verkabeln. Dies führt auch dazu dass du eine Bandbreite von bis zu 100MBit/s (theor. bis 12,5MB/s) nutzen kannst - bei WLAN sinds i.d.R. im g-Standard "nur" 54MBit/s (theor. bis 6,75MB/s). Das macht sich bei Internetnutzung wohl nicht bemerkbar, aber wenn es um internen Datentransfer geht (z.B. Datensicherung) dauert es eben mit WLAN fast doppelt so lange - und das merkt man auch. Sollten die Ports am Router nicht genügen schließ einfach einen kleinen Switch (ca. 10€) dazwischen und gut ist's.
  • in bezug einer externen festplatte mal da infos holen:

    DIGITUS 3,5" Nano NAS Server für USB Speichergeräte
    NAS Funktion zur Freigabe der Festplatte im Netzwerk, 1 x
    RJ45 10/100 BaseTX Ethernet Schnittstelle, 1 x USB 2.0
    Anschluss, mit SAMBA und FTP Server, 2 LED Anzeigen, Instal-
    lation durch Web Schnittstelle, keine weiteren Treiber er-
    forderlich, schwarz/silbernes Kunststoffgehäuse (DN-7023)
    Maße: (B)25 x (T)50 x (H)30 mm


    DIGITUS externes 3,5" NAS Aluminiumgehäuse, LAN + USB 2.0
    für 3,5" IDE Festplatte, NAS Funktion zur Freigabe der Fest-
    platte im Netzwerk, 1 x RJ45 10/100BaseTX Ethernet Schnitt-
    stelle, USB 2.0 externer Anschluß, mit SAMBA und FTP Server,
    LED Anzeigen für Betrieb, Verbindung und Datentransfer,
    Farbe: schwarz/silber (DA-70516)


    alles andere dürfte kaum ein problem sein.

    ach ja, beim wlan auf die verschlüsselung achten, meist geht bei win-me bzw. alle win 98 nur "web" was aber dann schon so gut wie keine sicherheit darstellt.

    am besten wäre die überlegung dafür, ein paar d-lan adaper "netzwerk per steckdose" zu nehmem. ist abhörsicher und ist mit den zb. yakumo 85 adaptern richtig schnell.

    naja ... und dann gibts ja noch google :)

    mfg
  • Danke an kavm02 und klabausi für die wertvollen tips.


    Ich reiche hier erstmal die Hardwaredaten nach. Geliefert wurde von Arcor die Starterbox und die Arcor Easy Box A300 WLAN (Arcor-Easy-Box-A-300-WLAN)

    Damit fällt eine ext. Festplatte über USB an den Router ja weg. NAS Server ist da natürlich eine willkommende alternative. Hab ich das richtig verstanden, dass mit dem kauf eines NAS Servers noch zusätzlich mind. eine SATA Festplatte gekauft werden muß und die dann eingebaut wird? Ich hab mal bissl gegoogled und preislich von 39 Euro bis 1200 Euro eingegrenzt.

    Worauf genau muß ich bei der Ausstattung achten? Im grunde sollen nur geringe Datenmengen täglich gesichert werden. Dabei geht es um Größenverhältnisse von 1-10 MB pro Tag. Deshalb muß es kein 1000er Netzwerk sein und über WLAN dürfte die Geschwindigkeit auch locker genügen. Da muß also eigentlich nicht das High End Gerät vorhanden sein. Zumal meinem Chef die Datensicherung relativ egal ist (hauptsache EDV läuft alles), weiß ich nicht ob ich ihn überzeugen kann "nur" zur Datensicherung ein teures Gerät zu kaufen. Er ist halt ständig unterwegs und hat kaum was mit der EDV zutun, da ist ihm das egal glaub ich.

    Nochmal zusammengefasst:
    Gesucht wird ein günstiger, zuverlässiger NAS Server, Geschwindigkeit egal. Dazu noch eine vorrangig zuverlässige SATA Festplatte. Dabei auch die Geschwindigkeit egal und der Speicherplatz muß auch nicht extrem groß sein. Im grunde reichen 250 GB erstmal. Das dauert Jahre bis die voll ist.
    [SIZE="3"]R.I.P. munatacker[/SIZE]
  • Mollari schrieb:

    Hab ich das richtig verstanden, dass mit dem kauf eines NAS Servers noch zusätzlich mind. eine SATA Festplatte gekauft werden muß und die dann eingebaut wird? Ich hab mal bissl gegoogled und preislich von 39 Euro bis 1200 Euro eingegrenzt.


    naja die dinger gibt es aber schon komplett zu kaufen >kaufen, anstecken, konfig und arbeiten.
    solltest du aber die einzelvariante nutzen, dann schau nach ner festplatte mit flüssigkeits-lager ! die ist fast unzerstörbar im dauerbetrieb.
    zb. 80GB IBM IC35L090-AV-V2-07-0, oder Maxtor 200GB 6Y200L0

    als nas zb: klick mich

    aja, und überlegs dir mit d-lan... ist einfacher und zuverläsiger und abhörsicherer

    mfg
  • 10MB jeden Tag, mehr nicht?

    Wenn du mir jetzt bestätigen kannst dass ihr in der Lage seid die zu sichernden Daten auf einen Rechner zu schieben und anschließend auf CD zu brennen würde ich evtl. auch auf ein NAS verzichten. Nachteil wäre allerdings dass man dies quasi manuell machen müsste was einen täglichen Zeitaufwand von ca. 5min darstellen würde.
    Ich meine ein NAS wäre zwar sehr komfortabel aber gegenüber einer CD pro Monat preislich kein Vergleich.
    Aber generell sollte ein Arbeitgeber schon überzeugt werden können eine Datensicherung einzuführen. Er bezahlt euch und somit auch die Ergebnisse eurer Arbeit - bei Datenverlust (Festplattencrash) geht somit einiges verloren.
    Zudem gibt es Gesetzesgrundlagen die eine Datensicherung indirekt vorschreiben (bspw. GmbHG §43 Abs.1).
    Ansonsten kann man ihm auch das IT-Grundschutzhandbuch des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnk) unter die Nase reiben ;)
  • Jep 10 MB maximal. Das CAD System spuckt für die zu sichernden Projekte echt nur kleine Datenmengen aus und ansonsten kommen höchstens Textdateien dazu. Ab und an kommen noch geschossene Bilder dazu, die dann sicherlich die 10 MB bei weitem überschreiten werden, aber das ist eher selten. Also im Durchschnitt sinds 10 MB/Tag.

    Möglich wäre es zwar die Daten auf eine CD zu brennen. Es wäre nur umständlich jeden Tag alle zu sichernden Daten von allen Rechnern per USB Stick auf einen Rechner zu sammeln und von da dann zu brennen.

    Es ist nicht nur bequemer, wenn alle Rechner permanenten Zugriff auf einen Datenträger haben, sondern beschleunigt auch das arbeiten, denn wenn z.b. der eine Arbeitsplatz etwas vom anderen brauch, kann man sich das umständliche nutzen eines USB-Sticks sparen.
    Oft ist es auch so, dass mehrere Arbeitsplätze an einem Projekt arbeiten und ständig untereinander Daten austauschen müssen. Dann ist es ideal, wenn der gesamte Projektordner auf einem externen Datenträger liegt und von allen darauf zugegriffen werden kann. Das gleiche gilt für eingehende Emaildaten, die einmal auf dem externen Datenträger abgespeichert werden sollten und auf die dann alle zugreifen können wenn sie es brauchen.

    Es gibt also zahlreiche Argumente, die meinen Chef sicherlich zum investieren in eine Lösung überzeugen würden. Spätestens wenn Daten aufgrund fehlender Datensicherung verloren gehen, würde es ihn überzeugen ;).
    Ich bin mir nur über die Art der Lösung, die ich ihm letztendlich vorschlagen möchte, noch im unklaren.

    Im grunde ist die ideale Variante ein "Gehäuse", das über Netzwerkkabel an den Router angeschlossen werden kann und indem sich eine Festplatte befindet, die ohne Probleme sagen wir jeden Tag 10h laufen könnte. An/Aus sollte natürlich mit Kippschalter oder vergleichbarem easy möglich sein, damit der erste der morgens zur Arbeit kommt, die Festplatte einschaltet und der letzte der abends geht die Festplatte wieder ausschaltet. Was kostenintensiveres muß es also nicht sein. Wenn die Gesamtanschaffungskosten unter 100 € bleiben, wäre ich zufrieden mit dem Kosten/Nutzen Verhältnis.

    Mit NAS Systemen kenn ich mich leider überhaupt nicht aus, deshalb wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr mir Beispiele (mit Links) für meine "ideale Variante" geben könntet.

    Danke im vorraus.


    @klabausi,
    danke für den Link. Hab ich das richtig verstanden, dass ich mir eigentlich nur das Case holen müßte und da jede beliebige Festplatte (3,5 Zoll) einbauen kann. Dann muß ich das nur noch per Patchkabel an den Router anschließen und die mitgelieferten Treiber auf jedem Rechner, der im Netzwerk hängt installieren sodass die Festplatte als z.b. Netzlaufwerk E: im Windows Explorer auf jedem Rechner erscheint?


    MfG Mollari
    [SIZE="3"]R.I.P. munatacker[/SIZE]
  • OK.
    Dann würde ich ein NAS mit mind. 2 Festplatten im RAID 1-Verbund vorsehen (evtl. dieses NAS). Im RAID 1 werden die Daten auf eine 2. Festplatte gespiegelt. Somit ist es kein Problem wenn mal eine der beiden Platten aussteigt. Mit nur einer Festplatte verlagert man nur das Problem. Momentan habt ihr die Daten auf den Rechnern - wenn sich da eine Festplatte verabschiedet sind zumindest diese darauf befindlichen Daten verloren. Speichert man diese zuvor auf einer gemeinsamen Festplatte ist sie die Schwachstelle. Deshalb RAID 1 und man ist auf einer recht sicheren Seite.

    Zudem besitzt genanntes System eine Benutzerverwaltung - vergiss nicht, es hängt am Internetrouter! Weiterhin kann man auch Netzwerkdrucker darüber laufen lassen uvm. - oftmals wird der Bedarf neuer Technik erst deutlich wenn die Möglichkeiten bekannt sind.
    Zum Nettopreis von 120,80€ (bechtle.de) für oben aufgeführtes NAS kommen nochmals ca. 2x 35,-€ für 250GB SATA-Festplatten.
    Somit hast du für geradeeinmal rund 200€ ein recht sicheres System mit dem man auch etwas mehr als nur Daten ablegen kann.