Die Feuerzangenbowle (Hörbuch/ mp3)

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  • Die Feuerzangenbowle (Hörbuch/ mp3)

    Die Feuerzangenbowle, Heinrich Spoerl (1887-1955)
    Eine Lausbüberei in der Kleinstadt

    Dieses Hörbuch ist ein Loblied auf die Schule.
    Aber es ist die Möglichkeit, dass die Schule es nicht merkt.


    -----Auszüge-----

    (Anfang)
    Eine blutrote, dampfende Flüssigkeit.
    Männer hocken um sie herum.
    Der eine, der Älteste, hat in eiserne Zange einen dicken, kristallweißen Klumpen
    und hält ihn über das Gefäß.
    (...)
    Der zweite hat eine verstaubte Flasche...
    (...)
    Der dritte setzt ihn in Brand.
    (...)
    Der vierte rückt die Gläser zurecht, der fünfte öffnet eine Kiste Brasilzigarren.
    Der sechste rührt das Gebräu.
    Der siebente, der Jüngste, darf einschenken.
    Geheimrat Froebel erhebt sich.
    >>Wir haben heute nachmittag zusammen unseren lieben, guten Pavian begraben.-
    Bitte lachen sie nicht, meine Herren.
    Der Pavian hieß eigentlich Schmitz und war unser Lateinlehrer.
    Er hat uns mit Cäsar und Horaz gefüttert, wir haben dafür Maikäfer mit in die Klasse
    gebracht oder die Tafel mit Fett eingerieben - kennen Sie das nicht?
    Das ist herrlich: Eine Tafel, die es nicht tut, die sich in schwarzes Schweigen hüllt.-
    Jetzt hat er seine wohlverdiente Ruhe und keine bösen Buben mehr, die ihn quälen.
    Hoffentlich fehlt es ihm da oben nicht.
    Auf sein Wohl!<<
    (...)
    Professor Crey ist eingetreten.
    >>Sätzen Sä sech!<<
    (...)
    >>Sä send der neue Schöler?<<
    ...>>Ech heiße Sä em Namen onserer Lehranstalt ond em Namen der
    Oberprema herzlech wellkommen.
    Ech hoffe, Sä werden sech recht wohl bei uns föhlen.
    Sätzen Sä sech da vorne, da kann ech Sä besser beobachten.-
    Sä heißen?<<
    >>Pfeiffer, Johann.<<
    Met einem oder met zwei äff?.
    >>Mit drei, Herr Professor.<<
    >>?<<
    Eins vor dem ei und zwei hinter dem ei.<<
    (...)
    >>Sä send etwas albern.
    Sä werden sech an strenge Scholzocht gewöhnen mössen.<<
    Im Anschluß daran hält er einen Vortrag über die von ihm befolgen Grundsätze
    klassischer Padagogik, die in dem Satz gipfelt: >> Met der Schole est es wie met einer Medizin -
    sä moß better schmecken, sonst nötzt sä nechts.<<
    (...)
    Professor Bömmel:
    >>Wo simmer denn dran?
    Aha, heute krieje mer de Dampfmaschine.
    Als, wat is en Dampfmaschine?
    Da stelle mer uns janz dumm.
    Und da sage mer so: En Dampfmaschin, dat is ene jroße schwarzer Raum,
    der hat hinten un vorn e Loch, dat krije mer später.<<
    (...)
    >>Und wenn de jroße schwarze Raum Räder hat, dann es et en Lokomotiv.
    Vielleicht auch en Lokomobil.<<
    (...)
    >>Wat is e Ventil?
    Da stelle mer uns wieder janz dumm.
    E Ventil is, wo wat erein jeht, aber sein lebjottstag nix erauskömmt.
    (...)
    Im Physiksaal ging es allerdings hoch her.
    (...)
    Hans Pfeiffer denkt nicht daran, das Feld zu räumen.
    Durchhalten, hat der Direktor zu ihm gesagt, durchhalten!
    Das will er, fürwahr!
    Inzwischen hat der echte Schnauz die Sprache wiedergefunden.
    >>Sä onverschämter Flägel!<<
    >>Sä bodenloser Frächleng!<< tönt es zurück.
    >>Ech lasse Sä einspärren!<<
    >>Ech lässe Sä einspärren!<< schreit das Echo.
    >>Herr Direktor, ech bette Sä -<<
    >>Herr Direktor, ech bette Sä -<<
    (...)
    Keiner wollte nachgeben.
    >>Sä Borsche!<<
    >>Sä Flägel!<<
    >>Sä Lömmel!<<
    >>Sä Jongäh!<<
    Schnauz contra Schnauz!
    Der Schulrat stellt die berechtigte Frage, wer der richtige ist.
    >>Ech, Herr Oberscholrat!<< schreit der echte.
    >>Ech, Herr Oberscholrat!<< überschreit ihn der unechte,
    >>denn ech ben zoerst hier gewäsen!<<
    (...)
    Frei erfunden wie alle seine Geschichten.
    (...)
    Wahr sind die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen,
    und die Sehnsüchte, die uns treiben.
    Damit wollen wir uns bescheinden.
    (Ende)

    Nette PN und ein kleines Dankeschön!

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