Welche Deutschen Gesetze stützen sich auf die Verfassung der USA von 1787?

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  • Welche Deutschen Gesetze stützen sich auf die Verfassung der USA von 1787?

    Wäre super, wenn jemand ne Ahnung hätte. Ich finde irgendwie nichts konkretes im World Wide Web.

    Wäre toll wenn mir jemand 5-10 aktuelle Deutsche Gesetze (wenn möglich mit Paragraph etc., muss aber nicht sein) nennen könnte, die sich auf Punkte der Amerikanischen Verfassung stützen. Und auf welche Punkte halt noch...

    Vielleicht tummelt sich ja ein Jura Student hier, oder ein anderer der bisschen heller im Kopf ist als ich:D

    Wäre echt cool!

    mfg,
    deluxe
    Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
    Albert Schweitzer
    14.01.1875 - 04.09.1965
  • Warum sollten sich zu der Zeit (1787) deutsche Gesetze auf die von den Amerikanern gesützt haben? Also irgendwie erscheint mir das unlogisch... hat das vielleicht irgend ein Professor erzählt? Wenn ja, dann könntest du das doch bitte für mich etwas genauer erläutern, oder? Wäre sehr nett.

    mfg kurtis
  • Warum sollten sich deutsche Gesetze ausgerechnet auf die Amerikanische Verfassung stützen? Oder auf den Codex Hammurabi, vielleicht auch nur auf den Sachsenspiegel? Letzterer hat mit uns zwar genausowenig die Zeit gemein wie die Amerikanische Verfassung, dafür war er aber immerhin auf unserem Kontinent gültig.

    Gegenfrage: nenne mir 5-10 aktuelle Deutsche Gesetze, die sich auf das Recht des Dschingis Khan stützen, ersatzweise auf die Gesetze der ägyptischen Pharaonen.

    Gruß Konradin
  • Die Alliierten Kontrollratsgesetze stützten sich aber auch nicht auf die Amerikanische Verfassung von 1787. Oder glaubt jemand im Ernst, Onkel Stalin und Herr Churchill hätte bei der Konferenz von Jalta zugestimmt, daß sich der Umgang mit Nachkriegsdeutschland auf die Amerikanische Verfassung stützt?



    Kopfschüttelnd Konradin

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Konradin () aus folgendem Grund: Jalta 4.-11.2.1945

  • Verfassungen haben und werden sich immer gegenseitig beeinflussen. Auch die gesetze dschinghis khans haben irgendwie einzug in das deutsche Grundgesetz gefunden. Sicher nicht wörtlich aber, ich denke doch, auf irgendeine weise.

    So hat auch die französische Verfassung und der Code Civil in die deutsche Verfassung mit reingespielt.

    Wie es mit der amerikanischen aussieht weiß ich nicht. Aber manche Ideen (z.b. Gleichheit aller Menschen) werden sicher mit einbezogen sein.

    mfg

    PS an alle vorredner: nur weil etwas aus amerika kommt muss es nicht schlecht sein und darf nix mit deutschland zu tun haben. es gibt auch gute sachen von dort. ich bin sicher kein amerikaliebhaber aber selbst ich denke nicht so schlecht wie ihr.
    Rechte Gewalt ist viel schlimmer, weil die sich gegen Menschen richtet. linke Gewalt richtet sich nur gegen Dinge... wie Mülltonnen, Autos und Polizisten
    powered by wanadoo
  • Nur, wer sagt, daß Ideen wie die 'Gleichheit aller Menschen' ausgerechnet von den Amerikanern stammen?

    Aber es geht hier nicht um 'nicht belegbare Inspirationen' von irgendwoher, sondern um direktes 'sich auf etwas stützen'. Also sich vorsätzlich an ein Vorbild anlehnen.

    @MasterOfBlubb: du bist hier der einzige, welcher eine Bewertung ins Spiel bringt. Niemand hat hier behauptet, daß etwas schlecht sein muß, bloß weil es aus den USA kommt. Aber deswegen ist es auch noch lange nicht besser.

    Nur, um noch einmal zur Kernfrage zurückzukommen: was haben denn die Vereinigten Staaten direkt mir den heutigen Gesetzen der BRD zu tun? Der Gesetzgeber der BRD beruft sich im allgemeinen weder auf irgendwelche zwischenmenschlichen Regeln der Neandertaler oder des CroMagnon- oder auch Pekingmenschen, aber ebensowenig auf fremde Verfassungen (und sei es auch die französische). Oder ist Deutschland gesetzlich nicht autark?

    Gruß Konradin
  • bevor hier noch weiter mit harten Bandagen gekämpft wird, was der Threadstarter denn mit seiner Frage meint / eigentlich will, klären wir erstmal was es im Jahre 1787 so besonderes gab, dazu hab ich mal meinen Freund Wiki befragt (alle Angaben ohne Gewehr *peng*)

    Die Verfassung der Vereinigten Staaten vom 17. September 1787 legt die politische und rechtliche Grundordnung der Vereinigten Staaten fest. Sie sieht eine föderale Republik im Stil eines Präsidialsystems vor, in der der Präsident sowohl Staats- als auch Regierungschef ist. Das politische System zeichnet sich durch eine oft als „checks and balances“ bezeichnete Gewaltenteilung aus, welche in der Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung zwar getrennt voneinander agieren, sich aber durch weitreichende Verschränkungen auch gegenseitig kontrollieren.



    vlt. hilft euch dass ja beim philosophieren weiter :)

    PS: viel Spass ;)

    *edit* mein 2ter Quote passte irgendwie nicht ^^
    [SIZE="1"]Für den vernünftigen Mann gibt es nur zwei Arten von Weibern, die eine heiratet man, die andere: 20 Euro und dann raus![/SIZE]

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cybaerchen ()

  • Ich habe mir mal den Wikipediaartikel

    Quellcode

    1. http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_der_Vereinigten_Staaten


    dazu durchgelesen und bin prompt auf ein Ergebnis gestoßen:

    Eine Beschränkung hinsichtlich des Inhalts solcher Änderungen ähnlich der Ewigkeitsklausel im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland besteht mit einer Ausnahme nicht: die gleichberechtigte Vertretung der Bundesstaaten im Senat kann nur mit Zustimmung aller betroffenen Bundesstaaten verändert werden. Beispielsweise wäre eine Verfassungsänderung mit dem Ziel, die Stimmen im Senat nach Bevölkerungsstärke umzuverteilen, nur mit Zustimmung aller Staaten möglich.


    Dies wurde in der BRD auch so gemacht. Man beachte dazu das nebenstehende Bild:

    Quellcode

    1. http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_der_Vereinigten_Staaten


    Weitere Parallelen konnte ich nicht entdecken. Dazu ist es bestimmt hilfreich, wenn du in einer Bibliothek stöbern gehst. Da könntest du etwas finden.
  • kurtis schrieb:

    Dies wurde in der BRD auch so gemacht.

    Es geht aber doch gar nicht darum, ob in der BRD auch etwas gemacht wurde, was vorher schon einmal jemand anderes gemacht hat, sondern um ein 'sich auf etwas berufen' oder 'sich darauf stützen'.

    Zeige mir denjenigen aktuellen deutschen Gesetzestest, in welchem der Begriff 'Amerikanische Verfassung' steht. Es tut mir leid, aber du wirst ihn nicht finden.

    Gruß Konradin
  • Es gibt schon Parallelen.

    Die im 5. Artikel festgeschriebene Prozedur zur Verfassungsänderung ähnelt der Ewigkeitsklausel im Artikel 79 Absatz 3 des Grundgesetzes.

    Ganz wichtig wäre eventuell noch der Vierzehnte Zusatzartikel von 1868 der Amerikanischen Verfassung. Der Artikel enthält immerhin ein allgemeines Gleichbehandlungsgebot.
    Mit etwas Verspätung hat der deutsche Gesetzgeber da nachgezogen. So trat am 18. August 2006 das Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft.
    Seitdem darf in Deutschland Niemand mehr wegen seiner Rasse und ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion und Weltanschauung, Behinderung, Alter (jedes Lebensalter), sexuelle Identität benachteiligt werden.
  • Species.8472 schrieb:

    Es gibt schon Parallelen.


    Die Parallelen lassen sich in nahezu allen Verfassungen finden. So ist auch vieles der amer. Verfassung durch das mittelalterliche Recht Englands beeinflusst (als Stichwörter: Magna Carta, Bill of Rights, Habeas Corpus), wie auch die deutschen Verfassungen. Funktionierende Ideen der einen Verfassung werden oftmals in andere Verfassungen übernommen (rechtswissenschaftlich: Rezeption)

    Species.8472 schrieb:


    Seitdem darf in Deutschland Niemand mehr wegen seiner Rasse und ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion und Weltanschauung, Behinderung, Alter (jedes Lebensalter), sexuelle Identität benachteiligt werden.


    Ich verweise nur auf Art. 3 GG, der auch für die Rechtsauslegung in mittelbarer Drittwirkung bedeutsam ist. Das AGG setzt dagegen als normales Gesetz diverse EU-Richtlinien um, die insbesondere Rechtsfolgen kodifizieren, die bislang nicht in der Form in De existierten (von spezialgesetzlichen Regelungen wie z. B. im Arbeitsrecht mal abgesehen).
    "Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu erlassen."

    Charles-Louis de Montesquieu