Kapitalismus Kommunismus Sozialismus

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  • Kapitalismus Kommunismus Sozialismus

    Hi,
    Ich und meine Freunde haben seit einiger Zeit immer mal wieder sehr angeregt über die verschiedenen Systeme diskutiert.(Alle Systeme waren vertreten^^)
    Jetzt wollte ich mich nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen da ich mich damit nicht so gut auskenne. Deshalb wollte ich fragen ob mir jemand einen kompakten Vergleich der 3 Systeme geben kann, also Gleiches, Unterschiede und Probleme die bei jedem auftreten können.

    Meine Meinung ist Theoretisch wäre das Perfekte ein Mix aus den dreien, der aber niemals erreicht werden kann, da hierfür einige Voraussetzungen nicht erreicht werden können.(Das beruht natürlich nur auf meinem Brüchigen Wissen;))
    Ich würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen.

    mfg Elron
    Zitat:"Das PDS soll natürlich auch PDA heißen. S ist viel zu nah an A auf Tastatur.

    Du bist viel zu nah an einer Tastatur."
  • Hi Elron McBong

    Sozialismus:

    Die Diktatur des Proletariats

    Marx und Engels sprachen sinngemäß von der "Diktatur des Proletariats" als ersten Schritt zur Befreiung des Menschen von der Unterdrückung durch den Menschen. In den letzten Jahrzehnten hat dieser Begriff einen negativen Beigeschmack bekommen. Die Schuld daran tragen die stalinistischen Diktaturen im ehemaligen Ostblock, die sich den klassischen "marxistischen" Sprachgebrauch aneigneten und somit diskreditierten. Dazu kommt noch, dass in der heutigen Sprache der Begriff "Diktatur" - durch die Erfahrungen des 20. Jahrhundert mit faschistischen und Militärdiktaturen - gänzlich negativ besetzt ist. Marx und Engels verstanden den Staat als Instrument der Unterdrükkung einer Klasse durch eine andere - als Klassenstaat. Der kapitalistische Staat ist somit unabhängig von seiner konkreten Form - egal ob Demokratie, Monarchie, Diktatur, Faschismus etc. - eine Diktatur einer Minderheit (der Bourgeoisie) über die Mehrheit (das Proletariat).

    Kommunismus (vom lateinischen communis = „gemeinsam“) bezeichnet das politische Ziel einer klassenlosen Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln aufgehoben ist und das erwirtschaftete Sozialprodukt gesellschaftlich angeeignet wird, das heißt, allen Menschen gleichermaßen zugänglich ist.

    Unter Kapitalismus wird eine Wirtschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum und Marktwirtschaft beruht. In der deutschen Wirtschaftswissenschaft wird statt des oft wertend gebrauchten Wortes weitgehend die Bezeichnung Marktwirtschaft synonym verwendet. In angelsächsischen Ländern ist capitalism hingegen auch unter Ökonomen verbreitet.

    reicht das ??? :read:oder geh zu googel , guten tip von mir bleib in der heutigen zeit
    ( sorry NeHe ich konnte nicht anders )

    mfg
    rieder
  • rieder hat Dir schon eine gute Erklärung geliefert.

    Ansonsten solltest Du auch mal ein bisschen googeln.

    Jedes System hat Vor- und Nachteile. U.a. werden alle Systeme von Menschen gestaltet mit Fehlern und Schwächen.
    Man sollte ein System nicht nach Namen beurteilen, demokratischer Kapitalismus bedeutet nicht, dass er human und sozial ist. Auch wird gern von sozialer Marktwirtschaft gesprochen - wie sozial die Marktwirtschaft ist, soll jeder selbst beurteilen.
    Wenn 1000 Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz nur aus Profitgründen verlieren, halte ich den Ausdruck nicht für angebracht.

    Für mich auch ein negatives Beispiel des ausufernden Kapitalismus - die Banken verzocken und verspekulieren aus reiner Profitgier ihre Kapitalanlagen. Der Staat, d.h. der Steuerzahler muß zur Rettung der Banken und der Arbeitsplätze der Manger, eingreifen.

    Gibt es ein gleiches Engagement für die Arbeitnehmer?

    In allen demokratischen kapitalistisch geführten Ländern wächst die Armut und der Reichtum einiger Weniger wächst.
    Eine Marktwirtschaft, die nur auf Profit ausgerichtet ist, mit unseren Rohstoffen sorglos umgeht (Wegwerfgesellschaft) halte ich nicht für geeignet, ein humanes und angemessenes Leben für ALLE zu erhalten.

    Gesellschaftliche Veränderungen zum Wohl und im Sinne ALLER, muss in den Köpfen beginnen und nicht durch Ausländseinsätze der Bundeswehr.
    Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung sind aber Merkmale einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung.
  • Ich möchte mal eine These in den Raum werfen. Vielleicht gibt es dazu auch schon Theorien, die ich nicht kenne. Also ich glaube, dass der Kapitalismus stets einen Kreislauf mit verschiedenen Zyklen braucht, um zu bestehen. Und zwar vom Neuaufbau nach einer Zerschörung/Krieg über eine Wachstumsphase (Wirtschaftswunderzeit), Konzentrationsphase, Expansionsphase, Kapitalisierungsphase hin zu einer neuen Zerstörung/Umverteilung. Der Konzentrationsprozess des Kapitals und das Wachstum sind schließlich endlich. So könnten die ganzen großen und kleinen Kriege, bei denen es letzlich ja um Wirtschaftsinteressen und nicht um Familienzwiste geht, notwendige Bedingungen für den Fortbestand des Kapitalismus sein?
    Seit es Internet gibt, äußern sich Legastheniker besonders gern schriftlich.
  • Und im Kommunismus ist alles ach so schön: Menschenrechte werden mit Füßen getreten, Andersdenkende mundtot gemacht oder weggesperrt. Und mit dem wir sind alle gleich funktioniert ja auch so wunderbar.

    Und jetzt erzählt mir nicht in der UdSSR, Kuba, China, DDR usw wäre ja kein Kommunismus (gewesen).

    Richtig, genau so ist es auch, es war Sozialismus mit kommunistischem Grundgedanken.
    Der Kommunismus ist eine Idee, fast eine Religion ohne Gott, der Versuch das Paradies auf der Erde zu errichten.
    Und in der Praxis funkioniert diese Staatsform leider nicht. Es liegt an den Eigenheiten der Menschen, man kann nicht gleich machen.

    So, jetzt könnt ihr wieder alle auf mir rumhacken.
    Meine Frau ist aus der ehemaligen UdSSR, sie hat auch wissenschaftlicher Kommunismus studiert und war sogar vor langer Zeit davon überzeugt.
    Jetzt ist sie eine Kommunistenfresserin.
    Free Tibet
  • @ rieder: Ja das is genau das was ich such.^^
    Wenn ich jetzt noch was such kann ich googeln. Man muss ja ein ungefähren Überblick haben sonst bringt einem Google manchmal nicht so viel.^^

    @Charlo: Dem kann ich mich nur anschließen. Namen sind nur Schal und Rauch heißt es doch so schön.=)

    @sasch.chem: Das ist eine sehr interessante Theorie. Das ist wirklich mal was wo man "drüberlegen"^^ kann. Also ich werde es tun.

    @MikeB: also es ist ja deine Meinung die ich voll und ganz verstehe einer meiner Freunde hatte genau die selbe Meinung.
    Das einzige was ich dazu sagen kann ist, das DDR Sozialismus sein sollte aber weder das noch Kommunismus war. Ich schätze das als Diktatur ein. China stell ich mir ähnlich vor, Kuba und UdSSR kenne ich mich nicht mit aus.
    Zitat:"Das PDS soll natürlich auch PDA heißen. S ist viel zu nah an A auf Tastatur.

    Du bist viel zu nah an einer Tastatur."
  • @MikeB
    es hackt keiner auf dir rum, nur weiß ich nicht wer gasagt,das die länder die du aufzählst Kommunistisch waren
    in der politik,sport und und und hieß es immer die sozialistischen länder
    das es aber keine sozialistischen und erst recht nicht kommunistiche Länder waren sondern reine diktaturen hat niemand sich getraut zu sagen, weil die länder nach marx & engels ( „Manifest des Kommunismus“ ) oder "Marxismus-Leninismus" regierten

    @Elron McBong
    einfach wortwahl ändern dann findest du mehr
  • Du hast schon Recht mit den Zyklen des Kapitalisus. Dieses System baut auf Wachstum auf. Steigerung, Erhöhung, Expansion, Zinsen, Gewinne, Rendite, Profit. Aber nichts wächst ewig. Der Kapitalismus schafft mehr Probleme als er löst. Das dieses System nicht das Ende der gesellschaftlichen Entwicklung sein kann, dürfte jedem klar sein, der sich ein wenig mit dieser Problematik auseinander gesetzt hat.

    Aber was kommt danach? Ich bin sehr optimistisch. Die Entwicklung wird weitergehen. Die Menschen müssen eben umdenken lernen. Irgentwann begreifen alle, dass das Leben viel schöner und lebenswerter ist, wenn man in einer sozialen Gemeinschaft als anerkanntes, geachtetes Mitglied seinen Beitrag zum Erhalt der Gemeinde leisten kann. Bei einer Tätigkeit die einen ausfüllt, mit Menschen die man mag. Das es glücklicher macht miteinander zu schaffen und füreinander da zu sein, als materielle Güter anzuhäufen und Zahlen auf den (Bank)Konten zu mehren.
    Wenn wir das begriffen haben, brauchen wir kein Gold, Geld und Vermögen. Dann besitzen wir den wahren Wohlstand.

    Dazu müssen allerdings erst mal unsere Steinzeitinstinke, Egoismus, Gier, Herrschsucht, Machthunger und die Hamstermentalität überwunden werden. Wir haben also noch viel vor uns! :D
  • Mit den Zyklen des Kapitalismus ist es leider nicht so, daß an deren Ende zwangsläufig die Erleuchtung kommt. Kapitalismus lebt von ständigem Wachstum. Irgendwann sind alle Märkte abgegrast und neue nicht in Sicht. Also muß schnell wieder ein Krieg her und es geht von vorne los, die Märkte neu zu verteilen.

    Solange man Kapitalisten gewähren lässt, allen anderen ihr 'Spiel' aufzuzwingen, solange wird es Kapitalismus geben. Innerhalb des Kapitalismus mag der einzelne Kapitalist untergehen, der Kapitalismus tut es von sich aus nicht, da muß man schon gehörig nachhelfen. Der Feudalismus hat damals die Macht auch nicht so ganz freiwillig abgegeben, warum sollten die damaligen Machthaber auch freiwillig auf ihre Leibeigenen verzichten?

    Nun haben wir mittlerweile hierzulande weniger den Kirchen- und Adelsklüngel am Hals, stattdessen eben den Kapitalismus. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns.

    Species.8472 schrieb:

    Irgentwann begreifen alle, dass...

    Es kommt aber nicht darauf an, was von (fast) allen begriffen wird. Auf die Machtverhältnisse kommt es an, aber diese sind selten auf Seiten der Mehrheit.

    In diesem Sinne ein Zitat von Ulrike Marie Meinhof:
    Es kommt nicht darauf an, die Machtfrage zu stellen, sondern so zu handeln, daß sie sich stellt.

    Gruß Konradin
  • Ich stimme Konradin 100 % zu.

    Solange die breite Masse der Arbeiter sich nicht wehrt, wird sie auf alle Zeiten ausgebeutet werden. Wie Konradin schon geschrieben hat, ist das früher durch den sogenannten "Adel" geschehen und jetzt eben durch die Firmenbossen oder vielmehr durch den "Geldadel". Da ändert auch eine Wirtschaftskrise nichts dran. Im Gegenteil, dann lassen sich die Arbeiter noch besser gegeneinander ausspielen und erpressen.

    Das Einzige, was helfen kann, ist der Zusammenschluss der Unterdrückten und die Änderung des Systems, notfalls mit Gewalt. Bisher hat es eigentlich immer nur mit Gewalt funktioniert, weil freiwillig geben die Leutz ihre Macht nicht ab.

    Das ist jetzt kein Aufruf zur Gewalt, das ist einfach nur die Feststellung von Tatsachen.
  • Aber was kommt danach? Ich bin sehr optimistisch. Die Entwicklung wird weitergehen. Die Menschen müssen eben umdenken lernen. Irgentwann begreifen alle, dass das Leben viel schöner und lebenswerter ist, wenn man in einer sozialen Gemeinschaft als anerkanntes, geachtetes Mitglied seinen Beitrag zum Erhalt der Gemeinde leisten kann.


    Dazu müssen allerdings erst mal unsere Steinzeitinstinke, Egoismus, Gier, Herrschsucht, Machthunger und die Hamstermentalität überwunden werden.


    Also ich würd er sagen andersrum, der Mensch ist von Natur aus ein eher soziales / "nettes" Wesen, der Kapitalismus erzieht die Menschen, seit seiner Geburtz zu einen Gegeneinander, ich glaube auch nicht, dass sich diese Denkweise im Kapitalismus ändern kann.
    Trotzdem brauchen wir nicht unbeding eine gewaltvolle Revolution, der Kapitalismus bietet immerhin die Möglichkeit zur Verbesserung, bei einer Revolution würde möglicherweise etwas eher schlechteres rauskommen.
    Da Deutschland aber sowieso nicht dazu fähig wäre stellst sich die Frage auch nicht wirklich.

    @McKilroy
    Glaubst du ernsthaft das Arbeiter das machen könnten?
    Auch wenn's hart klingt, die meisen von denen sind relativ ungebildet und haben meistens so ne "wird schon alles gut gehen" Meinung (meine Erfahrung).
  • Hero schrieb:




    ...
    Glaubst du ernsthaft das Arbeiter das machen könnten?
    Auch wenn's hart klingt, die meisen von denen sind relativ ungebildet und haben meistens so ne "wird schon alles gut gehen" Meinung (meine Erfahrung).



    Ich kenne zwar Deine Bildung nicht, aber so toll kann sie aber auch nicht sein.
    Wohl ein bisschen eingebildet? Soll keine Beleidigung sein.

    Aber mir kommt der Kaffee hoch, wenn ich höre, die meisten Arbeiter sind relativ ungebildet.
    Kenne Leute aus anderen Gesellschaftsschichten - die so manchen Arbeiter in Bildung nicht das Wasser reichen können - abgesehen vom Benehmen und sozialen Beziehungen.
    Nur weil sie Arbeiter/Facharbeiter sind müssen Sie nicht ungebildet sein.

    Gerade in diesen Berufen wird oft Kreativität und hohes Wissen gefordert.
  • Kapitalismus Kommunismus Sozialismus

    Demokratie ist die Diktatur des Kapitalismus.
    Die UdSSR, DDR, Kuba u.a. waren noch weit weg vom Kommunismus.
    Ich kenne Leute die sagen jetzt, die DDR hätte es nicht geschafft, daß ich
    ein Kommunist werde. Aber heute denke ich wie ein Kommunist.
    So etwas sollte uns auch zu denken geben. Woran mag das liegen ?
    paulchen98
  • Es ist doch kein Geheimwissen, dass Arbeiterkinder, oft "benachteiligter" in der Schkule sind und jetzt sag mir nicht, dass das wegen der "Kreativität und hohes Wissen" ihrer Eltern kommt.
    Kein Wunder also, dass der Neomarxismus, (insbesondere die Kritische Theorie und co) - zu Recht - nicht mehr die Arbeiter als revolutionäre Subjekt sieht.

    Und jetzt erzählt mir nicht in der UdSSR, Kuba, China, DDR usw wäre ja kein Kommunismus (gewesen).

    Und jetzt erzähl mir mal bitte was daran kommunistisch/sozialistisch gewesen ist?

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Hero ()

  • Wenn du schon meinst, etwas wäre nicht zu erreichen, warum glaubst du dann dass es das Beste wäre? Abgesehen davon, widersprechen sich die Systeme doch. Soll man jetzt seine Arbeitskraft möglichst günstig verkaufen, damit jemand Gewinn machen kann, ohne diesen man mal eben gar keine Arbeit hätte, oder liegt eine Organisation der Arbeit nach Bedürfnissgesichtspunkten vor?