Türkei und Europa?

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  • Türkei und Europa?

    Müssen wir die Türkei in Europa aufnehmen, weil es die USA befiehlt?
    Die Amis zündeln auf der ganzen Welt, verärgern die Moslems und wir sollen den Amis die Militärbasen in der Türkei sichern, damit sie Krieg spielen sollen.
    Was sagt Ihr?
    [SIZE="2"]Danke, Thanks, Grazie & Gruß von Mäcki[/SIZE]

    "Rulez akzeptiert"
  • Hallo

    die Türkei gehört aus eigenen europäischen Interessen in die EU.
    Die EU gehört nicht den USA.

    Die Eu Mitglieder müßen eine europäische Armee, statt der jetzigen einzelnen Armeen, gründen. Als Gegenpol zur USA. Das Gleichgewicht der Macht ist ausser Kontrolle.
    Die Kontrolle der EU unterliegt aber den Politikern, die sich von Firmen zusätzlich bezahlen lassen oder ließen. Das ist das Problem.
    Bush hat gezeigt worauf die USA aus sind. Die USA wollen das Faustrecht ( ich bin stärker, also gehochst Du ), sie sehen keinen Grund sich freizügig zu geben. Sie meinen auch das der Rest der Welt die Verpflichtung hat finanzielle Beteiligung an amerikanischen Kosten zu haben.
    Genau aus diesem strtegischen Grund ist die Türkei wichtig für die EU - je näher der Beitritt kommt, desto mehr werden die AMIS dagegenhalten auch finanziell und mit Propaganda.
    Das alte Europa und das neue Europa werden sich beträchtlich voneinander unterscheiden.
    Merkels Kniefall vor Bush, hat wohl den Auftrag beigebracht die Mitgliedschaft der Türkei zu verzögern oder zu verhindern. Das war ein großer Fehler! Der Beitritt der Türkei ist keine Frage der Kosten oder der Symphatie sondern rein strategisch von imenser Bedeutung.

    Liebe Grüße
    Carmen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Carmen ()

  • Also eigentlich hatten wir das Thema Türkei & EU schon extrem ausführlich thematisiert in mehreren Threads, so dass hier eigentlich keiner neuer notwendig ist. Schon gar nicht mit so einem Schmalspur-Eröffnungsbeitrag, der EU mit Europa verwechselt! Übrigens liegt ein kleiner Teil der Türkei bereits geografisch in Europa!

    So etwas gehört höchstens in den Off-Topic-Talk-Talk-Bereich! :(
  • @Carmen
    Warum sollte das kleinasiatische Land Türkei interessant für die EU sein? Ja höchstens für die Großindustrie, die billige Arbeitsplätze sucht, Industrien aus Deutschland nach Polen, dann nach Rumänien und Bulgarien verschiebt und im Anschluß, wenn die Löhne auch dort gestiegen sind, in die Türkei wollen, und nach der Türkei??? kommt Pakistan? oder Afganistan? Nehmen wir die dann auch auf?
    Für uns die EU-Bürger, gäbe es nur Nachteile,wie nochmehr arme Länder durchfüttern und dann die Arbeitsplätze dorthin zu verlieren. Religiös passt das Land nicht nach Europa, das sehen wir täglich.

    Ob die EU den USA gehören? Offiziell nicht, aber die EU steht stramm, wenn es die USA befiehlt.

    Und die EU soll keine militärische Supermacht werden. Es reicht, wenn wir uns selber verteidigen können und ausreichend Selbstbewußtsein entwickeln, um von den USA unabhängig zu werden. Vielleicht reicht auch die momentane Wirtschaftskrise um die USA so zu schwächen, dass....
    Bald werden China oder Indien neue Supermächte werden, vielleicht auch wieder die Russen, dann wird es neue Gleichgewichte geben oder auch nicht.
    Wir in der EU sollten uns da raus halten, wir sind zu unterschiedlich schon in der EU und Europa, und je größer die EU, desto größer das Risiko des Auseinanderbrechens!
    Zum Schluß gilt in der EU-Lieber Klasse als Masse!
    [SIZE="2"]Danke, Thanks, Grazie & Gruß von Mäcki[/SIZE]

    "Rulez akzeptiert"
  • Meine persönliche Meinung:

    Türkei in die EU: nein (siehe meine unten aufgezeigten Argumente)
    Türkei in Europa: mehr nein als ja, da Osttrakien nur einen sehr geringen Teil der Türkei stellt (siehe meinen Punkt 1.)

    Beziehungen zu Europa: ja (Handel, politische Beziehungen etc.)


    Ich zitiere mich mal selbst aus dem Beitrag:
    Wie groß kann die EU werden?


    ----------
    ICH bin gegen einen EU-Beitritt der Türkei:

    1. Geographische Lage: Osttrakien auf dem europäischen Kontinent ist nicht DIE Türkei sondern nur ein sehr sehr kleiner Teil der Türkei.

    2. Geographische Lage unter berücksichtigung der politschen Lage: Will die EU tatsächlich an den Nahen Osten angrenzen und sich somit freiwillig den Konfliktherden dort aussetzen (Irak, Syrien, Libanon, Armenien etc.)?

    3. Wirtschaft: Die Türkei ist ein überwiegend von der Agrarwirtschaft dominierendes Land wie kein anderes der EU, dass bedeutet dass die Türkei im Vergleich zur EU sehr rückständig ist und auch im Falle eines EU-Beitritts enorme Gelder der EU erhalten wirt (benötigen wird).

    4. Rechtsstaat: Stichwort: Menschenrechtsverletzungen

    5. Religion und der allgemeine Zusammenhang dieser: Die Türkei in die EU aufzunehmen wegen ihrer Religion ist vollkommener Blödsinn, da alle muslimischen Staaten die Türkei nicht besonders mögen (siehe die arabischen Länder). Ein Beitritt der Türkei würde nicht den Respekt der EU vor den Muslimen bedeuten sondern ein gegenteiliges Zeichen setzen. Die muslimischen Länder wären in ihrer anti-westlichen (europäischen) Sicht evtl. sogar gestärkt.

    6. EU-Akzeptanz seitens der Türkei: Wie kann es sein dass die EU über einen möglichen Beitritt der Türkei verhandelt solange diese nicht die EU als ganzes und auch alle deren jetzigen Mitgliedsstaaten nicht anerkennt? Siehe hier Zypern das immer noch nicht von der Türkei offiziell anerkannt wurde!
    Es ist doch das Mindeste von einem beitrittswilligen Staat verlangen zu dürfen alle anderen Mitgliedsstaaten anzuerkennen! Siehe an dieser Stelle auch die "noch"-Grenzstreitigkeiten mit Griechenland in der Ägäis.



    -> aus Sicht der EU wäre also ein Beitritt der Türkei also eher verherrend zu werten!

    Da aber die Türkei schon seit langem in die EU möchte und die EU immer wieder einen Beitritt in naher Zukunft zusichert wird es auch dazu kommen.



    Ein Wort noch an die Türken in Deutschland: Wenn die Türkei in die EU kommt, dann wird euer "Heimaturlaub" auch wesentlich teurer in Zukunft. Diese Entwicklung sieht man beispielsweise in Tschechien, Ungarn und Polen.
    (Hier darf man auch mal egoistisch denken.)

    Für die Türkei und die Türken die in der Türkei leben ist ein EU-Beitritt mit Sicherheit sehr erstrebenswert, wofür ich auch vollstes Verständnis habe.
  • omar000078 schrieb:

    Die Türkei wird niemals in der EU aufgenommen werden !

    Ein kleiner Hellseher?

    moar000078 schrieb:

    Ob es gut oder schlecht wäre sie aufzunehmen, möchte ich nicht beurteilen !

    Und warum schreibst du dann hier über dieses Thema, wenn du keine eigene Meinung hast? Etwa weil er gezählt wird? Ich jedenfalls halte es mit der Aussage von MusterMann: '...Schon gar nicht mit so einem Schmalspur-Eröffnungsbeitrag...'. Es gibt dazu weitaus interessantere Threads.

    Gruß Konradin

    Sorry, ist ja inzwischen gegenstandslos. Kann von mir aus auch gelöscht werden.
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Konradin () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • nur weil die Amis jetzt befehlen sollten
    das die Türkei der EU beitreten soll heisst das nicht
    gleich das die Leute in Europa nach deren Pfeie tanzen sollen
    Ich meine, sie haben hier nichts zu sagen
    und sollten sich um ihre eigenen Probleme
    usw. kümmern. Es ist zwar vielleicht möglich das
    die Europäer sich schon selbst darüber Gedanken gemacht haben...
    ob dieser Fall nun wirklich eintreten wird ist zu bedenken
    von heute auf morgen kann vielles passieren ;)

    mfg. joke123

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von joke123 ()

  • Ich glaube, die Türkei will so oder so gern in die Europäische Union. Und wird dieses Ziel, meiner Meinung nach, auch erreichen. Ob die USA uns was befehlen oder nicht wird an dieser Entscheidung auch nichts ändern.
    Zumindest würde ich die Aufnahme der Türkei in die EU begrüßen =) Solange nur die Amis draußen bleiben müssen^^
  • Ist die Frage noch aktuell?

    Mittlerweile ist viel Wasser die Mühle runter.

    Das Thema scheint im Moment nicht auf der Traktandenliste zu stehen.

    Israel hat in Gaza einen Krieg gegen Hamas geführt. Die Türkei hat sich am WEF in Davos sehr scharf gegen diese Politik gewandt. Im Osten nichts Neues...:read:
    Die Wirtschaftskrise schlägt voll an und die EU scheint es im Moment nicht so mit grossen Entwürfen zu haben. Sie muss Wunden lecken.

    LG, molinax
    o,O
  • Nunja bislang war es ja so, dass wenn die USA etwas befohlen hat, die Europäer einverstanden waren.


    Sicherlich würde die Türkei die EU sowohl vom Militär gesehen, als auch Wirtschaftlich weiter helfen. Die Türkei ist ein großes Land und somit würde sich die Konkurrenzfähigkeit und das Prestige der EU auf internationalem Niveau steigern, was ja eigentlich auch der hauptsächliche Sinn und Zweck der Gründung dieser Organisation ist/war.


    das einzige, wo sich nun die Türkei von der EU abspaltet ist natürlich die Kultur. Nur wenn ich sehe, was für Länder aufgenommen wurden in die EU und man der Türkei absagt, dann muss ich wirklich den Kopf schütteln.

    Auch wenn die Bulgaren und Rumänen von der Religion (Orthodoxen) dem westlichen Stil näher sind, würde die Türkei diesen vorziehen. Hier in Hamburg habe ich von jeder Kultur was zu sehen und was sich die Bulgaren und Rumänen erlauben...und da haken die alle auf die Türken rum.



    aber nach dem Eklat von Davos (wofür ich mich eig. gefreut habe...) spaltet sich die Zusammenarbeit Türkei&EU jedoch noch mehr..

    Natürlich darf sich doch kein Land, dass in die EU will/ist, keine Kritik an Israel erlauben....;)
  • Meiner Meinung nach gehören die Türkei nicht in die Europäische Union, weil die türkische Kultur nicht mit der europäischen vereinbar ist. In den ländlichen Regionen der Türkei werden noch Frauen gesteinigt, was meiner Meinung nach mit Menschenrechten nicht vereinbar ist. Desweiteren gibt es auch in bestimmten politischen Ansichten große Lücken zu den der Europäern. Ich denke das ist dann nur Probleme geben wird:rot:.
  • Ja, lassen wir die Türkei auch noch beitreten. Und damit keiner heult, sollen alle die wollen auch noch der EU beitreten. Lasst sie alle rein :rolleyes:
    Die Türkei hat schon eine ganz andere Kultur. Das würde doch nicht gut gehen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von EllHomer ()

  • masterchamp schrieb:

    In den ländlichen Regionen der Türkei werden noch Frauen gesteinigt, was meiner Meinung nach mit Menschenrechten nicht vereinbar ist.


    Da könnte man ja direkt fragen ob nach deiner Meinung mit Menschenrechten besser zu vereinbaren wäre , wenn hier die Kinder in den Blumentöpfen oder Kühlschränken gesteckt werden ;)

    Informiere dich genauer bevor du der Türkei was unterstellst und so ein mißt verbreitest. :)

    masterchamp schrieb:

    Meiner Meinung nach gehören die Türkei nicht in die Europäische Union, weil die türkische Kultur nicht mit der europäischen vereinbar ist.


    Hier gebe ich dir völlig recht , allein wegen der Kultur und aus Religiosen Sicht würde Türkei nicht in die Europa passen zumal sie mit der größten Teil Asien angehören.
    Demnach müsste China auch in die EU :D

    Politische hintergründe der Türkei kenne ich nicht, warum sie es überhaupt anstreben , aber aus der Bevölkerungsschicht wird die Aufnahme in die EU nicht gerne gesehen , aber wer fragt schon das Volk , was auch der Kohl nicht nötig hatte , ob seine Wähler es wollen, er dachte vielleicht, lieber schnell in die EU als wie eine neue Inflation .


    Gruß
    Paderborner

    Wünsche allen Frohe Ostern
  • Die Türkei ist seit Kemal Atatürk eigentlich ein laizistischer Staat, mit Trennung von Staat und Religion.

    Bislang hat der Staat auch dafür gesorgt, dass Vorbeter (Imame) eine staatliche Ausbildung und Zulassung benötigen, um eine (öffentliche) Moschee leiten zu dürfen. Ebenso hat die Türkei bislang entsprechende Imame nach Deutschland entsandt. Diese stehen ebenfalls Moscheen vor, die bei uns vom türkischen Staat anerkannt/genehmigt sind.

    Jetzt kommen aber verschiedene Dinge ins Spiel. Das Militär und die früheren Regierungen waren und sind undemokratisch, nicht selten korrupt und wenig volksnah. Die Kurden und andere Minderheiten bekamen das jahrzehntelang zu spüren.

    Als Erneuerer und Sprecher der breiten Bevölkerung sieht sich die Regierungspartei AKP. Mit Erdogan (Regierungschef) und Gül (Präsident) stehen ihnen aber zwei konservativ-islamische Führungsfiguren vor, die am liebsten den Islam als alleinige Staatsreligion einführen und die Trennung von Staat und Religion aufheben würden. Die Ziele werden inzwischen etwas behutsamer und verdeckter in Angriff genommen, da einflußreiche Militärs ihnen immer noch entgegen stehen. Man denke nur an die Versuche, das Kopftuchverbot an den Schulen und Unis auszuhebeln, was teilweise schon gelang.

    Andere Religionen, wie die orthodoxen Christen, deren einstiges Zentrum Konstantinopel (= Istanbul) war, sind mit zahlreichen Verboten und Einschränkungen überzogen worden, z.B. dürfen keine Priester ausgebildet werden und 'Werbung' (= Missionierung) ist untersagt. Es gibt zwar in Istanbul zahlreiche alte Kirchen, die meisten sind inzwischen aber verfallen und funktionslos.


    Während beispielsweise in Deutschland die Muslime (und andere Religionsangehörige) weitgehende Freizügigkeit genießen, sogar Islamunterricht an öffentlichen Schulen inzwischen ein Thema ist, kann man in der Türkei absolut nicht von einer religiösen Freizügigkeit reden. Weder die Bevölkerung als solche noch staatliche Behörden tolerieren so etwas. Christlicher Religionsunterricht an einer öffentlichen türkischen Schule würde vermutlich in Massenprotesten und Gewalt enden - dies ist keine bloße Spekulation, sondern die Intoleranz leider weitgehend gängige Praxis.

    Fundamentalistische türkische/türkischstämmige Muslime in Deutschland treiben ihre politisch-religiöse Agitation hier immer intensiver. Vielen bei uns ist gar nicht bewusst, was hier in diesen Einwanderergruppen so vor sich geht.

    Der Islam mag nach außen eine friedfertige Religion sein und ganz sicher sind es die allermeisten Muslime auch, aber das bedeutet nicht, dass Toleranz zu anderen Religionen oder gar Atheisten wirklich gelebt wird. Die Vorschriften, die ein (streng) gläubiger Muslim zu beachten hat, die religiös beeinflusste Rechtssprechung sowie die absolut anderen Auffassungen von Kultur und Gesellschaft trennen diese Menschen, gerade in Deutschland, extrem von Nichtmuslimen.

    Ich kenne durchaus Muslime hier, mit denen ich gut auskomme, mit denen ich aber nie in ein normales Restaurant gehen, sie nicht mal zum Essen bei mir einladen könnte, da sie permanent Angst davor haben, Dinge zu sich zu nehmen, die nicht helal (= gut) sondern haram (= schlecht) sind im Sinne ihrer Religion. Mal abgesehen von ihren Frauen, die man nie zu Gesicht bekommt, da diese nicht der Unmoral westlicher Frauen verfallen sollen --> Gleichberechtigung und Freizügigkeit sind Angstthemen für die gläubigen Muslime. Viel mehr als bei uns, dreht sich das gesamte Leben nur um die Religion, um Allah und den letzten Propheten, Mohammed.


    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Ich halte die Türkei in ihrer heutigen Verfassung in den Bereichen Gesellschaft, Politik, Religion und Kultur nicht geeignet als Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Wirtschaftliche Gründe, sprich die krasse Unterentwicklung des ländlichen Raums dort, stehen ebenfalls einer Aufnahme entgegen. Würde das doch eine unzählige Anzahl an zig Milliarden Euro an Entwicklungshilfe der EU an die Türkei bedeuten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Faehnrich ()