Gesetzliche Rundfunkgebühren

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  • Gesetzliche Rundfunkgebühren

    Für die den Empfang von Fernseh- und Rundfunksendungen besteht

    Gesetzliche Gebührenpflicht

    Richtig oder falsch ?


    Der Knackpunkt im Rundfunkgebührenstaatsvertrag: Nicht nur, wer tatsächlich fernsieht oder Radio hört, ist zur Zahlung von Rundfunkgebühren verpflichtet. Es reicht schon aus, ein Rundfunkgerät „zum Empfang bereit zu halten", um die Gebühren entrichten zu müssen. Also ganz egal, ob oder wie oft man das Gerät benutzt! Selbst wenn der Fernseher ausgesteckt, kaputt ist oder im Keller steht, dem Gesetz nach sind auch solche Geräte Empfangsgeräte, die mit geringem technischen Aufwand wie z. B. einer kleinen Reparatur oder dem Anschluss an eine Antennenanlage empfangsbereit gemacht werden können! Es spielt auch keine Rolle, ob die Sendungen per Antenne, Kabel oder Satellit empfangen und ob vielleicht nur private Programme eingeschaltet werden.

    Anmelde- und gebührenpflichtige Rundfunkgeräte sind alle Geräte, mit denen Sie Radio- und/oder Fernsehprogramme empfangen oder aufzeichnen können. Dazu gehören auch tragbare Radios oder Fernsehgeräte, Radiowecker, Radiorekorder, Videorekorder, Autoradios und Navigationsgeräte mit Empfangsteil (Tuner). Lautsprecher oder Monitore sind ebenfalls Rundfunkgeräte, wenn sie als gesonderte Hör- oder Sehstellen betrieben werden. Und schließlich auch PCs mit Radio- oder TV-Karte, die Rundfunkprogramme übers Internet empfangen können.



    Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD-Landesrundfunkanstalten, des Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) und des Deutschlandradio. Ihre Aufgabe besteht darin, die Rundfunkgebühren einzuziehen.


    Damit beginnt für mich eine unsagbare Willkür des Staates.
    Gebührenerhöhungen, schlechte oder miserable Sendungen, Gehaltserhöhungen der Manager - alles Dinge, gegen die sich der Bürger kaum noch wehren kann.
    Es reicht hier schon aus, nur ein Empfangsgerät zu besitzen.
    Sollte es im 21. Jahrhundert technisch nicht möglich sein, Gebühren nur nach Gebrauch zu entrichten.

    Ich kenne Viele, die sich nur auf Nachrichten 1 x am Tag beschränken, andere sehen nur die freien Sender - aber bezahlen müssen alle gleich.

    Für mich ist diese Handlungsweise ungerecht und eine erbärmliche Abzocke und hat auch mit marktwirtschaftlichen Prinzipien nicht zu tun.

    Was sollte Eurer Meinung nach geändert werden - oder ist es richtig mit regelmäßigen Erhöhungen zu rechnen.
  • Als die GEZ-Gebühren eingeführt wurden war es eine gute Sache, aber mittlerweile sind sie veraltet. Meiner Meinung nach sollten sie abgeschafft werden. Einnahmequellen für die öffentlich-rechtlichen Sender bestehen mittlerweile genau so wie für Private: Werbung. Wenn die damit nicht zurechtkommen, Pech gehabt.
  • Vorab eine Frage:
    Wie schaut es eigentlich aus, wenn man zwar Besitzer eines Gerätes ist, welches den Empfang von Radio oder TV ermöglicht, aber nicht der Eigentümer???

    Die Rundfunkgebühr ist meiner Meinung nach in der Tat nicht vereinbar mit den Grundgedanken der Marktwirtschaft - muss sie aber auch nicht!

    Denn einer der Gedanken die hinter der Gebühr stehen ist ja, eine unabhängige und ausgeglichene Berichterstattung zu ermöglichen. Dieses ist meiner Meinung nach nur möglich, wenn die Finanzierung durch eine breite und neutrale Basis (schließlich der Gebührenzahler) gewährleistet ist.

    Eine qualitativ hochwertige und neutrale (objektive?!) Berichterstattung kann wohl kaum durch eine AG oder ein Unternehmen welches sich u.a. aus Werbeeinnahmen finanziert, erreicht werden.

    Die Rundfunkgebühr ist für mich keine Willkür des Staates, sondern wirkt eben genau dieser entgegen. Es ist gerade nicht so, dass Minister X sagt: Jawoll! Wir erhöhen die Gebühr mal eben um X%, sondern hier wirken ausschließlich sachliche Argumente im Rahmen der Komission zur Ermittlung des Finanzbedarfes der Rundfunkanstalten (KEF).

    Dem oben skizzierten Gedanken folgend, mag es schon Sendungen geben, die dem einen oder anderen nicht gefallen, aber ob diese miserabler sind als der Importmist der uns von den Privaten angeboten wird, liegt im Auge des Betrachters.
    Mir persönlichen reichen die sog. News verschiedener privater Anbieter nicht aus. Und redaktionelle Arbeit muss eben auch bezahlt werden. Eine Meinungsvielfalt kann wohl kaum durch eine Redaktion oder einen Redakteur dargestellt werden.

    Wer sich über Willkür aufregen möchte, der sollte doch lieber an die "marktwirtschaftlichen Prinzipien" der Energieversorgungsunternhemen denken, doch das ist ein anderes Thema...

    Viele Grüße
    Luemmel33 :read:

    P.s. Gerade beim Stöbern entdeckt; zwar nicht direkt das Thema hier, aber ganz interessant zur Ergänzung: freesoft-board.to/f279/frage-zahlt-ihr-gez-313854.html
    [FONT="Comic Sans MS"]Sei auch du ein Lümmel,
    im Verkehrsgetümmel.
    [/FONT]

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  • @ Charlo:
    Wie wolltest du im entferntesten abrechnen nach der Nutzungsdauer der Öffentlich-Rechtlichen-Sender?

    Die Finanzierung eines TV- und Radio-Systems durch die Bürger ist keine ganz schlechte Idee. Den krassen Unterschied zur Qualität der Berichterstattung sieht & hört man bei den Privatsendern. Magazine auf ARD, ZDF & Co. sind um Länger besser, als der pseudo-wissenschaftliche Unsinn und die Halbwahrheiten von RTL, Pro7-SAT.1 & Co.

    Die Gebühren für die öffentl.-rechtl. Sender sollen die Grundversorgung der Bevölkerung mit Nachrichten & Wissen garantieren. Völlig schleierhaft ist mir jedoch, weshalb diese Sender nun auch seit längerer Zeit schon im Internet vertreten sind und für diese ungewollten und selbst platzierten Streams die Frechheit besitzen, eine Gebührenpflicht für internetfähige PCs zu begründen.

    Wobei man sich im gewerblichen Bereich zu einem Unsinns-Abkommen verständigt hat: jeder Gewerbebetrieb, ob 1 oder 10.000 Mitarbeiter, zahlt pro Werksniederlassung (bzw. Gewerbestandort) eine einzige GEZ-Gebühr für internetfähige PCs. Zudem sollen Selbstständige, im Gegensatz zu Arbeitern, Angestellten und Beamten, für jeden Ort ihrer privaten oder gewerblichen Tätigkeit, GEZ-Gebühren bezahlen: also für das private Wohnzimmer, das Geschäftsauto und das Radio oder die Glotze im Büro. Jeder Anbieter von Radios und TV-Geräten ist auch GEZ-pflichtig, selbst ALDI, die ihre TVs nur im Karton verkaufen und ohne Testmöglichkeit im Laden.

    Was auf der einen Seite sinnvoll ist, versucht man auf der anderen Seite durch überbordende Ansprüche und Geldgier wieder in ein schlechtes Licht zu setzen. Zudem halte ich es - als Fußballfan - nicht für opportun, dass man hunderte Millionen Euro an Gebührengeldern für Sportübertragungsrechte verpulvert.