Piraten vor Somalia

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  • Piraten vor Somalia

    Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, hat die Zahl der Piratenangriffe auf Handels-, sowie Uno-Schiffe in diesem Jahr drastisch zugenommen. Die Übergriffe scheinen von Mal zu Mal koordinierter und professioneller zu werden, wie man auch an der momentan gravierendsten Kaperung, der mit Öl im Wert von 100 Mio. Dollar beladenen Sirius Star, sehen kann. Desweiteren scheinen die Piraten schwer bewaffnet und gut ausgebildet zu sein.
    Kurz nachdem die Reedereien nun angekündigt haben, sich in Zukunft teilweise selbst verteidigen zu wollen, kommt endlich auch Bewegung in die ewig lange Entscheidungsphase unserer Bundesregierung, so dass die deutschen Kriegsschiffe, die im Golf von Aden patroullieren, wohl nun auch bald, wie die indischen, amerikanischen, etc. Schiffe auch, Piraten direkt angreifen und nicht nur aus "Notwehr" handeln dürfen.

    Hier noch zwei Grafiken, die das Problem besser veranschaulichen (Quelle: spiegel.de) :

    2007



    Was haltet ihr von diesem Problem und der aktuellen Entwicklung? Sollten die Kriegsschiffe der einzelnen Regierungen härter Durchgreifen und wenn ja, wie könnte man dies am Besten verwirklichen? Haben die Piraten bald sogar Auswirkungen auf unsere Wirtschaft?

    Es darf diskutiert werden ;)

    MfG
    Schlipfhunter

    NeHe: auch hier gilt: 1 Bild/Beitrag

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von NeHe ()

  • Ich finde auch, dass da viel härter durchgegriffen werden sollte. Wenn klar ist, dass es sich um Piraten handelt: Versenken! Ohne wenn und aber. Ok, mag vielleicht etwas hart klingen, aber für mich ist die Kaperung eines Schiffes eine kriegerische Handlung. Entsprechend hart sollte darauf reagiert werden.
  • Je mehr erfolgreiche Kaperungen die Piraten machen, desto mehr an Waffen und Ausrüstung werden sie erwerben können und damit steigt die Gefahr ins Unermessliche.

    Obwohl deutsche Schiffe auch schon gekapert wurden, streiten sich bei uns derweil die Ministerien um Befugnisse und Kompetenzen der deutschen Soldaten am Golf von Aden. International sind wir Deutschen in dieser Hinsicht wirklich eine Lachnummer geworden. Selbst der Einsatz von Aufklärungsflügen (AWACS) ist immer ein bürokratischer Hick-Hack. Viel mehr, als der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, wäre er gegen die Seepiraten gerechtfertigt. Denn eigentlich ist das quasi eine Kriegserklärung an beteiligte Nationen und würde m.E. einen Einsatz der Bundesmarine gegen die Piraten den deutschen Bürgern gegenüber erklärbar machen.
  • Erstens denke ich sollte man kalr häret durchgreifen aber nicht zu hart sprich bis zum versenken hin. DAs wäre menschenverachtend und würde viele neue gesetzt schlupflöcher schaffen. Und ob das auswirkungen für die wirtschaft hat? Natürlich schadet es der Wirtschaft sogar imens alleine die 100mio. An Öl schadet schon massiv.

    lg zehe
  • Meiner Meinung nach ist das Problem beim härteren Durchgreifen allerdings, dass ich den Eindruck habe, dass keiner so recht weiss, wann die Piraten wo sind. Sie tauchen sozusagen aus dem Nichts auf und verschwinden auch wieder dorthin.
    Für diesen Fall wären natürlich die von MusterMann erwähnten AWACS-Flugzeuge sinnvoll, mal sehen, ob die Regierung zur Vernunft kommt und in dieser Hinsicht noch weiter denkt.
  • Ich muß immer an ein Szenario denken, daß irgendwelche durchgeknallten Ultras, einen vollen Supertanker, auf Autopilot, mit Vollgas in den Hafen einer Großstadt, z.B. New York rauschen lassen. Auch das würde eine nachhaltige Katastrophe für die gesamte Region bedeuten.
    So ein Pott hat einen Bremsweg von etwa 14 km !!!

    mc
  • DeineZehe schrieb:

    aber nicht zu hart sprich bis zum versenken hin. DAs wäre menschenverachtend


    Aber es ist doch genauso menschenverachtend, wenn die Piraten die Schiffsbesatzung als Geiseln nehmen. Ich denke da sollte man wirklich hart durchgreifen.
    Zum Thema wo die Piraten sich aufhalten: Man müsste sich eben in der Nähe großer gefährdeter Tanker aufhalten, damit diese sobald sie angegriffen werden einen Notruf absetzen können und die Piraten dann versenken können.

    Was ich gerade gesehen habe: [url=http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/29/0,3672,7411549,00.html]heute.de Nachrichten - Somalia: Indische Marine versenkt Piratenschiff[/url]

    Hier auch noch ein interessanter Beitrag ebenfalls von ZDF heute: zdf.de/ZDFmediathek/content/634242

    mfg
    MR KEY
    [SIZE="2"][COLOR="SlateGray"]"Sir, we're completely surrounded!" -- "Excellent, this means we can attack in any direction."[/color][/SIZE]
    [COLOR="Silver"] |Key-Blog || Meine PS3 || Mein System | [/color]

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MR KEY ()

  • Also :rolleyes:
    Was so manche Leutz hier für Vorstellungen von der freien Seefahrt haben :weg:

    Und alle, die mal schnell mit dem Versenken von fremden, unbekannten Schiffen rumspielen....
    Erstens
    haben die jetzigen Piraten keinen Jolly Roger gehisst und geben sich auch nicht über Radar bzw. Funk entsprechend (rechtzeitig) zu erkennen.
    Zweitens
    ist kein Schiff mit entsprechend weittragenden, möglichst lenkgesteuerten Waffen ausgerüstet und könnte selbst dann auch noch nicht angemessen gegen kleine wendige Schiffe (Schnellboote) effektiv verteidigt werden.
    Lediglich auf entsprechenden Schiffen stationierte Hubschrauber oder Kampfjets könnten nach entsprechender, weitreichender Aufklärung einigermaßen effektiv dagegen halten.
    Die Kosten dafür liegen aber bisher noch kaum in Relation zu den Verlusten.

    Abgesehen davon sollten hier einige mal zwischen Piraterie und Terroranschlägen unterscheiden lernen.
    Kein hier diskutierter Akt der Piraterie hat vorrangig Interesse an der Vernichtung eines Schiffes oder seiner Besatzung ...
    Es sei denn, es handelt sich um private Yachten und dort evtl. zur Vertuschung nach dem Beute machen.
    Hier, bei kommerzieller christlicher Seefahrt geht es vorrangig um Geldwerte....nothing more

    Abgesehen davon ist das Problem so alt wie die Seefahrt und nimmt derzeit halt im Brennpunkt Horn v. Afrika - auch medienwirksam - zu.
    Warum wohl ;)
    Übrigens
    Die Straße von Malakka oder andere belebte Schifffahrtsrouten, die vor allem in der Nähe unterentwickelter Länder und Regionen liegen, haben schon immer auch dementsprechende Schlagzeilen gemacht...jahrhundertelang.

    Von daher
    Nichts Neues...
    Außer das gerade heutzutage die Reeder vermehrt offener zugeben,
    dass ihre Schiffe gekapert wurden.
    Früher lief das eher unter vorgehaltener Hand und wurde über LLoyds oder andere nautische Versicherungen eher stillschweigend geklärt,
    derzeit ist es mal wieder Thema,
    auch, um die verstärkte Stationierung von Kriegsschiffen dort zu rechtfertigen.

    Effektiv wäre übrigens eher eine weit gestreute Radarüberwachung von Land aus (Jemen + Somalia), die bei dies bzgl. verdächtigen Bewegungen mit vielen schnellen, wendigen Schnellbooten bei Bedarf eingreifen könnte.
    Eine Fregatte ist da eher schwer fällig und im Vergleich ein "mit Kanonen auf Spatzen" schießen. :D
    Und AWAKS...wer soll das denn bezahlen...die Reeder, der Steuerzahler, wir Kunden/Konsumenten?
    Dann würde vmtl. bald der Import aus Fernost so nicht mehr lohnenswert.
    Überlegt auch nur einmal, was allein der Einsatz einer Fregatte im Monat kostet.

    still sailing
    muesli

    PS.
    Um das Problem mal anders zu beleuchten und euch einen weitern Einblick zu verschaffen
    Yacht-Piraterie - Info-Center fr Blauwassersegler

    PPS Edit @ Midgards Sohn
    Dann zeig mir erst einmal einen Reeder, der seine Schiffe derart bewaffnen lässt ;)
    Nichts für ungut, aber so läuft das Ganze nicht ;)
    Abgesehen vom internationalen Seerecht kann nicht jeder nach Bedarf sein Handelsschiff zum Kriegsschiff umrüsten,
    worunter übrigens auch ein tw. stationierter Kampf-Hubi fallen würde ;)
    Nebenbei, im Falle eines Angriffes nützt ein Hubi da evtl. wenig...
    tw. kommen da ja 5-10 Schnellboote aus verschiedensten Richtungen, alle evtl. derart bewaffnet, dass sie sowohl dem Hubi als auch Schiff und Besatzung in einem evtl. ihnen aufgezwungenem Kampf gefährden könnten.
    Die Lösung ist und bleibt:
    Die Förderung dortiger, stabiler Staaten, Förderung der dortigen Wirtschaft und des Rechts sowie ggfs. zeitweilige Militärhilfen für spez. Szenarien, ansonsten...
    Siehe z.B. Somalia, Afghanistan etc.

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von muesli () aus folgendem Grund: Korr.

  • @ muesli auch wenn du sichlerich recht hast in Bezug auf deine Äußerung, dass das nichts neues ist, werden die Piraten ihre Raubzüge ausweiten, bis sie sich mal eine blutige Nase holen, dann ist das Problem zwar nicht aus der Welt, da unterstütze ich dich. Aber sie werden etwas vorsichtiger werden. Und zu dem Problem mit der Bewaffnung, was spricht dagegen einen startbereiten Hubschrauber an Bord zu haben. Der könnte solange mitfahren, wie akute Gefahr besteht, und dann auf ein Schiff in die andere Richtung wechseln, außerdem gibt es noch die Möglichkeit halbschwere Waffen (z.B. 2cm MK) an Bord zu installieren und eine generell Schutzzone von (z.B) 2km um solche Schiffe einzurichten!
    Ich bin Weißgott kein Freund von Gewalt, aber das wird schlimmer solange sich die Reeder nichts überlegen!
    Ist meine Meinung!
    MfG Midgards Sohn
    User helfen Usern: die FSB-Tutoren per PN (Zum Chat) mit den Tutoren
  • @muesli.
    deine menschliche sichtweise des themas ehrt dich! allerdings solltest du die gebiete terrorismus, kriminalität und piraterie differenziert betrachten.
    ein handelschiff, das z.B. deutscher flagge zur see fährt stellt deutschen staatsboden dar. wird dieses schiff nun von irgendwelchen wie auch immer getriebenen typen in ihre gewalt gebracht, ist das ein direkter eingriff in deutsches staatsgebiet. genausogut könnte ein osteuropäischer söldnertrupp auf rügen einmarschieren und ein lösegeld zur herausgeabe erpressen. hier bestünde keine frage, dass mit aller härte gegen sie vorgegangen werden würde.
    vor somalia wird nun nicht ein einzelnes land angegriffen, sondern unternehmen aus vielen ländern. das macht das handeln schwieriger. nichts desto trotz sollten diese brut eingedämmt werden.

    dies wird nicht gelingen in dem man jetzt noch 30, 40, 50 kriegsschiffe dort hin schickt. die zu überwachende fläche ist mit 20.000 schiffen nicht in den griff zu bekommen.
    die einzige möglichkeit, die hoffnung verspricht ist, truppen nach somalia, einem vollkommen gesetzlosen land, zu bringen und aufzuräumen und für eine regierung zu sorgen.
    also wieder mal ein militärischer brandherd für die internationale staatengemeinschaft.
  • Ist ja lustig was hier z.T. für Fantasien kommen...
    zuviel Anno oder Port Royal etc. gespielt?

    Naja das Problem is doch, dass diese stillschweigenden LLyods dank der Finanzturbulenzen eigene Probleme haben und dann kommen z.Zt. dauernd Reederein und lösen ihren Versicherungsschutz ein...ist nicht grad positiv für deren bereits gescholtene Bilanzen...und wenn man die Sirius anschaut, dann fließt da jedesmal kein unerheblicher Betrag (Versicherungen sind ja privat Unternehmen und keine Staaten, so dass die mal eben 3-stellige Milliarden verschenken können!). Deshalb gehen die damit in die Öffentlichkeit, damit, wie man hier auch lesen kann, der "Volkszorn" auf die gewählten Volksvertreter überschwappt und die, Gesetzen zustimmen, zu denen sie eigentlich nicht in den Bundestag angereist wären!
    Das 2te Problem ist: leider kapern die nicht mehr Schiffe voller Raupkopien, Heelerware oder Billig Plagiate, sondern wichtige und wertschöpfende Container für die heimischen Industrien (auch wenn die z.Zt. damit nix anfangen können ;)). Jetzt müssen, die "Lloyds" ihre Versicherungspreise erhöhen und damit wird die Ware teurer-->...-->Weitergabe an Endkunden...DANKE.
    Mit den "erpressten" Millionen, kaufen die sich nicht nur "Mutterschiffe" (find ich irgendwie verdammt schlau...aber leider sind die ja die Bösen...) und knowhow. Die haben die Pläne der Schiffe, wissen welche Routen die fahren, können sich in Logistikunternehmen einkaufen/"einschmieren" und der Strudel dreht sich immer schneller! Sicherlich gibts Radar, aber es gibt auch ne Hungernde Bevölkerung und dort kannste schnell ne neue Mannschaft rekrutieren...Partisankriege hat noch NIEMAND gewonnen! (zum mindest was das Verhältnis zu Mitteleinsatz/Ergebnis betrifft).
    Und jetzt das finanzielle:
    abgesehen, dass ein Fetzenstau jeden Tag im Suezkanal herrscht und dank Angebot und Nachfrage auch noch die Schleuserpreise horrend gestiegen sind, warum fährt eine Sirius dadurch?
    Deren Tiefgang vollbeladen kommt da NIE durch (brauch sich nur mal deren BRT ansehen lol)...deshalb wird vor der Einfahrt ÖL "gelöscht" bis der nötige Tiefgang erreicht wird. Dieses Öl wird in Piplines parallel gepumt und am Ende vorm Mitteleingang wieder drauf gepumpt. Was kostest dieser Zirkus!!!
    Jedesmal Millionen WENIGER als um Afrika zu schippern, denn im Bauch schlummert das schwarze Gold und mit jeder Minute länger auf See, verliert dank des "tote Kapitals" der Eigentümer jede Menge Kohle! Shell/PB etc. kaufen das Zeuch erst z.b. in Marsaille. Jetzt schippert der Kahn bei einem Preis von z.Zt. ca.52$/barrel los (mal 2million barrals Schiffsinhalt) und kommt bei nur noch 49$ an. Würdest Du das toll finden, zumal Du noch Schulden bei dem Schiffserbauer hast?
    Könnte aber bei 50/51 ankommen...jeder weitere Kommentar überflüssig!
    (ein schlauer Geschäftskonfuzius hat mal gesagt:
    Kaufe das Brötchen für 50cent ein und verkaufe es für 49cent. Den Gewinn machst Du über die Masse!
    :weg: ... könnte ja fast zutreffen :D [EDIT: KEIN Zahlendreher!])

    Solange die Maulwürfe z.B. in der Hyundai Werft arbeiten, Löscharbeiter z.B. in Amsterdam sind, bei großen Logistkonzernen den Routenbastlern über die Schultern schaun können, in Form von Marineoffizieren anderer Nationen das UN-Radar sehen, solange werden die Mutterschiffe weiter ihre Kreise ziehen.
    (und dann alla James Bond, die Bugklappe öffnen und mit funkelnagelneuen "Porsche"Wasserbooten ihrem neuen Ziel entgegen zuheizen)

    Achja: fahr dochmal von Indien mitm Schiff nach Australien...
    Bin ich Australier? was kümmert mich was da passiert?!?

    Edit: @ Muesli:
    Wie Du das immer so schön ausdrücken kannst :D
    [Du hast doch ne Sekretärin ;) gibs zu!]
    Trotzdem hätte ich Deinen Idealismus gern, aber leider habe ich 1 Jahr für die Welthungerhilfe u.a. in Afrika gearbeitet!
    Wollte nicht mehr (drunter) posten, weil Dein Beitrag so schön abrundet *DuLetzenPostHabenWoller* ;)
    Du brauchst aber unbedingt noch eine musikalische Untermalung, die Deinen Beitrag perfektionieren würde :D
    N Button, den man, solange man liest, aktivieren könnte :)
    Darufhin n bissl Far Side schmökern und Cheers xD
    Hier könnte auch was sinnvolles stehen ... z.B. ein Bier

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Hudson ()

  • @ muesli ich hätte dir auch eine PN geschickt, aber das klappt ja nicht, deshalb noch eine Antwort auf deine PPS.
    Ich finde es persönlich nämlich nicht gut, wenn man jemanden direkt anschreibt und keine Reaktion kommt!
    @ Mods sorry ist halb privat, aber eine Reaktion wollte ich geben!
    Die dortigen stabilen Staat sind aber dünn gesät und eine Militärintervention (Somalia, Afghanistan) ist auch nicht die feine Art (außer bei den AMIS) und sie ist riskant!
    Du hast aber recht, man kann die Schiffe nicht einfach so umrüsten, nur einen Greneralplan hab ich nicht, ist auch nicht meine Aufgabe (dazu bekomme ist zu wenig Geld :D) ist nur ein Denkansatz und die sind meist besser aus das was sie die Regierungen überlegen, denn dabei ist der Erfolg meist zweifelhaft und die Kosten enorm!
    Denn die Förderung versickert da doch meist im Wüstensand (im wahrsten Sinne des Wortes!)
    Aber darüber kann man diskutieren bis man grün wird. Deshalb halte ich mich aus solchen Sachen auch lieber raus. Punkt
    Das nur auf dein EDIT hin, damit du siehst ich habs gelesen und zur Kenntnis genommen!
    MfG Midgards Sohn
    User helfen Usern: die FSB-Tutoren per PN (Zum Chat) mit den Tutoren
  • @ OT @ Midgards Sohn
    Erreichbarkeit ist die eine Sache (das geschieht zur Zeit bewusst aus div. Gründen bei mir so),
    die andere, IMMER auf Posts zu antworten.
    Ob als extra Post oder im Edit :)
    Man muss ja nicht immer zu allem antworten, wenn man für sich entscheidet, dass das der konkreten Diskussion im thread nicht zuträglich, hilfreich bzw. sehr viel weiterführend ist :) . Ist beileibe nicht negativ gemeint ;)

    @ topic
    Wie man auch aus Hudsons tw. sehr detaillierten - gut so :) - Ausführung entnehmen kann, ist dieses, hier von Manchen sehr verkürzt dargestellte Problem, sehr vielschichtig.

    Nicht nur das damit internationales Recht sowie Anderes damit zusammenhängt,
    auf der deutschen, nationalen Ebene hat das Ganze auch noch ganz andere Hintergründe ;)
    Z.B. ist das Mandat des bisherigen Schutzes von anderen Schiffen dort am Horn v. Afrika durch die deutsche Marine (Karlsruhe) lediglich durch ein eng begrenztes Mandat der UN für int. Hilfsgüter transportierende Schiffe gedeckt ;)
    Piraterie kann insofern durch deutsche Intervention eigentlich nur dann verhindert werden, wenn die "richtigen" Schiffe von Piraten angegriffen werden xD
    Alles weitere, wie effektiver Waffengebrauch, Verfolgung etc. ist derzeit z.B. noch nicht einmal abgedeckt xD
    Das mag so Manchem absolut widersinnig erscheinen, aber ...
    Wo es um Geld und Einfluss und/oder Rechte bestimmter Interessensgruppen geht, ist dies eher normal...
    Leider zu oft, und all zu oft bleibt dabei auch gesunder Menschenverstand auf der Strecke.
    Übrigens passiert dies auch in anderen Zusammenhängen der nationalen, europäischen wie internationalen Welt.

    Hier spielen zudem noch interne deutsche Auseinandersetzungen bzgl. des Einsatzes der Bundeswehr für polizeiliche Maßnahmen im Inland, aber tw. eben auch im Ausland, eine Rolle.
    Da es hierbei auch um Grundgesetzänderungen geht, befürworte ich auch ausdrücklich dazu eine bewusst vorsichtige, lange bedachte und wohl überlegte Auseinandersetzung mit diesem Thema.

    Solange also dazu keine Entscheidungen bzw. Ausnahmeentscheidungen, z.B. auf Grund eines UN-Mandats, getroffen werden, passiert dort dazu international bzw. vor allem konkret von deutscher Seite erstmal kaum etwas.

    Zudem kommt hinzu, wie u.a. auch Hudson schon andeutete,
    dass es sich hier nicht nur um riesige zu kontrollierende Seegebiete handelt,
    - sowohl mit tw. auch schnell zu erreichenden Rückzugsgebieten an Land,
    bzw. auch in internationalen, nicht vom UN-Mandat überwachten, Gewässern agierenden "Mutterschiffen" -
    die eine effiziente Gegenwehr gegen diese Piraterie erschweren.
    Von den Kosten für alle Gegebenheiten jetzt mal ganz zu schweigen ;)

    Wie von mir schon angedeutet - und übrigens auch woanders des Öfteren thematisiert -
    kann man kriminelle wie auch "terroristische" Aktivitäten (eben der Krieg der "Schwachen"), NUR durch die Ursachen beseitigende Konzepte langfristig verhindern.

    In einer Zeit, wo alles auf - zeitnahes, lukratives und oft rein (national) egoistisches - "Wachstum" ausgerichtet ist, kann man sowohl bzgl. schneller Lösungen (Militäreinsatz) wie auch akzeptabler "Renditen" nicht mit baldigen, vor allem aber langfristigen Erfolgen "rechnen".

    Versäumnisse der Vergangenheit werden insofern auch hier nur weiter vor sich hergeschoben.
    Schnelle (auch militärische), aber rein kurzfristig "erfolgreiche" Lösungen werden langfristig nachhaltigen Perspektiven vorgezogen.

    Ebenso wie auf dem Finanzmarkt, dem Umweltsektor sowie den verschiedensten Bereichen auch von Lobby's beeinflusster Sektoren der Industrie, der Landwirtschaft oder des Handels wird vermehrt an den "wahren" Ursachen und deren nachhaltiger Behebung vorbei geredet,
    immer auch mit dem Totschlagargument immenser Kosten und damit auch verbundener Arbeitsplätze.
    Zwar ist dies nachweislich all zu oft ein Scheinargument bzw. völliger Blösinn, aber....

    Solange Menschen darauf immer noch zu oft hereinfallen,
    wird sich auch nichts daran ändern
    und eine Verschlechterung der Verhältnisse ist auch ohne Kristallkugel recht einfach zu prophezeien ;)

    Das nebenbei auch der (Welt) Frieden dabei permanent auf der Strecke bleibt, ist mir zwar äußerst wichtig, aber den allerwenigsten Anderen entweder nicht bewusst oder gar wichtig.
    Vmtl., weil sie dergleichen noch nie aus nächster Nähe und evtl. sogar selbst betroffen miterlebt haben, (man muss dazu nicht 80 sein xD)
    oder aber für eigenen Profit sogar billigend in "Kauf" nehmen.

    so far
    muesli
  • Wann sollte so hart durch greifen, das so was nicht normal vor kommt kann. Es kann doch nicht sein das Piraten noch belohnt werden.Und noch 25 Millionen Dollar Lösegeld fordern. Man sollte endlich ein Riegel vor schieben. In Sohne Sitteration sollte man auch Opfer bringen. Also hart durch greifen. Umso härter umso besser das sehen andere Piraten oder auch Geiselnehmer, und lassen die Finger von Sohne Aktionen. Ich hoffe das die ganze Sache gut das geht.
  • Das ist Schönwetterdenken, olafklein34. Solange es die Seefahrt gibt, solange gibt es auch Piraten. Mal hat man regelrecht Krieg gegen Piraten geführt, mal verbündete man sich mit ihnen gegen seine Feinde. Los geworden ist man sie dadurch nicht. Selbst wenn man ganze Piratenbanden aufgehängt hat, an deren Stelle traten sofort neue. Es ist eine Illusion, daß Piraten oder auch Geiselnehmer nicht mehr aktiv werden, wenn man sie härter verfolgt - die gesamt Geschichte der Seefahrt ist ist letztendlich ein einziges Gegenbeispiel dafür.

    Gruß Konradin
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • 2.000.000 Barrel Öl sorgen für mehr internationale Zusammenarbeit als 3.000.000 hungernde Somalier:

    ...während der Westen seinen Lebensstil vor der Küste verteidigt...

    Sehr gelungene kurz Zusammenfassung!

    Dafür zahle ich gern GEZ! Sehr gute Seite und Lob an die Öffentlichen Medien!

    ARD-Dossier

    EDIT 6.12:

    hier was zu euren tollkühnen und z.T. perfiden Abwehrideen! FAZ-Beitrag
    Ich find das mit diesem Seil ja sau mies, weil extrem schlau!
    Hier könnte auch was sinnvolles stehen ... z.B. ein Bier

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Hudson ()

  • und Störtebecker?

    Solange wir hochnäsigen Westler unsere Speckbäuche vor der Somalischen Sonne bräunen lassen, und dafür auch noch Geleitschutz der Deutschen Marine einfordern, aber auf Kreuzfahrtschiffen buchen, die unter Panamesischer Flagge fahren, weil's billiger ist .... wenn wir erwarten, daß die Hilfskräfte auf diesen Kreuzfahrtschiffen bei jedem Pups strammstehen...
    Müssen wir uns nicht wundern, daß ein paar Piraten etwas vom Kuchen abhaben wollen.
    :hot::hot::hot:
  • Härter durchgreifen hört sich vieleicht erstmal gut an, aber deutschland hat einige Gründe sich nicht ohne übelegung in den kampf zu stürzen.
    1. Durch die Geschichte Deutschlands wäre es nicht gut wäre deutschland in einen weiteren möglichen Krieg verwickelt.
    2. Die Deutsche Bundeswehr ist nicht als zum Angreifer ausgebildet sondern als verteidiger.
    3. Es kostet viel Geld und deutschland investiert genug in Friedenssicherung.
    4. Deutschland könnte mögliche gefangene nicht verhaften.

    Meine Lösungsvorschläge:
    1. Die Schiffe, die da durch wollen sollen sich selbst ne Sicherheitsfirma mitnehmen.
    2. Somalia sollte durchgreifen, zB Lebensmittel zufuhr für Piraten stoppen.



    Das ist meine bescheidene Meinung, aber sie muss nicht richtig sein


    MFG Quarkmus

  • 2. Somalia sollte durchgreifen, zB Lebensmittel zufuhr für Piraten stoppen.


    welches somalia? die regierung, die in nem kuhdorf im westen somalias sitzt und sich von den äthopiern beschützen lassen muss, weil sie sich nicht mal ein büro in mogadishu eröffnen traut?

    btw vielen dank @ mods für die postlöschung, wenn elwood seinen scheiss verbreitet, geht das in ordnung, aber auf gleichem niveau zurückschießen ist verboten?


    NeHe: Warum maulst du hier rum? Lies die Regeln, der Post ist nicht wegen dem Inhalt gelöscht wurden, weil, da gabs keinen Inhalt und genau das ist der Grund #2 Politikforum

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von NeHe ()

  • Sicherheitsfirmen mitzunehmen ist eine gute Idee.
    Meine Annahme: Die Piraten sind gewalttätig. Wenn sich die Handelsschiffe verteidigen, reaktiviert das die Gewaltpozential der Piraten enorm. Und die haben Waffen ohne Ende. Sie brauchen dann nur mit Bazookas auf das kaum verfehlbare Handelsschiff zu schießen. Die Kosten für die Firmen wären so höher als Lösegelder bei Geiselnahme ganz geschweige von den verlorenen Menschenleben.
  • Jet Black schrieb:

    ...wenn elwood seinen sch**** verbreitet

    Tja, eine wirklich sehr gut begründete, niveauvolle Retourkutsche,
    die nur noch dadurch getoppt wird,
    dass Du auch faktisch damit m.E. im Unrecht bist.
    Oder anders :D
    Ich kann elwood's zugegeben satirisch überspitzten Aussagen # 18 durchaus folgen
    und stimme sogar vom Inhalt weitgehend zu ;)
    Man beachte dazu auch Hudson's realsatirischen Beitrag # 17

    edith

    Jet Black schrieb:

    ...hängen die aussagen meiner posts von deinen gnaden ab? das wird ja wie im gulli hier

    Sei lieber froh :D
    Aber ...
    Deine Aussagen und deren Form hängen von hiesigen Forenrules ab ;)
    Vllt. hilft Dir ja dieser (gutgemeinte) Wink mit dem Zaunpfahl weiter :D
    [edith-Ende]

    @ all
    Diejenigen, die es immer noch nicht kapiert haben :D
    Eine Selbstbewaffnung von Handelsschiffen im geforderten Ausmaß scheidet bzgl. des internationalen See- und Versicherungsrecht weitgehend aus
    Aber auch diverse, unterschiedliche Gesetzgebungen der im Laufe eines Seewegs angelaufener Staaten macht das Mitführen von Waffen zumindest schwieriger.
    Theoretisch müsste für jedes angelaufene Land eine spezielle Erlaubnis bzw. ein Waffenschein mitgeführt werden.
    Ansonsten wurde ja schon auf das Problem Mücke gegen Elefanten verwiesen ;)...
    Nur das hier zudem noch die Mücke viel effektiver bewaffnet ist :D

    Solange Ursachen vor Ort nicht angegangen werden,
    ist der Kampf gegen Piraterie ein fortwährend andauernder.

    Dies wird leider aus einem kuzfristigen "Pragmatismus", auch der kurzfristigen Kosteneffizienz geschuldet, einfach nicht gesehen.

    Alle Parteien irren hier, meist mehr, nur eine weniger ;)
    Lediglich eine bewaffnete Küstenwache, mit kleinen wendigen Boten und Hubschraubern, ähnlich wie in westlichen Staaten, könnte dieses Problem dauerhaft in den Griff bekommen.
    Voraussetzung dazu wäre allerdings auch,
    dass für stabilere, politische wie wirtschaftliche Verhältnisse am Horn von Afrika gesorgt wird....
    So, wie es ja "angeblich" im Irak, in Afghanistan oder anderswo auch aus "humanitären" angeblich getan wird ;).
    Wie kommt es nur,
    dass mich bzgl. Somalia iwie der Gedanke beschleicht,
    dass es den westlichen Staaten dort nicht so sehr um eine Verbesserung/Stabilisierung der dortigen Strukturen geht....
    Liegt es vllt. an den dort fehlenden, noch auszubeutenden Ressourcen
    oder der weitgehend fehlenden, geopolitischen Relevanz?
    Das
    könnte sich langfristig als teurer Trugschluss erweisen,
    wie ich zumindest jetzt meine.

    muesli

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von muesli ()


  • dass Du auch faktisch damit m.E. im Unrecht bist.


    das ist schön für dich, aber muss mich das interessieren? hängen die aussagen meiner posts von deinen gnaden ab? das wird ja wie im gulli hier



    NeHe: nein, nicht wie im Gulli, denn dort würdest du sicher keine Verwarnung kriegen, was hier beim nächsten Einzeiler/Spam durchaus passieren wird

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von NeHe ()

  • Jet Black schrieb:

    ...aber muss mich das interessieren?

    Natürlich nicht, werter Jet Black. Es steht dir (wie auch allen anderen) frei, es zur Kenntnis zu nehmen oder auch nicht. Aber wenn du schon andere Meinungen als Scheiss ansiehst und das hier auch lautstark äußerst, dann wäre es zumindest angemessen, es wenigstens ansatzweise mit Argumenten zu untermauern. So bleibst du uns allerdings den Beweis für deine These schuldig.

    Das 'Gulli'-Argument überzeug mich nicht, das ist mir entschieden zu pauschal. Also, das nächste Mal erst an die eigene Nase fassen...

    @topic: wie muesli schon sagt ist die Frage durchaus erlaubt, ob überhaupt ein ernstzunehmendes westliches Interesse daran besteht, die Situation in den Griff zu bekommen. So wie es im Augenblick läuft ist es allemal für den nächsten Wahlkampf ('wir tun was') zu gebrauchen, mehr nicht.

    Gruß Konradin
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Konradin ()