Deutsche Telekom - Betrüger mißbrauchen brisante Daten

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Deutsche Telekom - Betrüger mißbrauchen brisante Daten

    Ich habe jetzt noch nichts diesbezüglich hier im Forum gefunden, aber die Telekom ereilt die nächste Hiobsbotschaft im Datenskandal.


    Deutsche Telekom - Betrüger mißbrauchen brisante Daten


    Die Deutsche Telekom trifft der nächste Skandal mit vertraulichen Daten: Offensichtlich kursieren auf dem Schwarzmarkt geheime Kundenprofile. Die Datensätze sollen auch Bank- und Geburtsdaten enthalten. Kunden berichteten dem stern von illegalen Abbuchungen von ihren Konten. Der Konzern will Anzeige erstatten.


    Die Deutsche Telekom hat erneut mit einem Datenskandal in erheblichem Ausmaß zu kämpfen: Dubiose Adreßhändler und Callcenter verschaffen sich offensichtlich Zugriff auf Namen, Adressen, Vertragsdaten und Bankverbindungen von mehreren tausend Festnetzkunden. Insider berichten, es würden derzeit viele zehntausend streng vertrauliche Kundenprofile auf dem Schwarzmarkt angeboten. Anders als bei früheren Datenmißbrauchsfällen bei der Telekom beinhalten die Datensätze diesmal alle Bank- und Geburtsdaten. Einige Kunden beschweren sich bereits über illegale Abbuchungen von ihren Konten.


    Festnetzkunden betroffen

    Der stern hat mehrere tausende Datensätze eingesehen, die in der Branche kursieren. Betroffen sind ausschließlich Kunden, die ihren Festnetz- und Internetanschluß bei der Deutschen Telekom haben. Im Zuge der Recherche wurden der Telekom Datensätze übergeben. Der Konzern kann sich die Herkunft nicht erklären und will Anzeige erstatten. Sicherheitschef Volker Wagner meint aber, es handle sich nicht um Original-Listen aus einem Telekom-System: "Zum einen stimmt die Form nicht; zum anderen sind Angaben zu Bankverbindungen und Geburtsdaten teilweise unterschiedlich zu unseren Kundendaten." Die Vermutung ist, daß Adreßhändler oder Callcenter Telekom-Listen mit Informationen aus anderen Quellen angereichert haben.

    Die Datensätze werden illegal von Vertriebsfirmen genutzt. Dutzende Telekomkunden, deren Namen auf den Listen stehen, berichteten dem stern von unangenehmen Erfahrungen: Sie waren penetranter Werbung ausgesetzt oder erhielten gefälschte Auftragspost von Internet-Firmen, Versicherungen und Glücksspiel-Anbietern. Das geschah gelegentlich auch zu Lasten der Telekom: Vor allem das Internet-Unternehmen Freenet trat zeitweise massiv auf. Betroffene berichteten von unerklärlichen Abbuchungen von ihrem Konto zugunsten von Freenet. Auf Anfrage teilte Freenet mit: "Wir hatten über eine geraume Zeit mit unseriösen Praktiken von Vertriebspartnern zu kämpfen."

    Das neue Datendebakel ist ein weiterer Vorfall in einer Kette von Verfehlungen, Pannen und Skandalen bei der Telekom. Sieben Anzeigen erstattete der teilstaatliche Konzern bislang; in 18 Fällen wird wegen Datenmißbrauchs ermittelt.


    Konzernspitze trägt Mitverantwortung

    Im jüngsten Fall muß sich die Konzernspitze eine Mitverantwortung ankreiden lassen. Denn die Datensätze sind wohl zu einer Zeit abhanden gekommen, zu der die Telekom selbst vehement auf Kundenfang ging: zwischen Jahresbeginn und Spätsommer 2007. Damals warb das Unternehmen massiv für seine neuen Internet-Tarife. Allerdings lag der im November 2006 ins Amt gehobene Vorstandschef René Obermann gleichzeitig im Clinch mit der eigenen Belegschaft; es ging um Auslagerungen und Lohnkürzungen. Im Mai 2007 kam es sogar zum Streik.

    In dieser Konfliktsituation setzte die Deutsche Telekom verstärkt externe Vertriebsfirmen ein, sie verlor über die Aktion jedoch offenbar die Kontrolle. Nur mit der Spitze der Drücker-Unternehmen unterhielt der Konzern damals direkte Geschäftskontakte: Sie bekamen Kundenlisten - ohne Bankkontakte - zum Abtelefonieren. Diese wurden an ein Heer von tausenden Callcenter-Agenten weitergereicht, die zunächst unkontrolliert im Namen der Telekom auftraten und im Zuge der Auftragswerbung bei den Kunden weitere Angaben wie Bankkontakte abfragten. Ab August 2007 konnten diese Daten von Vertriebsfirmen zudem in einem Telekom-System abgeglichen werden. Erst zu Anfang Oktober 2007 beendete die Telekom die Zusammenarbeit mit vielen kleinen Drückerfirmen, nachdem intern aufgefallen war, daß einige unseriös arbeiteten.





    Linda
  • Also ich gehöre zu denjeniegen, dessen Daten wohl auch auf dem Schwarzmarkt kursieren dürften, allerdings hab ich nicht wirklich etwas feststellen können was jetzt mehr Werbung oder komische Abbuchungen angeht!


    Trotzdem ist das eine verdammte Sauerei und die sollten mal RICHTIG zur Verantwortung gezogen werden!!!

    Und zwar nicht nur die kleinen Angestellten sondern die ganzen dämliche Möchtegern Bosse!:mad:
    [SIZE="4"][COLOR="Black"]Wann bitte[/color], wird Deutsch[COLOR="Yellow"],ENDLICH Weltsprache???[/color][/SIZE]^^
  • Bin ich froh, dass ich nicht bei der Telekom bin,
    kann aber auch anderswo passieren.
    Aber das mit den Bankdaten ist für die Betroffenen natürlich nicht so schön.
    Edit: mißbrauchen alte rs, missbrauchen neue rs

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von McBag ()