Joy Fielding - Zähl nicht die Stunden

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    Joy Fielding - Zähl nicht die Stunden ( RS 537 MB )

    Lust, mal wieder ein Buch zu lesen, bei dem man Rotz und Wasser heulen kann? Dann könnte man es vielleicht mit Joy Fieldings "Zähl nicht die Stunden" versuchen.

    Mattie ist eine attraktive, wohlhabende Frau - erfolgreich in ihrem Beruf, geliebt von der Tochter, verheiratet mit einem gutaussehenden Anwalt, der im Begriff war, eine große Karriere zu machen; beneidenswert!

    Oder doch nicht? Denn glücklich war Mattie nicht. Was zählte es, verheiratet zu sein mit einem so attraktiven Mann, wenn dieser nie da war, sie immer wieder betrog, und sie zudem auch eigentlich nur geheiratet hatte, weil sie damals eben schwanger war? Geliebt hatte er sie nie, das gesteht sie sich nun, da sie seinen aktuellen Seitensprung entdeckt hat, selber ein. Und es ist eine Erkenntnis, die schmerzt. Daran ändert auch das ganz offenkundige Interesse nichts, das einer ihrer Kunden ihr entgegenbringt; diese Rache hatte sie schon einmal versucht, sich danach aber nur noch schlechter gefühlt.

    Und diesmal scheint es endgültig aus zu sein mit Jake, ihrem Mann. Nachdem sie ihm beinahe den bislang wichtigsten Fall seiner Karriere durch einen hysterischen Lachanfall vor Gericht vermasselt hätte, trennt er sich von ihr, zieht zu seiner neuen Freundin. Beide scheinen sie gewillt, ein neues Leben, getrennt voneinander, aufzunehmen - doch dann kommt eine Nachricht, die alles aus dem Gleichgewicht wirft. Mattie ist schwer krank, sie wird nur noch ein, vielleicht zwei Jahre zu leben haben -und in dieser Zeit körperlich immer stärker verfallen, ihre Muskeln werden verkümmern, ihr Geist aber völlig klar bleiben. Jake ist kein Unmensch, als den in die Tochter Kim immer wieder hinstellen will. Er weiß, dass sein Platz jetzt an der Seite seiner Frau ist - obwohl er eine andere liebt, obwohl auch Mattie alles andere als begeistert ist davon, ihn wieder an ihrer Seite zu haben.

    So scheint es auch mehr ein nebeneinander als ein miteinander zu geben, obwohl Jake wieder zu Hause einzieht; er trifft sich nach wie vor mit seiner Freundin, arbeitet nach wie vor für seine Karriere. Aber die neue Situation wirft nicht nur die beiden Erwachsenen aus ihrer Bahn. Das einst so brave und liebe Mädchen macht Ärger; und eines wird für Mattie dadurch klar: sie will so nicht leben. Sie will in dieser letzten Zeit, die ihr noch bleibt, niemanden an ihrer Seite, der nur aus Pflicht da ist. Was sie will, ist Leidenschaft und Loyalität - und Liebe. Nur, wenn Jake imstande ist, ihr das zu geben oder zumindest glaubhaft vorzuspielen - nur dann wird sie ihn noch hier leben lassen...

    Es gibt glaube ich kein Klischee, das in diesem Buch ausgelassen wird. Natürlich hatte Jake eine wahnsinnig schwere Kindheit, wurde von der Mutter misshandelt, fühlt sich verantwortlich für den Tod seines Bruders und schleppt einen Berg uneingestandener Schuldgefühle mit sich herum. Natürlich hat Matties Vater die Familie verlassen und sich nie wieder gemeldet, und natürlich hat Matties Mutter ihre Aufmerksamkeit danach nie der Tochter widmen können, sondern sich zum Liebhaben immer noch einen und noch einen Hund angeschafft.

    Natürlich probiert Kim in ihrer Verwirrung mit den falschen Jungs rum und muss Gras rauchen; natürlich muss sie auch sonst noch aufmüpfig sein, für Ärger sorgen, ihren Vater hassen und eifersüchtig auf die plötzliche Vertrautheit ihrer Eltern sein.

    Dass Jakes Geliebte äußerst verständnisvoll ist, trotzdem kämpft und an der richtigen, edelmütigen Stelle klein beigibt, ist auch klar, ebenso wie die Erkenntnis, dass Liebe manchmal erst dann entsteht, wenn es beinahe zu spät ist.

    Es wird also an allen nur möglichen Tränendrüsen herumgedrückt - aber das verdammt gut. Ja, Joy Fielding kann schreiben - und wenn man bei diesem Wetter Lust darauf hat, mit einer durch ihre Schwächen erstaunlich liebenswerte Protagonistin mitzuleiden und sich am Ende daran freuen kann, dass man selbst ja am Leben bleibt und überhaupt alles ja nur ein Roman war - dann ist man bei diesem Buch bestimmt gut aufgehalten. Ganz hervorragende, gut geschriebene und mitreißende Unterhaltung!

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  • :blink: VIELEN HERZLICHEN DANK FÜR DEN UPLOAD UND DIE SUPERSCHNELLE LINKVERGABE !!! :blink:
    [SIZE=1]"Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel, attraktiv und mit einem guterhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen. Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand, Martini in der anderen, unser Körper total verbraucht, schreiend: Wow, was für eine Fahrt!"[/SIZE]