Weihnachtsgedichte

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  • Weihnachtsgedichte

    Hallo
    Ich suche ein sehr langes, besinnliches und trotzdem ein bisschen lustiges
    weihnachtsgedicht Danke schon mal im voraus!!!
    :thx::thx::thx::thx:
  • lustig net, aber schön:
    Wann fängt Weihnachten an?
    von Rolf Krenzer

    Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
    wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
    wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
    wenn der Laute mal bei dem Stummen verweilt,
    und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
    wenn der Leise laut wird und der Laute still,
    wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
    das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
    wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
    Geborgenheit, helles Leben verspricht,
    und du zögerst nicht, sondern du gehst,
    so wie du bist, darauf zu,
    dann, ja dann
    fängt Weihnachten an.
    :)
  • Hi!

    was hälst du von dem hier:

    Der Besuch des Weihnachtsmanns

    Der Weihnachtsmann hat zugesagt:
    Er will uns heut besuchen
    Wir bieten ihm ein Schnäpschen an
    Vielleicht auch etwas Kuchen
    Auf alle Fälle wollen wir
    Mit ihm uns unterhalten
    Am besten reden wir dabei
    Vom Job des lieben Alten

    Ob er Beamtenstatus hat
    Bezahlte Überstunden
    Ob er als Nachfolger für sich
    Azubis schon gefunden
    Ob seine Schlittenelche stets
    Gesundes Futter haben
    Ob er auch gut versichert ist
    Mit all den Weihnachtsgaben

    Die Themen werden ihn bestimmt
    Aus der Reserve locken
    So bleibt der Alte sicherlich
    Ein ganzes Weilchen hocken
    Und während zwei von uns ihm dann
    Ganz voller Unschuld lauschen
    Geht heimlich einer schnell hinaus
    Adressen umzutauschen

    Dann kriegt das stark verwöhnte Kind
    Der Eltern mit viel Kohle
    Nur einen Lolli als Geschenk
    Und nicht die Spielkonsole
    Und auch die Markenjeans gehen nicht
    Ans kleine Gör- wie schade
    Statt dessen kriegt es nun zum Trost
    ´ne Tafel Schokolade

    Ja, und so weiter und so fort
    Viel mehr muss ich nicht sagen
    Die Kinder, denen´s an nichts fehlt
    Sie können das ertragen
    Und wie viel mehr bedeutet es
    All denen, die jetzt kriegen
    Wovon sie höchstens mal geträumt
    So wie man träumt zu fliegen

    Stellt euch bloß vor, wie schön das wär
    Wie glücklich viele wären
    Adressentausch, viel öfter mal
    Und nicht nur beim Bescheren!



    Ich hoffe, ich konnte dir helfen
    mfg sendy05
  • Pia und das Weihnachtsfest
    Die Weihnacht kommt mit großen Schritten
    und Winterfrost stapft hinterdrein,
    die Menschen aneinanderrücken,
    wer will schon gern alleine sein.

    Und so sinne ich hinüber
    zum leeren, dunklen Gasthausbau,
    denn vielleicht kürt ja dort mal wieder
    die Ballerina ganz in Grau.

    Mein Blick fällt kopfüber durch Scheiben
    und gleitet suchend durch den Raum,
    und am Paneel seh' ich die Kleine
    im Kampfe mit dem Tannenbaum.

    Sie murrt, verflucht, der will nicht halten,
    der Ständer ist doch viel zu dünn,
    bis Pfeiler ihre Kraft entfalten
    und langen einmal kräftig hin.

    Jetzt steht er da, das grüne Schmuckstück,
    der Boden knarrt, es ist geschafft,
    aus Balken bröckelt leise Holzkitt,
    was soll denn bloß nur dieser Krach.

    Die Dielen quietschen, welch ein Wunder,
    ein Tresenhahn tropft im Akkord,
    die Türgriffe, sie werden munter
    und drohen klinkend, wir zieh'n fort.

    Erwidernd springt sie einen Salto,
    denn Tanzen ist für sie ein Muss,
    noch zwei, drei Schritte wohl Flamenco,
    kurz einen Kreisel, schnell ist Schluss.

    Nun zerrt beidhändig die Pia
    Kartons mit Glaskugeln herbei.
    Die Wipfelspitze ganz in lila
    und Silberglöckchen fehlerfrei.

    Dann setzt sie mühsam rote Lichter
    und Kunststerne ins Astkleid ein,
    der Christschmuck wird jetzt immer dichter,
    festlicher Glanz im Kerzenschein.

    Ne' Prachtdouglasie, ungelogen,
    weil ihre Zweige stehen gut,
    aus Zapfensamen selbst gezogen,
    wuchs hier in Omas Fingerhut.

    Den schenkte damals Onkel Christoff,
    der in dem Schieferbergwerk war,
    dazu ein Kissen aus Velourstoff
    und Tischläufer aus Dackelhaar.

    Als sie noch Kind war, Vater Jochen
    die Fichten schlug am Wolfental,
    die haben harzig, frisch gerochen
    nach Fuchsschweiß und nach Büchsenknall.

    Und einmal durfte sie dabei sein
    auf Mamas Schlitten aus Metall,
    der war aus Lampenblech, am Schleifstein
    gefertigt vor dem Ziegenstall.

    Vom Totenberg mit dem Schulranzen
    hinunter zu der Knochenbahn,
    mal auf und ab und über Schanzen,
    bis frierend man nach Hause kam.

    Damals war weißes Flockentreiben,
    ja tage-, nein oft wochenlang,
    und mit den Klöppelhandarbeiten
    saß man dann auf der Ofenbank.

    Doch nun schleppt sie wie wild Pakete
    mit Kärtchen und mit Schleifen dran,
    das sind Geschenke mit Tapete,
    so gut verpackt, wie sie es kann.

    Auf einem da steht rot Maria,
    die wohnt hier bei der Feuerwehr,
    das gelbe dort ist für die Lia,
    die wohnt im Spind beim Militär.

    Dahinter liegt noch eine Tüte
    mit einem großen Stempel drauf,
    Luftfracht von dem fernen Chile,
    von Ed, der Pepperonimaus.

    Der ist noch von der fünften Ehe
    von Opas Bruder achter Frau
    und trotzdem hält die "treue Seele"
    Verwandtschaft zu der Mäusegrau.

    Hinter der Bar, die längst ging Pleite,
    ist straff gespannt ein Messingseil,
    das ist ein Rest der Banjosaite
    vom Sängerwettstreit dazumal.

    Denn 30 Jahre sind vergangen
    als hier die letzte Feier war,
    Sektkorken durch die Lüfte sprangen,
    man Neujahr rief, Prost und Hurra.

    Und jenes Seil, das zupft die Minna,
    die gerne Amaretto trinkt,
    am Heilig Abend so wie immer,
    wenn jeder dann ein Lied vorsingt.

    Auch hat man schon die Gänsekeule
    geklaut auf der Geflügelfarm,
    am zweiten Feiertag gibt's Molche
    vom Dorftümpel in saurem Rahm.

    Und gerne will man weiterschauen,
    doch plötzlich schlägt die Kirchturmuhr.
    Mit Graupel kommt das Morgengrauen,
    wie schnell sich doch die Zeit verlor.

    Es folgen Kirchgang, Mahl, Bescherung,
    doch eines ist inzwischen klar,
    im "Showtempel der Tanzverehrung"
    verläuft das Fest ganz wunderbar.
  • das ist lang vielleicht sagt es dir zu


    Weihnachtslied einer gestressten Hausfrau

    Draußen fällt der Regen nieder,
    es weihnachtet so langsam wieder!
    Die Kerzen sind noch nicht entzündet,
    die Hausfrau man im Keller findet,
    wo sie hektisch und gezielt
    in diversen Kisten wühlt.
    Irgendwo müssen sie doch sein,
    sie tat sie letztes Jahr hinein!
    Auf der Suche nach den Sternen
    muss sie manchen Gruscht entfernen
    Als alles liegt an seinem Ort,
    der Hausfrau Sinn steht fast auf Mord!
    Endlich fällt es ihr doch ein:
    Auf dem Dachboden wird das Weihnachtszeug sein!
    So wird auch der perfekt sortiert,
    obwohl's die Frau dort schrecklich friert!
    Schließlich hat die Kiste sie entdeckt,
    in der das Sternengoldzeug steckt.
    Der Baumschmuck hat sich auch gefunden,
    doch der Baumfuß bleibt verschwunden.
    Die Lichterkette geht nicht mehr,
    da müssen neue Lämpchen her!
    Sie schickt zum Baumarkt hin den Mann,
    wo er beides kaufen kann.
    "Wie gut!" denkt sie, "es ist noch Zeit,
    bis zum Fest ist dann alles bereit!"

    Lange bleibt der Mann verschwunden,
    kommt zurück erst nach vielen Stunden.
    Viel Werkzeug hat er mitgebracht,
    nun kann er werkeln, dass es kracht!
    Baumfuß und Lichter er vergaß,
    auf Männer ist doch kein Verlass!
    Na, ja, die Frau muss ja eh noch in die Stadt,
    wo es viele Geschäfte hat.
    Geschenke braucht sie für viele Leute,
    und die besorgt sie alle heute.
    Die Läden sind alle überfüllt.
    Die Weihnachtsfreude überquillt.
    Die Glöckchen klingen - oh, wie nett -
    mit den Kassen um die Wett'.
    Gut gelaunt und mit Gefühl
    stürzt die Frau sich ins Gewühl.
    Für jeden sucht sie mit viel Liebe
    ein Geschenk in dem Geschiebe.
    Als zu Haus sie angekommen,
    vom Gewühl noch ganz benommen,
    sieht sie die Kinder, diese Lieben,
    für's Krippenspiel der Kirche üben.
    Gerührt bleibt sie ein bisschen steh'n,
    um sich dieses anzuseh'n.
    "Wie gut!" denkt sie, "es ist noch Zeit!
    Bis zum Fest ist dann alles bereit!"
    Dann eilt sie schnell an ihren Herd,
    weil sie Plätzchen backen wird.
    Während sie den Keksteig rührt,
    das Baby fröhlich matscht und schmiert.
    Denn, was jede Mutter weiß:
    Es ist aufs Plätzchenbacken heiß!
    Am Ende sieht, oh Schreck, oh Graus,
    die Küche wie ein Schlachtfeld aus.
    Die Plätzchen mag leider niemand essen,
    denn sie hat Gewürz vergessen.
    Und so schmeißt die Hausfrau still
    die schönen Kekse in den Müll.

    Nun fängt sie mit dem Hausputz an,
    fegt und wienert, was sie kann!
    Denn Weihnachten soll alles fein,
    ordentlich und sauber sein.
    Die Fenster werden auch geputzt,
    denn sie sind doch sehr verschmutzt.
    Damit die Sterne festlich leuchten
    muss die Scheiben sie befeuchten.
    Das Wasser friert sofort zu Eis
    - so ein Scheiß!
    Die Hände sind ihr fast erfroren,
    zudem werden ihr kalt die Ohren!
    Doch endlich hat sie es geschafft:
    Das ganze Haus glänzt musterhaft.
    Ermattet sinkt die Hausfrau nieder,
    es zittern ihre müden Glieder.

    Doch sie darf jetzt noch nicht ruh'n,
    es gibt doch noch so viel zu tun!
    Erstmal neue Plätzchen backen,
    und dann schnell die Päckchen packen.
    Das Weihnachtspapier reicht ihr nie,
    so näht kleine Säckchen sie
    aus umweltfreundlich reiner Jute -
    so ist die Gute!
    Beinahe vergisst sie die Kalender
    für die drei süßen lieben Kinder!
    Sie werden sicher Augen machen,
    denn die ganzen schönen Sachen
    stellt sie alle selber her,
    vom Zwerglein bis zur Feuerwehr!
    Zum Gärtner muss sie auch noch laufen
    Tannenzweige einzukaufen.
    Das ganze Haus wird ausgeschmückt.
    Der Gatte wird schon ganz verrückt,
    ihn ausgefallene Nadeln zwicken
    und rücklings in den Kragen pieken.

    Mittels Leiter bringt die Frau dann
    die Lichterkette draußen an.
    Ihr Mann bekäm das doch nicht so schön hin,
    Männern fehlt dafür der Sinn!
    Während sie noch denkt darüber nach,
    gibt es plötzlich einen Krach!
    Die Leiter rutscht, es plumpst die Frau
    auf ihr Hinterteil genau!
    Wütend rappelt sie sich auf,
    fängt noch mal an mit viel Geschnauf!
    Endlich ist die Kette dekoriert,
    die Hausfrau wieder einmal friert!

    Der Weihnachtsmarkt hat angefangen
    und mit Gatten und den Rangen
    sie abends gerne rüberbummelt.
    Die halbe Stadt sich auch dort tummelt.
    Die Kinder haben keine Freude:
    Im Fernsehen läuft 'n Trickfilm heute!
    Schnell treibt sie's zurück an den heimischen Herd,
    wo bald darauf die Glotze röhrt.
    Das Chaos wächst, die Zeit saust schneller.
    Die Frau rennt wieder in den Keller.
    Zu prüfen was sie für das Fest
    vom Kaufmann sich noch bringen lässt.
    Wein und Käse schreibt sie nieder,
    Sekt brauchen sie auch schon wieder,
    eine Gans und anderes auch
    für einen gut gefüllten Bauch.
    Da fällt es ihr zum Glück noch ein:
    Kamillentee muss auch noch sein!

    Zwischendurch übt sie noch viel
    mit den Großen für das Krippenspiel.
    Hirten sollen sie sein, die Zwei.
    Da müssen noch Umhänge herbei!
    Damit sie schöne Hirten sind,
    näht sie einen für jedes Kind.
    Am nächsten Morgen probiert sie dann
    die Umhänge den Kindern an.
    Beide sind gar hoch erfreut,
    aber gleich das Baby schreit,
    weil es keinen Umhang hat!
    Die Mutter weiß sich keinen Rat,
    und so näht sie auf der Stelle
    noch so eine Hirtenpelle!

    Die Gören haben unterdessen
    alle Plätzchen aufgefressen.
    So wirft die Frau den Herd noch mal an,
    damit auch keiner verhungern kann.
    Nachdem die Küche schon verschmiert,
    wird auch noch Stollen fabriziert.
    Im Esszimmer haben die Rangen
    unterdessen zu basteln angefangen.
    Jedes schenkt ihr einen Stern,
    das Mutterherz lacht, so hat sie es gern.
    Am Polsterstuhl der Kleber klebt,
    Engelshaar um die Lampe schwebt.
    Leise rieselt der künstliche Schnee,
    auf dem Tischtuch steht ein Apfelsaftsee.
    Zum Aufräumen ist natürlich keiner bereit,
    das macht die Hausfrau, denn die hat ja Zeit!

    Am Sonntag fährt sie mit dem Manne
    in den Wald zu holen eine Tanne.
    Es regnet und eiskalte Winde wehen,
    eigentlich können sie kaum etwas sehen.
    Wie immer fällt die Entscheidung nicht leicht.
    Endlich findet der Mann, dass es reicht.
    "Wir nehmen jetzt einfach diesen hier!
    Ich will heim zu meinem Bier!"
    Gesagt - getan, er wird im Auto verstaut,
    die Hausfrau sich dabei den Mantel versaut.
    Leise schimpfend kommen sie dann
    samt Tannenbaum zu Hause an,
    wo man ihn mit viel Verdruss
    in den Keller schaffen muss.
    Dabei er, wie sich's gehört,
    schon mal einen Großteil der Nadeln verliert.
    Noch mal putzt die Hausfrau das Heim,
    es soll doch alles schön weihnachtlich sein!

    Abends möchte sie eigentlich nur pennen,
    wenn am Adventskranz die Lichter brennen.
    Doch sollte sie mit den Kindern noch singen
    und ihnen ein Gedicht beibringen.
    Die Gören haben dazu nicht viel Lust,
    das Gedichtelernen bringt ihnen nur Frust.
    Glücklicherweise fängt sodann
    der Adventskranz zu brennen an.
    Schnell ist gelöscht das kleine Feuer,
    der Schaden ist zum Glück nicht teuer.
    Die Weihnachtsdecke hat nen schwarzen Fleck,
    der geht leider nicht durch Waschen weg!
    In Windeseile stickt die treue
    Frau der Familie eine neue,
    damit das liebe Baby dann
    sie gleich wieder bekleckern kann.

    Dann kommt der große Tag heran,
    festlich gekleidet sind Kinder und Mann.
    Die Hirtenumhänge frisch gebügelt,
    das Temperament ist kaum gezügelt.
    So brechen sie zur Kirche auf.
    Die Hausfrau bleibt allein zurücke,
    auf dass den Tannenbaum sie schmücke.
    Mit Geschiebe und Geschleppe
    kriegt den Baum sie hoch die Treppe.
    Das Weihnachtsgeflügel im Ofen schon brät,
    als die Hausfrau langsam in Panik gerät.
    Den Baumfuß hat sie zwar gefunden,
    aber nun ist der Schmuck verschwunden!
    Hektisch sucht sie in allen Schränken,
    kann schon beinahe nicht mehr denken.
    Da fällt es ihr zum Glück wieder ein:
    Das Zeug muss noch auf dem Dachboden sein!

    Sie galloppiert hinauf die Treppen,
    um die Kiste hinunterzuschleppen.
    Engel, bunte Kugeln aus Glas,
    Nüsse aus Gold, für jeden was!
    Festlich wird der Baum geschmückt,
    und dann in die richtige Ecke gerückt.
    Bewundernd will sie auf's Sofa sinken,
    und vielleicht noch ein Likörchen trinken.
    Doch überall hat der Baum Nadeln verteilt,
    die Hausfrau nach Besen und Kehrblech eilt,
    denn Weihnachten muss alles fein
    sauber und in Ordnung sein!

    Da ertönt aus der Küche ein Knall!
    Der Backofen, der war einmal!
    Die Gans ist einfach explodiert!
    Der Ofen raucht, die Wänd' sind verschmiert!
    Hinter der Frau eine Kugel zerschellt!
    Sie fährt herum: Der Christbaum fällt!
    Und er landet ganz genau
    auf unserer armen Weihnachtsfrau!
    Lametta ihren Kittel schmückt,
    die Frisur ist ganz zerdrückt.
    Da sitzt sie nun inmitten der Trümmer,
    verqualmt sind Küche und das Zimmer.
    Langsam ist ihr alles egal,
    doch da erwacht sie auf einmal!
    Sie liegt auf dem Sofa, es war alles ein Traum!
    Sie lacht und denkt: "Das passiert mir doch kaum!
    Selbst schuld, wenn man vor der Heiligen Nacht,
    frau sich so fürchterlich viel Arbeit macht!
    Das muss wahrhaftig doch nicht sein!"
    Dabei fällt ihr aber ein:
    Die Fenster sehen schrecklich aus,
    und sie muss noch putzen das Haus.
    Außerdem sollte sie vielleicht
    nachsehen, ob der Weihnachtsschmuck reicht...

    Copyright: Ursel Fendler

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    ich hätt da gleich noch eins

    Die Weihnachtsmaus
    von James Krüss

    Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
    (sogar für die Gelehrten),
    Denn einmal nur im ganzen Jahr
    entdeckt man ihre Fährten.

    Mit Fallen und mit Rattengift
    kann man die Maus nicht fangen.
    Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
    noch nie ins Garn gegangen.

    Das ganze Jahr macht diese Maus
    den Menschen keine Plage.
    Doch plötzlich aus dem Loch heraus
    kriecht sie am Weihnachtstage.

    Zum Beispiel war vom Festgebäck,
    das Mutter gut verborgen,
    mit einem mal das Beste weg
    am ersten Weihnachtsmorgen.

    Da sagte jeder rundheraus:
    Ich hab´ es nicht genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    die über Nacht gekommen.

    Ein andres Mal verschwand sogar
    das Marzipan von Peter;
    Was seltsam und erstaunlich war.
    Denn niemand fand es später.

    Der Christian rief rundheraus:
    ich hab es nicht genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    die über Nacht gekommen!

    Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
    an dem die Kugeln hingen,
    ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
    nebst andren leck`ren Dingen.

    Die Nelly sagte rundheraus:
    Ich habe nichts genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    die über Nacht gekommen!

    Und Ernst und Hans und der Papa,
    die riefen: welche Plage!
    Die böse Maus ist wieder da
    und just am Feiertage!

    Nur Mutter sprach kein Klagewort.
    Sie sagte unumwunden:
    Sind erst die Süßigkeiten fort,
    ist auch die Maus verschwunden!

    Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
    sobald der Baum geleert war,
    sobald das letzte Festgebäck
    gegessen und verzehrt war.

    Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
    - bei Fränzchen oder Lieschen -
    da gäb es keine Weihnachtsmaus,
    dann zweifle ich ein bißchen!

    Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
    Das könnte euch so passen!
    Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
    bleibt jedem überlassen.



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    Die heil'gen
    Drei Könige

    Die heil'gen Drei Könige aus dem Morgenland,
    sie frugen in jedem Städtchen:
    "Wo geht der Weg nach Bethlehem,
    ihr lieben Buben und Mädchen?"

    Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
    die Könige zogen weiter,
    sie folgen einem goldenen Stern,
    der leuchtete lieblich und heiter.

    Der Stern blieb steh'n über Josefs Haus,
    da sind sie hineingegangen;
    das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
    die heil'gen Drei Könige sangen.
  • The Weihnachts-Poem

    When the last Kalender-sheets
    flattern through the Winter-streets
    and Decemberwind is blowing,
    then is everybody knowing
    that it is not allzuweit:
    she does come, the Weihnachtszeit.
    All the Menschen, Leute, people
    flippen out of ihrem Stübel
    run to Kaufhof,Aldi, Mess
    make Konsum and business.
    Kaufen this and jenes Dings
    and the churchturmglocke rings!
    Manche holen sich a Tännchen.
    When this brennt, they cry: 'Attention!'
    Rufen for the Feuerwehr:
    'Please come quick and rescue here!'
    Goes the Tännchen up in Rauch
    they are standing on the Schlauch.
    In the kitchen of the house
    mother makes the Christmasschmaus.
    She is working, schufting, bakes,
    hit is now her Yoghurtkeks.
    And the Opa says as tester:
    'We are killed bis zu Sylvester.
    ' Then he fills the last Glas Wein,
    yes, this is the Christmastime.
    Day by day does so vergang,
    and the holy night does come.
    You can think,you can remember,
    this is immer in December.
    Then the childrenlein are coming
    candle-wachs is abwärts running
    Bing of Crosby Christmas sings
    while the Towerglocke rings
    and the angles look so fine
    Weil,this is the Weihnachtstime.
    Baby-eyes are big and rund,
    the family feels kerngesund,
    when unterm Baum is hocking -
    really nothing can them shocking.
    They are happy,are so fine,
    this happens in Christmastime.
    The animals all in the house,
    the Hund, the Katz, the bird,the mouse,
    are turning round the Weihnachtstree
    weil they find Kittekat and Schappi
    in the Geschenkkarton von Pappi.
    The family begins to sing
    and wieder does a Glöckchen ring.
    Zum Song vom grünen Tannenbaum
    die Tränen rennen down and down -
    bis the mother plötzlich flennt:
    'Die Gans im Ofen ist verbrennt!'
    because her nose is very fine
    wie jedes Jahr zur Christmastime.

    Gruß Gordon