Was ist Soziale Marktwirtschaft

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  • Was ist Soziale Marktwirtschaft

    Hi...

    ich habe mich in der Schule für das Referat Soziale Marktwirtschaft gemeldet...

    habe gedacht, dass es ein einfaches Thema ist.... doch leider werde ich aus dem Internet nicht schlauer :depp::depp::depp::depp:

    wikipedia macht es ja immer so KOMPLIZIERT :confused::confused::confused:

    naja ich hoffe mal das ihr mir hier helfen könnt...

    und nicht mit dummen sprüchen antwortet danke sehr ...
  • o0 so einfach zu beantworten ist das auch nicht ich würde mal sagen dass das Prinzip Nachfrage bestimmt Preis somit den Markt reguliert damit eine Marktwirtschaft aber im Gegensatz zu zum Bespiel den USA keine freie Marktwirtschaft also hat man in einer Sorialen Marktwirtschaft auch regulierende Gesetze etc.
    Du könntest mal deine Lehrerin fragen ob es zu diesem Thema nicht ein Heft welches sich "Informationen zur politischen Bildung" nennt gibt da ist das ganze immer sehr übersichtlich beschrieben
  • Na ja :D

    Mal abgesehen davon, dass auch Google zu:
    Soziale Marktwirtschaft
    einiges Verwertbares auswirft,
    hier mal eine sehr kurze, und dennoch prägnante Definition :)

    Soziale Marktwirtschaft

    S.M. bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, die auf der Basis kapitalistischen Wettbewerbs dem Staat die Aufgabe zuweist, sozialpolitische Korrekturen vorzunehmen und auf sozialen Ausgleich hinzuwirken. Das wirtschaftspolitische Modell der S.M. wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem von L. Erhardt und A. Müller-Armack entwickelt und gilt als Grundlage der dt. Wirtschafts- und Sozialordnung. Der Aufbau eines Sozialstaates als Korrektiv kapitalistischen Wirtschaftens ist aus Sicht der S.M. notwendig, weil die sozialen Verwerfungen des ungehemmten Kapitalismus wesentlich mit zu den politischen Erschütterungen und den beiden Weltkriegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beitrugen. Zum Vergleich zwischen freier und sozialer Marktwirtschaft siehe die Übersicht auf der folgenden Seite.
    -> bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=ZTSPR2


    Quelle:
    bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=7JF4V0

    so far ;)
    muesli
  • Also das hatten wir auch vor kurzem in der Schule also ich erkläre es mal wie wir es gelernt haben.
    Also Angebote und Nachfragen wir bestimmt durch den Preis,Produktion, Lohn...
    Also der Staat hat eig. nichts damit zu tun im gegensatz zur sozialistischen Planwirtschaft wo der Staat alles regelt. Und die sozial. Marktwirtschaft sorgt für die Versicherunge der schwachen. Ausserdem werden die Löhne von den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ausgehandelt.
    Dadurch kam in der BRD auch das große Wirtschaftswunder.

    Ich hoffe du hast es verstanden am besten ist das Beispiel zwischen der BRD und der DDR.
  • Im Grudne genommen ist es freie Marktwirtschaft, wobei versucht wird, die Effekte die als negativ empfunden werden (große Unterschiede in der Vermögensverteilung, Ausschlussprinzip etc.) abzufedern.

    Hast du kein WiPo buch oder so, da müsste es eigentlich rech gut erklärt sein.

    Ansonsten solltest du über google mit ein bisschen Suchen wirklich was finden.
  • Einfach zusammengefasst:
    Die soziale Marktwirtschaft soll den Dritten Weg zwischen reiner Marktwirtschaft und Planwirtschaft bereiten. Die Vorteile des Marktes (Preisbildungstheorie - Gleichgewichtspreis, Wettbewerb, Verteilungs- und Versorgungsmaximierung, Rendite) sollen mit den Vorteilen der Planwirtschaft (Sicherung eines Existenzminimums --> Menschenwürde, Gleichheitsgedanke, Fürsorgepflicht des Staates, Absicherungsfunktion) verbunden und somit die Nachteile jeweils ausgeschaltet werden (MW: Übermaß, soziale Ungleichheit, unkontrollierter Monopolismus/Wettbewerbsverzerrungen, relative Unsicherheit; Planwirtschaft: Ineffizienz, Bürokratie, Starrheit, (Leistungs-)Ungerechtigkeit).

    (Politischer) Wegbereiter der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland ist der ehemalige Wirtschaftsminister Ludwig Erhard ("Vater der sozialen Marktwirtschaft"). Die Idee entstammt im wesentlichen der so genannten "Freiburger Schule" um die Ökonomen Walter Eucken, Alfred Müller-Armack und Wilhelm Röpke (Stichwort: Ordoliberalismus).

    Wesentliche Elemente der Sozialen Marktwirtschaft:
    • Freier Markt
    • Privatautonomie: Vertragsfreiheit, Recht auf Eigentum (Art. 2, 14 GG, BGB)
    • Wettbewerbsfreiheit: Monopolkontrolle, Kartellverbot (in De realisiert durch: Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), Bundeskartellamt)
    • lauterer/fairer Wettbewerb: Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)
    • Wirtschaftswachstum/Preisniveaustabilität/hohe Beschäftigung/außenwirtschaftliches Gleichgewicht: das so gennante "Magische Viereck", Ziel: gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht (Art. 109 II GG, Stabilitäts- und Wachstumsgesetz)
    • Berufs-, Vereinigungs- und Gewerbefreiheit (Art. 9, 12 GG, Gewerbeordnung)
    • Freiheit der Aushandlung von Arbeitsentgelten zwischen Arbeitgebern/Arbeitgeberverbänden und Arbeitnehmern/Arbeitnehmerverbänden (Koalitionsfreiheit, Art. 9 III GG)
    • soziale Absicherung durch gesetzliche Sozialversicherungssysteme (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung; Art. 20 I GG)
    • Mitbestimmungsrechte (z. B. Betriebsverfassungsgesetz)
    • Arbeitnehmerschutzrecht
    • Steuerrecht: Freibeträge, progressive Steuersätze


    Realisiert wird die Soziale Marktwirtschaft durch den oben skizzierten rechtlichen Rahmen; Grundidee ist, dass der Staat korrigierend in den frei agierenden Markt eingreift, wo es geboten erscheint. Ziel ist es, eine funktionierende Wirtschaft auf der einen, Wohlstand für alle auf der anderen Seite zu schaffen, mithin einen Ausgleich zwischen den Polen Kapitalismus und Sozialismus zu schaffen.
    "Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu erlassen."

    Charles-Louis de Montesquieu

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