Rudy Rucker - Die Wunderwelt der vierten Dimension

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  • Rudy Rucker - Die Wunderwelt der vierten Dimension

    Rudy Rucker - Die Wunderwelt der vierten Dimension

    Ein Kursbuch für Reisen in die höhere Wirklichkeit



    Es ist schon über hundert Jahre her, da ein britischer Schulmeister mit Namen Edwin Abbott ein höchst ungewöhnliches Buch geschrieben hatte: Fiatland, zu deutsch „Flächenland'', mit dem Untertitel: „Eine Romanze in mehreren Dimensionen, verfasst von einem alten Quadrat". Abbott wollte seinen kleinen Roman in erster Linie als gesellschaftskritische Satire verstanden wissen. Doch es wurde ein Klassiker der populären Mathematik.

    Flächenland ist eine zweidimensionale Welt, in der sich zweidimensionale Wesen tummeln, die etwa als aus Papier geschnittene flache Figuren auf einer Tischplatte vorstellbar sind. Sie kennen nur Länge und Breite; Höhe sagt ihnen nichts. Nur ein Bewohner von Flächenland, ein altes Quadrat, wird ihrer ansichtig, als ihn ein dreidimensionales Wesen für kurze Zeit aus seiner Welt heraushebt. Seine neue, mehr als zweidimensionale Sicht der Dinge muß er im Kerker büßen.

    Flächenland ist ein Schlüssel für das Erahnen von Mehrdimensionalität. Darum beginnt auch der Mathematiker und Science-fiction-Autor, Rudy Rucker — eigentlich Rudolf von Bitter -, sein Kursbuch für Reisen in die „Wunderwelt der Vierten Dimension" mit einer Hommage an Edwin Abbott. Rucker spinnt Flächenland weiter; er führt uns die Erfahrungen und Erkenntnisse von Flachländern vor, deren zweidimensionale Welt zu allerlei seltsamen Formen verbogen sind. Was diese Wesen als überaus merkwürdig empfinden müssen, zum Beispiel die Tatsache, dass ein gerader Weg nicht immer der kürzeste ist, kommt uns Dreidimensionalen, die wir in deren Welt hineinblicken, geradezu trivial vor. Überraschend ist es dann immer wieder, wenn der Autor die jeweils gewonnene Erkenntnis auf unsere Welt anwendet, von der wir uns vorstellen müssen, daß sie ein dreidimensionaler Unterraum eines vierdimensionalen Universums sei. Solche Wechselbäder machen die Lektüre zu einem köstlichen Abstraktionstraining.

    Plötzlich erfreut sich auch ein ganz und gar nicht naturwissenschaftlich oder mathematisch denkender Leser an kosmologischen Weltmodellen, die er bislang für absolut unbegreiflich gehalten hat. Wir können uns auf einmal einen Reim auf all die Ungereimtheiten machen, die sich aus Einsteins Relativitätstheorie ergeben; dass sich Lichtstrahlen in der Nachbarschaft einer großen Masse krümmen, oder dass das All ein endlicher und dennoch unbegrenzter Raum sein kann, kommt uns alsbald selbstverständlich vor. Rudy Rucker erreicht dies beim Leser, weil er ihn mit phantasievoller, zuweilen märchenhafter Plauderei und gescheitem Witz zu fesseln vermag.

    „Die Wunderwelt der Vierten Dimension" bietet neben den genüsslich erzählten seltsamen Geschichten und Belehrungen noch einen besonderen Service an, die „Denkakrobatik". Geübt wird sie an zumeist verblüffenden Problemen, scheinbaren oder wirklich unauflösbaren Widersprüchen, die sich aus den Meditationen über die Mehrdimensionalität ergeben. Das ist kein Denksport im üblichen Sinne, eher Anstöße zum Nachdenken, gelegentlich gar zum Träumen. Die jeweilige Antwort oder - falls es nicht nur eine gibt - möglichen Wege aus dem Dilemma sind am Schluss des Buchs zu finden. Nicht nur amüsant, sondern auch sehr hilfreich für das Verständnis sind unzählige Zeichnungen. Nicht minder nützlich: Ein Register, das „weiß", wonach der Leser sucht. Hingegen ist das Literaturverzeichnis seiner bemühten Vollständigkeit wegen wenig brauchbar.

    Alles in allem: „Die Wunderwelt der Vierten Dimension" ist ein Meisterwerk der Popularisierung von Wissenschaft. Thomas v. Randow


    Größe: 226 KB (pdf) | Umfang: 21 Seiten



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    Sorry an die, denen so etwas selbstverständlich ist.

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    lg Miss Chi

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Miss Chi ()