Zarathustra

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  • Zarathustra

    Also, ich hab das für Geschichte vor einiger Zeit gemacht und dachte mir vllt kanns Jemand brauchen, bzw. Interressiert sich jemand für Zarathustra.
    Ausserdem ist mir wichtig dass vor allem Jugendliche von dem "Neuen Noah" erfahren.
    Ps: Zarathustra war keiner dieser Fanatiker geschweige denn ein engstirniger Erz-Zoator.
    Naja, hier beginnt der Text:
    ZARATHUSTRA:D
    [FONT=&quot]Zarathustra lebte im alten Perserreich, seine Lehren sind bis heute unbewusst und jedoch ausschlaggebend für unsere Kultur geblieben. Er unterrichtete als Zaotar, eine Art altiranischen Priesters, und hatte seine vollkommen eigene Einstellung zum Leben. Zarathustra bedeutet übersetzt „Besitzer des Goldfarbenen Kamels“ was sich erst verstehen lässt wenn man seine Werke gelesen hat. Ihm wird die Gründung des Zoroastrismus nachgesagt, welche aber in keinerlei Richtung bewiesen ist. Über Zarathustras Lebensdaten herrscht Unklarheit, große Teile von Wissenschaftlern behaupten er lebte erst 100 v.Chr., zur Zeit Ptolemäus, andere sagen er lebte 500 v.Chr., zur Zeit des ionischen Aufstands gegen die Perser, jedoch zeigen andere Quellen dass er schon 1000 oder 3000 v.Chr. gelebt hat, zu Beginn der Longshan-Kultur in China bzw. zu deren Ende. Zarathustra schrieb unzählige Lieder, Gedichte und „Weisheiten“, also Lehren, auf. Die Lieder und Gedichte wurden in der Avesta gesammelt. Die Religion ist stark monotheistisch, der Kampf zwischen Gut und Böse prägt den Glauben. Der Sieg des Guten über das Böse wird am Tag des Jüngsten Gerichts kommen, bis zu diesem Tag haben die Menschen die freie Wahl, sich für den rechten Weg zu entscheiden. Der rechte Weg ist der Weg der Wahrhaftigkeit. Die Lehre Zarathustras hat drei wichtige Grundsätze:
    [/FONT][FONT=&quot]Gute Gedanken
    gute Worte
    Gute Taten[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT][FONT=&quot]Zarathustras Gott heißt „Ahura Mazda“, der weise Herr. Laut Avesta glaubt Zarathustra an die Weisheit in Form von Ahura Mazda. Es bestehen sechs Aspekte Gottes, [/FONT][FONT=&quot]Amesha Spentas[/FONT][FONT=&quot], oder auch sieben:
    [/FONT][FONT=&quot]Der gute Sinn.
    Die beste Wahrheit.
    Das wünschenswerte Reich.
    Die segenbringende Frömmigkeit.
    Wohlfahrt.
    Nicht-Sterben.
    Der segenbringende Geist [/FONT]
    [FONT=&quot]– wird von manchen dazugezählt.
    Zarathustras Gottesdienst bestand in jeglicher Ablehnung von Opferhandlungen, wie es sie zur Zeiten des Propheten schon gab; die Kulte der Mithras-Priester waren der Grund, warum Zarathustra sich dem Kampf gegen Götzerei widmete und daher verfolgt wurde. Die Andachtshandlungen wurden um einen Feuer-Altar mit [/FONT] erhobenen Händen abgehalten, wobei man die Lobpreisungen sang.
    Dieser viergestaltige Gott (Ahura Mazda, Güte, Religion und Zeit) steht über Gott und Teufel, die seine Söhne sind. Zrvan ist der unendliche Raum und die unendliche Zeit. Durch die Entstehung von Gott und dem Bösen wird das Licht von der Finsternis geschieden.
    Zarathustras Lehren sind in zum Teil bedeutender Weise über das Judentum auch in das Christentum eingeflossen. Speziell die Begriffe Himmel und Hölle sind vorher im Judentum nicht bekannt. Die Ausbreitung des Engel-Wesens geht sicher auch auf Zarathustra zurück, Engelgestalten und der Glaube an sie finden sich bereits in den archaischen Hochkulturen, zum Beispiel in Babylonien und Assyrien. Plinius der Ältere behauptete, Zarathustra sei der erste Mensch gewesen, der bei seiner Geburt gelacht habe - was sowohl als Ausweis für Klarsichtigkeit als auch für seinen diabolischen Charakter gedeutet werden kann. So wurde Zarathustra lange Zeit in Europa als Prototyp des Weisheitslehrers gesehen und gilt in vieler Hinsicht als der „Nachfahre Noahs“.
    Wenn auch den meisten nicht bekannt, schrieben viele Liedermacher, Komponisten und sogar Friedrich Nietzsche über Zarathustra. Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ ist zwar personenbezogen, aber inkorrekt. Zarathustras Einstellung zu den Göttern ist nur ansatzweise zu vergleichen mit der die Nietzsche ihm zuwies. Laut Nietzsche ist Zarathustra gegen Götter, teilt mit ihm dieselbe Einstellung. In Nietzsches "Ecce Homo" werden einige, wenn auch bei weitem nicht alle, Weltansehensaspekte von Zarathustra geteilt, wie die radikale Selbstannahme, die "Vereinigung" von Gut und Böse und viele mehr.
    Richard Strauß schrieb eine Oper, welche ebenfalls „Also sprach Zarathustra“ genannt wird, die jedoch außer dem Titel überhaupt nichts gemeinsam hat.
    Wie es in der Avesta übermittelt wird, ist Zarathustra mit 30 Jahren in die Einsamkeit gezogen um Klarheit über die Dinge zu erhalten.
    Auf seine damaligen Schriften ließ sich der Anfang der Avesta zurückführen:
    [FONT=&quot]„Asha ist das beste Gut. Als Mazdahanbeter, als Zarathushtraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen, den Daeva's Feind, Ahura's Lehre zugetan: Dem ashaheiligen Havanay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob; dem Savanghay und dem ashaheiligen Visya, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob. Den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, - dich, o Atar, Sohn des Ahura Mazdah, - wollen wir unter Zufriedenstellung verehren und preisen und befriedigen und loben. "Wie der beste Oberherr" soll mir der Zaotar aufsagen; "so der beste Richter ist er gemäß dem heiligen Recht"
    Soll der wissende Ashagläubige aufsagen. Asha ist das beste Gut
    Wie der beste Oberherr...Ich verpflichte mich feierlich darauf, dass gut gedacht und gut gesagt und gut getan wird alles, was zu denken und zu sagen und zu tun ist
    Ich nehme mir vor anzunehmen alles, was gut gedacht und gut gesagt und gut getan ist
    ich nehme mir vor zu unterlassen alles, was übel gedacht und übel gesagt und übel getan
    ist“[/FONT]
    - Aus Avesta Yas. 0-1
    Zarathustra war nicht nur für das Judentum und das Christentum eine prägende Persönlichkeit, von welcher sie „Himmel und Hölle“ übernahmen, sondern auch für einzelne Orden, „ausgestorbene“ Religionen, wie der ehemaligen Ostsemiten, Westsemiten und Südsemiten als auch der Mulukismus (auch Molochismus), die Al-Utza Anbeter, die Kanaaniter und unzählige weitere. Die Tempel waren sowohl wie die drei Räume (Symbolik für Wasserreich, Erdreich und Himmelreich) und die Ziggurats, hohe fünf- bis siebenstöckige Stiegentürme, deren Stockwerke den sieben Planeten bzw. Himmelslichtern wie Mond, Sonne, Wegsterne, entsprechen, von Zarathustras Lehren Abgeleitet.

    Vielen dank an die, die sich das durchlesen ;)
    Zu meinem Unbehagen muss ich gestehen, dass ich Ecce Homo nie gelesen habe bis Kirstin gekommen ist.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von sanitoeter ()

  • thx Kirstin, wie gesagt, ist es lange (oder auch nicht lange) her dass ich das gemacht hab.
    Ich könnts noch mal überarbeiten und überhaupt neu gliedern, ist ja nicht sehr Professionell gegliedert...
    Naja, ich machs ;)

    PS:
    Alle weiteren Anregungen werden gerne entgegengenommen, dieser Text ist nicht geschützt und kann von jedem verwendet/indirekt bearbeitet werden.
    Vielen dank, der Sanitoeter.

    PPS: Ich bitte alle Interessierten, keine "Hater"-Posts zu schreiben, da dieser Text sicher nicht zu 100% korrekt ist und da ich niemanden zwinge es als Quelle zu benützen.
    PPPS: Dieser Text ist keine überprüfte Quelle

    Edit:
    @Kirstin: Dabei muss ich aber anmerken, dass er die selben Aspekte auch in "Also sprach Zarathustra" erweiterte und verwendete.
    Danke:)

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von sanitoeter ()

  • Hallo sanitoeter :)

    Leider finde ich ich die Online-Bibliothek nicht in meinen Favoriten. Dort sind verschiedene Werke von Zaratustra bzw. Nietzsche uvm. als PDF (kostenlos) zu erhalten.

    Kennt jemand zufällig so etwas ähnliches?

    lg, Kirstin
  • ich weis ich bin planlos aber mal 2 fragen die nix mitm thread zu tun haben

    1 warum ist der mensch etwas das überwunden werden soll?
    das könnte jede nachkommende lebensform auch von sich "denken"

    2 was meint nietzsche damit: am menschen leiden das er also zarathustra schon am menschen gelitten hat...was soll das sein am menschen/menschheit leiden?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Superignorant ()

  • Es ist spät, ich habe keine Zeit für eine detaillierte Antwort, und ich bin müde, aber ich versuchs trotzdem mal:

    1.) Der Mensch wird von Nietzsche als eine Art Übergangsstatus gesehen. Die nächste Entwicklungsstufe wäre der, zumindest nennt er ihn so, Übermensch. Der Übermensch ist absolut frei, frei von Moral, frei von seelischem Schmerz, einfach frei von allem. Ich denke so kann man es ausdrücken.

    2.) Erst jemand, der, wie Zarathrustra, darunter leidet, indem er sieht, wie unfrei die Menschen sind, kann frei werden.

    Boah, morgen mehr, ich habe eine leichte Gedankenblockade.
    Und die Bücher sind schon eine Weile her.^^
  • ich bin auch moralfrei. ich glaube :) an die wahrscheinlichkeit

    frei von allem?
    auch frei von der tatsache das dieses leben nichts weiter als bewegung ist
    frei von allem? das klingt mir nach tod

    immer vom übermensch labern oder von der höhe an dem kein gesindel mittrinkt
    ohne mal ein bissl näher drauf einzugehen...

    für mich is der mensch maximale primitivität.
    grad schlau genug um denken zu können "ich bin"
    aber das macht nix weil primitivität auch nur relativ zum empfinden der leistung steht

    Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von Superignorant ()

  • Superignorant schrieb:


    ohne mal ein bissl näher drauf einzugehen...



    Wie gesagt, ich war müde, nd hab nur eine Kurzantwort gegeben. Bin da auch nicht so der Fachmann für, da müssten andere Leute her.
    Aber wenn du Zarathustra liest, wirst du eine sehr detaillierte Antwort bekommen.
    Auch Menschliches, allzu Menschliches behandelt den Übermenschen.