Knochenmarkspende - eure Meinung dazu!

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  • Knochenmarkspende - eure Meinung dazu!

    Hallo!

    Ich spiele mit dem Gedanken mich als Rückenmarkspender registrieren zu lassen.

    Würde mich über eure Meinung - pro und contra - freuen.

    Auch Erfahrungsberichte wären hilfreich.

    Gruß
    Doppelmama

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von doppelmama ()

  • Hallo Doppelmama,

    erstmal super das Du diesen Gedanken hegst, das tuen leider viel zu wenig Leute :(

    Aber nun zu Deiner Frage, ich denke es gibt zu 99,9% nur pros zu diesem Thema.

    1. es ist nur eine kleine Blutabnahme und schon bist du registriert
    2. es benötigen sooo viele Leute Knochenmark und auch Du und deine Familie können leider in diese Situation kommen, hoffentlich nicht, ist aber leider so... ( ich weiß wovon ich spreche, denn als 2003 bei meinem Vater der Blutkrebs festgestellt wurde, waren wir auch froh über jeden der sich hat typisieren lassen, wir haben zum Glück einen Spender gefunden :D )

    Das einzige kleine contra ist halt das bei einer Blutabnahme immer ein verschwindend kleines Risiko besteht, was du aber auch beim Arzt usw hast.

    Da im Krankenhaus o.ä. eine Typisierung oftmals kostenpflichtig ist scheuen sich viele davor, aber es gibt so oft von z.B. der DKMS organisierte Typisierungsaktionen wo man unentgeltlich Typisiert wird.

    Also ich würde mich freuen wenn Du diesen Schritt gehst, auch wenn wir uns nicht kennen, mir ist jeder sympatisch der eine Typisierung macht :D

    P.s. auch Blutspenden ist eine gute Sache, dafür bekommt man im Krankenhaus sogar Geld ;)

    MfG
    ToKu
    MfG ToKu
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    Deutscher Meister 2009: VfL Wolfsburg, danke Jungs!!
  • ich gebe alles, was ich kann ! Blut, Rückenmark und den ganzen Krempel in mir - nach meinem Ableben.
    Wenn andere dadurch ihr Leben verbessern, bzw. verlängern können ist es doch eine wunderbare Sache !

    lg.gifti
    Lange Passwörter sollen unsicher sein! Man vergisst sie zu leicht.
  • UNBEDINGT tun,

    DENN:

    Es könnte Dich oder Deine Liebsten auch einmal treffen...

    PROs: wie bereits geschrieben - sehr viele
    Kontra(s): Nichts, im Vergleich zum Leben, welches gerettet werden kann!

    73 de Klause
    [FONT="Comic Sans MS"][SIZE="1"]Lieber Arm dran als Arm ab...[/SIZE][/FONT]
  • Vorab möchte ich sagen, daß ich sowohl in der Knochemarkspenderdatei registriert bin und auch einen Organspendeausweis habe (super wichtige Sache!!!)

    Zu der Aussage von Toku, daß es keine Risiken birgt aber folgendes:

    Die Typisierung an sich ist durch die Blutabnahme fast risikofrei. Aber dadurch kommst Du in die Datei und kannst als Spender ausgewählt werden.
    Dann wird es aber nicht mehr so risikofrei!

    Informiere Dich gründlich, welche Komplikationen bei einer Knochenmarkspende auftreten können. Denn falls du wirklich ein Leben retten kannst und dann erst die "für und wieder" der Risiken abschätzt, wäre das nicht sehr günstig für alle Beteiligten.

    Informiere Dich gründlich bei Deinem Hausarzt, der wird Dir alle Gefahren mitteilen.

    @ToKu
    Ich wollte damit niemandem die Registrierung verübeln - nur darauf hinweisen, daß man sich auf jeden Fall gründlich informieren sollte :)


    Lg, si_m_ba

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von si_m_ba ()

  • si_m_ba schrieb:


    Zu der Aussage von Toku, daß es keine Risiken birgt aber folgendes:

    Die Typisierung an sich ist durch die Blutabnahme fast risikofrei. Aber dadurch kommst Du in die Datei und kannst als Spender ausgewählt werden.
    Dann wird es aber nicht mehr so risikofrei!


    Also ich bleibe auch weiterhin bei der Aussage das es das "Risiko" auf jeden Fall wert ist, denn das Verfahren der Knochnpunktion ist heutzutage fast vollständig durch die Stammzellapherese ersetzt, und mit einer Grippe kann man glaube ich leben ;)

    aber wie auch immer, ein Risiko besteht immer, das sollte man nicht kleinreden.
    MfG ToKu
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    Deutscher Meister 2009: VfL Wolfsburg, danke Jungs!!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ToKu ()

  • Hallo,
    ich weiß ja nicht ob es jemanden aufgefallen ist, da es jetzt schon mehrfach richtig geschrieben wurde. Aber es wird kein Rückenmark sondern Knochenmark entnommen. Genaugenommen werden die Stammzellen gebraucht. Früher wurde dies meist unter Vollnarkose aus dem Beckenknochen entnommen. Dies birgt natürlich wie jede Narkose Risiken.
    Heutzutage wird dem Spender mehrere Tage ein Medikamnt verabreicht, was die Anreicherung der Stammzellen im Blut anregt. Dieses wird dann gespendet und die Stammzellen rausgefiltert.
    Es gibt rein gar keinen Grund sich nicht aufnehmen zu lassen. Ich selber bin auch registriert. Du kannst online einen Fragebogen beantragen. Dieser kommt mit einem Typisierungstest. Du brauchst lediglich einen Wangenabstrich machen. Wenn du dann aufgenommen bist und als Spender in Frage kommst wird dein Blut nochmals genauer über eine Blutabnahme typisiert. Die Registrierung ist also nicht mal mit einem Arztbesuch verbunden.

    Ich kann nur sagen. Los trau dich. Ich warte auf den Tag wann ich das erste mal als Spender angeschrieben werde. Laut Homepage ist die Wahrscheinlichkeit im ersten Jahr der Registrierung Spender zu werden, gerade mal 1%. Wahrscheinlich wird mans nie.
    Imformiere dich über DKMS. Da bekommst du auch die Unterlagen.
  • Selbst, wenn Du registriert bist, besteht noch immer keine Pflicht, im Fall des Falles auch tatsächlich einer Stammzellenspende bzw. -entnahme zuzustimmen. Sollte es einen möglichen Empfänger geben, Du also eventuell als Spenderin in Frage kommen, so finden noch einmal ausführlichere Test statt, um zu sehen, ob die Kompatibilität tatsächlich gegeben ist. Dies passiert mittels einer Bestätigungstypisierung der Gewebemerkmale. Erst, wenn diese Übereinstimmung 100%ig gegeben ist und Du somit tatsächlich als Spenderin in Frage kommt, dann solltest Du sich entscheiden. Und dies geschieht dann auch in Form einer schriftlichen Einverständniserklärung. Denn man muss sich bewusst machen, dass ca. eine Woche vor dem anberaumten Spendetermin damit begonnen wird, das kranke Knochenmark des Empfängers durch Chemo- und ggf. Strahlentherapie definitiv zu zerstören; das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt das (Über-)Leben des Empfängers wirklich von der Übertragung Deiner gesunden Stammzellen (Knochenmark) abhängt. Das sollte aber niemanden schrecken, denn genau das ist doch der Grund, warum man sich überhaupt typisieren lässt – um einem Menschen das Leben retten zu können. Kleiner Nebeneffekt: Der Empfänger bekommt durch die Spende auch Deine Blutgruppe, ihr werdet also Blutsbrüder bzw. in Deinem Fall eher -geschwister oder -schwestern. :)

    Noch eine Sache zu den Kosten. Als ich mich registrieren und typisieren ließ, betrugen die Kosten dafür 50 Euro, es sei denn, man hat sich bei der Aktion einer Initiativgruppe oder im eigenen Betrieb typisieren lassen. Aber selbst wenn es soetwas in Deiner Nähe nicht gibt, so stellen diese 50 Euro kein unüberwindliches Hindernis dar, wie u. U. bei Empfängern von Arbeitslosengeld II, die vielleicht auch gern helfen möchten, für die 50 Euro aber sehr viel bzw. zu viel Geld sind. In dem Fall nimmt die DKMS den Registrierungswunsch entgegen und wartet ggf. ein paar Tage bis die Typisierung durch die Geldspende anderer Leute gegenfinanziert ist. Somit ist sichergestellt, dass jeder, der sich typisieren lassen möchte, dies auch tun kann.

    Ich gebe meinen Vorrednern Recht und was im tagtäglichen Leben gilt, gilt natürlich auch hier: Also heißt es, sich zu gut zu informieren, denn es gäbe glaube ich nichts Schlimmeres als wenn ein Spender kurz vor der geplanten Übertragung Panik bekommt und aussteigt, so à la »das habe ich nicht gewusst«. Das wäre schlimm für alle Beteiligten und sollte unbedingt vermieden werden. Du kannst Dich bei Fragen sonst auch direkt an die DKMS wenden, ob per E-Mail oder per Telefon, da lassen sich – wie ich annehme – alle Fragen klären und eventuelle Zweifel ausräumen.

    Also, nur Mut, Du tust das Richtige.

    Gruß,
    —CentCom
  • Also meine Registrierung war kostenlos.
    Vorletztes Jahr war ein Team der Uniklinik Magdeburg in dem Bowlingcenter wo ich gerade an den Landesmeisterschaften teilnahm.
    Da wurde für einen konkreten Fall ein Spender gesucht. Da war sogar die Mutter des potentiellen Empfängerkindes, und hat sich bei jedem, der sich registrieren ließ, persönlich bedankt.
  • Das ist ja auch eine Aktion, die von einer Initiativgruppe durchgeführt worden ist – wenn es also um Aktionen im Rahmen einer Spendersuche für einen ganz bestimmten Empfänger geht. In diesem Fall ist die Typisierung für die Teilnehmenden ebenso kostenlos wie auch bei Firmentypisierungen, sprich, wenn sich Teile bzw. alle Mitarbeiter einer Firma typisieren lassen, dort müssen die Angestellten dann selbstverständlich auch nichts zahlen.

    Bei jeder der genannten Aktionsarten sind die Einzeltypisierungen vorfinanziert bzw. durch die Anzahl der Spender reduzieren sich eventuell auch die administrativen Kosten im Vergleich zu einer Einzelfallbearbeitung. Rein rinzipiell kostet aber jede Typisierung 50 Euro, egal ob der eigentliche Antragsteller den Betrag erbringt oder er durch die Geldspenden anderer Unterstützer finanziert wird.
  • Richtig jede Registrierung kostet dem DKMS 50 Eus. Wenn man sich online registrieren lässt, wie ich es machte, liegt ein Überweisungsschein dabei. So kann man wenn man will und kann den vollständigen Betrag bezahlen oder sich Anteilig an der Rechnung beteiligen. Ist aber kein Zwang. Dann übernimmt der DKMS die Kosten. Deshalb ist er auch ständig auf Spenden angewiesen.

    2008 liessen sich übrigens laut DKMS-Page über 200.000 Menschen neu registrieren lassen
  • Bitte änder doch mal den Titel!

    Rückenmarksspende ist unmöglich! Sowas gibt es nicht.


    Es heisst "Knochenmark".

    (Das ist was total anderes)

    Sorry, jetzt erst gesehen dass es oben schon erwähnt ist. Aber Du kannst den Titel doch trotzdem ändern.
  • Hm - also bei der tatsächlichen Abnahme von Knochenmark wird nicht mehr im Beckenknochen rumgebohrt????

    Ich bin aus Österreich - soweit ich mich bis jetzt informiert habe, wäre eine Registrierung kostenlos.
    Aber ich möchte mich vorher informieren, bevor mein Knochenmark zu jemanden passt und dann krieg ich Bammel.

    Ich habe einige Erfahrungsberichte gelesen, in denen die Spender Entzündungen, Infektionen oder sowas bekamen, ziemliche Schmerzen hatten...

    An und für sich sollte man sich sowas natürlich nicht überlegen - aber ich hab 2 kleine Kinder und da denke ich auch über gewisse Risiken nach.

    Nachdenkliche Grüsse
    doppelmama
  • Hi,

    hab mich vor Jaaaaahren typisieren lassen und kam 2003 bereits schon einmal in die "engere" Auswahl.... leider hat es damals nicht gepasst. Jetzt bin ich aktuell wieder angeschrieben worden und werde nächste Woche nochmals einen Test vornehmen lassen - vielleichts kann ich ja diesmal helfen.

    Wichtig ist, dass man JEDESMAL vorher bzgl. seiner Bereitschaft gefragt wird und sich die Sache auch dann noch überlegen könnte, wenn man als Spender in Frage kommt (wobei dies für mich kein Thema ist).

    Weiterhin hat man immer noch beide Möglichkeiten der Entnahme. Ich für meinen Teil ziehe die Vollnarkose vor, aber das ist Geschmacksache.

    Also : ANMELDEN !

    Viele Grüße

    silver surfer
  • Würde sagen, dass du damit ähnlich wie bei der Organspende eigentlich nur gutes tun kannst. Allerdings würde ich persönlich auch Angst vor dem Eingriff haben... Immerhin bist du ja "kerngesund" und lässt dich "anzapfen". Ist eine schwierige Sache. Selbst bin ich wohl zu feige, finde es aber bemerkenswert, dass es Menschen gibt, die sich dafür bereit erklären.
  • Hm - ich hab jetzt noch mal auf der Website nachgelesen

    Stammzellspende.at - Geben fr Leben - Leukmie ist heilbar - Mit Ihrer Hilfe (falls es jemanden interessiert)

    Also soweit ich das verstanden habe, kann ich mir nicht aussuchen auf welche Art und Weise das Knochenmark entnommen wird.

    Ich werde morgen mal bei unserer zuständigen Stelle in Salzburg anrufen.

    Weiß jemand ob von diesem Medikamt für die Blutstammzellspende längere Nebenwirkungen zu erwarten sind?
    Mich würde diese Information von jemanden interessieren, der dies auch wirklich selbst schon gemacht hat.


    Gruß
    doppelmama
  • Mir wurde im bei einer Untersuchung aus dem Oberschenkelknochen etwas Knochenmark entnommen. Ich fand aus gar nicht schlimm, es wurde lokal betäubt und ging ruckzuck. Auch danach hatte ich kaum Beschwerden (ein leichter Schmerz bei Berührung, war schnell weg).
  • Also ich Persöhnlich habe einen Organspende Ausweis...man kann alles was in mir ist haben.
    Wenn ich einem das Leben retten kann oder verlängern kann würde ich alles Spenden...egal ob Niere oder Rückenmark.
    Ich gehe hin und sage: Wenn ich sowas mal nötig habe, währe ich auch froh wenn es genügend spender gibt die mir Helfen könnten.

    Ich befürworte sowas nur.

    LG Nuramon
  • @MedionGuru: andere kerngesunde Menchen begeben sich in Narkose, um ihre Brüste operieren zu lassen... andere nehmen bei jedem Schnupfen Antibiotikum... wenn du weisst, das du ne Narkose verträgst finde ich es fast risikolos... mein Gott dann hast du ne Entzündung, aber du hast (hoffentlich) jemand anderem das Leben gerettet. Und wenn deine kleine Schwester Knochmark bräuchte würdest du das auch jemandem zumuten. Also kein zögern, rann an das Wattepad!
  • Bin auch registriert und kann nur jedem empfehlen das auch zu tun! :)

    Meine mich zu erinnern, das für die einfache Registrierung doch vor kurzem so eine Werbeplakataktion lief, wo Persönlichkeiten mit so einem "Wattestäbchen" für die Registrierung/DKMS geworben haben.
  • Habe mich auch bei DKMS registriert.
    War damals mit der kleinen Dari kostenlos.
    Hatte auch schon mal ein Brief bekommen das ich in der engeren Auswahl bin.
    Ist doch ein gutes Gefühl wenn man helfen kann.

    Kann es empfehlen
    Navi : 7110 + MN7.4.x
    TTS + TMC Pro
    Dank @all die es hinbekommen haben