Technische Informatik das Richtige für mich?

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  • Technische Informatik das Richtige für mich?

    Hallo miteinander,

    so jetzt ist es soweit! Ich werde jetzt langsam mit der Schule fertig und da macht man sich als Gymnasiast natürlich Gedanken was man mal Studieren will. Da ich schon seit meinem 5ten Lebensjahr aktiv an Computern (speziell an der Hardware) arbeite und dort sehr gut bin, steht schonmal die Orientierung fest. Es soll technische Informatik werden. Da aber keiner aus meiner Familie meinem Freundeskreis und nichtmal unser Systemadministrator an der Schule das Studiert hat weiß ich nicht, was mich da erwartet und ob es das richtige für mich ist. Darum hoffe ich, dass in diesem Thread Informatik Studierende mir ein paar Infos geben könnten.
    Was erwartet mich? Wie viele Stunden in der Woche werde ich in Vorlesungen usw verbringen? (nicht dass ich Planen kann welches das Zeitunaufwändigste für mich ist sondern es geht mir darum um meinen Jetzigen Job bei einem Lokalen Computerfitze ob ich da aufhören sollte oder Trotz Studium und lernen weitermachen könnte) Was umfasst das Studienfach "Technische Informatik"? Was wird vorrausgesetzt? Wie viel müsst ihr außerhalb der Schule lernen?

    In meinem Späteren Leben könnte ich mir gut (sehr gut) vorstellen System (Netzwerk)administrator zu werden! Wenn daraus nix wird (keine Stellenangebote o.ä) tut es auch eine Stelle bei einem Computerfritzen.

    Jetzt auf dem Gymi habe ich keine Probleme in naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathe oder Physik. In dem Fach Informatik (Java [z.Z programmieren wir einen Spielautomaten ;)]) stehe ich z.Z auf 1.0 (Mathe 1.9 und Physik 2.0). In sprachlichen Fächern auf 3.0. (Sprache ist nicht so meins) Ich verbringe 38 Stunden pro Woche in der Schule. Ich habe auch keine Probleme meinen Computer mal für ne Woche in die Ecke zu schmeißen und zu leren aber das ist jetzt noch nicht nötig bei dem Pipifax den wir z.Z machen.

    Ich hoffe ihr könnt mir meine Entscheidungen erleichtern

    mfg

    Maximilian
  • Hallo,
    ich kann dir nicht helfen, bin aber in der gleichen Lage wie du und würde mich auch über Antworten freuen.
    Ich komme aus der Schweiz(anderer Notenmasstab!!!) und hab ähnliche Noten:
    Mathe: 5.8
    Physik: 5.5
    Englisch: 4.7 oder so
    naja ich denke der Rest ist eher uninteressant

    Also ich fände es auch toll, wenn ein paar Informatik Studenten sich hier zu Wort melden würden.
    Ich interssiere mich vorallem, was man alles lernt, wieviele Stunden ihr pro Woche arbeitet für das Studium, ob ihr noch einen Nebenjob habt, usw.
    Gruss

    Lukas
  • Moin,


    bin kein Informatik Student, studiere etwas anderes aber in Mathe und Physik gute Noten zu haben ist schonmal ein Vorteil, muss aber nicht unbedingt was heissen. Generall hat Schulstoff nicht unbedingt all zu viel mit dem Stoff an ner Uno/FH zu tun. Guck doch mal auf den Homepages der Hochschulen die diesesn Studiengang anbieten. Da wirst du Semester- und Vorlesungspläne finden.

    Ich verbringe so 20-30 Stunden / Woche in den Vorlesungen je nach Lust und Thema, und verbringe während dem laufenden Semester so 10-15 Stunden / Woche mit Lernen, vor den Klausuren so 20-40 Stunden.

    Ich gehöre damit nicht unbedingt zu den fleissigsten aber man schlägt sich so durch :) Ist aber auch immer etwas davon abhängig welche Klasuren geschrieben werden müssen.

    Da ich einen Ingenieurstudiengang belege vermute ich mal das der Lernaufwand vergleichbar sein könnte. Natürlich immer individuel schwankend.

    Nebenjob ist so ne Sache, bleibt nicht viel Zeit, werde aber bald nebenbei wieder arbeiten gehen, aber max. 1 Tag während der Woche und evtl. 1 am Wochenende oder sowas. Dann wird die Zeit schon knapp..
  • Hi, ich studiere Informationstechnik mit Schwerpunkt Technische Informatik an einer FH (noch auf Diplom). Werde nächste woche verabschiedet. Abschluss so ca. 2,3. Diplomarbeit wird noch bewertet.

    Ich kann dir ja mal eben berichten, wie das Studium so ablief:

    Grundstudium 1-3 Semester:

    Mathe I-III
    Physik I-II + 1 Labor
    Grundlagen der Elektrotechnik I-III + 1 Labor
    Elektrische Messtechnik + 1 Labor
    Bauelemente und Grundschaltungen
    Werkstoffkunde
    Informatik I-III + 3 Labore
    Grundzüge der Digital und Computertechnik
    4 SWS nichttechnische Fächer. (heisst ca 2 Vorlesungen)


    Also zum Anfang hab ich mich ziemlich schwer getan.
    Vor allem Mathe und Elektrotechnik. Ist nicht ohne, da muss schon was gemacht werden. Ich hatte keine ELektrotechnischen Vorkenntnisse, weder Hobby noch Ausbildung etc. Bin direkt nach dem allgemeinen Abitur zur FH gewechselt. Durch mein Hobby Programmieren, Technik etc. habe ich mich dann für das Studium entschieden. Vor allem, weil ich nicht nur Informatik machen wollte, also Software schreiben, sondern auch noch Elektronik/Technik dazu. Darum kam ein "einfaches" Informatik-Studium bei mir nicht infrage.

    Je nach dem, wie du dich in Mathe und Elektrotechnik anstellst (vllt auch Physik) wird das Grundstudium dementsprechend anspruchsvoll sein.
    Habe Mathe 1+2 2 mal wiederholt und Elektrotechnik 1+2 auch, bis ich die Scheine dann hatte.

    Was nicht zu vergessen ist, sind die Labore und die Laborberichte, die verfasst werden müssen. D.h. man bekommt z.b. in Elektrotechnik Labor praktische Aufgaben gestellt und muss dazu Berichte verfassen.
    Dazu geht schon viel Zeit drauf, wenn die Professoren darauf Wert legen.

    Die restlichen Scheine sind alle gut zu schaffen, wenn man sich für Informatik , Elektrotechnik ein wenig interessiert.


    Hauptstudium: (Semester 4-5)

    Regelungstechnik + Labor
    Theoretische Elektrotechnik
    Digitale Signalverarbeitung
    Mikrocomputertechnik + 2 Labore
    Digitaltechnik + Labor
    Elektronische Schaltungen + Labor
    Elektomagnetische Verträglichkeit + Labor
    Informatik IV + Labor
    Multimediaverfahren + Labor
    Elektroniklabor + Labor
    Lokale Netze und Weitverkehrsnetze

    Im Hauptstudium muss ich sagen sind die Ansprüche weniger hoch, wie noch im Grundstudium. Also ich habe mich nur im Grundstudium angestellt. Im Hauptstudium sind die Noten um einiges besser.
    Die Klausuren meiner Meinung nach leichter.
    Aber hier gilt auch Laborberichte sind manchmal echte Zeitfresser.
    Und wenn dann die Laborbericht-Termine in die Klausurzeit rutschen ist das nicht grade schön.

    Praxissemester (Semester 6) (6 Monate):

    Bei einem Unternehmen, wo ich mit PIC-Mikrocontrollern arbeiten konnte und der Programmiersprache C und die nötige Hardware drum herum erstellt habe und aufgebaut habe.
    War echt cool.
    Also Programmieranteil und Elektronikanteil, wie ich mir das vorgestellt habe.
    Richtiges Technisches Produkt entwickeln.

    Vertiefung (technische Informatik) (Semester 7):

    Echtzeitdatenverarbeitung + Labor
    Rechnerstrukturen
    Schaltungsintegration (VLSI-Design) + Labor
    Mikroelektronischer Systementwurf +Labor
    Aufbau- und Verbindungstechnik
    Technische Wahlpflichtfächer


    Das letzte Semester ist die Vertiefung. An der FH gibt es u.A noch Hochfrequenztechnik und Multimedia.

    Klausuren relativ leicht. Keine großen Probleme gehabt.

    Semester 8: Diplomarbeit:

    Bei mir im Bereich der HF Technik (komme aber aus der technischen Informatik) mit bischen technischer Informatik.

    Habe auch einige Scheine noch aus der HF Technik gemacht. Ist meiner Meinung nach auch ein sehr interessantes Fachgebiet und Kenntnisse von beidem ist gar nicht so schlecht. HF heiist, Hochfrequenztechnik und aus dem Bereich lernst was über Antennen und FUnksysteme. Handyfunk, Satelitenfunk, usw. Sehr interessant, aber auch anspruchsvoller als technische Informatik, da dort nochmal andere Ersatzschaltbilder und Zusammenhänge gelten, als bei den Frequenzen in der technischen Informatik. (Obwohl sich das ja alles mitlerweile annähert, Frequenzen gehen immer höher-> HF-Anteil immer wichtiger)
    Vor allem EMV (ELektromagnetische Verträglichkeit) ist nicht zu vernachlässigen. UNd Kenntnisse auf diesem Gebiet sind wichtig bei der Elektronikentwicklung.

    --------------------------

    Also mal in eigenen Worten zusammengefasst:

    Ich mochte Programmieren: Informatik + Labor beschränkt sich auf Grundlagen. Zusatzscheine wie "Problemlösungen mit Low COst Prozessoren" sind da schon praxisnaher. Mit PIC Prozessoren ne eigene Hardware gemacht und Programmiert inner Gruppe mit 3 Leuten in der FH und dann dem Prof vorgezeit usw. mit Referat etc.
    C++ hab ich auch einen Schein gemacht. Man weis ja nie.


    ELektronik bekommt man einige Grundlagen mit auf den Weg. Beschrängt sicht auch Transistorschaltungen, OPs etc. Dazu noch in VLSI Schaltungsdesign im µm Bereich.

    VHDL und FPGAs gelernt.
    Mikrocontroller generell.
    Einige Bussysteme.
    Digitaltechnik mit Leitungsreflexionen, Anforderung an Timings für digitale Bausteine etc.

    Studienarbeit im Bereich der HF gemacht und Antennen für Sateliten designt im Zusammenarbeit mit einer großen Luft und Raumfahrtbehörde in Deutshcland. (Muss der zuständige Prof aber die Connections haben)
    Diplomarbeit im Bereich RFID gemacht mit einem großen Unternehmen in München, die Geld drucken und für Sicherheit zuständig sind.


    Generell alles sehr interessant, vor allem die späteren Semester.
    Am ANfang alles noch sehr theoretisch. Wird mit der Zeit aber beser. Wenn man erstmal durchs Grundstudium durch ist. Die Labore waren generell sehr interessant.
    Man lernt eine Menge in der Zeit.
    Muss dafür aber auch was tun.

    Ich habe jezt einen 2er Abschluss (Diplomarbeitsnote kommt noch) und habe nebenbei noch gejobt (3-4 mal die WOche). D.h. von 8:15 an der FH, dann bis ca 14 oder 16 uhr. Danach zum Job bis 20 oder 22 Uhr. D.h. wenn man nen Job hat ist der Tag hin und man hat danach nicht wirklich Lust noch was fürs Studium zu machen. (Laborberichte mussten natürlich schon sein)
    KLausuren lernen also erst immer so 2 Wochen vor beginn der Klausurenzeit gemacht. Wenn man mehr Zeit hat (ohne Job) sollte das Studium kein Problem sein. Wenn der VOrlesungsplan mal grade gut ausfällt kann es sein, dass du mal nen Tag frei hast. Sonst hast du so bis ca 16 uhr höchstens an der FH verbracht, selten länger. Wenn die Vorelsungen gut liegen und keine Freiblöcke sind, dann hast auch manchmal um 12 frei gehabt etc. Also da konnte ich mich nicht beschweren.

    Jobaussichten super. Ich gehe für den Anfang in den Bereich Entwicklung.
    Kannst aber auch im Vertrieb landen, oder als Prüf oder Messingenieur arbeiten. Die meisten wollen aber wohl in die Entwicklung, weil da das meiste vom Studium "abgefragt" wird.

    Je nach Unternehmen kommst als Ing. gut rum in der Welt. (Kommt auf die Position und Unternehmensgröße an).
    Ist vieles Möglich. Ergibt sich dann.

    Einstiegsgehälter ca 42 000 brutto pro Jahr. (mal mehr mal weniger) Steigt aber mit Berufserfahrung. 10 Jahre Erfahrung bist du evtl schon bei 60 - 70 K.

    Im Nachhinein würde ich nochmal das gleich Studieren, wenn ich nochmal vor der Wahl stehen würde. Nehme mir jetzt erstmal 1-2 Monate Pause, schreibe Bewerbungen und werde dann irgendwo arbeiten. 1-2 Stellen hab ich schon sicher (von Praxissemester und Diplomarbeit), aber man weis ja nie. Vllt gefällt es einem ja besser woanders oder die zahlen mehr.



    So, wenn noch Fragen sind.
    EInfach ne PM, dann kann man sich evtl nochma per ICQ etc unterhalten wenn du Lust hast.

    EDIT: Achja das hier gilt für FH. Bei Uni weiss ich nicht wie das da aussieht. Aber generell alles theoretischer und nicht so viel Praxis (Labore). Kein Praxissemester, wo du mal im Unternehmen arbeiten kannst. Mit Uni-Abschluss kannst leichter in die Grundlagenforschung an UNI etc. Bei FH Abschluss wird man gerne in der Industrie gesehen, also im Unternehmen arbeiten. Bezahlung in der freien Wirtschaft vergleichbar. Einige Unternehmen nehmen auch lieber FHler, weil diese mehr Praxiserfahrung haben. (Das kann auch ein gerücht sein :) )


    EDIT2: Du hast noch geschrieben, dass du Netzwerkadministrator etc machn willst. Dafür brauchst du nicht studieren. Dafür kannst du ne Ausbildung machen.
    Was aber geht, ist an der FH wo ich studiert habe noch die Vertiefungsrichtung Multimedia und Hochfrequenztechnik. Da wird noch mehr von Netzwerken etc geleehrt. Geht über das hinaus, was ein Systeamadmin etc. wissen muss.



    mfg

    digow

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von digow ()

  • Danke dass du dir so viel Mühe gemacht hast! Ein dickes Lob :danke:

    Hört sich garnicht so schlecht an!

    Ich hätte da noch ein paar Fragen:

    Was wird da in Mathe und Physik alles durchgenommen? Was beinhaltet Informatik I-III und IV? Was ist Werkstoffkunde?
    Wie viel Prozent war in dem Studium Programmieren gefordert? Welche Sprache? C++ JAVA? Wird das auch in Prüfungen abgefragt?

    Mit Elektronik kenn ich mich etwas aus da mein Vater Elektromeißter ist und ich auch immer mit ihm Arbeiten war...

    Ich denke, dass ist das richtige für mich!
  • Hi,

    also

    Mathe I:

    Lineare Algebra: Matrizen, Determinanten, lineare Gleichungssysteme
    Vektorrechnung

    Funktionen

    Rechnen mit komplexen Zahlen

    Differentialrechnung
    Integralrechnung

    also eigentlich das, was man so vom Abitur her kennt. Wenn du damit keine Probleme hast, dann sollte das im Studium auch keine Probleme bereiten.
    Was bei mir so die Probleme verursacht hat, ist die Tatsache, dass ich im Abitur Mathe LK mit dem TI 92 Taschenrechner gearbeitet habe und wir höchstens 1 mal die Grundlagen auf Papier gemacht haben, danach aber übergegangen sind zu komplexeren Aufgaben, die mit dem TI 92 gerechnet wurden. Also weniger das Rechnen gelernt haben sondern die Anwendung mit anschaulichen Beispielen durchgenommen haben, die recht komplex waren und auf Papier ewigkeiten gebraucht hätten.

    Im Studium jedoch ist der Rechner in Mathe verboten und es müssen alle Rechnungen per Hand geschehen. (In anderen Fächern ist der Rechner natürlich erlaubt, Physik, E-Technik etc.). Ich musste mich also wieder umgewöhnen und die ganzen math. Grundlagen mir neu aneignen.

    Mathe II:

    Anwendungen der Differentialrechnung mit totalem Differential, partiellen Ableitungen, Vektorfeldern, Gradienten etc, Grenzwertsätze, Mehrfachintegrale, Linienintegrale, Reihen

    Mathe III:

    Laplacetransformation, Fourierreihen, Fourieranalyse, Differentialgleichungen, Frequenzanalyse


    Den ganzen Kram wirst du dann im weiteren Verlauf des Studiums selten verwenden, aber du hast einen Überblick darüber, was mit Mathe alles möglich ist und der Ingenieur brauchen kann. Der Kram ist ja nicht da, um die Studenten zu ärgern, sondern um mathematisch-analytisch Probleme zu lösen. Oft wird der Stoff auch durch anschauliche Beispiele veranschaulicht, wo man diese mathematischen Methoden anwenden kann.
    Im "Alltag" eines Ingenieurs wirst du aber selten mehr als die einfache Integralrechnung und Differentialrechnung und komplexe Zahlen brauchen. Wird mal mehr gefordert, guckt man in seine entsprechenden Bücher, die im Studium benutzt werden (bzw. empfohlen) und man erinnert sich nochmal, wie dies und das ging.


    In Physik I+II:

    Schwingungen, harmonische etc. was da alles zugehört + elektromagnetische Wellen, bischen Thermodynamik (Wärmelehre), Kinetik also Bewegungslehre und Kräfte etc. Das alles dann aber auch mit Differentialgleichungen etc. Darum sollte die Mathematik dahinter shcon ein wenig verstanden worden sein.
    Wenn man aber schon Physik LK oder so hatte ist das alles mehr oder weniger bekannt vom Gymnasium. Da gibt es jetzt nicht viel neues.

    Informatik I:
    Grundlagen der Programmierung. Zahlensysteme, Zahlendarstellung , Codierung und Code-Arten, Logische Elementarfunktionen und Bitmanipulation, Grundlagen von Software, Problemlösung mit SOftware.
    Heisst als was Grundlagen betrifft. Binäre System und verschiedene Kodierungsarten. Programmablaufplan, Strukurplan etc. usw. , Assembler wurde da glaube ich auch gemacht, kann aber sein, dass das in Mikrocomputertechnik I+ II gemacht wurde.

    Informatik II:
    Programmierung in C und was alles dazugehört

    Informatik III:
    Unix/Linux Betriebsystem und deren Eigenschaften und Shell Programmierung soweit ich noch weis.


    Informatik IV: Java Programmierung


    Zusätzlich habe ich noch C++ gemacht (extra Schein). War aber nicht Pflicht.

    Werkstoffkunde ist so ein wenig nach der Art: Was kann man mit Silizium machen, warum hat es diese Eigenschaft, damit dies und das Passiert.

    Energiebänder, Raumladungszonen.
    Atomare Strukturen, Atomare Bindung, Mechanische Eigenschaften, elektr. Leitfähigkeit, Halbleiter, magn. Eigenschaften, Supraleiter usw.



    Das Studium ist nicht Programmieren und (Anwender)Software (für Windows etc) schreiben. Sondern ich würde es so ausdrücken: Elektrotechnik mit Informatik-Anteil und den Fokus auf Datenverarbeitung. (Es gibt ja auch noch den reinen Elektrotechnik Studiengang)

    Technische Informatik ist eben z.B. Mikrocontroller-Programmierung, die meistens mit C oder Assembler gemacht wird und die Erstellung von der nötigen Hardware um den µC herum. Das heisst es werden über den µC digitale und analoge Sensoren angesprochen und ausgelesen und vorverarbeitet. Diese Daten können dann an den PC gesendet werden und da weiterverarbeitet werden. Das machen dann die "richtigen" Informatiker, die eine grafische Oberfläche entwickeln usw. So war es bei mir auch im Praxissemester gemacht. Ich habe die Hardware und was alles dazugehört gemacht. ALso das Gerät, was man anfassen kann und Knöpfe und Sensoren hat etc. Und die Informatiker haben die Daten, die ich aus dem Gerät nach aussen sende weiterverarbeitet im PC. Die Mikrocontroller werden aber immer besser, schneller etc. so, dass darauf immer mehr komplexe Berechnungen gemacht werden können. Das ist auch immer spannend zu verfolgen.
    Technische Informatik kann aber auch VHDL heissen, also FPGA Programmierung in einer relativ "neuen" Programmiersprahce (VHDL etc. eben) oder Digitale Signalprozessoren programmieren.
    Technische Informatik kann aber auch heissen, dass du später als Messingenieur arbeitest und z.B. bei VW neue Entwicklungen zu testen und zu messen etc.
    Wenn du das studiert hast, hast du eine große AUswahl an Berufszweigen, die ein Ingenieur machen kann.


    Mal ein paar Beispiele:

    Bei VW in der VOrentwicklung mit µC neue Produkte erstellen und ausprobieren. Vorentwicklung heisst, du guckst, was ist möglich und wie gut kann man Ideen umsetzen mit dem heutigen Stand der Technik und zu günstigen Preisen. Ist es zu teuer kommt es entweder in die oberklasse von VW oder die Idee wird verworfen/nach hinten geschoben und die Serienproduktion (in mittelklasse/unterklasse) erst später erfolgen.

    In der Entwicklung. Siehe Beispiel aus meinem Praxissemester.

    Technische Informatik kann aber auch heissen, dass du bei VW als Messingenieur arbeitest. Mehr oder weniger Programmierst. Dann hast zwar als Vertiefung Technische Informatik gemacht, aber dann in deinem Beruf nicht speziell diese Fähigkeit zur Anwendung gebracht sondern, was man als Informationstechnik Ing. sonst noch so gelernt hat.

    Es gibt sehr viele Anwendungsbereiche für Ingenieure aus dem Bereich Informationstechnik bzw. technische Informatik.
    (Automobilbranche, PC-Hardware, Handy, alles wo Elektronik drin ist, muss ja auch entwickelt werden und Daten verarbeitet werden)

    Wenn du wissen willst, was Informationstechnik Ingenierue so machen, dann geh mal auf
    stepstone.de oder einer anderen Jobbörse und gib Informationstechnik ein oder technische Informatik.

    Die Stellenanzeigen geben einen guten Überblick darüber wo man in welchem Breich landen kann.

    Man ist also ziemliich flexibel bei diesem Studium, denn Informationstechnik ist ja auch ein mehr oder weniger allgemeiner Begriff, bzw wird als sehr allgemein begriffen. Dementsprechend breit gefächert sind die Anwendungen als Informationstechnikingenieur.

    So, hab ich was vergessen?!
    Sonst einfach fragen...


    EDIT: Es wird alles in Prüfungen abgefragt und in Laboren bzw anhand von Laborberichten.
    Zu jedem Fach gibt es eine Prüfung. Ich habe insgesamt (plus nicht zwingende Prüfungen und Labore(heisst Laborbericht, keine Klausur)) ca. 60 Prüfungen bestanden und habe jetzt meinen Abschluss.
    mfg

    digow

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von digow ()

  • Man so viel "zuneigung" bekomme ich nichtmal von meinem Klassenleiter im ganzen Schuljahr!

    Jo Physik ist das was wir gerade machen. Schwingungen Energie blablabla blubb...

    Nur zur Aufklärung: Ich bin G8 (8 Jähriges Gymnasium)
    Wir haben Mathe und Deutsch (<--- ich werde sterben) als PFLICHTFACH in der 11 und 12 und im Abitur. Gestern wurden wir aufgeklärt was wir da alles machen: Lineare Algebra, Vektorrechnung, Differentialrechnung, Integralrechnung...
    Wir haben auch keine LKs oä und wir müssen auch keine Facharbeit schreiben. Wir haben ein W und ein P Seminar. (also wissenschaftliches arbeiten und praxisnahes arbeiten worauf wir auf das Studium vorbereitet werden sollen) wo wir mit lokalen Firmen usw zusammenarbeiten. Dort müssen wir aber so was ähnliches wie eine Facharbeit abliefern. Diese wird aber nicht so hoch gewertet.
    Außerdem werde ich im Abi sicher noch Physik nehmen.
    Ob ich Informatik ebenfalls nehme steht noch in den Sternen. Jedenfalls bis Montag. Dann bekommen wir den Lehrplan für die Oberstufe von unserem Info Lehrer eingeflößt...

    Wer sich weiter informieren will über G8. Hier stehen alle Infos
  • Hallo
    zur Zeit gibt es eine quasi, weltweite Jobgarantie zu Spitzenkonditionen für Leute die DSP - Programmierung beherrschen. Es wird eigentlich alles eingestellt was irgendwie auf dem Markt verfügbar ist. Zum sehr hohen Gehalt zählt deshalb auch ein Firmenwagen mit privater Nutzung.

    Liebe Grüße
    Carmen
  • sollte nur ein ironischer Einwurf sein :)

    Es wird doch immer überall vom Fachkräftemangel gesprochen, bezogen auf Ingenieure, aber auch Facharbeiter... da gibts allerdings auch mehr als genug Diskussionen zu dem Thema und das zeigt mir das es diesen Mangel effektiv eigentlich nicht wirklich gibt :)

    mach dir keine Sorgen hat nicht zwingend was mit deinem Studium zu tun :)

    Sollte nur ne Anspielung sein auf Camens Kommentar von wegen Geld ohne Ende und Auto und alles...
    ich persönlich bin der Meinung das die Zeiten nichtmehr soooo rosig sind, für den Durchschnittsabsolventen.

    Die Global player können sich ihre Ings. halt immernoch aussuchen und haben hunderte Bewerber auf 1 Stelle ...
  • YamUsa schrieb:


    Sollte nur ne Anspielung sein auf Camens Kommentar von wegen Geld ohne Ende und Auto und alles...
    ich persönlich bin der Meinung das die Zeiten nichtmehr soooo rosig sind, für den Durchschnittsabsolventen.


    Hallo
    ich hab sofort eine Firma, die mir sogar ein Kopfgeld bezahlt. Also wer ernsthaftes Interesse hat und die DSP- Programmierung als fertig studierter Ing. beherrscht - Bitte bei mir melden. Ich bring auch sicher 2 weitere bestens unter.
    Kein Scherz.
    Liebe Grüße
    Carmen
    Es sind 3 verschiedene Firmen, die Hersteller von elektronischen Geräten im Hightech - Segment sind. In einer davon arbeite ich. Es sind 3 verschiedene Branchen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Carmen ()

  • Lieber yamusa
    es werden sogar Bewerber aus Brasilien oder Mexico eingeladen, wenn Sie denn kommen oder geeignet wären. Es gibt für diese Sparte schon seit Jahren einen Mangel. Ich spreche hier von Dipl. Ing., also Spezialisten für DSP- Programmierung. Die sind eine Rarität und werden hofiert.
    PS: Glaub es oder nicht.
    Liebe Grüße
    Carmen
  • Laut meinen Profs gibt es auf 8-12 freie Stellen als studierter Informatiker einen Bewerber.

    Was will man mehr? Auch wenn die Zahlen etwas schöngeredet sind, wird schon etwas Wahres dran sein.