Die Unendlichkeit

  • Witze

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  • Die Unendlichkeit

    Kurzes Rätsel:
    Wie kann man die "unendlichkeit" herstellen ?
    Tipp: man braucht nur 2 sachen die man in jedem Haushalt findet :)
  • doch tun sie ;)

    hab da nen ganz netten Text zu gefunden:

    Die Parallelen

    von Reinalde Wahnrau-Sander


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    Zwei Parallelen liefen nebeneinander her mit zwar kleinem aber konstantem Abstand. Als sie noch ganz jung waren, waren sie froh über den Abstand. Denn beide waren noch ein wenig wackelig auf den Beinen, so dass es ganz gut war, dass sie einander nicht berührten und anstießen. Sie wurden länger und fingen an, miteinander zu reden. Das fanden sie sehr unterhaltsam, so hatten sie doch jeder einen Freund und Spielgefährten und waren nie allein.
    Als sie dann in die Schule kamen, mussten sie viel lernen. Zunächst einmal mussten sie ihr Lebensgesetz auswendig können: "Parallele Linien verlaufen immer im gleichen, konstanten Abstand, sie haben keinen Schnittpunkt."
    Sie erfuhren aber auch, dass sie nicht umsonst auf der Welt waren, sondern dass sie zu allerhand geometrischen Zeichnungen nützlich waren: mit Parallelen kann man Abstände bestimmen. Mit Parallelen kann man Quadrate, Rechtecke, Rauten, Parallelogramme zeichnen.
    Darauf waren sie richtig stolz, dass nach ihnen sogar ein Viereck benannt worden war.
    Es war auch ganz amüsant, andere Parallelen kennenzulernen. Da gab es welche, die wieder zu ihnen parallel verliefen. Mit denen konnte man über eine ganze Schülerheftseite lange Schwätzchen halten. Andere Parallelen kamen aus einer anderen Richtung. Die wussten von dort tolle Geschichten zu berichten. Aber leider war das Zusammentreffen mit ihnen immer nur kurz. Es dauerte nur über die vier Seiten eines Parallelogramms. Danach entfernten sie sich auf Nimmerwiedersehn.
    Aufregend war natürlich die Begegnung mit einem Kreisbogen oder anderen Kurven. Da wurde den beiden Parallelen manchmal ganz schwindelig. Wenn der Kreisbogen lang genug war, kam er im kühnen Schwung an, schnitt eine der beiden Parallelen, sauste zur anderen, vollführte eine Drehung wie ein Kettenkarussel und schnitt beide Parallelen noch einmal. Sie waren immer ganz froh, wenn sie dieses Abenteuer überstanden hatten und wieder gleichmäßig parallel nebeneinander herlaufen durften.
    Sie erfuhren aber auch schreckliche Schicksale anderer Parallelen aus der weiten Welt. So hörten sie eines Nachts, als es ganz still im Haus war, weil alles schlief, die geflüsterte Geschichte durch die Seiten des benachbarten Physikheftes. Da waren mehrere parallele Strahlen gezeichnet worden. Sie sollten achsenparallele Lichtstrahlen darstellen. Als sie auf eine Querlinie trafen, die eine Sammellinse darstellen sollte, wurden sie meuchlings gemordet. Aus, vorbei! Sie wurde gebrochen, sie waren nicht mehr parallel. Sie mussten als Brennstrahlen weiter laufen. Aber das ist doch kein Leben für Parallelen! Oh, was waren unsere beiden Parallelen froh, dass sie mathematische und keine physikalischen Parallelen waren!
    Die Parallelen waren nun in das Alter gekommen, in dem sie merkten, dass sie verschieden waren. Und plötzlich hatten sie sich heftig ineinander verliebt. Sie flüsterten sich Liebesworte zu, was nicht schwierig war, denn ihr Abstand war ja gering. Sie schworen sich ewige Treue, die sie mit Sicherheit halten würden, denn Parallelen laufen auf ewig nebeneinander her. Nur eines machte sie unendlich traurig. Sie konnten sich nicht berühren. Sie seufzten darüber aus tiefstem Herzen, sie weinten bittere Tränen. Sie trösteten sich gegenseitig aus der Ferne ihres Abstandes, der ihnen größer und größer erschien. Was natürlich nicht stimmte, denn er bleibt ja konstant. Sollten sie ihr ganzes Leben in dieser unerfüllten Liebe verharren?
    In diesem Zustand liefen sie - parallel natürlich - einem Mathematiker über den Weg. Es war ein Mathematiker, dessen Gemüt noch nicht durch starre Regeln versteinert war, sondern der sich ein weiches Herz bewahrt hatte. Er konnte aus sich schneidenden Kreisen Herzen konstruieren, und Parabeln konnte er so ineinander zeichnen, dass Liebesleidtränen daraus wurden. Dieser Mathematiker sah unsere beiden Parallelen lange und nachdenklich an. Ihr Liebeskummer dauerte ihn. Viele Stunden des Mitleids dachte er an die beiden armen Parallelen, bis er eine Lösung fand. (Mathematiker finden immer eine Lösung.)
    Er formulierte den Lehrsatz: "Parallele Linien schneiden sich im Unendlichen."
    So laufen nun unsere Parallelen hoffnungsvoll der Unendlichkeit zu.


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    mfg coschi
  • *lol*
    geiler Text!!:)
    Binn zwar mittendrin mal kurz eingeschlafen...aber is wirklich topp!!!!
    :)-
    *lööööööööööööööööööl*