Staatshilfen bei Opel und anderen bankrotten Autoherstellern

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  • Staatshilfen bei Opel und anderen bankrotten Autoherstellern

    Hallo,

    Opel und andere Bankrotte Autohersteller sollen mit Geldern vom Staat unterstützt werden. Was wird aus den kleinen Betrieben die auch kein Geld haben?

    Da kräht doch kein Han nach? Das ist Ungerecht.

    Der Platz für die ganze Überschrift hat nicht ausgereicht.

    Habe weiter unten noch etwas hinzugefügt, weil Konradin sich über meine Zeilen beschwert hat.


    Gruß Bruno48

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Bruno48 ()

  • Da ist die Überschrift ja fast länger als der ganze Beitrag. :)

    Etwas mehr darf es schon sein und ein eigenes Statement dazu wäre wohl auch nicht unbedingt verkehrt.

    Irgendwie habe ich mittlerweile die Nase voll von Beiträgen, die nur aus ein bis zwei Sätzen bestehen auf der einen Seite und Threadstartern, welche sich anschließend verkrümeln und sich halbtot lachen, wie die anderen sich dann zanken (siehe z.B. den letzten Abtreibungs-Thread im Off-Topic). Dieses Mal ist wohl offensichtlich Ersteres der Fall, siehe auch hier.

    Gruß Konradin
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • Danke für die netten Worte Konradin.

    Danke für die netten Worte Konradin.

    Aber ich verkrümle mich nicht. Ich habe nur etwas ausgesprochen was viele Menschen denken. Das meine Überschrift nicht ganz hineingepasst hat und nun dadurch etwas Verstümmelt aussieht , dafür habe ich mich schon entschuldigt. Stehen große Betriebe kurz vor der Pleite kommt Frau Merkel Persönlich und kümmert sich um die Probleme. Je kleiner die Firmen sind um so weniger Minister interessiert auch solch ein Fall. Mit ihnen lässt sich ja auch keine goldene Nase verdienen. Wer sind sie schon. Wer sind schon 20 Arbeitnehmer die ihre Abgaben haben und ihre Familien ernähren müssen.

    Gruß Bruno48
  • Wer erwartet denn, daß du dich verkrümelst, Bruno48? Ich jedenfalls nicht.

    Dein Beitrag ist jedenfalls sehr arg kurz geraten. Wenn dir das Thema so wichtig ist, dann sollte es auch die Mühe wert sein, einige Zeilen mehr dazu zu schreiben. Du musst deinen ganzen Beitrag ja keineswegs in die Überschrift allein stecken - weniger ist dort oft mehr, weil übersichtlicher.

    Was deine Überschrift zuviel hat, das hat dein Beitrag insgesamt zu wenig.

    Außerdem wäre eine Begründung, warum du es so siehst, für eine möglicherwiese folgende Diskussion ausgesprochen hilfreich.

    Gruß Konradin
  • Hallo,

    was beschwerst du dich darüber bruno48!!!! Frag mal im september nach der wahl diejenigen denen die betriebe geschlossen wurden weil kein rettungspaket mehr da ist oder jemals da war wen sie gewählt haben!!!!!!! jetzt schon wette 90% FDP und CDU den bürgern ist nicht zu helfen wenn sie sich verarschen lassen. sie wollen es nicht anders und dadurch auch nicht anders verdient.
    ansonsten würde ich sagen geht es darum wo sind die meisten wähler!!! bei großbetriebe und nicht mittelständler.

    gruss holger4211
  • @ Bruno48
    Konradin hat ganz recht, wenn er die Nase voll von solchen Threads hat.
    Die Forenregeln sehen klar vor, dass man eine gute Diskussionsgrundlage schafft:
    #6 Der Threadstarter sollte seine eigene Meinung im Startpost kund tun und diese begründen, um eine ordentliche Diskussionsgrundlage zu bieten.
    Sollte dies nicht der Fall sein und der Startpost nach Aufforderung nicht editiert werden, wird das Thema geschlossen/entfernt.

    Wenn du den Startpost nun erweiterst, etwa um Links zu weiteren Infos und deiner eigenen begruendeten Meinung, ist alles okay.

    Ausserdem: Beitraege kann man editieren und Startposts ebenso. Dann sieht man die Option den Thementitel zu aendern. Dort koenntest du kuerzen. (Hab ich aber schon uebernommen.)


    Und nun:
    Zurueck zum Thema :)
    Ueber die Form ist schon mehr als genug geredet worden ;)

    MfG
    trxag
  • Hallo
    ich glaube es liegt daran, das die Leitung solcher Unternehmen keine Ahnung von dem hat was sie produzieren. Es zählt nur eine Zahl und die Währung. Es sind Paragraphenreiter die dadurch zu unflexibel werden, weil sie ihren Horizont begrenzen. Das Problem breitet sich aus. Bestimmte User hier im Forum sind schon stark befallen, aber auch unsere Politik wird von Menschen geführt, deren Interessen wo anders liegen als es ihr Amt vermuten lassen würde. Merkelt ihr was?
    Ich kann mir durchaus vorstellen, das es die einzig sinnvolle Rettungsmaßnahme für zB. Opel sein könnte, wenn der Staat langfristig der Betreiber wäre. Dadurch könnte man Steuermilliarden sichern (für den Steuerzuzahler) und Aktienkurse nebensächlich sein lassen. Wenn endlich der Kopf kein Fischkopf mehr wäre sondern ein Leiter der nach den Prinzipen der Werterhaltungskette und technologischen Führerschaft den Betrieb ausrichtet.

    Das geht nur wenn die Interessen des Produktionsbetriebes auf dem Produkt und deren jetzigen und zukünftigen Absatzmöglichkeiten liegen und nicht auf erreichen eines 60 Millionen € Bonus für den Geschäftsführer.

    Das kann eine Staatsbeteiligung leisten.

    Wenn der Steuerzahler blechen muß, soll er auch Eigentümer sein! Von nichts kommt nichts. Wenn die Steuermilliarden zurückbezahlt wurden ( vom Unternehmen) und die Gewinne im angemessenem Maß den Steuersatz der Allgemeinheit gesenkt haben, kann ja wieder verkauft werden. Sollte ein Verkauf vor Rückführung des Steuer-Darlehns/Investition geschehen so dient dies nur dazu, das sich einzelne die Geldspeicher vollstopfen.

    Liebe Grüße
    Carmen
  • Hallo,

    Bruno48 schrieb:

    Da kräht doch kein Han nach? Das ist Ungerecht.
    Natürlich ist das ungerecht. Gar keine Frage, aber sollte ein Unternehmen, wie Opel, nicht gerettet werden. Da hängen tausende Arbeitsplätze dran.
    Und "besser" es geht ein kleines Unternehmen den Bach runter, als ein großes Unternehmen, wie Opel.

    Meiner Meinung nach sollte die Politik aber nicht zu voreilig mit Unterstützung winken, das kann sich sonst ganz schnell zu einem Fass ohne Boden entwickeln.
    Wenn der Steuerzahler blechen muß, soll er auch Eigentümer sein! Von nichts kommt nichts.
    Da stimm ich dir vollkommen zu. Nicht Frau Merkel oder Herr Steinmeier retten Autohersteller, sondern wir mit unseren Steuergeldern.

    mfg
    snip3r
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  • Hallo ,

    aber Eigentümer heißt, den Betribe in einen Volkseigener Betrieb umwandeln sprich VEB. Was die bedeutet das kenne ich noch aus der ehemaligen DDR. Hier gab es viel Schwermaschinenbau wo viele Arbeitsplätze dran hingen. Nach der Wende wurden all diese Betriebe platt gemacht mit tausenden von Arbeitnehmern. Damals hat sich kein Herr Kohl um diese Betriebe gekümmert. Es wurden betriebe aufgekauft und danach einfach geschlossen um keine Konkurrenten entstehen zu lassen. Wo ist da ein Unterschied zur jetzigen Situation. Steuergelder in die Betriebe einfließen zu lassen, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es werden andere Betriebe folgen die auch dringend Geld benötigen. Der Steuerzahler kann nicht nur gemolken werden, der Punkt ist erreicht an dem etwas geändert werden muss. Viele Leute sind unzufrieden, was tut die Regierung schon für den normalen Bürger.

    Gruß Bruno48
  • Bruno48 schrieb:

    Steuergelder in die Betriebe einfließen zu lassen, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es werden andere Betriebe folgen die auch dringend Geld benötigen. Der Steuerzahler kann nicht nur gemolken werden, der Punkt ist erreicht an dem etwas geändert werden muss.

    Natürlich ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Allerdings finde ich die Lösung, z.b. bei der Commerzbank relativ gut, da die CoBa das Geld wieder zurückzahlen muss (werden die zwar fast nicht schaffen, da die jährlichen Zinsen fast so hoch sind wie der Gewinn im besten Geschäftsjahr).
    Von verschenktem Geld halte ich auch nichts...
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  • Im Jahre 2008 verschlechterte sich die finanzielle Lage von General Motors infolge der Finanzkrise und in deren Folge auch die von Opel durch uneinbringbare Außenstände beim Mutterkonzern. Aus diesem Grund stellte Opel beim Bund eine Anfrage hinsichtlich einer Bürgschaft zur Kreditabsicherung, die Regierung kündigte an bis Weihnachten 2008 darüber zu entscheiden. Ende November 2008 teilte GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster mit, dass der Lohn bei Opel kurzfristig um mindestens 10 Prozent sinken soll. Anfang 2009 wurde ein Sanierungskonzept für Opel durch General Motors zunächst offengelassen, Schließungen von Opel-Standorten in Deutschland wurden am 18. Februar aber vorerst ausgeschlossen. Nach bislang unbestätigten Angaben der Bild-Zeitung vom 21. Februar drohe Opel jedoch ohne Staatsbürgschaften in Höhe von drei Milliarden Euro bereits im Mai oder Juni 2009 die Insolvenz.
    Von Steuergeld verschenken ist nie die Rede gewesen, es geht um eine BÜRGSCHAFT.

    Das Niveau ist langsam auf Stammtischgerede gefallen Leute!
    Soll man lieber über 20 000 Menschen arbeitslos werden lassen????

    Opel muss doch das Geld, das sie sich auf dem Kreditmarkt beschaffen, sprich leihen, zurückzahlen! Der Bund soll für diesen Kredit BÜRGEN!
    Free Tibet

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von MikeB ()

  • Die Leute hier schmeissen mit soviel Halbwahrheiten und wissen rum, da stehen einem die Haare zu Berge.

    Es handelt sich bei Opel - wie übrigens bei den meisten anderen unterstützten Unternehmen auch - um Staatsgarantien. Bisher ist dort also noch gar kein Geld geflossen.
    Die Problematik besteht nämlich darin, dass eine Bank der Opel AG keine Kredite geben will. Nun gibt der Staat eine Garantie ab, was die Bank bewegen wird, diesen Kredit eben doch an Opel zu vergeben. Dies bedeutet aber auch, dass nur bei einer Zahlungsunfähigkeit von Opel der Staat mit der Garantie/Bürgschaft einspringt. Erst dann fliessen die Milliarden und erst dann könnte man den Steuerzahler als "Großaktionär" ansehen. Vergleichbar ist dies mit der Mietkaution, die wohl jeder hier hinterlegen muss, wenn er eine Wohnung mietet. Geht nichts schief, ist gar kein Geld geflossen. Die Kaution dient als Sicherheit für den Fall der Fälle.

    Und alle die, die nach Staatsbeteiligung rufen, sollten sich dessen bewusst sein, dass der gesamtwirtschaftliche Erfolg, den die westlichen Staaten in den letzten Jahrzehnten erlebt haben, vor allem darauf zurückzuführen ist, dass es freie Wirtschaft gibt. Ein Staat wird nicht sozialer, indem er Betriebe aufkauft oder übernimmt.
    Ich sage nicht, dass der Staat sich raushalten soll. Ich sage nur, dass er nicht aktiv eingreifen soll. Das Gesetzgebungsmonopol liegt bei Bund, Ländern und Gemeinden. Dieses muss man nutzen, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die solche Auswüchse der letzten 5-8 Jahre verhindern. Ich hoffe doch, niemand wünscht sich einen Rückschritt zu VEBs.
  • Ganz schön hart schrieb:


    Das Gesetzgebungsmonopol liegt bei Bund, Ländern und Gemeinden. Dieses muss man nutzen, um Rahmenbedingungen zu schaffen, die solche Auswüchse der letzten 5-8 Jahre verhindern. Ich hoffe doch, niemand wünscht sich einen Rückschritt zu VEBs.


    Hallo
    Wie bitte?
    Die haben doch die Möglichkeiten bewußt erschaffen! Der Gesetzgeber!

    Eine Mietkaution erhält der Besitzer. Wir Steuerzahler haben die Last Schulden zu bezahlen für Gewinne die durch UNSEREN Lohnverzicht und durch die Belastung unserer Einkommen erkauft wurden. Wir besitzen gar nichts von dem was verbürgt werden soll. Das Unternehmen hat geschröpft und wir müßen mit dem Spatz in der Hand bezahlen? Das von Dir gepriesene Wirtschaftssystem hat versagt! Die betroffenen Konzerne sind ruiniert! Wir können sie retten aber dann nicht ohne Nutzen!
    Wer ohne den Staat nicht mehr überleben kann soll zu machen oder an den Staat übergeben damit ein Gegenwert besteht.
    Wenn Du von Deiner Bank einen Kredit haben willst brauchst Du Sicherheiten. Bist Du säumig, gehört die Sicherheit der Bank. Wirtschaftssystem getreu.
    Nur Schulden erben macht keinen Sinn.

    Liebe Grüße
    Carmen
  • Carmen schrieb:


    Die haben doch die Möglichkeiten bewußt erschaffen! Der Gesetzgeber!


    Das ist so nicht richtig. Der Gesetzgeber hat ja nun keine Gesetze erlassen, die die Bank dazu ermutigt haben, CDOs und ABS auszugeben. Die Banken haben im Gegenteil nicht vorhandene Gesetzeslücke genutzt. Was wiederum zeigt, dass der Staat die falschen Rahmenbedingungen geschaffen hat.

    Carmen schrieb:


    Eine Mietkaution erhält der Besitzer.


    Die Kaution erhält der Eigentümer der Wohnung im Falle der Säumnis des Mieters. Gibt es keine Säumnis, fliesst auch kein Geld. So verhält es sich mit den Staatsgarantien für Unternehmen: Gehen die Unternehmen nicht Pleite, fliesst auch kein Geld und auch der Steuerzahler wird nicht belastet.

    Carmen schrieb:


    Wir Steuerzahler haben die Last Schulden zu bezahlen für Gewinne die durch UNSEREN Lohnverzicht und durch die Belastung unserer Einkommen erkauft wurden.


    a) das ist reine Polemik
    b) in den o.a. Fällen gibt es keine Schulden, für die wir bezahlen müssten. Schulden entstehen erst, wenn die Garantie/Bürgschaft in Anspruch genommen wird

    Carmen schrieb:


    Wir besitzen gar nichts von dem was verbürgt werden soll. Das Unternehmen hat geschröpft und wir müßen mit dem Spatz in der Hand bezahlen?


    Du bezahlst doch erstmal gar nichts?! Erst wenn etwas in Anspruch genommen wird.

    Carmen schrieb:


    Wenn Du von Deiner Bank einen Kredit haben willst brauchst Du Sicherheiten. Bist Du säumig, gehört die Sicherheit der Bank.


    Und genauwso verhält es sich bei den o.a. Fällen: Ist Opel säumig, springt der Staat bzw. Steuerzahler ein. Dann wird der Staat bzw. Steuerzahler auch Gläubiger und hat in diesem Fall das Recht, die Sicherheit - in diesem Fall das Opel-Werk - in Anspruch zu nehmen.

    Nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schiessen und nicht voreilig irgendwelche Schlüsse ziehen, die nicht zulässig sind.
  • Würdest du für mich bürgen, Ganz schön hart? Es kostet dich ja zunächst einmal nichts. Und solange ich meinen finanziellen Verpflichtungen nachkomme kostet es dich in Zukunft auch nichts.

    Welchen Nutzen hat eine Bürgschaft eigentlich sofern man davon ausgeht, daß sie sowieso nicht in Anspruch genommen wird? Oder war das eine Frage zuviel

    fragt sich gerade Konradin
  • Konradin schrieb:

    Würdest du für mich bürgen, Ganz schön hart? Es kostet dich ja zunächst einmal nichts. Und solange ich meinen finanziellen Verpflichtungen nachkomme kostet es dich in Zukunft auch nichts.


    Nö. Das Risiko wäre mir zu hoch. Also würde ich dich fallen lassen. In diesem speziellen Fall würde ich Opel also auch nicht unterstützen.

    Konradin schrieb:

    Welchen Nutzen hat eine Bürgschaft eigentlich sofern man davon ausgeht, daß sie sowieso nicht in Anspruch genommen wird? Oder war das eine Frage zuviel


    Das hängt mit der Kreditvergabe der Banken zusammen. Momentan misstrauen Banken jeglichen (möglichen) Schuldnern. Dieses ist sehr gut am Kapitalmarkt zu sehen. Durch eine Staatsbürgschaft erhöht sich die Chance für ein Unternehmen, einen Kredit zu bekommen.

    @Carmen:
    Die Deregulierung hat nichts mit der momentanen Krise zu tun. Was die Regierungen zugelassen haben, war sinnvoll und nötig. Der Rahmen ist nur der falsche.
  • Ganz schön hart schrieb:


    @Carmen:
    Die Deregulierung hat nichts mit der momentanen Krise zu tun. Was die Regierungen zugelassen haben, war sinnvoll und nötig. Der Rahmen ist nur der falsche.


    Hallo Ganz schön hart

    ich bin keine Fachfrau was Staatsfinanzen angeht, weshalb ich da sehr von meinenem Eindruck ausgehe.
    Ich denke das mit der Deregulierung ein Markt verfügbar wurde. Banken und andere Ferengies konnten hoch spekulativ werden weil ua. der Verbraucherschutz die Möglichkeit eröffnete dies auch zu verkaufen und deshalb das schnelle Geld realistisch wurde. Ein Vielzahl an staatlich gewollter "freier" Marktwirtschaft führte in der Summe zu den heutigen Zuständen.

    Vergleichbar damit, das die Regierung theoretisch sagen könnte:

    Wozu sollen Richter ständig mündigen Bürgern vorschreiben was Recht ist? Die Liberalisierung des Rechtsystems eröffnet neue Möglichkeiten und wird durch leistungsfähige Akteure selbst reguliert.
    Das Ergebnis wäre das Faustrecht oder anders gesagt das Recht des Stärkeren.

    So stellen sich für mich die Ergebnisse, Zusammenhänge der durchgesetzten politischen Parolen der Vergangenheit - den sogenannten Reformen - dar.

    Kannst Du diese Seite der Medaillie auch erkennen, oder bin ich da völlig falsch gemerkelt?

    Liebe Grüße
    Carmen
  • Angenommen Du Konradin möchtest, dass ich Deine Wohnung streichen soll (jaaa, is doch nurn Beispiel, ich könnte auch jeden anderen Namen nehmen, habe aber Dich als den Fragensteller ausgewählt.Bitte sieh mir den Inhalt des Beispiels nach!), ich aber wüsste, dass es Dir z.Zt. finanziell net so gut ginge (meinetwegen bist Du atm arbeitssuchend), dann würde ich NICHT für Dich arbeiten, weil ich meinem Geld hinterherennen müsste bzw. es nie wieder sehen würde. Aber da der finanzmittelstarke (mit "unendlichen" Ressourcen ausgestattete) Ganz schön hart für Dich bürgt, nehm ich den Auftrag an!
    Solltest Du das Geld für den Malerauftrag nicht zusammenbekommen und den Bürgen bitten müssen, dann wird er sich in DEINE Geschäfte einmischen und Dich unmündig machen. Das könntest Du nie wollen!
    So verhält es sich auch mit der Industrie und dem (überwiegend) psychologischen Effekt der Bürgschaft. Also sinnvoll!!!
    Wichtig ist doch, dass sollte man es aus eigener Kraft nicht schaffen, Hilfe da ist!!!!!

    Es sind nicht die Tausend Arbeiter der Werke, ehrlich gesagt interessieren die net so, denn 60% vom nem Bandarbeitergehalt ist billiger als 60% von nem Ingenieursgehalt etc. ... aus den zahlreichen Zulieferbetrieben. Denn nicht alle Leistungen werden von "gering qualifizierten" erbracht!

    Der Staat ist doch net blöd und berechnet die Belastungen im "worst case" gegen seine jetzigen Aufwendungen!
    Opel ist ein Sternmittelpunkt, dessen Strahlen mit etlichen weiteren Arbeitsplätzen besetzt sind. Also wenn die Lichtquelle erlischt....

    @Carmen: bitte lass son Müll wie Re-GIER-ung!
    Gehört hier nicht hin!!! Populistische und offensichlich subjektive Literatur ist zumindest aus meiner Sicht indiskutabel und ebenfalls hier fehl am Platz. Opel hat nichts mit den Finanzmärkten der USA zu tun, so dass hier über Liberalisierung etc diskutiert werden sollte.

    Niveauerhöhung ist immer erwünscht, aber dennoch kaum umjubelt.
    Niveau kann aber nicht ins unendliche wachsen. Und jeder Absturz wird polemisiert und mit Parolen instrumentalisiert.
    Siehe manche Beiträge hier. Immer diese ewigen nichts bewegenden platten Aussagen. Schwachsinnige Stempelposts. Mir scheint als würden manche Themen gezielt gesucht, bei einer übereinstimmenden Relevanz von ca. 15% wird dann dieser gezielte politische Müll ausgekippt. Was soll das? Aber es ist wohl, wie bei mir, die Natur, dass man zum Glück überall seinen Senf dazugeben darf, auch wenns offensichlich der "Geschmack" unterbinden sollte: Marmelda + mein Senf: Guten Appetit!


    Wenn Du 100 Autos am Tag herstellst, aber 120 verkaufen kannst, entgeht dir ein Gewinn von 20 Autos. Also kaufst Du neue Maschinen, stellst MA ein und erhöhst die Kapazitäten. Läuft alles super, denn andere machen das ja auch. Arbeitslosenzahlen sinken, jeder hat Arbeit. Gehalt=mehr Geld ausgeben. Um im Automotive zu bleiben: n schicker Kleinwagen könnte sich angeschafft werden. Schön. Das geht ne Weile gut, bis irgendwas passiert: SilkonValleyBubble oder diesmal eben Finanzgschmarri.
    Jetzt verkaufst Du nur noch 70 Autos, produzierst aber 120. WER soll diesen Gap bezahlen? Hättest Du damals weiterhin nur 100 produziert würde es Dich jetzt net so sehr belasten. So hast Du aber den Gewinn der zusätzlichen 20Autos an Manager/F&E/...verprasst.
    Hat sich jemand auf Pump scho mal was geleistet, weil er wusste, dass er das ganze mit seinem demnächst einflaternden Geburtstagsgeld/Gehalt bezahlen kann??? So machen es die Firmen auch. Und jetzt passiert das wenn der Geburtstag ins Wasser fällt.
    MA müssen in Kurzarbeit/unbezahlter Urlaub, in der Hoffnung bald wieder altes Niveau zu erreichen. Funktioniert das nicht, gibts Kündigungen.
    Desweiteren werden um die Situation zu überstehen, Kostensenkungspotentiale gesucht. Und in Ungarn/etc. gefunden. Klasse.

    Viele der Teile die am Band zusammengeschraubt, wurden vom Opel-Einkäuferheer bestellt, und von 3t Anbietern geliefert. Deren Fertigung steht genauso in den Sternen.

    Ich finde die Unterstützung vom Staat sinnvoll und nötig. Allerdings darf diese Hilfe zu keinem Blankoscheck werden. (Schaeffler und co.).
    Jede Krise gibt die Chance für einen Neuanfang.
    Wenn dafür staatliche Mittel notwendig sind, bin ich als Steuerzahler dafür bereit! Aber ich sehe es nicht ein, ineffiziente Strukturen zu stützen nur dass jemand der sonst nichts mit sich anzufangen weiß, Arbeit von 9-17Uhr hat (VEB!!! Bruno48).

    Wenn dirs nicht passt, zieh in ein anderes Land, und stell die Frage mal dort! Du wirst schnell von deiner verwöhnten Dekandenzsicht befreit.
    Hier könnte auch was sinnvolles stehen ... z.B. ein Bier
  • Es ist mir schon klar, daß der Bürge durchaus haften muß, wenn derjenige, für den er bürgt, seinen finanziellen Verpflichtungen warum auch immer nicht nachkommt. Ungeachtet der Motivation ist so immer jemand da, der haftet, es sei denn, auch der Bürge ist am Ende seiner finanziellen Möglichkeiten angelangt.

    Mir ging es weniger um die Motivation des Verbürgten als um diejenige des Bürgenden. An meinem Beispiel sieht man ganz gut die wesentliche Fragestellung: warum sollte der Bürge es tun?

    Bei mir persönlich (so mal als Beispiel dahingestellt) mag es natürlich keiner tun, warum auch? Bei Firmen ist das natürlich etwas anderes, da hängen Arbeitsplätze dran und vieles mehr.

    Wenn eine Firma Geld benötigt und kein Geld mehr von Banken bekommt, dann kann der Staat mit einer Bürgschaft natürlich durchaus nachhelfen. Aber das löst das Problem, warum es der Firma finanziel mies geht natürlich nicht per se. Ohne weitere Maßnahmen heißt das nur, daß gutes Geld schlechtem Geld hinterhergeworfen wird. Wenn es bisher bergab ging, dann muß es keineswegs durch neue Kredite automatisch bergauf gehen.

    Amüsant finde ich hingegen den Aspekt, daß Banken, welche zum Teil aufgrund der Finanzkrise selbst nicht unerheblich gestützt zu werden wünschen, das Geld für Kredite locker machen sollen, die so fadenscheinig sind, daß sie ohne Staatsbürgschaft gewiß nicht vergeben würden.

    Aber eigentlich ist es müßig, darüber zu diskutieren, ob Bürgschaften, oder nicht. Die Kernfrage ist wohl eher, zu welchen Bedingungen dies geschehen soll.

    Gruß Konradin
    Aktuell zum 70. Jahrestag:
    Auschwitz war sicher nur die Folge berechtigter Ängste gegen die Juden.
    Damals war es die Verjudung, heute ist es die Islamisierung, welche uns Angst macht.
    Eigentlich müssten sich diese Leute bei uns dafür entschuldigen.
  • Eigentlich ist jetzt lange genug erklärt worden, was eine Bürgschaft ist.


    Die eigentliche Frage ist doch: Macht es wirklich Sinn, die Automobilindustrie krampfhaft auf dem jetzigen Niveau halten zu wollen oder wäre es sinnvoller, ein gewisses "GEsundschrumpfen" zuzulassen?

    Mit solchen Maßnahmen wird die Katastrophe doch nur etwas herausgeschoben und der Fall wird noch tiefer, oder?


    Jetzt wäre die Gelegenheit, etwas mehr auf Nachhaltigkeit zu achten, aber die anstehenden Wahlen und der daraus resultierende Aktionismus der Parteien wird das wohl verhindern.
  • Schön, daß du die bevorstehenden Wahlen ansprichst, McKilroy. Eben aus diesem Grund erwarte ich seitens der Politik auch eher populäre Lösungen als durchgreifende. Aber da hierzulande das Auto einen hohen Stellenwert hat und die Autoindustrie mitsamt ihren Zulieferern auch ein nicht unwesentlicher Arbeitgeber ist beschäftigt es die Leute enorm und auf solch ein Thema verzichtet man im Wahlkampf nicht.

    Spätestens nach der nächsten Bundestagswahl sehen wir ja, wie ernsthaft die Unterstützung durch den Staat gewesen und was daraus geworden ist.

    Gruß Konradin

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Konradin () aus folgendem Grund: Korrektur

  • Das viel größere Problem ist doch, dass es einen Initialeffekt haben könnte. Bei Banken, okay, da macht eine Unterstützung aufgrund ihrer Stellung im System Sinn. Aber was ist, wenn Opel nun gestützt wird? Was passiert, wenn VW anklopft? Daimler geht es auch nicht gut, Conti ist zerstört. Es könnte eine ganze Lawine losgetreten werden.

    Heute Opel, morgen....
  • Hallo
    Ja, wenn man vor die Tür geht kann einem auch ein Jumbojet auf den Kopf fallen. Das Leben ist Risiko behaftet. Bis vor kurzem war es wahrscheinlicher das der Jumbo tatsächlich auf den Kopf fallen würde als das Benz den Staat um Geld anbetteln würde. Ich hoffe daran ändert sich nichts.
    Die Gründe für diese Situation müßen beseitigt werden. Die Möglichkeit das sich das Betteln um Staatshilfen in diesem Ausmaß wiederholt müßen beseitigt werden. Die Möglichkeiten ergeben sich aus den Bedingungen die herrschen. Die Bedingungen legen nicht die Bürger fest, sondern die Regierungen :). Es ist also offensichtlich, das der Staat die falschen geschützt hat. Er hat dereguliert um die Chancen am Markt zu verbessern. Deutschland hat seine Bankenaufsicht immer als besonders sicher gelobt. Nun hat die Realität die Schwachstellen aufgezeigt. Es ist ein Mehr an Regeln und Kontrolle notwendig, so zu sagen eine Reform des gesamten Systems.

    Eigentlich tritt das ein was unter anderem die Linkspartei anprangerte und weshalb CDU - Stammwähler polemischen Hohn über diese Partei ausgoßen.

    Der Erfolg gibt einem Recht. Die CDU hat es versäumt trotz jahrzehnte langer Regierungsverantwortung zu erkennen das die Deregulierung der Finanzen realistische Gefahren beinhaltet.

    Es steht außer Frage das Deutschland jedem deutschen Autobauer helfen muß, egal was für Summen dahinter stehen. Wenn nicht ist Deutschland an die Wand regiert worden. Es hängt zuviel an dieser Branche.

    Leider hat die Führung des jeweiligen Autoherstellers Fehler gemacht, in dem sie die Zukunft falsch bewerteten. Das verstärkt die negativen Effekte.
    Man sieht das die Spekulation im amerikanischen Imobilienmarkt dazu führt das deutschen Autoherstellern das Geld fehlt, weil sie unter anderem eine sehr dünne Zudecke hatten.
    Als Beispiel
    Ich kenne einen Betrieb der 30 Mitarbeiter hat, schuldenfrei ist und 1 Jahr ohne Umsatz den Produktionsbetrieb mit allem laufenden Kosten aufrecht erhalten kann. Ohne dafür zur Bank gehen zu müßen. Das ist natürlich ein Extrembeispiel zeigt aber die Verantwortung des Besitzers und die Prioritäten die er gesetzt hat. Er sagte mir das er sich wundert das alle so überrascht sind von dem was jetzt geschehen ist. Er wartete eigentlich schon seit Jahren auf diesen Einschlag im weltweiten Finanzmarkt. Er ist auch der Meinung das die jetzige Regierung große Schuld trägt und wundert sich das Deutschland nicht auf der Strasse steht um zu zeigen das man nicht ohne Konsequenzen mit der Zukunft von Millionen Menschen spielen darf. Er sagt, das er sich wünschte das alle die FDP wählen würden, auch weil die große Koalition gelogen hat! Ich bin auch gegen die FDP, weshalb mir seine Empfehlung nicht gefällt.

    Es ist wichtig das reiner Tisch gemacht wird! Versager und Bankrotteure in Politik und Wirtschaft müßen weg. Warum? Weil sie uns in die Katastrophe geführt haben. Wir sind nur so gut wie wir geführt/gemerkelt werden.

    Liebe Grüße
    Carmen
  • Was hast du eigentlich mit deiner Deregulierung des Finanzwesens? Dort ist nichts dereguliert worden? Die bestehenden Gesetze und Vorschriften bestanden schon seit Jahren und wurden im Gegensatz eher verschärft - siehe Basel II.

    Wieso steht es ausser Frage, dass jedem Autobauer geholfen werden muss? Du forderst dies einerseits, verlangst aber gleichzeitg, dass Versager und Bankrotteure in Politik und Wirtschaft entfernt werden müssen.