Depression

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  • the_coder
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  • Depression

    Hallo Leute
    Bin jetzt 15 Jahre alt und sehr Apathisch.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich an Depressionen leide.
    Allerdings ist es eher phasenweise, im Moment geht es mir gut, da ich letztens die Gymnasiumsaufnahmeprüfung hatte und das nun hinter mir ist.
    Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass ich, sobald es wieder auch nur eine kleine erschütterung gibt, wieder zurück in dieses Stadium falle.
    Die Symptome (nicht nur Apathie) stimmen leider erschreckend gut mit meinem befinden - in diesen Phasen - überien.
    Desshalb möchte ich sofort etwas dagegen unternehmen. Ich weiss nur nicht, zu was für einem Arzt ich gehen soll, beziehungsweise muss.
    Könntet ihr mir einen Tip geben?
    Ich wäre wirklich froh darüber, da ich wirklich nicht weiss, was ich machen soll.
    the_coder
  • Eiii, das hört sich nicht gerade toll an.
    Aber ich bin in der Hinsicht auch nicht besser. Bei dir ist es aber wesentlich schlimmer.
    Wie siehts mit dem Freundeskreis aus? Gibt es da nicht welche die dich zur ablenkung erregen können? Seit wann fing das denn an? Oder war es schon immer so?
    Vieleicht hattest du auch ein großen Tiefschlag z.B in sachen Liebe. Oder ähnlichem, dann kann es unter umständen etwas dauern, bis man wieder Lust irgendwo dran hat. Hast du schon mal mit deinen Eltern drüber geredet? Wenn ein Arzt in Frage kommt, dann etwas im bereich der Psychologie. Psychologe hört sich immer stumpf und Erschreckend an... Aber wofür gibt es sie?!

    Wie is das umfeld, immer dann wenn du wieder im Depressieven zurück fällst?
    Passiert immer irgend etwas um es aus zu lösen? Stress, Streit ect...

    Mfg
    Klein-Willy
  • Als erstes ist immer dein Hausarzt der Ansprechpartner, bzw. ein Arzt deines Vertrauens. Dieser wird sich dann deine Symptomatik anhören und anschauen.
    Es kann Überanstrengung, Burn out Syndrom, eine Hormonfrage, oder was weiß ich noch sein, da gibts so viel, was dann aber wahrscheinlich doch ein Fachmann/Psychologe beurteilen muß.
    Auf jeden Fall wenn man sich nicht wohlfühlt gleich zum Arzt, bevor sich da irgendwas manifestiert.
  • Wie siehts mit dem Freundeskreis aus? Gibt es da nicht welche die dich zur ablenkung erregen können? Seit wann fing das denn an? Oder war es schon immer so?

    Freunde hab ich wehnige... Ich weiss halt nichts, was ich mit ihnen machen soll... Es kommt mir alles so sinnlos vor. Die meisten Leute meiner Klasse sind Idioten, sind alle so (Politisch) rechte und saufen tun sie auch fast alle, was ich sowas von blöd finde, dass ich eigentlich nichts mit ihnen zu tun haben möchte. Andere Läute kenne ich fast keine. Mein Freundeskreis ist extrem klein.
    Mein (ehemals) bester Kolleg ist in meiner Parallel Klasse. Er ist zwar total in ordnung und mit ihm hab ichs auch gut, aber das Problem ist, dass ich nie weiss, was ich mit ihm machen soll.
    Mit meiner Freundin hingegen mache ich alles und es macht mir auch spass. Aber sie kann halt auch nicht immer...
    Ich glaube, ich gehe am besten wirklich mal zu meinem Hausarzt und schildere ihm das. Professionelle Hilfe ist wohl das beste, in dieser Situation.

    Mein Umfeld bemerkt das gar nicht, wenn ich wieder in einer "Krise" stecke, ich bin schon so lange immer recht teilnahmslos, dass sie sich daran gewöhnt haben... Ausserdem mach ich ja auch fast nichts mit anderen Leuten. Mit welchen denn, hab ja keine.
    Mit meinen Eltern hab ich nie über das gesprochen. Ich würde lieber zuerst mit einem Arzt sprechen.
  • Ohne professionelle Hilfe, ist das ein nicht endender Rattenschwanz den du da hinter dir herziehst!!
    Einen Tip möchte ich dir aber mit auf den Weg geben, versuche ohne Medikamente auszukommen, auch wenn der Arzt dir dazu vielleicht rät!
    Und wenn überhaupt dann nur kurzfristig, max 4 Wochen...da Antidepresiva´s ein total hohes Suchtpotenzial haben und dein ganzes Gemüt dämpfen!
    Ich kenn da(aus beruflichen Gründen) so einige, die nur noch wie Roboter agieren!
    Alles Gute für dich!!!
  • sabrina007 schrieb:

    Und wenn überhaupt dann nur kurzfristig, max 4 Wochen...da Antidepresiva´s ein total hohes Suchtpotenzial haben und dein ganzes Gemüt dämpfen!


    Kurzfristige Einnahme ist sinnlos, da spürt man oft nur die Nebenwirkungen. Eine Besserung tritt erst allmählich nach einer längeren Behandlung ein.
    Ich würde sagen, entweder ganz oder garnicht. Aber keinesfalls das Zeug schlucken, nach paar Tagen über Nebenwirkungen beschweren und die Behandlung abbrechen.
  • Hallo, mein Rat beinhaltet zwei Sachen:
    1. Sprich mit einem Arzt zu dem Du ein guten Draht hast und macht auch einen umfangreichen Bluttest.

    Warum: Hormonstörungen können Depressionen auslösen und da Du in einer Phase bist, wo sich der Körper von einem Mädchen zu einer Frau entwickelt, sind hier (genauso wie in den Wechseljahren) Störungen oft vorhanden und können relativ einfach geregelt werden. Beim Jungen zum Mann geht dieser Prozess genauso ab und auch Männer haben Wechseljahre--nur alles etwas anders.

    Dann gibt es in fast jedem Bundesland Hilfezentren für Patienten mit Depressionen und viele kannst Du über das Internet ausfindig machen-nimm Kontakt zu ihnen auf.

    Und denke nicht, dass Dein Problem selten ist, nein dies betrifft sehr viele Menschen, also Du bist nicht alleine damit und deshalb ist es wichtig, sich an Leute zu wenden, die damit Erfahrung haben.

    Ich finde es gut, dass Du mit dieser Frage an uns, schon den ersten Schritt auf den Weg zu Dir selber gemacht hast. Toll und Respekt!
    Deine anch
    Je höher der Absatz, desto kleiner der Hauptsatz!
  • Komisch, dass du meinst ich sei ein Mädchen... xD
    Bin ich nämlich nicht. Ausserdem lebe ich in der Schweiz. Das mit den Hormon störungen wäre natürlich möglich und ich werde den Arzt sicher darauf hinweisen, falls sie das nicht gleich in betracht zieht.
    Ich werde am Montag zur Hausärztin gehen und dann werde ich schon erfahren, was ich da am besten mache.
    the_coder
  • Lieber the coder,
    als ich mit dem Text fertig war, ist mir mein Denkfehler aufgefallen, aber Störungen im Hormonhaushalt betreffen Frauen und Männer, also unbedingt kontrollieren. Dazu gehört selbstverständlich die Schilddrüse, da sie Hormone produziert. Kontrolle des gesamten endokrinen Systems.
    Falsche Annahme von mir mit Deutschland, aber ich bei Euch gibt es sowas bestimmt auch. Ist vielleicht von der Organisation etwas anders.

    Rede auch mit Deiner Freundin darüber, der Partner ist die größte Hilfe.
    Viel Kraft
    Deine anch
    Je höher der Absatz, desto kleiner der Hauptsatz!
  • Ja, von den antidepresiva werde ich ganz bestimmt die finger lassen.
    Selten so ein blödsinn gehört. Solche Präparate werden sicher nicht ohne Grund verordnet. Die Dinger sind wichtig und gut in wenn es sein sollte, für Dich dosierten Mengen.

    Erst mal sollte alles körperlich abgecheckt werden. Bliebt dann nur noch die Psyche über, dann such Dir einen Psychotherapeut mit dem Spezial Gebiet der Tiefenpsychologie.
    Und kein "normalen" Psychologen(ist kein Arzt), der darf keine Medis verschreiben. Sollte das erfoderlich sein, müsstest Du dann noch zusätzlich zum Neurologen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von lukas2004 ()

  • Lieber The Coder
    Zuerst einmal wünsche ich dir, dass du aus deinem Loch
    herausfindest. Ich kenne mich mit diesem Krankheitsbild aus
    und muss Lukas2004 recht geben. Geh zu einem Facharzt
    (Psychiater) und akzeptiere in der akuten Phase, falls nötig, auch
    ein Antidepressivum, denn sie helfen, dass die Transmitterstoffe
    bei den Synapsen wieder besser übertragen werden können - eine
    Depression hat auch eine hirnorganische Komponente.
    Gleichzeitig ist aber auch eine gute Gesprächstherpie nötig,
    damit du den Ursachen deiner Depression (oder depressiven
    Verstimmung) auf den Grund gehen kannst. Herzl. Gruss - freefloating

    PS: Du musst ja nicht gleich den ersten Psychiater wählen. Suche dir
    eine Person des Vertrauens.
    Carpe diem - pflücke den Tag!